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Beitrag© By Fairy Tail [NPC]  So Nov 24, 2013 12:30 pm

Wer denkt als Hafenstadt hätte Hargeon bloß Meer und Fische zu bieten, der hat sich heftig geirrt! Natürlich gibt es hier an jeder Ecke den leckersten Fisch zu kaufen, doch trotzdem bietet diese Stadt noch so viel mehr!
Vielerlei Restaurants, Geschäfte und anderes durchziehen die Innenstadt und überall gibt es immer wieder neues zu entdecken. Das mag man zwar erst nicht meinen, aber wenn man genau hinschaut, ist überall etwas fast schon magisches!
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Beitrag© By Chikyū no hāto  So Feb 07, 2016 5:21 pm

~Come from: Onibas - Ein Pub~

Einige Zeit war Chikyū nun schon unterwegs. Ihr Weg hatte sie durch die schönsten Gegenden getragen und mit jeder Quelle, jedem Wald und jedem Tier war ihre Laune gestiegen. Ihre Sakevorräte reichten vorerst noch aus, sie hatte sich ihrer selten bedienen müssen, hatte sie doch immer wieder Dörfer durchquert, bei denen sie etwas zu trinken bekommen hatte. Die Tage waren sonnig gewesen und seit einer Woche hatte keine Wolke ihre Tage oder ihre Laune getrübt.
Die Karte, welche sie von Darcan bekommen hatte, hielt sie fest in ihrer Hand. Sie wies einige Spuren von verschleiß auf, einige Knicke und eine kleine Ecke fehlte, doch in anbetracht des häufigen Gebrauchs war sie noch recht gut in Schuss. Doch mit jedem Tag der verging musste sich die Schamanin neu fragen, ob sie sich vielleicht verlaufen hatte. Langsam aber sicher war ihre Reisezeit zu lang und mit jedem Tag sehnte sie sich mehr nach dem Genuss dieses vorzüglichen Tropfens. Doch vorerst sollten diese Gedanken ihre gute Laune nicht trüben. Die Sonne stand hoch am Himmel, der Tag hatte gut begonnen und die Stadt die sie nun erreichte machte einen netten Eindruck.

Frohen Mutes und mit dem Gedanken, dass ihr in dieser Stadt sicher jemand weiterhelfen könne, schlenderte Chikyū die Straßen entlang. Der blaue Himmel über ihr und der Wind in ihren Haaren sorgten für beschwingte Schritte und ein sanftes Lächeln auf ihren Lippen. Erneut blickte sie auf die Karte und wie auch die Tage zuvor war sie sich sicher den richtigen Weg gegangen zu sein. Es musste einfach so sein! Darcans Anweisungen waren klar, ihr Orientierungssinn gut und ihr Wille ungebrochen. Ein entschlossenes Nicken und sie bog um die nächste Straßenecke, nur um dahinter beinahe mit einem jungen Mann zusammenzustoßen. Abrupt blieb sie stehen und klopfte sich ihre Kleidung zurecht. "Entschuldigen sie. Ich war wohl etwas in Gedanken.", begann sie zu sprechen, ehe sie das Gesicht ihres Gegenübers musterte. Er wirkte frustriert oder traurig, sie konnte es nicht genau deuten. Doch wie konnte man an einem solch herrlichen Tag, an dem die Natur so im Einklang mit der Welt lag, nur solch schlechte Laune haben? "Sie wirken frustriert. Kann man ihnen irgendwie helfen?", bot sie sich schließlich an, getrieben durch ihre gute Stimmung.
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Beitrag© By Gast  So Feb 14, 2016 1:03 pm

Ryu hatte nach einer kleinen Weile die Augen geschlossen. Seitdem er sich an den Baum angelehnt hatte, hatte er sich keinen Millimeter von der Stelle bewegt. Geblendet wurde er nicht, denn die meisten Strahlen der Sonne wurden von dem Blätterdach über ihm aufgehalten. Langsam begann er, sich zu entspannen, als er plötzlich von einer Person angerempelt wurde, die sich entschuldigte. Ryu öffnete seine Augen und sah die Person genauer an. Als erstes fielen dem jungen Magier wohl die zwei Holzhörner auf, die aus ihrem Kopf ragen. Sie wirkte auch sehr jung und lebhaft, wahrscheinlich um die 17 Jahre alt. Auf ihre Frage hin, ob sie ihm helfen kann, weil er frustriert wirkte, schüttelt er nur den Kopf. "Tut mir leid, sie können mir wahrscheinlich nicht helfen. ich suche nur eine bestimmte Person, kann sie aber nicht finden." Ein Seufzer entglitt dem jungen Magier. "Wen oder was suchen sie denn?"
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Beitrag© By Chikyū no hāto  So Feb 21, 2016 2:27 pm

Das junge Schwarzhaar vor ihr wirkte nicht sonderlich zornig oder nachtragend und nahm ihre Entschuldigung bereitwillig an. Innerlich seufzte Chikyū erleichtert auf, ehe sie sich den Worten ihres Gegenübers widmete. Sie hatte seine Laune also mehr oder minder richtig gedeutet aber ihr freundliches Hilfsangebot wurde dennoch fürs erste abgeschlagen. Für sie kein Problem, hatte sie doch Zeit, auch wenn sie auf ihrer eigenen Suche war. Zu ihrer freudigen Überraschung jedoch bot ihr Gegenüber ebenfalls seine Hilfe an, so das sie sich erkenntlich zeigen konnte. Es war eben doch keine Zeitverschwendung seinen Mitmenschen gegenüber an und wann etwas Freundlichkeit entgegenzubringen.
Die Hüterin der Erde zögerte einige Sekunden und rang um eine Antwort. Sie hatte Darcan versprochen niemandem den Weg zu zeigen und schon garnicht irgendwen Fremdes mit einzubeziehen. Doch sollte der Fremde ihr nur den Weg etwas näher erläutern, ohne ihr genaues Ziel zu kennen und sie würde kein Wort über den Sake, die Quelle oder Dracan verlieren, so würde das nicht gegen die Regeln verstoßen, oder? So musste es eigentlich gehen. Nach einigen Sekunden hatte Chikyū ihren Entschluss gefasst und nickte energisch, ehe sie anfing ihr Gegenüber anzugrinsen.

"Es trifft sich nur all zu gut, das wir beide was suchen, finden sie nicht? Ich hätte eine Idee. Wir hören uns die Geschichten des jeweils anderen bei einem kleinen Drink an und sehen mal, ob wir uns nicht doch gegenseitig helfen können. Also, wo gehts zur nächsten Bar?", fragte sie mit leuchtenden Augen und scheute sich nicht den Unbekannten sogleich an der Schulter zu ergreifen und mit sich zu führen. Sie konnten sich gegenseitig von Nutzen sein, und noch viel besser: Mit etwas Glück hatte sie jemanden gefunden, der ihr einen oder auch zwei Sake spendierte, während sie sich nähere Informationen über die Lage der Sakequelle verschaffen würde.
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Beitrag© By Gast  Sa März 05, 2016 3:38 pm

Leicht beobachtete Ryu das Mädchen vor ihm. Interessanterweise war sie nicht sofort in der Lage, ihre Natwort an den jungen Magier abzugeben, als gäbe es eine Problematik, wenn nicht jedes einzelne Wort sorgsam gewählt worden wäre. Zögernd überlegte sie weiter, ehe sie den jungen Magier grinsend ansah. Seine Augen weiteten sich leicht, als sie energisch nickte und ihren Entschluss scheinbar gefasst hatte. Das gehörnte Mädchen erschien es passend, dass beide auf der Suche nach etwas oder nach jemanden waren und erläuterte ihre Idee, gemeinsam etwas trinken zu gehen und sich in einer Bar zu unterhalten. Perplex starrte er sie an, während sie schon dabei war, seine Schulter zu packen und ihn in eine Richtung zu dirrigieren. Kurz ließ er sich mitziehen, ehe er sich von ihrem Griff befreite und einen Schritt zur Seite ging. "Ich weiß nicht, wo hier irgendwelche Bars sind. Ich bin lediglich hier, um jemanden zu finden, nicht um etwas zu trinken." Seine Stimme war trotz seines Temperaments ruhig, jedoch hatte sie eine leichte Ungeduld in sich. Seufzend sah der Magier sein Gegenüber an. "Muss dies wirklich in einer Bar besprochen werden?", wagte er vorsichtig zu fragen, obwohl er doch eigentlich alles locker nahm, begann er sich langsam zu fragen, ob diese Person vor ihm wirklich etwas sucht oder ihn nur Geld abziehen will.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  So März 06, 2016 7:21 pm

Der Versuch ihr Gegenüber in eine Bar, Schenke oder auch nur an einen kleinen Stand zu bekommen erwies sich schon nach wenigen Schritten als äußerst fruchtlos und kaum hatte sich der Knabe aus ihrem sanften Griff befreit blieb auch die Schamanin stehen und wandte sich zu ihrer neuen Bekannschaft um. Der Junge kam wohl auch nicht aus der Stadt, oder war zu jung um wirklich was mit Alkohol am Hut zu haben, zumindest behauptete er keine Bar in dieser Gegend zu kennen.
Ein kurzer Seufzer entfuhr Chikyū, war sie doch in ihrem Übereifer arg ausgebremst worden. Zudem musste sie sich eingestehen, das es langsam doch wieder Zeit für einen guten Schluck wurde, immerhin drohte ihr Temperament grade gefährlich aufdringlich zu werden. Ein tiefer Atemzug gefolgt von einem leichtfertigen Schulterzucken und sie konnte sich wieder an ihr Gegenüber wenden. "Verzeiht meinen Enthusiasmus. Ich war wohl etwas übereifrig.", erklärte sie sich, während sie auf ihrem Rücken nach dem Flaschenkürbis tastete, den sie immer mit sich führte.
Kaum hatte sie ihn gefunden gebot sie dem Fremdling mit einem kurzen Fingerzeig etwas Geduld, entkorkte das Gefäß und führte es zu ihrem Mund. Zwei kräftige Schlucke flossen ihre Kehle hinunter, ehe sie den Sake wieder in den Kürbis zurückfließen ließ und das Gefäß von ihren Lippen führte. Der Geruch von Sake breitete sich auch in der Luft aus und versetzte Chikyū in wohlige Stimmung.
Ein Laut voll Genuss entwich ihrer Kehle, ehe sie den Kürbis in ihren Händen gegen die Karte von Darcan austauschte. Anschließend wandte sie sich wieder ihrem Gegenüber zu. "Danke für ihre Geduld. Hier, mir wurde diese Karte zuteil. Ich habe zwar eigentlich eine gute Orientierung, doch mit jedem Tag der vergeht werde ich ungeduldiger und frage mich, ob ich wirklich noch auf dem rechten Weg bin. Vielleicht können sie mir bei dieser Frage ja aushelfen?" Während die Hüterin redete trat sie neben den Unbekannten und zeigte ihm die Karte. Während sie das Ziel ihrer Reise und die nähere Umgebung verdeckt hielt ließ sie dabei einige markante Wegpunkte aufgedeckt, anhand derer sich ein Ortskundiger orientieren könne. "Jedenfalls möchte ich mich schon einmal für das nette Hilfsangebot bedanken.", sprach sie und reichte dem Fremdling die Hand. "Chikyū mein Name, sehr erfreut."
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Beitrag© By Gast  Di Mai 24, 2016 10:15 pm

<[First Post]>

Wie betrat man ein Pub? - Nun es gab ja keine dummen Fragen, oder? Doch irgendetwas schien doch gehörig falsch zu laufen, wenn man sich fragen musste wie man ein Etablissement betrat das üblicherweise nicht vor Intelligenten Personen strotzte. Nun für Sasaki war ein Pub mehr als nur ein Ort an dem man Essen und Trinken konnte. Es war ein Ort der Schwäche. Nicht für andere Menschen die ihrem Laster frönten indem sie sich betranken. Nein damit meinte sie ihre eigene persönliche Schwäche. Ein großzügiger Schluck von einem Alkoholischen Getränk und ihre Sicht wurde getrübt. Würde sie mehr zu sich nehmen, wäre es schwierig für sie weiterhin geradeaus zu laufen. Ein wahres Teufelsgebräu also für das Mädchen, dass sowieso noch zu jung für Alkohol war, dennoch bereits einige Male damit in Kontakt gekommen ist.
Aber der Sinnhaftigkeit ihrer Frage konnte sie sich ja später annehmen, wenn sie sie beantwortet hatte. Wie betrat sie nun den Ort des Grauens? Warum tat sie sich diese Farce immer wieder an?
Sie war gerade eben erst in der Innenstadt von Hargeon angekommen. Hier hatte sie sich noch keine Blöße gegeben wie in der letzten Bar in der sie war. Also konnte sie hier wiedermal den Initiationsritus durchführen und in den nächsten Pub laufen.

Weil ich endlich saufen können will wie alle anderen! Beantwortete sie die zuvor gestellte Frage in Gedanken, ballte die Fäuste, schnaubte kräftig und öffnete energisch die Tür. Hoffentlich sehe ich alt genug aus. Sie stand in der offenen Türe und schlug sich mit den Handflächen auf die Wangen um sich Mut zu machen. Nachdem sie der ein oder andere Besucher kurz gemustert hatte, verloren die meisten schnell das Interesse am Neuankömmling. Manch einer hatte sich in seine Runde gedreht und murmelnd irgendeinen abfälligen Kommentar zu Sasaki abgegeben. Aber ansonsten war da nichts Besonderes. Anscheinend hatte sie die erste Prüfung überstanden. Sie war drinnen. Das zauberte nun ihrerseits in siegessicheres Grinsen ins Gesicht.
Hohoho...ich bin so ein...Genie! Dachte sie selbstgefällig während sie über knarzende Dielen schritt um zur Theke zu gelangen. Dabei sah sie sich mit großen Augen um. Sie bestaunte die Holzvertäfelung, oder die Teppiche die rund um die Theke ausgelegt waren. In einer Ecke des großen Raumes gab es sogar eine Art ... Bühne?? - Die werden mir hier doch nicht singen? Ist ja direkt gruselig. Dachte sie während sie ihre Gänsehaut bemerkte. Die kam jedoch aus einem anderen Grund, denn sie hatte just in diesem Moment die Theke erreicht. Es war nicht genug los, um sie zu übersehen. Schon gar nicht nach ihrem theatralischen Eintritt in den Pub.
Sie setzte sich mit Anmut auf einen Barhocker und guckte den Bartender direkt an. Zumindest wenn er sie nicht ansah. Waren ihre Blicke kurz davor sich zu kreuzen, drehte sie sich weg. Trotz der Kakophonie an Geräuschen die im Pub herrschte, konnte sie sein Seufzen dennoch wahrnehmen.
Verdammt! Was bestelle ich jetzt überhaupt. ... Bier! Bier ist doch nicht so stark oder?
"Na kleine? Was hättest du den gerne? Kinderportion Pommes oder sowas? Fragte der Bartender, der zuerst zu ihr gekommen war und seine Ellenbogen auf die Theke stütze um nicht laut aussprechen zu müssen, was er denn für sie vorschlug. Hat der etwa so viel Feingefühl, dass er mich nicht bloßstellen will. Sein Laden geht wohl ganz mies, hm? Hahahaha." Normalerweise hätte Sasaki ihm das ins Gesicht gesagt. Sie war viel Selbstbewusster als sie sich gerade gab, doch in einem Pub, oder allgemein einem Ort an dem auch Alkohol ausgeschenkt werden konnte, machte ihr Charakter eine 180°-Drehung.
"Uhm...uhm...nein, verdammt. Ich will was trinken. Hier und jetzt..." Erklärte sie und war erschrocken wie kümmerlich sich das anhörte.
"Mh. Saft oder sowas?" Fragte er weiter, während er ein Glas mit einem Geschirrtuch putzte.
"Nein, verdammt. Nein! Ich will...Bi...Bi...mach mir nen Tee. Mit viel Zitrone..." Sagte sie. Am Anfang des Satzes hatte sie ihren Zeigefinger mahnend erhoben um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, doch spätestens als sie "Bier" bestellen wollte, versagte Körper und Geist den Dienst. Immerhin dachte sie gerade an die Folgen, wenn sie sturz betrunken in einem Pub herumtorkelte und noch dazu nicht mal alt genug war, Alkohol zu sich zu nehmen. Nein...da hatte sie wohl zu große Angst bekommen.
Wenig später tunkte sie ihren Teebeutel resigniert in ein Glas heißes Wasser. Bähähä ich bin so ein Schwächling! Gib mir den Strick, ich such mir einen Baum und häng mich auf nachdem ich ausgetrunken hab. Natürlich war das kein ernst gemeinter Gedanke, aber am liebsten wäre sie vor Scham im Erdboden versunken. Sie wollte sich gar nicht umsehen. Selbst wenn sie niemand ansah, so fühlte sie sich so, als würde der gesamte Pub mit seinen vielzähligen Augenpaaren auf ihrem Rücken lasten und sie auslachen. Das war keine gute Idee...nein wars nicht...
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Do Mai 26, 2016 1:52 pm

Es hatte einige Minuten gedauert und etwas Überzeugungsarbeit gekostet, die Tatsache das ihr Gegenüber wohl keine weiteren Ziele den Tag über hatte war wohl auch eine gute Hilfe gewesen, und schließlich hatte Chikyū den Unbekannten nicht nur dazu gebracht ihr Auskunft zu geben, hatte er doch selbst keine Ahnung von der Satdt oder ihrem Ziel, sondern sie auf ihrer Suche ein Stück weit zu begleiten. Auf ihrem Weg durch Hargeon hatten die Schamanin und ihr Begleiter sich weiter unterhalten und schließlich stellte er sich als Ryunosuke vor. Da er kein Ziel hatte, seine Zielperson war wohl nicht aufzufinden, und er auch keine große Lust hatte den ganzen Tag nur an einem Baum zu stehen, folgte er Chikyū nun durch die Stadt. Er gab ihr so viel Auskunft wie es ihm möglich war, erklärte welche Route er in die Stadt genommen hatte und berichtete von markanten Punkten auf seiner Reise. Auch stimmte er mit ihr überein, das die eingeschlagende Route wohl im groben richtig war, doch mehr wusste er auch nicht.
Es betrübte Chikyū etwas, mehr sogar noch da er nicht mit in einen Pub kommen wollte und sie so keine Getränke ergattern konnte, doch das gute Wetter und ihre anfängliche Siegesgewissheit waren noch nicht verflogen. Nette Gepflogenheiten austauschend und sich gegenseitig ein wenig näher kennenlernend wanderten die Zwei so einige Stunden in der Stadt umher, fagten den einen oder anderen mittaglichen Passanten und kauften sich einige Snacks, ehe sie an einem Imbiss halt machten. Kartoffelspalten und ein wenig Gemüse sollten für ein gutes Mittagsmahl genügend. Ryunosuke bestellte zusätlich noch etwas Fleisch und während das Gespann auf sein Essen wartete und die Schamanin Gelegenheit hatte ihren Begleiter zu beobachten festigte sich immer mehr der Eindruck eines gelangweilten Teenagers. Ihr Blick schweifte umher. Die Leute auf dem Platz, an dem sie halt gemacht hatten, wirkten fleißig. Einige breiteten ihre Waren aus, andere feilschten doch die meisten machten einen kleinen Ausflug mit ihren Kindern. Das Gelächter und gezeeter waren ringsum zu vernehmen und den Kleinen beim Tollen an den Ständen oder beim Baden im Brunnen zuzusehen beruhigte die alte Wandererin.
Gedankenverloren fingerte sie an ihrem Flaschenkürbis herum, schwenkte ihn im Kreis und fühlte die vertrauten Bewegungen des im inneren befindlichen Sakes. Sie fühlte sich in alte Tage zurückversetzt und ein stilles Lächeln zauberte sich auf ihr Gesicht, ehe man sie aus ihren Gedanken riss. Das Essen war fertig und ein junger Mann, wohl selber Vater, hielt es ihr freundlich entgegen. Dankend nahm die Schamanin an und wandte sich wieder dem regen Treiben des Platzes zu.
Es waren zwei Männer, die langsam ein Etablissement betraten, die ihr einen Geistesblitz brachten. Das betretenen Gebäude war unschwer als ein Pub zu identifizieren und auch wenn ihr Begleiter wohl keine Lust auf einen solchen hatte, ein Gerwerbe mit ausreichend Geld und Erfolg hatte bestimmt auch eine Liste mit so hochexqusiten Liquiden wie ihrem Sake. "Ryunosuke... es scheint mir eine gute Idee heute Abend doch mal die ein oder anderen Kneipe zu besuchen. Vielleicht kann man mir dort bei meiner Suche helfen... Keine Sorge, es werden keine billigen Kaschemmen sein," fügte sie auf die zweifelnden Blicke ihres Gegenübers noch hinzu. Natürlich würden so auch die Preise steigen, aber bestimmt würde sie trotzdem den ein oder anderen Sake bekommen...

So zogen noch einige Stunden ins Land, ehe Ryunosuke sich zusammen mit Chikyū in einem Schankhaus im Zentrum der Innenstadt wiederfanden. Der Besuch hatte unschuldig begonnen und Chikyū hatte sich zwei oder drei Gläser Sake gegönnt, immer eine andere Sorte testend, ehe sie ihren gelangweilten neuen Freund am Thresen mit einigen entschuldigenden Worten zurückließ. Sie wollte sich zunächst bei den Besuchern umhören, ehe sie die Dreißtigkeit besaß den Wirt zu verhören. Dieser würde bestimmt ungerne gute Quellen verraten und so seinen Profit gefährden.
Im großen Innenraum der Taverne gab es neben der Bühne, auf der schon das eine oder andere Lied zum Ausdruck gebracht worden war, und dem langen Thresen, etliche Sitzgelegenheiten. Viele Tische in der Mitte des Raumes, mit einfachen Holzstühlen als Sitz. Einige Sitznieschen und Sofaecken gab es ebenfalls und durch das Rege treiben sah man immer wieder eine Schankmaid huschen, die die Gäste bediente. Aus ihren Unterredungen mit den Besuchern und dem gegenseitigen Gebahren konnte Chikyū gut herauslesen welche Besucher wohl Stammgäste waren. Dazu noch die Gläser auf den Tischen, und die Fähigkeit sich zu attikulieren und sie müsste recht bald den ein oder anderen Gast finden, der bereit war die eine oder andere Geschichte auszutauschen.
Nun hatte sie schon drei Tische abgeklappert und auch wenn noch keiner ihr genau den Weg zu ihrem Ziel sagen konnte, so waren doch immer recht nette Unterhaltungen dabei rumgekommen. Man hatte Geschichten ausgetauscht und erdacht, wollte die Wächterin doch ungerne über ihre Vergangenheit reden, den einen oder anderen Spaß gemacht und oftmals auch das Glas geteilt. Die Leute wirkten häufig feundlich und wenn man etwas Zeit mit ihnen verbrachte musste man früher oder später einfach bleiben und noch einen mit ihnen Trinken. Nur recht so, dachte Chikyū sich und hatte nun schon gute Runden an Getränken mitgenommen. Oftmals Sake, der nicht zu teuer war. Sonst würde ihr immenser Alkoholkonsum ihren Gastgebern noch teuer auf der Tasche liegen.
Ihr Ziel vergaß sie dabei jedoch nicht und so hatte sie sich grade dem vierten und letzen Tisch mit wirklichen Stammkunden zugewandt, als man das Knallen der Tür hörte. Das "selbstsicher" eintretende Mädchen nahm Chikyū allerdings nicht wahr. Ihre Mission hatte Vorrang und so blieb sie in eine Unterhaltung verstrickt. Wieder wurde ihr Alkohol geboten und wieder nahm sie dankend an doch auch hier wollte oder konnte man ihr keine näheren Auskünfte geben. Immerhin hatte man ihr in der Zwischenzeit sagen können, das ihre Route wohl stimmte und sie wohl weiter auf ihre Karte vertrauen solle, doch etwas frustrierend war es schon. Verstimmt aber noch lange nicht unglücklich begab sie sich deshalb wieder an die Theke. Sie suchte sich einen Stehplatz neben Ryunosuke, der schlafend oder dämmernd auf dem Thresen lag, Gott weiß ob es die Langeweile oder zu viel Alkohol waren, da ihr ursprünglicher Platz von dem kleinen Neuankömmling eingenommen wurde.
Kurz wartete Chikyū ab, während der Schankwirt einen Tee zubereitete, dann hob sie eine Hand und bestellte: "Bitte noch zwei Sake." Eine leichte Verdrießlichkeit lag in ihrer Stimme und brachte den Barmann zum Stocken. "Für so viel ausgegebenen Alkohol wirkt ihr aber nicht sehr glücklich... und erstaunlich nüchtern. War die Suche nicht Erfolgreich?" Natürlich hatte er sie beobachtet. Jeder gute Kneipenbesitzer war aufmerksam, erst Recht wenn eine behörnte Frau seine Stammkundschaft abklapperte. "Nicht so sehr, wie ich es erhofft hatte," antwortete sie nur knapp und sah dabei zu, wie ihre Bestellung zubereitet wurde. Kaum war das erste Glas da kippte sie es herunter, ehe sie eine fragende Bewegung in Richtung Ryunosuke machte. Als Antwort erhielt sie lediglich ein Schulterzucken und ein Lächeln, doch es sollte ihr genügen.
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Beitrag© By Gast  Sa Mai 28, 2016 5:13 pm

Was für ein scheußlicher Geschmack...vielleicht hätte ich auch eine Sorte nennen sollen und nicht dem Typen die Auswahl überlassen...nachher ist man immer schlauer... Dachte Sasaki resigniert. Sie hatte ihren Ellenbogen auf der Theke platziert um ihren Kopf in ihrer Hand abzustützen, während sie lustlos mit ihrem Löffel in der Tasse rührte.
Das hatte ein bisschen was von Alchemie, wenn sie Zucker und Zitronensaft in die kleine Tasse kippte. Nur war sie nicht so euphorisch dabei wie ein wirklicher Alchemist das vielleicht gewesen wäre. Aber was erhoffte sie sich schon davon, wenn sie solch langweilige Zutaten in ihr Getränk kippte? Nun bis auf die Tatsache das sie ihre Tasse nicht mehr gefahrlos anheben konnte, ohne etwas zu verschütten war nichts Atemberaubendes passiert. Bevor sie also austestete wie stark die Oberflächenspannung war die, die Flüssigkeit vor dem Überlaufen schützte kümmerte sie sich wieder um ihre Umwelt.
Warum hatte sie sich gleich von dieser abgewendet? Ah stimmt ja. Peinlichkeiten und so...Schluss damit! Nahm sie sich in Gedanken vor und machte ein entschlosseneres Gesicht. Dann beugte sie sich herunter um mit ihren Lippen an ihrem Tee zu nippen. Dabei strich sie sich einige Haarsträhnen zurück die nicht zum Geschmacksaroma des völlig überzuckerten Tees beitragen sollten. Als der Flüssigkeitsstand ein weniger kritisches Niveau erreicht hatte, konnte sie die Tasse anheben und an ihrem Tee schlürfen, während ihre Augen über den Rand der Tasse hinwegsahen und durch den Pub huschten.
Eigentlich konnte sie nichts Besonderes sehen. Oder zumindest nichts, dass interessant genug war um ihre Aufmerksamkeit in Anspruch zu nehmen oder ihre Neugierde zu wecken. Im Gegenteil so ein Pub war eigentlich ein langweiliger Ort. Deswegen sorgte man mit Bühnenauftritten wohl für ein wenig Abwechslung, aber großartige Künstler verirrten sich nicht auf solche Bühnen. Dementsprechend gut schaffte es Sasaki solche Spitzfindigkeiten an die Kunst auszublenden. Eigentlich war dies ein Ort der in ihr Abscheu hervorrief. Abscheu gegen Menschen die die Kontrolle über ihr Leben verloren hatten und nun die selbe von Alkohol geschwängerte Luft atmeten wie sie. Sicher Sasaki war keine Adelige oder anderweitig höher einzuschätzen als ein einfacher Bürger dieser Stadt, aber da sie gerade nicht benommen auf dem Tresen lag wie dieser eine Kerl den sie gerade ins Auge gefasst hatte, fühlte sie sich ziemlich überlegen. Das wollte schon was heißen, denn immerhin war sie nicht willensstark genug um sich Alkohol zu bestellen.
Als sie gefühlt jede Person im Raum vom Scheitel bis zur Sohle gemustert hatte, bemerkte sie erst wie heiß ihr Tee doch noch war und das ihre Zunge ein wenig unter ihrer Beobachtungstaktik litt die sowieso ziemlich auffällig war.
"Haaah...haaaah..." - Hektisch stellte sie ihre Tasse auf den Untersetzer, stieß dabei an die Zuckerdose und leerte den Inhalt auf dem Tresen aus. Wirklich groß kümmerte sie sich nicht darum, da sie damit beschäftigt war sich mit den Händen Luft auf ihre ausgestreckte Zunge zu fächern. "Das ist ja pervers heiß!" Kommentierte sie auf einige fragende Blicke. Jetzt hatte sie sich schon wieder selbst bloßgestellt. Wie einfach das doch war. Und wie schwierig es jetzt noch war, sich in irgendeiner Weise überlegen zu fühlen. Es wurde praktisch unmöglich sich überhaupt noch gut zu fühlen. Aber diesmal hatte es nichts mit Alkohol zu tun, also war sie viel gelassener als zuvor noch.
Sasaki zog ihre Zunge wieder ein und begann mit ihren Händen den Zucker vom Tresen zu wischen. Das Ganze geschah unter strenger Aufsicht des Bartenders. Ursprünglich wollte sie den Zucker nämlich einfach auf den Boden wischen und die Sache vergessen, doch nun fing sie alles fein säuberlichst auf und ließ den Zucker von ihrer Hand auf den Untersetzer prasseln. Nachdem alles blitzblank war guckte sie sich wieder um und versuchte andere Leute mit einem bösen Blick zurechtzuweisen. Aber unglücklicherweise hatten ihre Aktionen wiederum keine Aufmerksamkeit erzeugt. Es war wie verhext. War sie nicht tollpatschig genug? Oder Hübsch? Oder ging es diesen versoffenen Kerlen nur um Oberweite?
Verdammt...ich will Beachtung... Musste sie erschreckend feststellen. Vielleicht war es besser zu zahlen und zu verduften. Mit diesem Plan kramte sie einige Münzen aus ihrer Rocktasche die sie auf den Tresen legte. Den widerlichen Tee den sie durch ihren alchemistischen Dilettantismus ungenießbar gemacht hatte, wollte sie nicht austrinken. Zumal sie noch hätte bleiben müssen um zu warten das dieser auskühlte.
Doch als sie sich auf ihrem Barhocker drehte und von diesem herunterrutschen wollte, bemerkte sie etwas das ihre Aufmerksamkeit doch irgendwie fesselte.
Was zum Henker,...was ist das denn für eine? Fragte sie sich und begaffte eine jung aussehende Frau die, die gesamte Zeit unmittelbar neben ihr gestanden hatte. Du hast mir die Show gestohlen! Dachte sie direkt wütend, obwohl sie auch gleichzeitig erstaunt über die Auswüchse am Kopf der Frau war.
"Sag mal was ist das? Gehörst du zu nem Zirkus oder sowas? Was ist das für eine Verkleidung, was stellt das dar? Wenn das jetzt in Mode kommt steh ich mit dem Rücken zur Wand...gib die mal her, ich will sehen wie das an mir aussieht." Bombardierte Sasaki die Frau mit den hölzernen Hörnern gleich mit einigen Fragen.
Sicher war das frech und ziemlich unhöflich, aber darauf gab Sasaki normalerweise auch nie einen Deut. Alkohol war einfach ihre Schwäche, doch nun war sie natürlich wieder in ihrem Element.
Ebenso spielte sie mit dem Gedanken die Hörner anzufassen, doch sie war zu aufgeregt es doch zu tun. Immerhin wollte sie die Geschichte dahinter hören und verärgerte Leute erzählten ihr meistens nichts. Also rutschte Sasaki mit ihrem Po ungeduldig auf dem Barhocker hin und her, während ihre leuchtenden Augen das Gesicht der Frau einfingen und dann zwischen diesem und ihren Hörnern hin und her wechselten. Ob sie damit schon mal jemanden das Auge ausgestochen hat? Eine ruckartige Kopfbewegung und es gibt vielleicht eine unglückliche Person... Überlegte sie und kicherte bei dem Gedanken. Das waren natürlich makabre Gedanken, aber Sasaki hatte einen sehr schwarzen Humor. Gleichzeitig wappnete sie sich jedoch auch sich zu ducken, wenn die Hörner wirklich gefährlich für ihre Augen werden sollten. Man konnte ja nie wissen.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  So Mai 29, 2016 2:40 pm

Am liebsten hätte Chikyū den Barkeeper gleich ausgefragt. Nun, da ihre Fragerunde vorbei und die Antworten alle sehr ernüchternd gewirkt hatten, blieb ihr wohl auch nichts anderes übrig. Aber einfach so sich vor seine Kundschaft zu stellen war nicht nur unhöflich sondern hätte wohl auch nicht viel gebracht. Der Mann hinter dem Thresen wirkte fachmännisch und machte seinen Job gut und gewissenhaft, anders wäre dieses Etablissement wohl auch nicht so gut besucht. Die horenden Preise mochte es ebenso erklären.
Die Hüterin über den Planeten hatte lange genug gelebt und genügend Tavernen besucht, um einen guten Wirt von einem Schlechten zu unterscheiden und so vermochte sie auch die Verhaltensweisen dieser einzuschätzen. Ein guter Bartender hatte wohl immer ein offenes Ohr für die Belange seiner Kundschaft, auch wenn seine bestellenden Besucher natürlich vorrang hatten. Zudem würde er ihr wohl höflich Gehör schenken und freundlich bleiben. Einen Rausschmiss würde Chikyū also nicht riskieren, sofern sie keine Dummheiten anstellte, doch sie musste den richtigen Moment für ihre Fragen abpassen, um ihre Chancen auf eine zufriedenstellende Antwort zu erhöhen. Mochte ihr Gegenüber wohl ohnehin schon misstrauisch sein, nachdem sie sich zunächst seiner Kundschaft gewidmet hatte.
Aus diesen Gründen harrte sie geduldig aus und leerte auch ihre zweite Schale mit Sake ohne zu zögern. Anschließend beobachtete sie das rege Treiben am Thresen der Taverne und lauschte den einzelnen Gesprächen, während sie das Schnarchen zu ihrer rechten zu ignorieren versuchte. Ryunosuke war wirklich ein gelassener Mensch, das er bei diesem Treiben so tief schlafen konnte. Hin und wieder bestellte sie einen Sake nach und wechselte dabei zwischen Schnaps und Wein frei nach belieben. Ihr Körper fühlte sich nach jeder Schale schön warm und erfrischt an und es tröstete sie ein wenig über die geringen Fortschritte ihrer Suche hinweg.

Es verstrichen einige Minuten in denen Chikyū stillschweigend an der Bar stand und die einzelnen Gesichter musterte. Der große Andrang klang langsam ab und die meisten Gäste waren bedient. Andere suchten sich nun Tische oder Sitzecken und bestellten lieber bei den Bediensteten. Einige aus Bequemlichkeit, andere angeheitert genug um den Maiden selbst mehr Aufmerksamkeit zu widmen als ihrer eigenen Bestellung. An den Gesichtern der Angstellten vermochte Chikyū eine Routine zu erkennen die zwar unbeliebt war aber gut gehandhabt wurde. Keine der Frauen scheute sich offenbar davor ihre Meinung zu äußern, sollte ihr ein Lüstling zu nahe kommen.
Dann hörte sie plötzlich nahe neben sich ein Keuchen und eine junge weibliche Stimme meldete sich zu Wort. Ein jung aussehendes Mädchen neben ihr hatte sich offenbar die Zunge verbrüht und versuchte diese nun zu kühlen. Und auf ein Ungeschick folgte sogleich das Nächste, als sie auch noch den Zucker umstieß, der neben ihr stand. Die feinen weißen Körner verstreuten sich über dem halben Thresen und hüllten ihn in einen sanften Glanz. Es war hübsch anzusehen, doch leider ein ungewünschter Nebeneffekt. Wortlos und unter Aufsicht des Barkeepers begann das Mädchen resigniert den Zucker zusammenzuklauben und die Theke zu reinigen.
Für Chikyū mehr Glück als Unglück, denn der Mann hinter der Bar war fachmännisch genug sich auf mehere Dinge konzentrieren zu können und wärend er sich der Säuberungsaktion der jungen Dame in Rot widmete hatte er Zeit sich mit Chikyū zu unterhalten. "Sagen sie," begann sie vorsichtig. "Sie haben hier einige exquisiete Spirituosen stehen. Und der Erfolg ihres Ladens gibt dem Sortiment recht. Vielleicht können sie mir ja helfen?" Ein flüchtiger Blick huschte zu Chikyū hinüber, fragend. "Na da bin ich ja mal gespannt. Was gibt es, das sie zuerst meine besten Kunden und nun mich behelligen?" "Es ist nichts großartiges.", konterte die Schamanin unschuldig. "Ich bin nur auf der Suche nach einem bestimmten Getränk. Einem Sake, um genauer zu sein. Leider konnte mir bislang niemand helfen. Meine Vorräte nähern sich ihrem Ende und doch habe ich das Getränk noch in keiner weiteren Kneipe gesehen." Kurz schweiften Chikyūs Blicke über die Getränkezeile der Taverne. "Zu meinem Bedauern auch hier nicht. Ich hatte mir wirklich Hoffnungen gemacht." Ihre Stimme klang gespielt resigniert und fragend. Vielleicht wurde sie ja doch noch überrascht.
Während sie ihren Kummer beschrieb neigte sich die Säuberungsaktion neben ihr ihrem Ende und so wohl auch der Abend der Besucherin. Ohne ihren Tee zu genießen, bei kurzem Betrachten konnte Chikyū eine leichte Zuckerschicht auf dem Tee schwimmen sehen, wandte die Dame sich ab und machte anstalten ihren Platz zu räumen. Doch irgendetwas fesselte sie und als die Worte des Mädchens die Antwort des Barkeepers schluckten wurde Chikyū auch klar, was es war.
Nun war wirklich nicht der Zeitpunkt, um über ihre Hörner ausgefragt zu werden, alle anderen Besucher hatten es ja auch stillschweigend akzeptiert. Aber nun gut, das Mädchen vor ihr wirkte jung und ihre Fragen bestärkten den Eindruck, das sie noch nicht in ein solches Etablissement gehörte. Ein kurzes Handzeichen gebot dem Bartender zu warten, während sich die Schamanin ihrem neuen Geschprächpartner widmete. Bei so vielen Fragen wusste man ja gar nicht wie man anfangen sollte. Kurz stockte Chikyū, ehe sie sich dazu entschloss das Gespräch von vorne aufzubauen und irgendeine Ordnung in dieses zu bringen. "Es ist unhöflich in das Gespräch zweier Erwachsener zu fallen, weißt du?" Chikyū hegte keinen Groll, sie war nicht einmal sauer, aber es konnte nicht schaden anderen Gepflogenheiten zu vermitteln und sie so später vor Schaden zu schützen. Um diese Absicht zu unterzeichnen setzte sie ein freundliches Lächeln hinterher, ehe sie auf die Fragen des Mädchens einging. "Es freut mich, dass dir meine Hörner so gut zu gefallen scheinen, aber ich muss dich leider enttäuschen. Ich fürchte ich kann sie dir nicht überlassen..." Kurz rüttelte sie an einem der beiden hölzernen Auswüchse und versuchte so die Problematik zu verdeutlichen. "Aber keine Sorge, noch nie habe ich Hörner irgendwo als auftretende Modeerscheinung gesehen. Du brauchst also nichts zu befürchten. Aber sag mal meine Kleine," versuchte sie das Thema in eine andere, besser erklärliche und angenehmere Richtung zu lenken, "Was machst du eigentlich hier. Du wirkst noch ein bischen jung, um hier alleine unterwegs zu sein." Die Neugierde in ihrer Stimme und ein weiteres Lächeln halfen hoffentlich ihre Frage richtig zu verdeutlichen. Es war keineswegs eine Spitze und war nicht böse gemeint. Doch interessierte es die Wanderin schon und war ein weitaus besser zu behandelndes Thema, als ihre Hörner.
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Beitrag© By Gast  So Jun 05, 2016 9:05 pm

Wow. Seit wann hatte es Sasaki so gut drauf ihre Augenbrauen wippen zu lassen? Beim ersten mal war es einfach eine Geste die ihre Überraschung preis gab. Anstatt gleich auf ihre vielen Fragen zu antworten, zog man es vor mit Sasaki den Umweg zu gehen und sie allen voran zu Rügen.
Sie biss sich auf die Innenseite ihrer Wange um sich ein gehässiges Kommentar zu verkneifen. Immerhin war ihre Gegenüber wohl kaum älter als sie selbst - zumindest wenn man nach dem Aussehen urteilte, deswegen klang es ziemlich anmaßend wenn sie Sasaki belehren wollte. Du bist doch selbst noch fast ein Kind. Also halt mal schön die Luft an! Dachte sie um sich doch irgendwie Luft zu verschaffen. Aber das gewünschte Ventil entstand durch den alleinigen Gedanken natürlich nicht. Viel mehr machte es Sasaki sogar noch wütender nicht aussprechen zu können, was ihr gegen den Strich ging. Da half nicht mal das freundliche Lächeln der behörnten Frau.
Das Zweite wippen mit ihren Augenbrauen war auf Überraschung die sich mit Unverständnis paarte, zurückzuführen. Da wollte ihr die Frau doch tatsächlich weiß machen, dass diese Horner angewachsen waren. Mit der aktuellen Wut im Bauch die sie empfand, stellte sie sich zurzeit eher vor wie sie diese Hörner packte und sie ihrer Gegenüber ausriss. Welch' brutaler Gedanke. Aber das sie ein guter Mensch war, hatte ja auch niemand behauptet. Auch bei jenem Thema blieb sie still und kaute weiterhin wutentbrannt auf ihrer Wange herum, bis die junge Frau nun den Spieß umdrehte und ihr den Spielball in Form einer Gegenfrage zuwarf.
Dies war der Moment wo nicht nur ihre Augenbrauen zum dritten mal wippten, nein viel eher zuckte ihr linkes Auge kurz und sie musste sich bemühen den Kiefer wieder etwas zu lockern um nicht Gewebe und Fleisch von der Innenseite ihrer Wange abzutrennen.
Diese...Art...dieses Gebärden...es macht mich wahnsinnig! Wieder gingen ihr nur Gedanken im Kopf herum, anstatt auszusprechen was sie dachte. Aber noch obsiegte die Selbstbeherrschung. Sasaki drehte sich wieder auf ihrem Barhocker, um ihre Ursprüngliche Sitzposition einzunehmen und die junge Frau mit den Hörnern nicht mehr ständig ansehen zu müssen. Stattdessen umfasste sie verkrampft ihr Gefäß mit dem völlig überzuckerten Tee.
"Das Alter spielt keine Rolle wenn man sich fürs Leben wappnen muss. Und genau das mach ich hier. Lernen und Trainieren. Es mag für dich nich so aussehn, aber ich stecke im größten Dilemma der Menschheitsgeschichte." Erklärte Sasaki und beruhigte sich nun auch wieder schnell. Anscheinend mochte sie es über sich selbst zu reden. - Was für ein selbstverliebtes Kind sie doch war. Vielleicht beruhigte sie sich auch, weil sie nun in nicht nur einem, sondern sogar zwar Dilemmas gleichzeitig steckte. Das eine war wohl bekannt: Sie vertrug keinen Alkohol. Das zweite hatte sich nun gebildet. Ihre größte Schwäche wollte sie nicht so einfach preisgeben. Andererseits was sollte schon passieren? Niemand wollte ihr etwas böses. Sie war kein Mädchen das von Männern lüstern angesehen wurde und großartig viel Geld hatte sie auch nicht. Es lohnte sich schlichtweg nicht sie betrunken zu machen, selbst wenn man ihr ohne großen Aufwand das Bewusstsein entreißen konnte wenn man um ihre Schwäche wusste.
Eine unangenehme Situation. Deswegen zögerte sie auch dementsprechend lang, ehe sie ihre Antwort gefunden hatte.
"Gut, komm her ich werde dir sagen was los ist..." Erklärte sie und winkte die Frau näher zu sich. Unabhängig davon ob sie ihr nun entgegen kam oder nicht, rutschte Sasaki vom Barhocker herunter stellte sich auf die Fußraste des Barhockers auf dem sich die junge Frau drapiert hatte und bildete mit ihrer Hand eine Art Tunnel für ihre Stimme die nur an das Ohr der blondhaarigen Frau gelangen sollte. Dabei achtete Sasaki natürlich wieder auf die gefährlichen Hörner.
"...ich vertrage keinen Alkohol, trinke ich nur wenig habe ich schon keine Erinnerung mehr an das was ich getan hab bevor ich angesetzt hab zu trinken. Deswegen will ich trainieren. Aber ... ich habe Angst das mir was passiert...deswegen Tee." Erklärte Sasaki mit einer leichten Schamesröte im Gesicht. Als sie geendet hatte kehrte sie auf ihren Platz zurück und ließ ihre Beine baumeln während sie betreten in ihre überzuckerten Tee starrte. Was würde man ihr nun wohl Antworten? Und warum war sie nun plötzlich gar nicht mehr wütend? Weil sie sich verwundbar gemacht hatte? Weil sie sich nun selbst ausgeliefert und hilflos gemacht hatte? !Quatsch, ich hab alles unter Kontrolle, solange ich nicht trinke, ist alles in bester Ordnung...Verdammter Alkohol... Sinnierte sie während sie sich weitere Rhetorische Fragen stellte und sie schlussendlich mit einem gewissen Anflug von wiederkehrendem Selbstbewusstsein vertrieb. Gerade fuhr ihr Inneres Achterbahn. Doch in jedem Fall war sie bereit gleich wieder von ihrem Hocker runterzurutschen und das weite zu suchen, falls sie sich bedroht fühlte. Vergleichbar war sie nun wohl mit einem scheuen Reh das gerne Vertrauen zu den Menschen fassen wollte, doch noch viel zu unsicher war in Anbetracht von Schusswaffen die man jederzeit auf sie richten konnte.
Was für ne Metapher...ich hab doch noch gar nicht getrunken...argh!
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Fr Jun 10, 2016 3:57 pm

Noch während Chikyū sprach konnte sie sehen, das ihre Fragen wohl nicht nur den gewünschten Effekt erzielten. Auch wenn das Gebärden ihres Gegenübers ruhig blieb, so konnte man an ihren Augen, ihren Brauen, ihrer Mundpartie, ja eigentlich an ihrer kompletten Mimik erkennen, dass sie sich gekränkt fühlte. Doch so ungern Chikyū anderen Leuten zu nahe trat, ihre Hörner waren ein Teil ihrer Vergangenheit und damit weitaus unangenehmer, als das Gespräch in Bahnen zu lenken die einen Unbekannten wohlmöglich kränkten oder gar vertrieben. Doch das Mädchen blieb ruhig, während die Hüterin sprach. Nur ihre gelegentlichen Blicke und das Wippen der Augenbrauen ließen ihren wahren Gemütszustand ab und an durchblitzen.
Schließlich beendete Chikyū ihre Frage und das neugierige Mädchen blieb sitzen. Ein kurzer Augenblick des Schweigens, in dem sich die Fremde wieder dem Thresen zudrehte, und Chikyū vermutete sie habe das Gespräch abgewürgt. Sie wollte sich nunmehr ihrem eigentlichen Thema und ihrem eigentlichen Gesprächspartner zuwenden, als die Unbekannte erneut zu sprechen begann. Unwillkürlich wandte Chikyū ihr den Blick zu und musterte besorgt die verkrampfte Hand, die sie um ihre Teetasse gelegt hatte. Würde sie so weitermachen, dann würde die Tasse wohlmöglich noch zerbrechen...
Das größte Dilemma der Menschheitsgeschichte? Na das musste ja etwas sein, wenn man ihm in einer Schenke entgegenzutreten versuchte. Im Blick der Schamanin zeigten sich Verwunderung, Neugierde und Belustigung gleichermaßen und ein flüchtiger Blick zum Gastwirt zeigten ihr, dass es ihm ähnlich erging, doch sie schwieg. Es lag nicht in ihrer Absicht das Mädchen weiter zu kränken oder es gar zu erzürnen. Lediglich ein neugieriges "Hmm?" entfuhr ihren Lippen und deutete ihre Aufmerksamkeit an. Die Fremde sollte ruhig weitererzählen und vielleicht konnte Chikyū ihr ja helfen.
Wieder herrschte ein kurzes Schweigen, doch dieses Mal wirkte es endgültiger und weitaus bedrückender, als zuvor. Hatte Chikyū sie verschreckt oder hatte das Mädchen nie vorgehabt weiterzureden? Was mochte wohl in ihrem Inneren vorgehen? Ihr Gesicht hing über dem Teeglas und so viel es der Schamanin schwer in diesem Emotionen zu lesen, also wartete sie. Gerade als sie dachte das Gespräch sei hiermit beendet und das junge Mädchen habe ihre Grenze erreicht, Chikyū hatte sich erneut dem Schankwirt zugewandt, hörte sie die junge Stimme. Sie klang weniger selbstbewusst als zuvor und jegliche Spur von Freude und Neugierde waren ihr gewichen. Zurück blieb eine Ernsthaftigkeit die durchklingen ließ, wie erwachsen die Frau ihr gegenüber doch im Inneren schon sein mochte. Nun war Chikyūs Neugierde wahrlich geweckt. Auch machte sie sich Sorgen um das Mädchen und folgte so liebend gerne ihrer Einladung sich ihr zu Nähern.

Die Worte die nun folgten brauchten einen Augenblick, um von der Schamanin richtig erfasst und verarbeitet zu werden. ...ich vertrage keinen Alkohol, hatte sie gesagt. Die Stimme dabei todernst und flüchtig. In ihr lagen ein Hauch Zweifel und Unsicherheit und doch konnte Chikyū nicht so recht begreifen was ihr soeben mitgeteilt worden war. Es klang banal und für jeden anderen Menschen wäre es wohl kein Problem gewesen, doch dieses Mädchen... ihre Stimme, alles deutete auf den Ernst ihrer Beichte hin. Doch Chikyū schwieg nur, unfähig einen klaren Gedanken oder auch nur ein Wort zu fassen, dass ihrem Gegenüber gebührt hätte. Die Zeit verging und der Lärm um sie herum verblasste. Nur noch das Schlagen ihres Herzens, ein leiser Rythmus der einer Uhr glich, wurde von der Wanderin wahrgenommen. Dann plötzlich entfuhr in ein kurzes und helles Lachen. Es klang glücklich, fast schon unverschämt, doch sie hatte es nicht unterdrücken können.
Ohne lange zu überlegen stand sie auf, verscheuchte einen Mann der den Barhocker dierekt neben dem Mädchen besetzte, und setzte sich neben sie. Ihre Hand hob sich und sie sah zum Wirt, der sie aufgrund ihrer plötzlichen Harrschheit erbost musterte. "Zwei Sake bitte.", bestellte sie und wartete schweigend. Ihr Blick galt dem Getränkesortiement hinter der Bar, nicht dem Mädchen. Noch immer die Alkohole musternd schob sie eines der zwei Sakeschälchen der jungen Frau zu, während sie ohne ein Wort des Dankes ihr Schälchen an die Lippen setzte und hinunterkippte. Das Gefäß landete zusammen mit ihrer Hand unsacht auf dem Thresen und ein Seufzen entfuhr Chikyū, ehe sie wieder zu sprechen begann. "Du verträgst also keinen Alkohol, wie? Dann bist du hier natürlich richtig, aber wenn du dich nicht traust, wie willst du dann trainieren? Trink ruhig, ich geb dir einen aus. Keine Sorge, ich pass auch auf dass dir nichts passiert.", sagte sie mit ernster Stimme. In ihr fehlten jegliche bekannten Emotionen, es waren lediglich sachliche und nüchterne Aussagen, die Chikyū entwichen. Noch immer wandte sie ihren Blick nicht von den Spirituosen.
Ein kleiner Augenblick des Schweigens, ehe sie wieder das Wort ergriff. "Weißt du, manchmal sind die Menschen von Schwächen überzeugt, die gar nicht existieren. Der Verstand ist eine mächtige Waffe und doch bringt er oft seinen eigenen Träger zu Fall.", sinnierte sie vor sich hin. Ihr Blick trübte sich und wich der Ferne, doch ihre Stimme wurde ruhiger und wieder freundlicher. Nostalgie und Scham klangen mit während sie sprach. Die Worte wurden immer leiser, ehe sie sich schließlich verloren. Erst jetzt brachte die Schamanin es fertig wieder in die Richtung der Unbekannten zu sehen. Ihr Blick war voller Mitgefühl und ihre Augen strahlten eine beruhigende Wärme aus. "Überleg dir bitte genau, was du als deine Schwächen erkennst. Nicht alles muss immer gut oder schlecht sein, nur weil wir es so empfingen."
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Beitrag© By Gast  So Jun 12, 2016 1:25 pm

Damit schien es also zu Enden. Das Zwiegespräch das Sasaki geführt hatte, schien nicht mehr fortgesetzt zu werden und die Kraft weiter darauf zu pochen, dass die Frau mit den Hörnern ihr eine Antwort gab, brachte sie momentan nicht mehr auf. Viel zu schwer lastete ihr Herz in ihrem Körper. Das war wohl jenes Gefühl das man hatte, wenn man meinte, es sei einem das Herz in die Hose gerutscht. Was hielt sie dann noch hier? Von außen betrachtet nichts, aber in ihr ging mal wieder mehr vor, als es den Anschein machte. Wahrscheinlich war sie einfach ein komplizierter Charakter, der sich selbst jedoch für ziemlich einfach gestrickt hielt. Die Ironie die darin enthalten war, entging Sasaki nicht. Jedenfalls wartete sie noch auf ein Wunder und das man ihr doch noch Antwortete. Sie mit einer Binsenweisheit zufrieden stellen wollte, oder anderweitig um dieses leidige Thema herummanövrierte um sie mit einer halbgaren Antwort abzuspeisen und loszuwerden. Aber nichtmal dafür machte sich die junge Frau neben ihr die Mühe. Nun...eigentlich konnte Sasaki es ihr nicht verdenken, doch es wäre dennoch schön gewesen ein klein wenig Hilfestellung in dieser Angelegenheit zu bekommen. Gestraft wurde sie mit Ignoranz.
Sie kramte wieder in ihrer Rocktasche, um noch mehr Münzen auf den Tresen zu legen, da sie derart aufgelöst war, dass sie schon vergessen hatte, bereits gezahlt zu haben, als plötzlich neben ihr aufgelacht wurde. Es war ein helles Lachen. Für Sasaki ein Lachen voller Glückseligkeit, das sich aus der Kakophonie der Geräuschkulisse in der Bar sehr gut heraushören ließ. Als sie den Kopf in die jeweilige Richtung wendete, bemerkte sie, dass ihre Bekannte da gerade aufgelacht hatte. Etwa wegen ihrer Geschichte? Wegen der Beichte?
Ohhh diese miese... Dachte sie und fühlte direkt wie sich eine Wutader direkt auf ihrer Stirn bildete. Sie ballte beide Fäuste und bemerkte das sie das nur bedingt konnte, da sie in der einen Hand ihren Tee umschlossen hatte, der ihre Handfläche noch immer wärmte, und in der anderen bohrten sich einige herausgefischte Münzen in die Innenseite ihrer Hand. Demnach hatte sie wiedermal kein Ventil für ihre Wut. Immerhin würde sie sich selbst verletzen, wenn sie das Glas zerspringen ließ, oder die Münzen wirklich in ihre Hand eindrangen. Nein, vielmehr hatte sie etwas Anderes im Sinn...
Anstatt mir weh zu tun, werde ich dich ... Ja ist sie den Wahnsinnig? Wer läuft denn freiwillig seinem Killer in die Arme? So schnell Sasaki auch erzürnt werden konnte, so schnell konnte sie sich wieder beruhigen. Zumindest wenn man mit dem Überraschungseffekt arbeitete, da sie eigentlich erwartet hatte nun einige Worte der Belustigung von der Frau mit den zwei Hörnern über ihre Situation zu hören. Doch es passierte nichts dergleichen. Statt die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und Sasakis Geheimnis an alle anderen Barbesucher weiterzugeben, kam sie auf die Rothaarige zu! Das verblüffte das jüngere Mädchen natürlich in derart großem Maß, das sie sich tatsächlich wieder entspannte. Ihre Hände verkrampften sich nicht mehr und die weiß hervorgetretenen Fingerknöchel bekamen wieder die nötige Blutzufuhr ohne in Taubheit zu verfallen.
Von Wut war hier keine Rede mehr, vielmehr war nun Neugierde wieder ein vorherrschender Gemütszustand.
Was tut sie denn jetzt? Welche Gemeinheit wird nun gegen mich ausgeheckt? Da Sasaki Affinität zum Bösen aufwies, konnte sie sich nicht vorstellen, dass man ihr etwas Gutes wollte. Zusätzlich hatte sie ja eine gewisse naive Natur die immer wieder einige erwachsene Züge zu Nichte machte.
Dann war sie umso verblüffter als sie die Bestellung hörte.
Ob sie nun richtig aufdreht und mir zeigen will wie viel sie vertragen kann? Gleich zwei Sake? Oh man...warte dafür respektiere ich sie doch nicht etwa?...Stoooopp! Gerade als Sasaki daran zu zweifeln begann, dass der Auflacher zuvor ihr gegolten hatte und sie sich einfach nur zu wichtig nahm, bekam sie ein Schälchen Reiswein über den Tresen geschoben. Skeptisch blickte sie die Flüssigkeit in der Schale an, so als wäre es eine tickende Zeitbombe. Nun...für sie war es das ja auch.
Wieder herrschten flüchtige Seitenblicke vor, die Sasaki ihrer Peinigerin und anscheinend nun Helferin zugleich zuwarf. Diese trank ihren Sake mit einem Zug. Etwas das Sasaki erschaudern ließ. Ehrfürchtig nahm sie ihr Schälchen mit beiden Händen so in die Hand, als würde sie Wasser aus einem Fluss schöpfen wollen. Allein dies wies sie schon als kompletten Anfänger in Sachen Alkohol aus.
Dann kamen berechtigte Fragen von der Frau neben ihr und da sie sogar auf Sasaki aufpassen wollte, fühlte diese sogar ein Gefühl der Geborgenheit.
Das...das ist doch ein Trick! Sie will doch nur, dass ich betrunken werde und Blödsinn anstelle! Überlegte sie misstrauisch. Andererseits wollte sie einfach mal jemanden Glauben schenken. Jemand fremden Vertrauen? Das ist bestimmt nicht die beste Idee...aber...vielleicht kann mir das mal helfen...einmal jemanden vertrauen und nicht alles selbst in die Hand nehmen müssen…mehehe…hab ich denn sonst keine Freunde… Lenkte sie nun ein und führte die Schale an ihre Lippen. Mit halb geschlossenen Augen sah sie intensiv auf die Flüssigkeit die sich langsam so neigte um in ihren Mund zu laufen.
Soll ich das wirklich tun!? Fragte sie sich, dabei war es schon beschlossene Sache und sie nippte bereits an ihrem Reiswein.
Da sich noch Flüssigkeit in ihrer Schale befand wollte sie diese sanfter abstellen, als dass ihre große Gönnerin getan hatte, doch das gelang ihr nicht mehr wirklich.
Ungelenk stellte sie die Schale ab und verschüttete ein wenig Flüssigkeit auf dem Tisch. Ungeachtet dessen legte sie ihre Hände genau auf jene Stellen an der sie den Alkohol verschüttet hatte, weswegen sich ihre Ärmel mit Alkohol vollsaugten und sie demnächst bestimmt danach riechen würde.
Während man neben ihr über Schwächen sinnierte die man sich einredete, kämpfte Sasaki damit die Worte zu verarbeiten. Es war so viel leichter auf Durchzug zu schalten und vor sich hin zu grinsen. Wie konnte sie nur so schnell betrunken werden?
"Meine Schwächen?...Die sind allllle da drinnen!" Erklärte sie, hob ihr Schälchen wieder an und neigte es kurz so, dass die ältere Frau kurz hineinsehen konnte, ehe Sasaki das Schälchen an ihren Mund hielt und es austrank. Dabei war sie so übereifrig, dass ihr ein Rinnsal der Flüssigkeit zum Mundwinkel austrat und an ihrem Gesicht herunterlief, bis sich der Alkoholfluss an ihrem Kinn sammelte und dann tröpfchenweise auf ihre geringe Oberweite fiel.
Nachdem sie die Schale ausgetrunken hatte und auch bemerkte das sich nichts mehr darin befand, drehte sie die Schale um und schüttelte sie ein wenig um wirklich sicher zu gehen alles ausgetrunken zu haben.
Dann knallte sie die Schalle doch auf den Tresen und lächelte fröhlich.
"Ich bin Sasaki,....und Sasaki...möchte wissen, warum du ihr so viele Gefallen tust? Zuhörn...Alkohol geben...sowas...du bist so freundlich und das ganz ohne…ohne Hinterged…gedanken." Stammelte sie benommen. Nachdem sie gesprochen hatte, fuhr sie die Zunge aus und leckte sich über die Lippen und den Mundwinkel.
Das schlimme an ihrer nicht vorhandenen Alkoholverträglichkeit war, dass sie immer mehr trank. Aber wirklich großartig schlechter konnte es nun wirklich nicht mehr werden.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Sa Jun 18, 2016 3:49 pm

Während Chikyū damit beschäftigt war ihre inneren Dämonen zu bekämpfen und Gedanken an die Vergangenheit unter Verschluss zu halten, trank ihre neue Bekannte langsam die ihr gereichte Schale mit Reiswein. Die Hüterin bemerkte weder das vorsichtige Nippen, noch die zaghaften Versuche die Schale sanft abzustellen. Auch den verschütteten Sake ignorierte sie, während sie gedankenverloren ihre eigene Schale musterte. Andernfalls hätte sie wohl ein schlechtes Gewissen bekommen, denn bei all diesen kleinen Patzern wies sich die Fremde nicht nur als ungeheure Anfängerin in Sachen Alkohol aus, Chikyū hätte wohl auch begriffen das Sake nicht der beste Einstieg gewesen war. Vielleicht etwas Verdünntes, oder doch lieber nur eine Praline oder etwas ähnliches, bei dem der Alkohol keinen Schaden anrichten konnte.
Nun jedoch war es zu spät und die Schamanin begann erst zu begreifen was sie da wohlmöglich angestellt hatte, als sie erneut angesprochen wurde. Ihre Sinne richteten sich wieder auf die Gegenwart und ihr Gesicht neigte sich zu der Fremden. Diese präsentierte ihr stolz das Schälchen -ihre Schwächen-, welches erst gut zur Hälfte geleert war, ehe sie es wieder ansetze und auszutinken begann. Während sie die Arme hob erreichte Chikyū der für sie unverkennbare Geruch nach Sake und sie erblickte den von Alkohol getränkten Ärmel der jungen Frau. Unwillkürlich blickte sie auf den Thresen und sah die Überreste des verschütteten Getränks. Es war nicht weiter tragisch, das Getränk war nicht allzu teuer oder edel gewesen, aber die Schale in der das Getränk serviert wurde war recht klein, die Fremde hatte eben erst getrunken und der Großteil des halb getrunkenen Alkohols war anscheinend auf der Bar gelandet. Sie konnte höchstens einige kleine Schlucke genippt haben und ihr Gemüt hatte sich jetzt schon geändert. Ihre Alkoholunverträglichkeit musste also wirklich enorm sein und das Gebräu schien wirklich schnell zu wirken...
Ihre Gedanken dauerten nur einen Augenblick, doch dieser Augenblick reichte aus und als Chikyū ihren Kopf wieder hob sah sie gerade noch, wie ihr Gegenüber die Schale umdrehte und dann auf den Tisch knallte. Sie sah auch wie einige wenige Tropfen sich noch von ihrem Mundwinkel lösten und auf ihre Bluse tropften. Das ganze konnte nichts gutes bedeuten, doch jetzt war es zu spät.
Die Fremde lächelte fröhlich und obwohl sich Chikyū ernstahft Sorgen machte was nun wohl passieren würde konnte sie nicht anders als das Lächeln zu erwiedern. Alkohol veränderte die Menschen, machte sie ehrlicher und Chikyū genoss diese frohen Blicke nach ihren finsteren Gedanken sehr. Dann stellte sich ihr Gegenüber vor. Sasaki hieß das Mädchen also, doch woher sie kam wusste Chikyū noch immer nicht. Statdessen wurde sie nun mit Fragen gelöchert... erneut. Einen Moment hielt sie inne, versuchte ihre Gedanken zu sortieren und den Lärm der Umgebung auszublenden. Dann hob sie langsam die Stimme. "Mein Name ist Chikyū, zumindest für die Meisten. Freut mich deine Bekanntschaft zu machen.", erwiederte die Hüterin mit einem ehrlichen Lächeln, ehe sie einen tiefen Seufzer von sich stieß. "Ja, weswegen tue ich das eigentlich? Ist es wirklich Hilfe..." Sie brauchte einige Augenblicke, um sich über ihre eigenen Gedanken und Intentionen sicher zu sein, doch eigentlich war es ihr klar. Sie half ihr nicht, indem sie ihr den Alkohol gereicht hatte, nein! Hätte sie ihr helfen wollen, so hätte sie Sasaki beigebracht mit ihren Schwächen zu leben, sie zu akzeptieren und an ihnen zu wachsen, vor allem an einer solchen Banalität. Doch Sasakis angebliches Leiden hatte sie verärgert. Es hatte sie in ihrem Inneren gekränkt, hatte ihr ihre eigenen Fehler vor Augen geführt. Sie hatte sich ihren Fehlern auch nicht gestellt und hielt sie seit jeher unter verschluss. Ihre Fehler - ihre Persönlichkeit. Chikyū hatte Unschuldigen das Leben genommen, hatte Dörfer zerstört und hatte Leiden müssen. Alles was ihr wichtig gewesen war hatte sie verloren und das dutzende Male und nun kam dieses Balg in diesen Laden und beschwerte sich über ihre Schwäche. Lächerlich!
Chikyū und Sasaki hatten etwas gemein, das wusste sie und es machte sie noch wütender. Beide teilten den selben Schwachpunkt, Alkohol. Auch wenn es sich unterschiedlich Ausdrückte. Für Sasaki der Quell allen Übels war es dieses Gebräu gewesen, das Chikyū vor ihren Dämonen schützte und von dem sie nun abhängig war. Nicht nur um ihre Person zu verbergen, sondern auch um die alten Lehren fortzuführen. Es war ihre einzige Möglichkeit all ihre Verwandten und geliebten in Ehren zu halten. Ein bitterer Geschmack der Niederlage machte sich auf ihrer Zunge breit und ohne darüber nachzudenken griff die Blondhaarige nach hinten. Sie holte den Flaschenkürbis hervor und trank ihn in wenigen Zügen aus, den teuren Sake den ihr Darcan so vertrauensvoll überlassen hatte. Sie realisierte den Verlust dieses Schatzes nicht, doch sie spührte die sanfte Umarmung des betörenden Geschmacks. Ihr Inneres konnte fühlen wie ihr hitziges Gemüt wieder in den Hintergrund trat und die Dumpfheit dieser Fessel ihre feurigen Gedanken wieder tief im Schwarz der Seele vergruben.
Noch ein Seufzer folgte und Chikyū war sich nicht darüber im klaren wie sehr sie ihre Mimik in der letzten Minute unter Kontrolle gehabt hatte, doch ihr war klar das Sasaki nichts für ihre Vergangenheit konnte. Ebenso wenig konnte sie etwas für ihre Lebensansicht oder ihre körperliche Anfälligkeit gegenüber Alkohol. Das alles waren zufällige Begebenheiten und es war nicht fair ihre Wut an einem kleinen Mädchen auszulassen. Chikyū besann sich langsam eines besseren, ehe sie stockend zu antworten begann. "Ich... ich weiß es nicht genau. Vielleicht weil du mich an jemanden erinnerst. Jemand mit dem ich viele Jahre lang zusammenlebte, doch dann habe ich ihn verloren..." Ihre Stimme brach fast bei den Worten. Sie waren zu gleichen Teile Lüge wie Wahrheit und lasteten schwer auf ihren Schultern. Noch nie hatte sie es so viel Mühe gekostet selbst eine Lüge zu formulieren. Chikyū konnte spühren wie die Decke ihr auf den Kopf zu stürzen drohte. Ihr wurde schwindelig und das Atmen viel ihr schwer. Sie brauchte dringend frische Luft, um ihren Körper und Verstand zu kühlen. Ein Blick zu Sasaki verriet ihr, dass auch diese lieber an die frische klare Nachtluft sollte und ohne zu zögern erhob sie sich. Ein kleiner Schritt nach Vorne und schon griff sie Sasaki sacht unter die Arme, um diese zu stützen. Sie war sich nicht sicher wie gut Sasaki noch laufen konnte. "Ich glaube es wird Zeit für uns zu gehen. Vorsicht", sagte sie, so freundlich und hilfsbereit ihr derzeitiger Gemütszustand es ermöglichten, und begann langsam ihre neue Bekannte vom Hocker zu heben. Ein letzter entschuldigender Blick huschte zu ihrem männlichen Kompanion. Chikyū kramte einige Münzen hervor und legte sie dem verärgert dreinblickenden Bartender auf die Theke. "Natürlich, mein Falschenkürbs...", dachte Chikyū, ohne richtig zu realisieren welche Folgen damit einhergingen. Nur die Tatsache, das es wirklich unhöflich war ihren eigenen Alkohol in einer Schenke zu trinken arbeitete sich langsam zu ihrem Verstand vor. Ein weiterer entschuldigender Blick und die Bitte sich um ihren schlafenden Gefährten zu kümmern, dann begann Chikyū sich und Sasaki aus der Schenke zu bringen.

Erst auf den kühlen Straßen des Marktes machte sie halt und ermöglichte es Sasaki sich auf den Brunnen zu setzen. Die Nachtluft tat gut und das Pochen in Chikyūs Schädel ließ langsam nach. Auch das Atmen viel ihr wieder einfacher, während sie die hellen Sterne am klaren Nachthimmel beobachtete. Sie halfen ihr ihre Gedanken zu Ordnen und die letzen Momente zu verarbeiten, sie durch friedlichere und schönere Gedanken zu ersetzen. So ließ auch Chikyū sich sinken und lehnte sich mit dem Rücken an die Brunnenfassade. Ihre Augen zum Himmel gewandt lauschte sie den Geräuschen der Nacht und denen Sasakis. Sie hatte versprochen aufzupassen und dieses Versprechen würde sie einhalten.
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Beitrag© By Gast  So Jun 19, 2016 8:00 pm

Seltsam das sie davon überrascht war eine Antwort auf ihre Frage erhalten zu haben. Die Frau die auf den Namen Chikyū hörte, war doch bisher so geheimnisvoll und unnahbar gewesen, dass Sasaki der festen Überzeugung war, hier keine Infromationen zu bekommen. Sie war darauf gefasst mit einer halbgaren Antwort abgespeist zu werden. Aber wirklich übel hätte sie es der Blondhaarigen Frau nicht genommen. Im Gegenteil es schien zu ihrem Charakter zu passen. Umso unpassender war es also, als diese sich nun vorstellte und schwer seufzte. So als hätte sie sich gerade unnötigerweise einiges an Arbeit an den Hals geschafft und musste nun zusehen wie sie den Berg aus Arbeit abarbeitete. Das ihr etwas unangenehm war, konnte Sasaki sogar in ihrem aktuellen Zustand recht leicht erkennen. Für kurze Zeit konnte Alkohol ja die Sinne schärfen, ehe sie trüb wurden. Zumindest war das die Theorie. Wirklich gut fühlte sie sich nämlich natürlich nicht. Wohl weil Alkohol bei ihr anders wirkte, als das üblicherweise der Fall war.
Jedenfalls kam die Bestätigung zu ihrer Annahme das sich Chikyū nicht mehr so wohl fühlte, wie zuvor kurz nach ihrer Vorstellung, da sie eine Kürbisflasche hervorholte und einige tiefe Schlücke davon nahm, wenn sie die Flasche nicht sogar austrank. Nachdem sie abgesetzt hatte folgten die restlichen Antworten, die Sasaki natürlich auch nicht erwartet hatte.

Weil ich sie an jemanden erinnere? Hm...so lang kennen wir uns doch auch wieder nicht. Oder? Gut ich bin ein einfach gestrickter Mensch...Vielleicht hat sie mich schon durchschaut. Aber...warum zum Henker erinnere ich sie an einen "ihn". Ich bin nicht männlich, verdammt! Überlegte Sasaki, wagte es jedoch nicht den Mund aufzumachen um eine Entgegnung auszusprechen. Im Gegenteil, die Frau mit den Hörnern erwies Sasaki in gewisser Weise Respekt. Auf das konnte sie doch nicht spucken! Vielleicht hatte Sasaki affinität zum Bösen und gehörte auch einer dunklen Magiergilde an, doch vor gewissen Dingen hatte auch sie Respekt. Ehrgefühl und Anstand zum Beispiel. Selbst wenn sie dies nicht offen zeigte. Viel wichtiger als ihre Überlegung war jedoch, dass Sasaki anscheinend wirklich Erinnerungen in Chikyū hervorrief da ihre Stimme beim Gedanken an diese verlorene Person nicht mehr so hell und klar durch die Luft schallte, wie das zuvor der Fall gewesen war. Jetzt tat sie Sasaki sogar Leid. Dabei war sie in keinem Zustand in dem ihr jemand Leid tun sollte, was ja an sich schon wieder gewaltige Aussagekraft hatte.
Da Sasaki nichts erwiederte, oder es nicht konnte, kam natürlich schnell die Vermutung auf sie könne sich nicht mehr ordentlich fortbewegen, was Sasaki öffentlich sicherlich anzweifeln würde, doch sicher war sie sich definitiv nicht, ob sie denn wirklich gekonnt hätte oder nicht. Jedenfalls wehrte sie sich nicht als sie unter den Armen gepackt wurde und sie gemeinsam mit Chikyu die noch Blicke austauschte, die Bar verließ. Das war Sasaki nur Recht. Hauptsache weg von diesem alptraumhaften Ort, der ihre Gehirnzellen auf so niederträchtige Weise attackiert hatte. Sicher war es peinlich nicht selbst und erhobenen Hauptes aus dem Lokal gehen zu können, aber wenigstens kam sie mit ein bisschen Würde davon.

Draußen angekommen wurde Sasaki von deutlich besserer Luft eingeschlossen und atmete erstmal in kräftigen Zügen durch. Es war viel besser draußen zu sein, als sich in der stickigen Bar den angestauten Gerüchen ergeben zu müssen. Sie fühlte sich dadurch auch gleich viel lebendiger. Wirklich nüchtern wurde sie davon aber natürlich auch nicht. Schließlich erreichten die beiden einen Brunnen auf dem Marktplatz, auf dem Sasaki von Chikyū drapiert wurde, ehe sich diese selbst dort niederließ.
Für die Rothaarige war die zurückgelegte Strecke mit einiger Anstrengung verbunden gewesen. Sicher war sie von ihrer Begleitung geführt worden, doch die vielen Umweltfaktoren gepaart mit ihrer Benommenheit setzten ihr schwer zu, so dass sie schwer atmend die Augen schloss. Dadurch wurden ihre anderen Sinne angesprochen. Vor allem ihr Geruchssinn der sich mit der Tatsache abfinden musste, dass Sasaki nach Alkohl stank, egal ob sie nun an der Theke saß, oder an einem Brunnen. Die Versuchung war deswegen groß einfach einen Kopfsprung in den Brunnen zu machen und den Geruch loszuwerden. Aber ihr gesunder Menschenverstand erlaubte ihr so eine Tat natürlich nicht.
Am Ende ertrinke ich noch! Getötet vom eigenen Gestank. Da rede ich von Ruhm und Würde, und dann sowas.
"Du...du hast dir ja ganz schön was eingebrockt mit mir!" Brachte Sasaki hervor. Ihre Zunge lag schwer in ihrem Mund und wollte die Worte gar nicht wirklich formen. Sprechen war also ebenso ein ziemlicher Kraftakt für das junge Mädchen.
"Wenn...ich...wenn ich wieder bei Sinnen bin...dann suchen wir deine Verschollene Person...ich glaube...ich schulde dir etwas. Wenn ich auch nicht weiß...wofür..." Wirklich ernst konnte man Sasakis gebrabbel wohl nicht nehmen. Wüsste man nicht, dass sie betrunken war, so hätte man meinen können, das wären ihre letzten Worte auf dem Sterbebett, da sie sich sehr anstrengen musste sich mitzuteilen.
Natürlich wusste Sasaki das sie hier ein sensibles Thema ansprach und da sie es sich nicht mit Chikyū verscherzen wollte, die ja auf sie aufpasste, während sie in diesem bedauerlichen Zustand war, machte sie den Versuch einen anderen Zugan zu diesem Thema zu finden.
"Ich meine du...du hast doch nach ihm gesucht, oder? In der Bar vorhin. Bevor ich dazwischen kam zumindest." Nun war sie wieder in ihrem Element: Andere Leute auszufragen. Immerhin war sie eine neugierige Person. Entweder bekam sie was sie wollte und ihre Fragen wurden beantwortet, oder intelligente Menschen begannen mit Gegenfragen womit sie wieder etwas über sich selbst erzählen konnte, was sie ebenso gern machte. So oder so war sie gerade bei Ihrem Lieblingsspiel. Selbst wenn sie es nicht wirklich genießen konnte, da sie nicht nüchtern war. Andererseits wollte sie wirklich helfen und nicht nur zum Spaß unangenehme Dinge aus der Vergangenheit hervorkramen.

Nun da sie derart viel gesprochen hatte, war sie durstig geworden und am Besten konnte sie den Alkohol bestimmt abbauen, wenn sie ein wenig Wasser trank. Also krabbelte Sasaki zur Winde des Brunnens, stieß den zugehörigen Eimer hinab und mühte sich damit ab diesen von unten herauf zu kurbeln. In nüchternen Zustand eine Aufgabe die man nichtmal als solche titulieren würde, in ihrem aktuellen war das jedoch ein Kraftakt der seines gleichen suchte. Zwischendurch legte sie eine Pause ein. Nicht weil es wirklich anstrengend war. Nein vielmehr war die Motorik ihres Körpers überfordert mit einer solch einfachen Bewegung, weswegen es wirklich ein Kraftakt sein sollte. Dennoch erreichte sie ihr Ziel und hatte den Eimer alsbald an die Oberfläche gekurbelt. Daraufhin patschte sie sich gleich mehrmals Wasser ins Gesicht um dem Tranceartigenzustand zu entfliehen der sie übermannt hatte. Nachdem sie nun auch ein wenig kaltes Brunnenwasser getrunken hatte, fühlte sie sich wirklich besser.
"Willst du auch was?" Fragte Sasaki, während sie Chikyū den Eimer zuschob. Dünne Wassertropfen bildeten Rinnsale an ihrem Gesicht und tropften in einem gewissen Rhytmus auf den Boden. Sich das Gesicht mit ihren Ärmeln zu trocknen waagte sie nicht. Am Ende würde sie wieder betrunken vom Geruch, oder dem winzigen Restalkohol werden, der sich an ihren Ärmeln befand. Also setzte sie sich wieder und legte ihrerseits den Kopf in den Nacken. Die kalte Nachtluft würde sie schon trocknen.


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Beitrag© By Chikyū no hāto  So Jun 26, 2016 5:37 pm

Die frische Briese der Nacht und die klaren Sterne am Himmel halfen Chikyū sehr dabei ihre trüben Gedanken zu ordnen und langsam wieder Ruhe in ihrem gemüt zu schaffen. Das Mondlicht schien überraschend hell auf den Platz und man konnte die Umgebung gut sehen und die Nachtluft war erquickend, aber nicht zu kalt. Einen ganzen Augenblick lang genoss Chikyū all diese Eindrücke und erfreute sich einer so schönen und ruhigen Umgebung, in der sie all ihren Gedanken freien Lauf lassen konnte, um sie zu sortieren und zu verstehen. Doch kaum war dieser ungreifbare Augenblick verstrichen, da konnte sie Sasaki neben sich hören. Sie bermekte das Rascheln ihres Kleides, hörte die schwerfälligen Atemgeräusche und konnte fast schon das Rattern ihres Verstandes hören, während das betrunkene Mädchen die selben Eindrücke und eigene Gedanken zu verarbeiten probierte. Eine Tatsache die die Schamanin innerlich grinsen ließ, ehe sie die ersten Worte ihrer neuen Begleitung hörte. Ja, sie hatte sich wirklich wasd eingebrockt. So viele beunruhigende Gedanken hatte sie schon des Längeren nicht mehr gehegt aber Sasaki konnte nichts dafür und ihre frische und ehrliche Art brachten Chikyū nun auch äußerlich zum Lächeln. Ein kurzes Lachen, dann ein Nicken, während sie ihren Blick zu dem rotgewandeten Mädchen schweifen ließ.
Dann jedoch wurde die Stimme Sasakis bedrückend ernst. Ihre Worte, so schwerfällig wie ihre Zunge selbst, kündeten von ernst, pflichtgefühl und dem Wunsch das Richtige zu tun. Doch Chikyūs Lachen erstarb langsam wieder und ihr Blick trübte sich etwas. Natürlich, das Angebot war nett gemeint und Sasaki konnte nicht wissen wen Chikyū meinte und wie unmöglich es war ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Ihr Gefühl helfen zu müssen ehrte sie sogar, doch ihr Vorschlag war unmöglich. Es dauerte einen kleinen Augenblick um sich zu sammeln, die richtigen Worte zu finden, zu Antworten und ein erneutes frustriertes Seufzen zu unterdrücken, doch ein Blick in den sternenklaren Himmel und die ernste Mine Sasakis halfen dabei zu antworten. "Das Angebot ehrt dich, Sasaki. Aber du schuldest mir gar nichts. Mach dir um meine Probleme keine sorgen, ich komm schon klar." Ihre Stimme war klar und ruhig und Chikyū fühlte sich wieder wie sie selbst als sie sprach. Keine Spur von Trauer, kein Anflug von Selbstmitleid. Sie hatte sich wieder gefangen und in ihrem Kopf herrschte erfreuliche Klarheit. Es war ein gutes Gefühl und das beruhigte die Hüterin sehr. Sie hatte sich selbst wieder unter Kontrolle und konnte nun, während sie in sich hineinhorchte ihr besonnenes Ich klar von ihrer wilden unzügelbaren Natur unterscheiden.
Mit dieser Tatsache waren alle bedrückenden Gedanken wieder völlig versiegelt und die Schamanin fühlte sich dazu im Satnde zu lächeln, als Sasaki das Thema immer noch nicht ruhen ließ. "Wen soll ich in der Bar gesucht haben?", fragte sie vergnügt, während sie zu dem jungen Mädchen hinüberschaute. "Nein, da verstehst du was falsch. In der Bar habe ich genau das Selbe gesucht wie alle anderen auch." Eine kurze Kunstpause, ehe sie fortfuhr. "Alkohol... auch wenn auf eine etwas andere Art und Weise." Langsam kramte sie den Zettel aus ihrer Tasche hervor. Wenn sie schon so viele Unbekannte nach dem Weg gefragt hatte, natürlich immer vorsichtig und ohne die ganze Karte zu offenbaren, dann konnte sie es ja wohl auch bei einem kleinen betrunkenen Mädchen versuchen.
Während sie das weiße Blatt Papier mit seinen vielen Knicken und den Eselsohren musterte höhrte sie neben sich Bewegungen und sah aus dem Augenwinkel wie Sasaki sich am Brunnen zu schaffen machte. Ihr Blatt hatte ein neues Eselsohr, wie bedauerlich. Wenn das so weiterging würde Chikyū sich noch die Karte abzeichnen müssen, ehe sie den Zielort erreicht hatte. "Willst du auch was?" unterbrach eine Frage plötzlich ihre Gedanken und Chikyū ließ die Karte vorsichtig sinken. Sie sah sich um und erblickte Sasaki, die mit dem Eimer des Brunnens neben ihr hockte. Rinnsale formten noch feine Tropfen, die neben ihr zu Boden gingen und ihr Gesicht wirkte vom kühlen Nass des Wassers rosig und belebt. Das Mondlicht brach sich darauf und Chikyū konnte erkennen wie ein wenig Besonnenheit zu dem Mädchen zurückgekehrt war. "Ja danke." Dankbar nahm sie den Wassereimer entgegen und trank ein paar Schluck, ehe auch sie sich das gesicht sanft mit Wasser benetzte, um sich ein wenig zu erfrischen. Anschließend stellte sie den Eimer wieder beiseite und hockte sich neben das Mädchen.
Sie holte Luft und roch den unverwechselbaren Geruch von Sake. Klar, Sasakis Ärmel war ja noch voll davon! "Vielleicht sollten wir dir noch Ersatzklamotten besorgen, damit du dein Kleid waschen kannst.", begann die Schamanin, während sie in Gedanken damit beschäftigt war, wie unvorsichtig es doch gewesen war, ein betrunkenes Mädchen alleine am Brunnen hantieren zu lassen. Sie schollt sich selbst dafür, doch es war nichts passiert, also hatte sie noch einmal Glück gehabt.
Weder ihre Gedaken noch ihre Worte weiter verfolgend, es war mitten in der Nacht und nirgends konnten sie jetzt auf legale Weise Klamotten organisieren, erhob Chikyū erneut die Karte und entfaltete sie vorsichtig. "Hiernach habe ich gesucht." Die Karte zeigte nur die grobe Umgeung der Stadt selbst und verdeckte die restlichen Wegpunkte, aber es sollte erst einmal genügen. "Diese Karte beschreibt mir den Weg zu einem ausgezeichneten Sakequell, von dem ich mir erhoffe Wasser und auch Pflanzen borgen zu dürfen. Aber ich bezweifle das ein so junges Mädchen, wie du es bist, mit dabei helfen kann, oder?" Ihr Blick lag forschend auf Sasaki. Wenn eine Person sie zu überraschen vermochte, dann dieses Mädchen. Wer vermochte schon zu sagen, welch irrwitzige Ideen sie schon alle gehabt hatte, nur um Herr über ihre Schwächen zu werden.

[OT: Sry hab keine Lust Fehler zu lesen :P
Und sorry fürs Warten, WE war lang und bald ist Klausurenphase^^]
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Beitrag© By Gast  Sa Jul 02, 2016 6:36 pm

[Out: Uhm kein Problem, ich bin da nicht so spießig wenns ums warten geht. Wohl, weil ich mir hin und wieder selbst Zeit lasse (muss?)]

Mit einer gewissen Genugtuung beobachtete Sasaki Chikyū unverfroren beim Trinken des Wassers, dass sie so mühevoll aus dem Brunnen geschöpft hatte. Dabei war es seltsam eine Genugtuung bei so einer Kleinigkeit zu verspüren. Immerhin hatte sie hier nichts weltbewegendes vollrichtet. Trotzdem schob sie diesen Gedanken schulterzuckend beiseite und grinste vor sich hin. So sehr, dass es wohl schon unangenehm geworden wäre, wenn Chikyū ihr nicht einen Kleidungswechsel vorgeschlagen hätte.
Sie guckte die Andere empört an und schlang sich die Arme um den Körper, so als träge sie die Sorge, dass man ihr, allein durch einen Blick die Kleider vom Leib reißen konnte. "Wird schon sauber werden...irgendwie." Erklärte Sasaki kleinlaut und machte damit deutlich wie sehr sie ihr Kleid liebte.
Das die andere Frau ihr überlegen war, gab sie vielleicht nicht offen zu, dennoch fühlte sie, dass hinter Chikyū mehr steckte, als es den Anschein machte. Sie hatte eine ganz eigenartige Ausstrahlung. Etwas das sie besonders machte und aus der Masse hervorhob. Und damit waren eher Innere Werte gemeint, als ihre sonderbaren Hörner, auf die sich Sasaki noch immer keinen Reim hatte machen können.

Gerade als Sasaki wieder etwas Unpassendes sagen wollte, wurde sie vom Entfalten eines großen Stücks Papier aufgehalten. Sie krabbelte näher heran um neugierig einen Blick darauf zu werfen und war erstaunt darüber das Chikyū keine Einwände hatte. Wer wusste schon was das für ein Schriftstück war? Ein Liebesbrief vielleicht? Überlegte sie und grinste wieder verstohlen.
Da Sasaki nicht weggestoßen wurde, konnte sie sich Zeit lassen um zu Identifizieren mit was sie es da zu tun hatte. Erst auf dem zweiten Blick wurde ihr klar, dass es eine Karte war. Aber anscheinend keine Schatzkarte, da sie vergeblich ein rot markiertes 'X' suchte. Es sah ein wenig so aus, wie eine Stadt, oder zumindest ein großes Dorf. Aber das Ganze war recht wage und nach Sasakis Einschätzung auch schon uralt, obwohl es auch sein konnte, dass die Karte nur durch die Reise mit Chikyū in Mitleidenschaft gezogen worden war. Unterstellte sie hier jemanden was?
Uff...nein, keine Ahnung.
Mit den Worten "Hiernach habe ich gesucht." Leitete die ältere Frau die Erklärung ein und nun wurde Sasaki auch klar, warum sie gerade jetzt die Karte hervorgeholt hatte. Es diente einer Erklärung. Damit wurde es also interessant, da Sasaki im Inbegriff war, mehr über die geheimnisvolle Frau neben ihr zu erfahren. Der Einfluss vom Alkohol war schon fast völlig verschwunden und sie konnte wieder klarer denken, als zuvor, aber so recht wollte sie dann doch nicht glauben, was sie da hörte. Sie musste wohl doch noch betrunken sein!
"Eine Sake-Quelle? Also...ein Fluss aus Alkohol? Aus Wein? Reiswein!? Wie soll das denn gehn? Das klingt wie eine abgedroschene Legende, wenn du mich fragst." Meinte Sasaki. Ihre Worte schienen zwar zu beteuern, dass sie der Meinung war, dass eine Sakequelle Humbug war, doch ihre Augen leuchteten und es schimmerte wieder durch, wie viele kindliche Züge sie noch immer hatte und erst in der Übergangsphase zur Frau stand.
"Aber gut, ich hab dir ja meine Hilfe angeboten und wenns noch so verrückt ist, wenn es diesen Alkohol-Fluss wirklich gibt, dann finden wir denn auch." Sasaki hatte viele Gründe Chikyū helfen zu wollen. Zum einen fühlte sie sich natürlich noch immer so, als müsste sie Dankbarkeit zeigen, da diese auf sie aufgepasst hatte, aber gleichzeitig wollte sie auch einfach an so eine magische Sache wie eine Sakequelle glauben, weswegen sie sich gerne auf die Suche danach machte. Da schien ihre Neugierde und der kindliche Eifer ihres Charakters durch. Schon rein aus dem Prinzip das damit wohl ein weiteres Märchen in Erfüllung gehen konnte, was natürlich eine romantische Vorstellung für sie war. Das sie im Endeffekt die Quelle ihrer Schwäche suchte, vergaß sie in der Aufregung ganz einfach. Vielleicht war es ja auch der perfekte Trainingsort für Sasaki...obwohl sie das wohl nur unter Aufsicht austesten sollte und hier kam auch wieder Chikyū ins Spiel.
Uhhh wie perfekt das alles ist. Dachte sie sich und rieb sich die Hände vor Aufregung.
"Na, dann lass uns loslegen! Wir müssen deinen Alkohol finden. Wenn jemand diese Quelle vor uns findet...wer weiß was derjenige damit anstellt. Vielleicht trinkt er sie leer! Wir müssen die Umwelt schützen und die Quelle sicherstellen. Ich Sasaki Tsuya biete dir meine Hilfe an." Während Sasaki Reden schwang, sprang sie auf und reckte die Faust in den schwarzen Nachthimmel hinauf um irgendwie motivierend auf ihr Publikum zu wirken.
"Nun...wir sollten sowas wie einen Kataster von der Umgebung suchen. Zwar wird niemand die Quelle eingetragen haben, aber vielleicht sehen wir über die Geographie der Landschaft wo der Fluss verlaufen könnte. Also halt deine Karte bereit, damit wir vergleichen können. Immerhin ist es Nacht und wird sollten so viele Infos wie möglich sammeln bevor wir Tagsüber suchen. Uhh ich hab ein gutes Gefühl bei der Sache. Sakequelle wir kommen!" Erklärte Sasaki gleich ihren Plan. Selbst wenn dieser unausgereift war. In ihrem Übermut war sie nicht gerade leise gewesen, also duckte sie sich erschrocken, sah sich um, und als sie niemanden in der Nacht erkennen konnte, wiederholte sie nochmal "Sakequelle". Nur diesmal im Flüsterton, während sie eine Hand vor ihren Mund krümmte um die Schallwellen ihrer Stimme auszurichten und für etwaige fremde Ohren unverständlich zu machen. Die andere Hand hielt sie Chikyū hin um ihr aufzuhelfen.


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Beitrag© By Chikyū no hāto  Sa Jul 09, 2016 2:32 pm

Der Plan mit dem Kleidungswechsel für Sasaki, die wirklich stark nach Sake roch, war wohl nicht umzusetzen. Schade, aber an der Reaktion des Mädchens hatte Chikyū erkennen können wie sehr ihr das rote Kleid am Herzen hing. Aber irgendwann musste sie es doch mal waschen, oder etwas anderes anziehen?
Die Hygiene ihrer neuen Begleitung nicht weiter hinterfragend fokkusierte sich die Schamanin lieber auf die erfreulichere Nachricht. Sasaki war voller Inbrunst entflammt, als sie von dem Reiseziel der Hüterin hörte. Sie war Feuer und Flamme und begann sofort damit von großen Zielen und ihrer Hilfe bei der Suche zu reden. Sie entwickelte Pläne und Ideen und bereitete sich mental schon auf den Aufbruch vor, den sie am nächsten Morgen plante. Ansich eine Zeit, zu der Chikyū schon längst wieder auf dem Weg gewesen wäre, doch in Anbetracht ihres Gegenübers wirkte diese Idee gar nicht so abwegig. Zwar klang die junge Frau im roten Kleid wieder völlig nüchtern und die Aufregung beflügelte sie und ließ sie völlig mühelos stehen und springen, doch ihre Aussagen zeigten den Restalkohol noch deutlich. Am liebsten hätte Chikyū sie berichtigt, ihr geantwortet oder versucht sie in ihrem Elan zu bremsen, bevor sie zu sehr von ihrem eigenen Traum geblendet worden wäre, doch Sasaki redete ohne unterlass und voller Tatendrang. Obendrein war ihre kindische Idee so fantastisch, das Chikyū nicht anders konnte als loszulachen.
Erst ein leises Kichern bauschte sich ihre Freude, beim Anblick Sasakis und ihrer Vorfreude, immer weiter auf, bis sie schließlich die Fassung verlor und losprustete. Die sonst so ernste Hüterin kugelte sich auf dem Boden und hielt sich vor Schmerz den Bauch.
Es dauerte einige Minuten, ehe sie sich wieder fangen konnte und sich aufsetze. "Tut mir leid, das war sehr unhöflich.", bemühte Chikyū sich zu sprechen, während sie die letzten Lacher bekämpfte und nach Atem rang. "Ich glaube du hast da was missverstanden. Das ist keine magische Karte, die uns zu einem magischen Fluss bringt. Es ist eine Karte, die ich von einem Bekannten bekommen habe. Er ist auch ein Schankwirt unnd bezieht von dort einen seiner besten Sake.", erklärte sie sich und fügte anbei "Im übrigen Reisschnaps und kein Reiswein, bevor du auf die Idee kommst dort zu trainieren."
Nach dieser Aktion war mit der ganzen Geheimnistuerei von Sasaki wohl schluss. So viel Mühe sich das Mädchen auch gegeben hatte alles geheim zu halten und niemand Anderen auf diese mysteriöse Quelle hinzuweisen, Chikyūs Gelächter war laut und schallend gewesen. Sie konnte sogar in einigen Gebäuden Fenster aufglimmen sehen und vermochte Schatten zu erblicken, die hinter verschlossenen Gardinen entlanghuschten oder stehen blieben, um den Platz und seine Besucher in Augenschein zu nehemen. "Tut mir leid, wenn ich deine Bemühungen unentdeckt zu bleiben zu nichte gemacht haben sollte." Ihre Worte waren ehrlich, doch man konnte ihr Lächeln aus ihnen heraushören.
Um Sasaki nicht völligt entgeistert und desillusioniert in der Nacht stehen zu lassen griff Chikyū nach ihrer immer noch ausgestreckten Hand und ließ sich aufhelfen. Sie klopfte sich den Staub von ihrem Kleid und dankte ihrer neuen Begleitung einmal knapp.
Beim Anblick Sasakis überkam Chikyū ein schlechtes Gewissen. Diese stand immernoch da und wirkte auf Chikyū nunmehr verunsichert und enttäuscht. Schließlich gab die Schamanin ihren Gefühlen nach und versuchte die Hoffnungen Sasakis noch irgendwie zu retten. "Wenn ich so darüber nachdenke... Sarkan hat mir den Ort nie näher beschrieben. Und wenn man die Magier der Gilden so ansieht, wieso sollte die Quelle eigentlich nicht direkt aus Sake bestehen. Hoffen wir mal das du Recht hast!" Sie lächelte die junge Dame aufmunternd an, während sie die Karte wieder zusammenfaltete und für den Moment zwischen sich und den Flaschenkürbis klemmte.

"Außerdem waren deine Ideen doch alle schon sehr gut. Gehen wir ein Kataster suchen. Sich einen Überblick über die Umgebung zu machen kann nie schaden. Außerdem bist du die Erste die auf solch eine Idee gekommen ist. Ich danke dir, sonst hätte ich mein Ziel wohl nie gefunden. Aber bevor wir losgehen sollten wir was gegen den Alkoholgeruch unternehmen." Kurz und blitzschnell ließ Chikyū eine Hand nach vorne schnellen und tastete die Ärmel Sasakis ab. Sie waren noch feucht und der Sake war noch lange nicht verflogen. Sie ließ Sasaki wieder los und verschränkte die Arme. "Wenn du die Klamotten nicht wechseln willst, wie wäre es dann, wenn du dir wenigstens kurz die Ärmel wäscht? Nass sind sie ohnehin und die Nachtluft ist nicht allzu kühl." Chikyū blickte Sasaki einen moment lang fragend an, ehe sie sich umdrehte, um sich nach dem Wassereimer zu bücken. Dieser war zwar beinahe leer, aber man konnte ihn ja auffüllen und die Ärmel des roten Kleides damit notdürftig ausspühlen.
Ein kühler Luftzug kam auf und während Chikyū sich nach vorne lehnte ergriff der Wind unbemerkt die Karte. Er zerrte ein wenig an ihr, ehe sich das Schriftstück aus seinem Gefängnis löste und vom Wind davongetrugen wurde...
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Beitrag© By Gast  Mi Jul 27, 2016 10:25 pm

Irgendwo war sie wohl falsch abgebogen...also in ihren Gedanken natürlich. Sasaki stand ahnugslos und sichtlich verwirrt da und guckte Chikyū dabei zu, wie sich diese am Boden wälzte und vor Lachen krümmte.
Manchmal hatte sie wohl eine noch kindlichere Ader, als Sasaki selbst. Ein Ding der Unmöglichkeit...eigentlich. Ob ihr Charakter ansteckend war? Nun bestimmt hatte sie einen gewissen Einfluss auf ihre Mitmenschen. Aber dieser schien bestimmt nicht positiv zu sein.
Erst nachdem sich Chikyū eingekriegt hatte und ihr die Aufklärung zum Missverständnis gab, leuchtete Sasaki ein, wie dumm das doch alles gewesen war.
Sie ärgerte sich über sich selbst, doch die Enttäuschung überwog natürlich. Doch kein magischer Fluss, aus dem sie hätte Stärke schöpfen können? Ohne den gewissen Kontext klang es eher so, als würde sie sich eine Ausrede zurechtlegen um ihr Laster beschönigen zu können. Ein Seufzen entfuhr ihr daraufhin und man sah ihr sichtlich an, wie geknickt sie war. Es war ja dann doch einfach zu schön um wahr zu sein.

"Schon gut, war ja auch zu schön um wahr zu sein..." Erklärte sie und gab sich wenig Mühe dabei, ihren aktuellen Gemütszustand zu vertuschen. Anscheinend bewirkte Sasaki damit aber das sich Chikyū schlecht fühlte...oder Mitleid mit ihrem jugendlichen Eifer hatte, der natürlich arg gedämpft worden war. Jedenfalls wollte sie ihn wohl wieder aufpäppeln und ließ in Sasaki nochmal die Hoffnung auf magische Alkoholquellen aufkeimen. Langsam glaubte sie wirklich, dass sie Abhängig geworden wäre...und das allein durch eine Mini-Verköstigung. Es war kaum zu glauben.

Unglaublich auch, dass ihr Vorschlag mit dem Kataster angenommen wurde. Sie hatten eine undurchsichtige Karte, doch andererseits kannte Chikyū jemanden, der den genauen Standpunkt der Quelle kannte. Warum ging sie nicht einfach mit diesem jemand mit? Warum führte er sie nicht zum Bestimungsort, sondern ließ die arme Frau alleine losziehen? Wie wichtig war, der blondhaarigen Frau das Unternehmen eigentlich? Es waren so viele Fragen, auf die Sasaki keine Antwort finden konnte. Ihr Wissen und ihre Kombinationsgabe reichte nicht aus um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Aber im Endeffekt war es ihr auch egal. Hauptsache sie bekam ein nettes Abenteuer. Vor allem wenn man sich nicht mit dem lausigen Spruch "Der Weg ist das Ziel" trösten musste, sondern wenns wirklich etwas zu holen gab.

Genauso gut wie Chikyū es verstand Sasaki aufzumuntern, konnte sie das ganze auch wieder ins Gegenteil kehren, da sie dem jungen Rotschopf bedeutete, ihre Ärmel zu waschen die ihren weiblichen Duft mit etwas unsäglichem für ihr Alter übertünchte. Sie zog eine Schnute, doch war sie gewillt der Bitte nachzukommen. Sasaki wollte ja niemanden den sie mochte mit ihrem Geruch belästigen und außerderm hatte sie ein wenig Schamgefühl übrig. Zumindest so viel um einzusehen wenn Pflege und Hygenie dem Spaß und den Erlebnissen die die Welt ihr bieten konnten, vorzuziehen waren.
"Na gut, aber...das Kleid muss so bleiben, wie es ist..." knüpfte sie das ganze an eine Bedingung während sie die wenigen Schritte auf den Eimer zumachte, aus dem sie bis vor kurzem noch getrunken hatte. Unterdessen streifte sie sich die Ärmel, die nicht mit ihrem Kleid verbunden waren, von den Armen und begutachtete ihre blasse Haut die darunter zum Vorschein kam. Es war ihr nicht aufgefallen doch durch ihre Reisen in letzter Zeit unter brütender Hitze, war sie ein wenig Braun an jenen Stellen geworden, die nicht bedeckt gewesen waren. Sprich: Ihre Hände und die Schultern. Dazwischen grenzte ihre ursprüngliche Hautfarbe das ganze farblich ab. Gut das es dunkel war, ansonsten hätte sie sich über soetwas geärgert.
Doch zum Ärgern würde sie gleich genug Zeit haben. Oder würde sie sich eher darüber freuen?

Chikyūs Karte mit der nur noch vielleicht magischen Alkoholquelle war im Inbegriff sich zu verflüchtigen. Sasaki sah gebannt zu, wie die Karte vom Wind gepackt wurde und zuerst nur bedenklich aggresiv flatterte, ehe sie ausgesprochen Sanft davon getragen wurde. Sofort klemmte sie sich ihre Ärmel unter den Arm und hetzte der Karte hinterher.
"Ich hohl die magische Karte zurück!" Rief sie, durch die Nacht und machte wieder die selbe Reaktion wie vorhin. Sie duckte sich als habe sie etwas getroffen ehe sie im Flüsterton nochmal das selbe sagte. Obwohl ihr Flusterton so viel Kraft hatte, dass er nur schwierig als solcher auszumachen war. Hätte sie sich von der dritten Person aus, selbst betrachten können, so hätte sie sich alleine dafür gerne auf die Stirn gepatscht. Aber so, war sie sich keiner Schuld bewusst. Vielleicht auch, weil es ja egal war, ob sie es laut hinausschrie. Immerhin handelte es sich ja nicht mehr wirklich um eine magische Quelle die sie finden konnten.
Aber soweit dachte sie nicht mehr. Mit einem breiten Grinsen und leicht roten Bäkchen jagte sie dem Papierfetzen hinterher der immer höher in die Luft getragen wurde. Gleichzeitig flatterten ihre Ärmel hinter ihr her wie zwei Wimpel die sie an sich befestigt hatte.
Nun kam sie doch noch zu ihrem Abenteuer. Endlich, endlich! Dachte sie und freute sich, obwohl doch etwas negatives passierte. Sie musste die Karte fangen, ansonsten würden sie ihre einzige Spur verlieren. Ein Abenteuer jagte also das nächste, wenn man es richtig betrachtete. Ob Chikyū sich der Hetzjagd anschloss? Sasaki wagte es jedoch nicht, einen Schulterblick zurück zu machen. In der Dunkelheit der Nacht hätte sie die Karte ansonsten bestimmt aus den Augen verloren...


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Beitrag© By Chikyū no hāto  Do Aug 04, 2016 4:24 pm

Gerade als Chikyū sich mit dem Eimer in der Hand aufrichten wollte, sichtlich zufrieden das Sasaki wenigsten gewillt war diese Bitte nachzugehen, hörte sie es hinter sich rumpeln. Die Stimme Sasakis huschte noch durch den Wind zu ihr und ihre Schritte, schnell und übermütig, hallten auf den Steinen des Markplatzes wieder, während das Junge Mädchen davonhechtete. Chikyū brauchte einige verdutzte Augenblicke, in denen sie Sasaki verblüfft nachschaute, um deren Worte zu verarbeiten. "Ich hol die magische Karte zurück"... Welche Karte? Doch nicht etwa... Erschrocken griff die Schamanin hinter sich und betastete die Stelle, an der sie die Karte festgeklemmt hatte, nur um entsetzt festzustellen das der Papierfetzen, der vom Wind davongetragen wurde, wohl eben diese Karte war!
Ohne noch mehr Zeit zu verlieren machte Chikyū kehrt und hetzte Sasaki und ihrer nun wohl magischen Karte hinterher. Den Eimer lies sie dabei achtlos aus ihrer Hand gleiten. Es polterte und eine kleine Wasserlache bildete sich um den Brunnen, während zwei dunkle Schemen vom Platz sputeten, einem kleinen Stück Papier hinterher.

Erst in der nächsten Seitenstraße holte Chikyū Sasaki ein und schloss zu ihr auf. "So ein Mist. Tut mir leid, das ist meine Schuld.", sagte sie knapp und verstummte alsbald wieder, um ihren Atem zu sparen. Ihr Blick war auf die Karte gerichtet, die zwar nicht wirklich schneller war als die beiden Damen, aber vom Wind immer weiter in die Höhe getrieben wurde. Wenn das so weiterging, dann würde sie bald aus ihrem Sichtfeld verschwinden und von der unerbitterlichen Schwärze der Nacht verschlungen werden.
Innerlich fluchte Chikyū das ihr solch ein Faupaz geschehen war. Sie hätte aufmerksamer sein sollen, doch jetzt war es zu spät. Natürlich legte sich der Wind auch nicht, um ihnen eine Verschnaufpause zu gönnen oder die Karte sacht zu Boden gleiten zu lassen. Immer weiter mussten sie rennen, bis schließlich vor ihnen ein Haus auftauchte.
Die Karte flog bequem darüber hinweg, keine Option von die zwei Menschen. Chikyū hatte keine Zeit um ihre Möglichkeiten großartig abzuwägen und so bog sie kurzerhand links ab und hoffte den richtigen Weg gewählt zu haben. Noch einmal nach rechts und vor ihr lag eine dunkle Gasse. Der Steinweg wandelte sich zu Schotter, während sie weiterlief und das Knirschen unter ihren Füßen war das einzige Geräusch, neben ihrem rasenden Herzen, was wirklich zu hören war.
Dann rumeplete es. Sie hatte nicht aufgepasst und war aus vollem Lauf gegen eine massive Wand gelaufen. Benommen versuchte Chikyū was in der Dunkelheit auszumachen und musste verärgert festellen, dass sie sich für den falschen Weg entschieden hatte. Sie war auf den Hinterhof des Hauses gerannt und mit einer Mauer kollidiert, die das Grundstück abgrenzte. Zähneknirschend stand die Hüterin auf. Wie sollte sie auf den Planeten acht geben, wenn sich dieser gegen sie wandte? Etwas benebelt schaute sie sich nach Sasaki um. War diese ihr gefolgt, oder hatte sie den anderen Weg gewählt?
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Beitrag© By Gast  Mi Okt 26, 2016 1:29 pm

Eine wilde Hetzjagd mit dem Wind entbrannte. Es war relativ erfrischend in der kühlen Nachtluft zu laufen und Sasaki hätte das ganze bestimmt eher genossen, wenn da nicht die Karte gewesen wäre, die immer schneller davongetragen zu werden schien. Als wollte sie das Stück Papier necken, schwang es sich zu immer höheren Höhen und schnelleren Geschwindigkeiten auf. Es verlangte ihr also einiges ab, dem Ziel zufolgen. Umso überraschter war Sasaki das, Chikyu so leicht zu ihr aufholen konnte. Sie gab hier bereits alles und hatte sogar Vorsprung gegenüber der anderen Frau und trotzdem lagen sie nun gleich auf. Eine beängstigende Gegnerin was den Sprint anging. - Etwas das man ihr von der äußerlichen Erscheinung her nicht zugetraut hätte. Andererseits...hätte man es ihr selbst zugetraut? Der Schein trügt eben. War ihre Konkluse zu dem Kapitel.
Vor ihr machte Sasaki in der Dunkelheit eine Hauswand aus. Während die Karte darüber hinweg flog musste sie sich entscheiden wie sie die Verfolgung nun fortsetzen konnte. Sie positionierte sich rechts um Chikyu zu zeigen, welchen Weg sie einschlagen würde. Es stand außer Frage das sie sich hier aufteilen mussten um ihre Chancen zu maximieren. Verblüfft stellte sie fest, das ihr positionieren umsonst war, da Chikyu sie schon überholt hatte, und den Weg links um das Haus gewählt hatte. Anerkennend nickte Sasaki aufgrund der Entschlossenheit die hier an den Tag gelegt wurde.
Nahm sie es etwa nicht ernst genug? Ha, von wegen! Auf auf, und davon! motivierte sie sich und lief noch ein wenig schneller als zuvor.

Vielleicht etwas zu schnell, wenn man die schlechten Lichtverhältnisse in Betracht zog. Nachdem sie das Haus passiert hatte, kam Sasaki auch schon das nächste Hindernis in die Quere. Ein Maschendrahtzaun machte auch aus ihrem Weg eine Sackgasse. Davon ließ sie sich jedoch nicht abhalten. Ohne groß zu überlegen, sprang sie den Zaun an. Durch ihre Geschwindigkeit war es eher ein Bodycheck den sie da austeilte. Ursprünglich wollte sie natürlich über den Zaun klettern, doch dieser gab nach und das Teilstück im Zaun löste sich und rutschte eine Böschung hinab. Die Rothaarige krallte sich indessen am Zaun fest und versuchte zu erkennen, wo sie hinrutschte. Mit dürftigen Erfolg, sonst hätte sie erkannt, dass sie im Inbegriff war, eine Böschung runterzurutschen die in einem Kanal endete, der mitten durch die Stadt gezogen worden war. Auf den letzten Metern konnte sie dann doch noch viel zu spät erkennen, das sich vor ihr Wassermassen im Mondlicht spiegelten. Dennoch begriff sie aufgrund der kurzen Zeit die ihr gegeben war nicht, was dies bedeutete. Im Nächsten Moment war um sie herum nur mehr Wasser und Finsternis. Zu ihrem Pech wurde gerade auch eine Schleuse geöffnet. Wenigstens war es nur ein Kanal für den Schiffsverkehr, weswegen sie nicht in Unrat schwimmen musste. Dennoch wurde sie vom Sog der von der Schleuse ausging erfasst und in eine beliebige Richtung getrieben. Sie hatte genug Mühe über Wasser zu bleiben, da ihre Kleidung immer schwerer wurde und sie runterzog. Es war ihr also unmöglich ans Ufer zu schwimmen und gleichzeitig gegen den Sog anzukämpfen. Sie beschloss einfach das ganze auszusitzen und zu sehen, wo sie hin gespült wurde.
Nach unendlich langen Minuten, trieb sie schließlich aufs offene Meer. Der Kanal schien sie ausgespuckt zu haben. Glücklicherweise fand sie ein bisschen Treibholz an das sie sich klammerte und dann an den nahe gelegenen Strand paddelte. Weitere unendlich lange Minuten vergingen, in denen sie ihrem Körper alles abverlangte um das rettende Ufer zu erreichen. Eine Welle der Erleichterung machte sich breit, als sie endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Doch durch den Überlebenskampf den sie gerade hinter sich hatte, war sie so müde, dass sie am Strand einschlief.

Am nächsten Morgen fühlte sie sich dann ziemlich krank. Die kühle Nachtluft und ihre nasse Kleidung hatte ihr möglichstes getan um sie in hochgradiges Fieber zu treiben. Die folgenden Tage schleppte sie sich in eine Gaststube um sich auszukurieren. Zwischendurch erkundigte sie sich nach Chikyu doch auf jener anderen Seite des Kanals hatte man nichts von ihr gehört und Sasaki war zu schwach um weiter nach ihr zu suchen.
Im Endeffekt musste sie resigniert die Suche nach der Quelle aufgeben.

Nachdem sie wieder bei Kräften und Gesund war, brach sie den Heimweg an. Ansonsten gab es hier nichts mehr zutun für sie.

Ortswechsel: Gildenhaus - Oracion Seis
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Di Dez 20, 2016 6:26 pm

Die Nacht war mild gewesen, der Wind hatte sich mit der Zeit gelegt und der klare Himmel hatte im Schimmer tausender Sterne gefunkelt. Und doch trottete Chikyū durch die Straßen, als wäre ihr an diesem Tag alles zu wider. Missmutig und mürrisch schnaubte sie vor sich hin. Sie hatte in der Nacht nicht nur ihre Karte verloren, auch Sasaki war wie vom Erdboden verschluckt. Sie hatte zunächst in der rechten Seitengasse nachgesehen, auch eine Sackgasse wie sich hersuastellte. Doch dort war die junge Frau nicht gewesen. Auch im Rest der Stadt hatte Chikyū vergeblich gesucht. Die ganze Nacht war sie umhergetrottet und hatte nach dem aufmüpfigen Mädchen ausschau gehalten, doch nichteinmal Hinweise auf ihren Verbleib hatte sie entdecken können. Einige unscharfe Fußspuren, dass ja, aber auch diese hatten ins Leere geführt. Es bereitete der Schamanin Sorgen, sodass sie die Nacht über nicht an Schlaf hatte denken können.
Dann jedoch war die wirkliche Katastrophe erst zum Vorschein gekommen. Ihr geliebter Flaschenkürbis, den sie immer und überall mit sich führte, hatte bei ihrem kleinen Abenteuer und der Bekanntschaft mit der Wand, einen feinen Riss bekommen. Die letzten wenigen Reste ihres Sakes waren ihr so verloren gegangen und keine Bar hatte mehr offen gehabt, um ihr einen Ersatz zu liefern. Nach einigen Stunden war sie ausgenüchtert, nur noch mehr genervt und zu trotzig, sich weiteren Alkohol anzueignen. Sie war sogar zu trotzig jetzt nach einer Möglichkeit zu suchen ihren Flaschenkürbis zu reparieren. Alles und jeder nervte sie und am liebsten hätte sie ein paar Häuser zum Einsturz gebracht, doch ihre Vernunft siegte über den Frust und so trottete Chikyū an den nun wieder belebten Straßen vorbei.
Sie kam über den Marktplatz, auf dem sie in der vorigen Nacht noch gesessen hatte. Der Eimer lag unberührt auf dem kalten Boden und auch er hatte einige Macken davongetragen, als er achtlos fallen gelassen worden war. Zum Frust abbauen war er zunächst gut geeignet, doch nachdem Chikyūs Fuß das Holz einige Straßen weiter befördert hatte wurde auch das langweilig. Frustriert sah sich die Hüterin um, ehe sie sich einen Bereich nahe der Stadt suchte, weit genug entfernt um niemanden zu verletzen und doch in Sichtweite der Straße, um bei Bedürfnis Passanten anpöbeln zu können. Mit mehr Konzentartion als sonst, dafür aber auch schneller und massiver, hatte sie Felssäulen aus dem Boden emporgehoben und verschoss nun nach Lust und Laune immer wieder kleinere Brocken an Erde. Einige groß und massiv, andere klein und locker, flogen die Erdklumpen über die Felder, landeten und zerbrachen meist wieder.
Es lenkte die Schamanin ab, während sie sich bemühte über ihre schlechte Stimmung hinwegzukommen. Lange verweilte sie so kurz vor der Stadt, ehe ihr Frust abklang. Doch mit jedem Schlag und jedem Tritt machte sich ihr Spaß an dieser Spielerei bemerkbar. Auch nach drei Stunden fröhnte sie noch ihrem Treiben. Ihre schlechte Laune war längst verklungen, aber ohne Alkohol kam ihre aufmüpfige und kindische Seite wieder zum Vorschein. Ein Stein nach dem anderen flog durch die Luft und ab und an landete einer kurz vor den Füßen eines Passanten, bis sie zu überschwänglich wurde. Ihr Schlag war kräftig gewesen und ihr Selbstvertrauen zu groß. Der kleine Klumpen Erde flog im hohen Bogen und landete am Kopf eines vorbeigehenden Mannes. Mist, was jetzt?, sagte die Schamanin sich, und eilte dem Fremden entgegen. Hoffentlich hatte sie ihn nicht verletzt.
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Beitrag© By Gast  So Dez 25, 2016 10:42 pm

Es hätte so ein schöner Tag werden können. Sai und sein Teamkollege Aiden kamen gerade von einer Mission zurück. Keine große Sache, ein paar Banditen hoch nehmen. Für die beiden war sowas ein Kinderspiel. Auf dem Rückweg zur Gilde mussten sie durch Hargeon. Eine schöne Stadt, wie Saikin fand. Auch das Wetter passte. Es war wie ein wahr gewordener Traum von Frieden und die Laune des jungen Magiers war schlicht und ergreifend einfach super.
Er unterhielt sich gerade mit seinem Partner über ein Thema, dass bei den beiden Freunden erstaunlich häufig auftrat: Frauen. Es lief mal wieder ab wie üblich. Die beiden schlenderten durch die Straßen und bals schon fingen die beiden an, ihren Frauengeschmack gegenseitig vorzulegen. Da hatte Aiden ihn gerade noch gefragt, was er von der einen jungen Brünetten auf der anderen Straßenseite hielt, als plötzlich das Schicksal meinte, es müsse Saikin mal wieder sanft die Wange tätscheln. "An sich ganz hübsch anzuschauen aber sie..." Mehr brachte der Magier nicht mehr heraus.
Die Ursache? Nun Saikin hatte das Glück von einem Stein unterbrochen zu werden, der in hohem Bogen mitten in sein Gesicht flog. Als Resultat hob es ihn selbst kurz von den Füßen und er fiel unsanft unsanft zu Boden. Vorbei war es mit Frieden und guter Laune. Er konnte sich nicht erinnern jemals so schnell stink sauer geworden zu sein. Na warte wenn ich den Idioten erwische, der meint hier Felsen rum schmeißen zu müssen. Mit diesen Gedanken erhob sich Saikin knurrend und schnaubend. Mit Schwung drehte er sich in die Richtung, aus der der Stein kam und wollte schon los Maulen, als er eine Person auf sich zu rennen sah, die offensichtlich die Schützin war. Da blieb dem Magier schonmal kurz die Kinlade unten stehen, schließlich schien sie ja fast noch ein Mädchen zu sein. Aber wieso wunderte ihn sowas überhaupt noch. Nach dem ersten, kurzen Moment der Verwirrung wurde ihm klar, dass sie eine Magierin sein musste und sein Gesicht nahm wieder verärgertere Züge an.
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Beitrag© By Aiden  So Dez 25, 2016 11:17 pm

Aiden konnte sich über den heutigen Tag wahrlich nicht beklagen ... Er war mit Sai auf Mission gewesen und diese war ein wahrliches Kinderspiel für die beiden gewesen. Und auf dem Rückweg mussten sie wohl oder übel durch die Stadt Hargeon durch. Aiden war kein Freund von Städten, begaffte man ihn dort doch wie ein Monster. Doch mit Sai an seiner Seite war es erträglich. Die beiden Teamkollegen und Freunde unterhielten sich gerade über einige Mädels, die sie auf ihrem Weg erspähen konnten. Gerade ging es um eine Brünette, die Aiden erspäht hatte. "Heeeh ... nur ganz hübsch an zu schauen? Schau dir ihren Körper an ... schwarze Spitze würde ihr wahrlich ausgezeichnet stehen ... aber was erwarte ich du hast an allem etwas zu meckern, nicht wahr ..." sprach er und drehte seinen leicht zweifelnden Blick zu Sai und blieb verdutzt stehen. "Sai?" fragte er etwas perplex und blinzelte kurz überrascht.

Sein Blick wanderte nach unten und da entdeckte er seinen Teamkameraden, der wohl gerade von einem Stein von den Füßen gehoben worden war. Ein kurzes leises und durchaus amüsiertes Lachen entkam Aidens Kehle, ehe er ebenfalls nach dem Schützen Ausschau hielt. Als die Magierin auf die beiden zugelaufen kam, sah er kurz zu Sai, dem die Kinnlade offen stand und schob diese mit seinem Zeigefinger sachte nach oben. "Bleib ruhig Kumpel" meinte er nur und tätschelte kurz Saikins Kopf, ehe sich seine Aufmerksamkeit auf seine geliebte Nina richtete, die zu ihm zurück kehrte. Er streckte eine seiner Hände aus, während die andere in der Hosentasche ruhte und ließ den blauen Schmetterling auf seinem Handrücken landen, ehe er sie mit einem sanften Lächeln betrachtete und sie ihm Bilder übermittelte. "Nina hat in der Nähe ein Restaurant gesehen, falls du nachher Kohldampf hast" meinte er leise, ehe Nina auf seine Schulter flog und sich dort nieder ließ. Nun wanderte sein Blick zwischen Saikin und der Magierin hin und her, während er sich ein breites Grinsen in Saikins Richtung nicht verkneifen konnte. Der Junge hatte aber auch ein Glück, wenn es um kleine Missgeschicke ging.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Mi Dez 28, 2016 4:51 pm

Chikyū lief einige Meter, ehe sie in einen gemäßigten Trott verfiel. Sie hatte den Stein aber auch weit geschleudert. Doch schon auf dem Weg zu dem Verunglückten und seinem Kumpel wurde ihr klar, dass dieser sich wahrscheinlich nihts getan hatte, immerhin stand er auf und seine Blicke verrieten, dass er sie suchte und wütend war. Die Schamanin war erleichtert und dennoch musste sie sichergehen, dass sie keinen Schaden angerichtet hatte.
Schließlich stand sie vor den zwei Fremden und ihr Blick ruhte kurz auf den Beiden, ehe er sich zu Boden wandte. "Es... Es tut mir fürchterlich leid. Ich bin übermütig geworden und..." Sie brach ab. Es hatte wohl keinen Sinn sich zu erklären. Eine Entschuldigung war wesentlich angebrachter. "Ich wollte dich nicht treffen. Schon gar nicht am Kopf. Der Schlag war unglaublich schlecht abgeschätzt. Es tut mir wirklich leid. Hoffentlich ist dir nichts passiert?" Ihr letzter Satz war mehr Frage als Aussage und mit verunsichertem und schuldbewussten Blick richtete sich Chikyū wieder auf, um dem Opfer ihres Frustabbaus ins Gesicht sehen zu können.
Doch sie schien Recht zu behalten. Sie konnte keine ernsthaften Wunden sehen. Nur ein paar Kratzer und Reste der Erde, die sich in den Augenbrauen des Mannes verfangen hatten. Was die alte Hüterin jedoch wahrnehmen konnte war das Grinsen des zweiten Mannes. Ein ungewöhnlicher Zeitgenosse, der von einem Schmetterling begleitet wurde. Doch sie hatte keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, es erleicherte sie lediglich diesen Mann wohl bespaßt zu haben. Wenn einer von Zweien lachen konnte, so konnte der Schaden nicht zu groß sein.

Nach der ersten großen Aufregung richtete sich Chikyū auf und schaute freundlicher... weniger besorgt. "Entschuldige noch einmal. Ich hatte eine miese Nacht und habe versucht mich abzulenken. Es hätte niemand darunter zu Schaden kommen dürfen. Chikyū mein Name. Ich hoffe du kannst mir verzeihen." Mit dieser Entschuldigung verbeugte sie sich, ehe sie dem Mann, den sie so unsacht von den Beinen geholt hatte, ihre Hand zur Versöhnung entgegen streckte.
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