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Lazy Bones
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Magie: Call of the Grave
Beitrag© By Sins  Mo Apr 24, 2017 4:06 pm

Der Waschraum war dezent gehalten, zwei Kabinen, zwei Waschbecken, zwei Spiegel. Das nötigste war in dem kleinen weiß gefliesten Raum enthalten. Es war auch sehr sauber und reinlich, auch wenn Sins den Geruch von chemischen Putzmittel eigentlich nicht mochte. Eine Ironie des Schicksals könnte man meinen, da er doch als Arzt oftmals mit Desinfektionsmitteln zu tun hat. In der Tat stört ihn der Geruch auch da, nur trägt er dann auch meist eine Maske vor Mund und Nase, die das etwas vermindert.
Die Kleidung die ihm gereicht wurde, passte ihm nur so halb. Die schlichte, braune Baumwollhose passte zwar um die Hüfte herum, war aber an den Beinen viel zu weit. Das Oberteil war von den Armeln her etwas zu weit und auch um den Bauch herum etwas zu groß. Das ärgerte Sins aber keinesfalls. Er war froh, dass der Gastwirt ihm scheinbar ein paar von seinen alten Kleidern gab. Er freute sich darüber, am heutigen Abend so viele nette Menschen getroffen zu haben. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die dem magier das Herz aufgehen lassen.
Er begab sich an den Kamin. Er war schneller als Chikyu gewesen. Er hing seine durchnässte Kleidung auf eine Leine beim Kamin und setzte sich davor. Es dauerte nicht lang, bis Chikyu mit einem Lächeln in etwas zu großen Kleidern entgegen kam und das selbe mit ihren Kleidern tat, was er zuvor schon mit den seinen getan hatte.Sie wandte sich kurz an den Wirt. Sins bestätigte ihre freundliche Aussage dem mann gegenüber mit einem lächelndem Nicken, dann wandte sie sich an ihn um das vorhergehende Thema aufzugreifen.
Sein lächeln schmälerte sich etwas. Er konnte nicht sagen er redete gerne darüber, aber er hatte damit vor langer Zeit abgeschlossen, weshalb es okay für ihn war. "Eigentlich, so scheint mir, hätte ich nie am Leben sein sollen. Ich wurde tot geboren und meine Mutter verlor dabei auch noch ihr Leben. Ich erspare die die medizinischen Details. Mein vater war tief traurig. Er sah keinen Sinn mehr in seinem eigenem Leben. Er bat meine Ziehmutter auf mich acht zu geben, da er nicht mehr lange da sein würde. Du musst wissen, mein Vater war ein sehr mächtiger Nekromant. Er hat mit seiner Magie die Essenz seines eigen Lebens aus seinem Körper in den meinen transferiert. Mein Herzschlag kehrte zurück und sein eigener verschwand. Diese Magie hinterließ Spuren. Ich bin zwar so lebendig wie jeder andere Mensch, fühle, denke, handle wie jeder andere, aber meine schwarzen Augen sind ein Brandzeichen dafür, dass der Tot einmal Besitz von mir ergriffen hatte." Er schwieg. Sagte nichts und blickte lediglich zu Boden. Manche Leute benannten ihn, wenn er ihnen das erzählte, als Zombie, flohen sofort aus seiner Nähe. Aber er war kein halb verwestes Stück Fleisch. Er war ein richtiger Mensch und das nur dank seinem Vater.
Er war kurz recht still, dann drehte er sich mit einem leichten Lächeln zu Chikyu. "Jetzt weist du es. Keine Geschichte mit besonders viel Spannung, oder besonderem Frohsinn."
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Bounded Soul
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Magie: Erdmagie
Beitrag© By Chikyū no hāto  Mo Apr 24, 2017 8:33 pm





DIE HÜTERIN DER ERDE


"Du hast Recht. Es ist keine Geschichte des Frohsinns. Entspringt ihr Quell doch eher dem Gegenteil. Doch macht dies deine Geschichte nicht weniger aufregend. Es war die liebe deines Vaters, die dein eigenes Leben rettete. Oder verzeih, viel eher beginnen ließ. Es ist durchaus faszinierend, mit welcher Entschlossenheit sich Eltern ihren Kindern hingeben. Natürlich ist es gleichfalls sehr bedauerlich, die eigenen Eltern im selben Atemzug verloren zu haben. Doch blickt man weiter, so kann man dennoch einen Funken des Glücks in deiner Geschichte wiederfinden. Mag es auch das gebrochene Herz eines Vaters gewesen sein, so war es sicherlich ebenso ein Akt der Liebe, die dein Leben einläutete. Und über den Tod hinaus, bin ich mir sicher, dass es deinen Eltern großes Glück bereitet, dich lebend zu wissen." Chikyūs Worte waren sachlich und wohl überlegt. Sie wollte Sins nicht in Trauer versetzen, wollte ihn aber auch nicht aufheitern. Doch war es ihre Erfahrung, die zeigte mit welcher Hingabe sich Eltern aufopferten. Egal ob Maus oder Mensch. Sie alle waren bereit den Nachwuchs mit dem eigenen Leben zu verteidigen. Sie hatte es viele Male beobachten können, wenn sie durch die Berge streifte. Auch hatte sie es schon selbst erleben müssen, wenn sie durch das Territorium von nistenden Vögeln gekommen war. Doch sie hatte mit den Jahren gelernt und umging solche Gebiete heute meist.
Es war ein anderer Teil der Geschichte, der die Schamanin wirklich faszinierte. Magie, das Unerklärliche in Mensch und Natur, bat ungeahnt viele Facetten. Noch heute lernte Chikyū immer wieder neue Aspekte der Magie kennen. Und das trotz ihres Alters. Es war immer wieder interessant zu verfolgen, wie sich dieses Konstrukt an Macht gewandelt hatte. Als Kind hatte sie Magie nicht gekannt, das Wort nicht gehört. Und binnen etlicher Jahrhunderte hatte sich dieses unwirkliche Konstrukt immer wieder verändert. Über Machthaber, die Magie nutzten um ihr Volk zu unterwerfen und Kriege zu führen, war es schließlich zu einem Alltagsgegenstand geworden, der den Menschen im Alltag helfen sollte. Doch dass damit auf solch faszinierende Art und Weise Leben gerettet werden konnten, das war etwas Überraschendes. Doch es entsprach der Logik der Natur. Man gab sein eigenes Leben, um in der Natur ein Gleichgewicht zu erhalten, während man ein genommenes Leben wiederentfachte.
Es vergingen einige Augenblicke, in denen Chikyū über die erstaunliche Macht der Magie sinnierte, ehe sie erneut zu Sins blickte. "Die Augen sind ein nobles Geschenk. Ein Leben für ein Leben. Eine Form der Magie, die wirklich außergewöhnlich ist." Während sie sprach, vernahm die Hüterin das leise prasseln des Feuers. Es war ermüdend und zugleich erfrischend. Während die zarten Geräusche ihre Ohren umgarnten, war es die angenehme Wärme, die ihren Körper durchzog. Sie brachte ihr Ruhe und lockerte die inneren Ketten. Ihr Ich war ebenso ruhig, wie sie selbst und machte keine Anstalten sich zu beschweren. Hier und jetzt war ein sehr angenehmer Augenblick. Ein Moment, mit dem sich alle Seiten Chikyūs anfreunden konnten. Mehr aus Gewohnheit als aus Bedarf, kramte sie daher ihren Flaschenkürbis hervor und nahm einen kräftigen Schluck daraus. Der Geschmack nach Sake vervollständigte das kleine Idyll. Doch lang würde diese Ruhe nicht halten. Viel zu bald würde sie weiterziehen und der Karte Folge leisten. Während ihr Inneres vor lauter Vorfreude tanzte, streckte Chikyū sich. Noch war es nicht so weit. Noch konnte sie die liebkosenden Flammen genießen und ihren Kleidern dabei zusehen, wie diese trockneten.




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Magie: Call of the Grave
Beitrag© By Sins  So Apr 30, 2017 12:50 am

Sins schwieg einen Augenblick. Er drehte den Kopf nach hinten und blickte in die lodernden Flammen. Das Gefühl der Wärme erfüllte ihn und tat seinem Körper mehr al nur gut. Als Chikyu anfing zu reden wandte er sich natürlich von den flammen ab, wieder hin zu ihr. Alles andere wäre unhöflich gewesen.
Sein Lächeln kehrte unweigerlich nach ihren Worten zurück. Es war nicht so, dass Sins ewig deswegen in Trauer versunken war. Er hatte diese Thematik schon seit langer Zeit verarbeitet und war auf einer gewissen ebene darüber hinweg. Er sah das ganze sehr ähnlich wie sie. Sein Leben war ein Geschenk, welches nicht selbstverständlich war und er hatte mit Sicherheit vor, dass Beste für alle daraus zu machen. Er musste schmunzeln. Auf den ersten Blick wirkte Chikyu wie eine normale junge Frau, wenn man mal von den Hörnern absah, denen Sins eher weniger Beachtung oder besser Verwunderung entgegen brachte, da auch er bereits schon die Erfahrung gemacht hatte, dass Magie ab und an mit Veränderung des Äußeren einher geht.
Nach ihrer letzten Aussage war Sins nun also etwas neugierig. Wer war sie eigentlich? Und wie kam es, dass sie scheinbar so erfahren war. "Hehe keine Sorge ich habe die Tatsachen schon vor geraumer Zeit akzeptiert und verarbeitet. Jetzt aber mal genug von mir. Ich muss gestehen ich bin auch etwas neugierig. Einerseits wären da diese Hörner. Liege ich mit der Annahme richtig, dass da auch Magie im Spiel ist? Und ...ich möchte dir wirklich nicht zu nahe treten... ehrlich nicht... aber du scheinst echt weise zu sein, dafür das du so jung Aussiehst... " Die letzten Worte sprach er sehr zögerlich. Er wollte sie nicht kränken, oder beleidigen. Aber ihr war an ihrer Art zu sprechen, nein an ihrem ganzen Verhalten augefallen, dass dies eigentlich viel zu gewählt für ihr Alter sein musste. Er ging in sich schon ein paar Optionen durch. Vielleicht kam sie aus einem äußerst gehobenem Haushalt. Womöglich hatte sie aber auch beruflich viel mit Sprache zu tun oder war einfach nur eine Person, die viel und gerne hohe Literatur las.
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Magie: Erdmagie
Beitrag© By Chikyū no hāto  Mi Jul 05, 2017 6:44 pm





DIE HÜTERIN DER ERDE


Chikyūs freundlicher Gastgeber wirkte nicht betrübt. In seinen Augen spiegelten sich Akzeptanz und Frohsinn wieder. Er hatte den Tod seines Vaters also verarbeitet, ein wunderbares Anzeichen dafür, dass er ein schönes Leben führen konnte. Chikyū lächelte und beglückte sich der aufgeweckten Fragen ihres Gegenübers, während sie das warme Feuer auf ihrer Haut genoss.
Es war wirklich eine Schande so bald wieder aufbrechen zu müssen. Die lodernden Flammen spiegelten sich in ihren Augen wieder und die Schamanin zögerte einen Moment, ehe sie auf die Fragen einzugehen gedachte. Ja, woher kamen ihre Hörner eigentlich? Waren sie schon immer ein Teil ihres Äußeren gewesen? Ihr kam es jedenfalls so vor, konnte sie sich an keinen Tag erinnern, an dem sie ihre Hörner nicht begleitet hatten. Und erinnerte sie sich zurück, so hatten auch andere ihres Stammes Anzeichen von Hörnern, oder gar andere Aspekte der Natur aufgezeigt. Eine Tatsache, die sie immer auf ihre enge Verbundenheit mit der Natur zurückgeführt hatte. Doch war es möglich, dass auch ihre Hörner ein Teil der Magie ihrer Welt waren? Mit Sicherheit sagen konnte sie es nicht und sicherlich würde sie heute keine Antwort mehr darauf erhalten. Und so wie sie ohne Antwort bleiben würde, so würde sich auch Sins gedulden müssen, ehe er die Wahrheit über ihre Höner erfuhr.
Zögerlich murmelte Chikyū etwas in sich hinein, unsicher welche Antwort der Wahrheit wohl am Nähesten kam, ehe sie ihren Blick wieder zu Sins wandte, um diesem zu antworten. "Diese Hörner sind ein Teil von mir. Sie begleiten mich seid ich denken und die Welt erkunden kann. Ich erinnere mich nicht daran, dass sie durch eine Form der Magie entstanden sind. In meiner Kindheit kannte ich die Magie nicht, ebenso wie der Rest meiner Familie. Doch wir alle hatten Anzeichen, die uns unmenschlich erscheinen ließen. Ist es also ein Teil der Magie? Leider kann ich dir deine Frage nicht beantworten, doch denkbar wäre es."

Kurz stockte die Schamanin, ehe sie erneut die Stimme erhob. "Und ist es nicht etwas indiskret, eine Dame nach ihrem Alter zu fragen?" Während sie sprach, zog Chikyū missbilligend eine Augenbraue hoch. Ihr Mund wurde schmaler und sie betrachtete das Gesicht ihres Gegenübers. Erst als dieser eine Regung zeigte, musste sie schmunzeln. "Keine Sorge. Die meisten Menschen schätzen mein Alter falsch ein. Nicht jeder Mensch ist so jung wie er aussieht, oder wie er vorgibt zu sein. Ich versuche mein Alter nicht zu verstecken, nur hat sich mein Erscheinungsbild seit geraumer Zeit nicht verändert. Es zeigt wer ich bin, und auch wie ich rede.
Dennoch ist es amüsant zu sehen, wie mein Auftreten andere verwundert. Doch du selbst sprichst auch nicht, wie die Jugend selbst. Zu viel Gutes ist in deinen Worten."
, hackte sie vorsichtig nach, vielleicht so das Alter ihres Gegenübers erfahren zu können.




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Magie: Call of the Grave
Beitrag© By Sins  Fr Jul 14, 2017 1:46 pm

Sins runzelte die Stirn, verlor allerdings nicht das Lächeln. Er war nicht dafür bekannt, weder bei seiner Gilde noch in seiner Heimat, sonderlich diskret oder ähnloches zu sein, wenn es die Situation nicht unbedingt verlangte, dennoch erkannte er, dass er ihr vielleicht etwas zu nahe getreten war, wollte aber dennoch auch seinen Blickwinkel kunt tun. "Es tut mir Leid, falls ich dir gegenüber zu dreist war, aber ich bin der Meinung das Alter oder Aussehen einer Person keine Rolle spielen, was zählt ist ihr Herz. Natural muss ich eingestehen das ich neugierig bin. Du bist eine sehr interessante Person. Ich kann noch nicht genau mit dem Finger darauf zeigen… aber etwas an dir ist anders als an anderen Menschen. Im positiven Sinne." Er hatte nicht vor damit ihre Gunst zu gewinnen oder seinen Kopf aus irgend einer Schlinge zu ziehen. Es war einer der seltenen Momente in denen Sins sich nicht als fauler Spaßvogel zeigte, sondern sich nicht nur in die Karten schauen lies, sondern sie offen auf den Tisch legte.
Natürlich erkannte der junge Magier Chikyus Versuch ihm sein Alter zu entlocken, aber er sah auch keinen Grund es ihr nicht zu verraten. Das Kompliment lies ihn aber auch etwas erröten. "Nein ich bin wirklich noch recht jung. Bin vor ein paar Monaten erst 20 geworden. Wobei ich mich wundere was Alter mit Güte zu tun hat? Natürlich kommt mit dem Alter die nötige Weisheit zu erkennen, was richtig oder falsch ist, aber letztlich trägt meiner Meinung nach jeder Mensch sowohl gutes als auch böses in sich. Es ist die Seite die wir für unser handeln auswählen, die uns ausmacht. Jeder hat meines Erachtens die Wahl und die Chance gut zu sein, sobald er alt genug ist ein eigenes Bewusstsein zu haben." Es geschah selten, dass sich Sins so Philosophie vertiefte. Meistens weil andere ihn nicht ernst nahmen. Er fuhr fort. "Das soll nicht heißen, dass ich nicht glaube, dass es erschwerende Umstände gibt, die es einem schwerer machen gut zu sein. Wut, Zorn, Hass, Angst, Habgier und so weiter sind starke Emotionen. Ihre Verlockungen haben auch mich schon erwischt, ich würde lügen wenn ich sage es wäre nicht so. Aber dann lernte ich mich auf positive Emotionen wie Liebe, Mitgefühl und vor allem Humor" bei letzterem verbreiterte sich sein Grinsen etwas "zu beziehen. Es macht das Leben nicht immer leichter. Aber ich bereue seit dem nichts. Ich habe mich bewusst für das Gute entschieden und ich denke, dass auch die schlimmste Person dazu fähig ist, wenn man ihr die Chance gibt." Erst jetzt bemerkte er, dass er mal wieder wie ein Wasserfall gequasselt hatte. "Oh tut mir Leid. Ich Plappermaul rede und rede und lass dich ja gar nicht zu Wort kommen." Er kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
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Magie: Erdmagie
Beitrag© By Chikyū no hāto  Sa Nov 11, 2017 3:11 am

Gebannt lauschte Chikyū den Worten Sins und nickte ab und an bedächtig. Er hatte durchaus recht mit dem, was er sagte. Durchaus bestimmten die Taten mehr, wie wir uns gaben, als es unser Wissen und unser Alter bestimmte. Jeder hatte auf eigene Art und Weise mit der Welt klarzukommen und jeder würde seinen eigenen Pfad beschreiten. Doch die Schamanin hatte selbst beide Pfade beschritten. Und dies nciht nur über einen kurzen Augenblick hinweg, in dem kurzzeitiger Kummer oder Zorn ihre Sinne vernebelt hatten. Über Jahrzehnte hinweg hatte sie Leid und Unheil gebracht und hatte miterlebt, wie Alter und Einsicht, sowie ein kleiner Tropfen Alkohol, ihr wieder zurück auf einen friedfertigeren Weg geholfen hatten.

Drum lächelte sie beschwichtigend, als Sins aufhörte zu reden. "Keine Sorge, ich lausche gerne den Gesichten anderer. Und ich bin auch gerne bereit, dir zu erklären, wie das Alter und dabei hilft einem besseren Weg zu folgen, als dem der Gewalt und des Hasses." Chikyū atmete einmal tief durch und dachte zurück an ihre Vergangenheit, ehe sie überlegte wie sie Sins, der noch so jung in dieser Welt war, eine Erklärung liefern konnte. "Du sagtest selbst, dass du erst seit zwanzig Jahren über diesen Planeten wandelst, daher weiß ich nicht ob du meine Erklärung nachvollziehen kannst, dennoch möchte ich es versuchen. Emotionen sind eine der stärksten Triebkräfte, die in uns existiert. Wir folgen ihnen häufig blindlings und lassen uns von ihnen leiten. Doch so wie Glück und Positives uns leiten, können dies auch Trauer und Zorn. Es ist nicht immer leicht zu verzeihen oder gar zu vergessen. Eine Erfahrung, die du mit Sicherheit selbst schon erlebt hast.", ergänzte sie, als sie ihm in die Augen blickte. Er hatte seinen Vater verloren und wusste sicherlich mit Verlust umzugehen. Und wo uns unsere Emotionen leiten, können Jahre vergehen, in denen man ohne zu zögern seinen Gefühlen folgt. Nicht selten kommt es dabei vor, dass diese Emotionen länger dauern, als es das Leben selbst tut. Drum braucht es Alter, Weitsicht und Erlebnisse, die uns in neue Bahnen lenken. Du siehst also, dass das Alter häufig ein wichtiger Faktor ist, wenn es darum geht uns selbst zu finden. Natürlich sind es die Taten, die uns nach außen hin charakterisieren, doch mit dem Alter und den dazugehörigen Erlebnissen erlangen wir nach und nach Erkenntnis über unser selbst und finden somit die Stärke und die Güte, die notwendig sind, um anderen da zu helfen, wo wir selbst gescheitert sind. Auch wenn das Alter kein notwendiges Kriterium ist, um Gütig sein zu können, so ist es doch die Lebenserfahrung, die uns einige Wege der Güte aufzeigt, die uns vorerst verschlossen blieben."

Während sie sprach verloren sich Chikyūs Augen in einer dunklen Ferne, die nur sie selbst sehen konnte. Sie hoffte sich Sins verständlich gemacht zu haben, denn ihre eigenen Erlebnisse schlüssig wiederzugeben fiel ihr selbst bei klarem Verstand ungewohnt schwer. Doch einen Augenblick später räusperte sie sich und fuhr sich durch die langen Haare. "Ich hoffe du verstehst, was ich dir zu sagen versuche. Oh, und wir scheinen langsam zu trocknen," erklärte sie mit einem Lächeln und sah zu ihren Klamotten. Wo ihre Haare in der Hitze des Feuers glücksseelig getrocknet waren, brauchten die triefend nassen Baumwollfasern noch etwas länger, um sich der Nässe der Nacht zu entledigen.
"Unsere Gewandung will dem Feuer wohl noch etwas länger beiwohnen.", fügte sie anbei, ehe sie nach ihrem Flaschenkürbis griff.
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Beitrag© By Sins  Di Nov 21, 2017 9:16 am

"Wohl bekomms." sagte er zwar kurz, aber freundlich. Seine Gedanken waren bei einer Studie, die er mal gelesen hatte, die stark im Einklang zu dem Stand, was Chi gerade gesagt hatte. Er hatte sich intensiv damit beschäftigt. Dennoch hielt er diese Denkweise immer für etwas extrem, dennoch konnte er einen gewissen Warheitsgrad nicht abweisen. Er war froh das die Kleidung noch nicht trocken war. Wäre auch zu Schade das Gespräch schon zu beenden.
Es kam, dass Sins sich nach kurzer Nachdenk- und Erinnerungsphase wieder an das meiste erinnern konnte. "Es gibt die Theorie im Fachbereich der Biologie, dass jedes Wesen t direkt nach seiner Geburt nur noch ein Sklave seiner Erfahrungen und Erziehung ist. Sie besagt das, egal welches Erbgut vorhanden ist, jedem ein anderer Charakter an trainiert werden kann. Dieser Professor landete im Gefängnis als sich herausstellte, dass er diese Theorie mit Menschenversuchen untermauerte. Der Rat reagierte sehr allergisch darauf, als einer dieser umerzogenen Menschen sie aufsuchte. Sie alle waren strikt erzogen gehorsam zu leisten, seit ihrer Geburt. Und dennoch dachte dieser eine es musste noch mehr geben. Er dachte das etwas anderes existieren musste, als das was er kannte." Sins dachte nach. Er erinnerte sich nur ungern an den Fall. Dieser Missbrauch von Menschenleben stieß ihm sehr sauer auf.
"Was das für mich beweist ist das der Mensch eine Rasse ist, die sich immer stark auf ihre Urinstinkte, also den Überlebens und Fortpflanzungsdrang beziehen wird. Denken wir daran, dass dieser Mann mehr sein wollte, als nur ein Experiment sieht man stark Neugier als Antrieb neue Orte zum Leben und ausdehnen der Art. Neugier, Zuneigung, Angst, Wut. All das sind Emotionen die sich nie aberziehen lassen werden denke ich. Und wer wöllte das schon? Ohne diese wären wir seelenlose Maschienen. Kein wünschenswerter Zustand. Aber eine Sache, eine Emotion lässt sich nicht so leicht erklären."
Er lies sie erstmal kurz das gesagte verarbeiten, dann wollte er den Bogen zuspannen.
"Diese Emotion ist nicht so primitiv wie alle anderen. Sie hat ihren Ursprung nicht im Trieb nach dem eigenem Überleben, sondern resultiert meiner Meinung nach aus Erfahrungen mit eigenen negativen Emotionen. Ich spreche vom Mitgefühl. Es steht komplett im Wiederspruch zum ursprünglichen menschlichen Egoismus. Aber woher kommt dies? Die Wissenschaft versucht das so zu erklären, das es ein übereibsel von jenen Trieben ist, die das Überleben von Lebewesen in Rudeln sicherstellen soll. Vielleicht ist da was wahres dran. Ich denke aber es ist anders. Ich glaube, das Mitgefühl besonders aus eigenem Leid erwächst. Ich denke nur wer selber Hass, Zorn, Trauer, Angst und so weiter erlebt hat, kann verstehen das man alles dafür tun sollte Lebewesen davor zu schützen. Denn die Stammestheorie erklärt nicht unbedingt wie es möglich ist mit einer wildfremden Person zu fühlen, was durchaus möglich ist. Deswegen bin ich fest davon überzeugt, dass jeder ein guter Mensch sein kann, wenn er es nur wirklich will." Und da fiel Sins etwas bewusst in diesem Zusammenhang auf, was eigentlich schon die ganze Zeit für ihn banal offensichtlich war.
"So weit wie ich das seit der kurzen Zeit beurteilen kann, lebst du länger als ich es mir wohl wirklich realitätsnah vorstellen kann. Aber du bist sehr Mitfühlend. Wenn du wirklich aus eigener Erfahrung sprichst, was ich stark vermute, dann hast du zwar sehr viel Zorn erfahren… aber auch sehr viel Leid. Und ich denke eben weil du so viel Leid kanntest konnte dein Mitgefühl und deine Einsicht irgendwann deinen Zorn überwinden. Vielleicht irre ich da auch, wäre nicht das erste mal. Vielleicht ist das auch nur die halbe Wahrheit aber… "
Er verstummte. Er kannte sie kaum und doch nahm er sich eiskalt raus Vermutungen über sie anzustellen. Er räusperte sich und wurde etwas rot. "Ich war zu sehr in fahrt verzeih… alles was ich meine ist… ich denke es ist egal was mal war… ich denke du bist ein sehr guter Mensch. Dabei ist es egal wie lange es gedauert hat." Damit hatte er eigentlich alles gesagt, was er sagen wollte.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Mi Nov 22, 2017 9:27 pm

Chikyū nickte lächelnd, ehe sie den Flaschenkürbis ansetzte und einige Schlucke daraus trank. Natürlich fixierten sich ihre Augen auf Sins, während dieser sprach und ein aufgewecktes Funkeln bildete sich in ihren Augen. Doch seine Erklärung war lang und auschweifend und die Schmanin erkannte, dass diese Nacht wohl mehr philosophischer Natur würde. Es war nichts, dass sie abschreckte. Nein, sie begrüßte es sowas, stieß sie selten auf Leute, mit denen man sich solcher Themen widmen konnte. Doch sie war sich auch darüber im Klaren, dass sie nicht viel von Wissenschaft verstand und wichtiger noch, nicht viel von Wissenschaft verstehen wollte. Sie kannte die Menschen lange genug und war sich sicher, dass es viele Aspekte in der menschlichen Natur gab, die niemals vollständig belegt werden könnten. Dennoch lauschte sie aufgeweckt, ihren Flaschenkürbis immer wieder an den Mund führend. Für eine solche Stunde musste sie ihren Verstand mit ihrem Sake klar und wach halten.

Nach einer ausschweifenden Erklärung, endete Sins ausführliche Darlegung schließlich. Chikyū hatte gerade erneut angesetzt und nahm einen Schluck, ehe sie den Flaschenkürbis sinken lies und auf den Boden stellte. Ihre Augen fixierten Sins Gesicht und wurden. Er hatte einige interessante Aspekte angesprochen.
"Es ist eine ineteressante Erzählung. Von einem solchen Experiment habe ich noch nciht gehört, aber es widerspricht meiner Liebe zur Natur und zur Freiheit. Es war unnötig grausam. Doch möchte ich mich aus den Wissenschaften heraushalten. Ich bin zu lange am Leben, um zu erwarten, dass der menschliche Gesit sich evrstehen kann.
Mit sicherheit aber stecken sowohl Wahrheit, als auch Lüge in deiner Aussage. Doch möchte ich nicht näher auf Geschehnisse der Vergangenheit eingehen. Weder auf die der Wissenschaft, noch auf die eigenen."
Gelassen lächelte sie Sind an, um ihm zu signalisieren, dass er nicht zu weit gegangen war. Aber er war kurz davor. Doch es würde sie nicht erzürnen. Sie wusste ja selbst zu gut, zu welchen fehlern die junge Generation fähig war.

"Doch brauchst du dich nicht zu sorgen. Ich bin dir nicht böse. Es freut mich, deine Meinung hören zu dürfen und dein Wissen und das meinige zu teilen. Und es ehrt dich, in mir einen guten Menschen zu sehen. Doch wie so viele, lässt du dich zu leicht von der Fassade täuschen.
Es mag stimmen, das Zeit und Einsicht mich gewiesen haben. Sie haben mich nach langen Jahren wieder auf einen Pfad geführt, der mehr Recht als Unrecht zu sein scheint. Doch es täuscht, wenn du denkst, dass nur diese Dinge mich geführt haben. Ich gebe es nicht gerne zu, doch ohne den Sake habe ich die Befürchtung, dass mir Fehler aus der Vergangenheit erneut passieren könnten. Und das trotz der Erlebnisse der Vergangenen Monde."

Chikyū räusperte sich kurz und wandte den Blick von Sins. Das Thema war ihr unangenhem und sie wollte Sins nicht in die Tiefe ihrer Gefühle blicken lassen, dennoch furh sie mit dem Sprechen fort. "Es scheint, als müsse ich mich revidieren. Es sind Erlebnisse, die uns helfen Einsicht zu zeigen. Doch kommt es auf das Gemüt des Menschen an, wie er mit diesen umzugehen vermag. Es wird immer Menschen geben, die Recht und Unrecht nicht voneinander zu unterscheiden wissen." Während sie sprach, begutachtete Chikyū noch einmal die nassen Klamotten. Als sie ihre letzten Worte gesagt hatte, atmete sie einmal tief ein und wand sich dem prasselnden Feuer zu. So spannend diese Unterhaltung auch war, sie zerrte an ihrem inneren Selbst. Vielleicht war es besser zu schweigen? Denn nicht alle Erfahrungen mussten mit der Welt geteilt werden und nciht jedes Erlebnis mit einem Fremden geteilt.
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Beitrag© By Sins  Mi Dez 06, 2017 10:07 am

Sins hörte ihr gebannt zu . In seinen Augen erschien sie sich eindeutig zu selbstkritisch. Er verschränkte die Arme hinterm Kopf und blickte zur Decke. "Chi… ich möchte nicht ignorant klingen. Aber es ist doch völlig Banane ob du nun Sake brauchst. Du entscheidest dich im Vollbesitz deiner geistigen Kräfte das zu tun, was für die Menschen um dich das Beste ist, indem du den Sake trinkst. Du bist dir deiner bewusst und tust was du kannst um schlimmeres für die Menschen um dich zu vermeiden. Und wenn dich das nicht zu einem guten Menschen macht dann weis ich auch nicht mehr."
Sins grinste kurz darauf wieder wie es für ihn typisch war und drehte sich zu Chikyu. "Mag sein, das ich viel zu naiv an die Sache ran gehe. Aber wie heißt es so schön, lieber ein optimistischer Narr als ein trauriger Clown." Sins war das Thema zu so später Stunde eindeutig zu ernst und vor allem irgendwie deprimierend geworden. Er konnte ihre Vergangenheit nicht ermessen und wenn er ehrlich war wollte er das auch nicht. Er sah sie wie sie jetzt und hier, vor diesem knisternden Feuer mit ihm sprach. Das reichte ihm. Er merkte auch, dass Chi mit sich rang wieviel sie noch mit ihm darüber reden sollte. Also dann, es war Zeit für einen harten Schnitt.
" Du sag mal Chikyu, du hast doch so viel Erfahrung. Was weist du über Seeschlangen? " Er blickte sie an und lächelte fröhlich, während er etwas mit dem Stuhl kippelte. Er erwartete eine eher verwirrte Reaktion. Aber das war gut. Verwirrung lenkte Menschen schnell von unangenehmen Dingen ab. " Ich meine richtig große Seeschlangen, für die wohl kaum der Stadtteich von Crocus ausreicht. Hast du schon etwas von solchen Wesen gehört oder gar eines gesehen?" Sins hatte sich auf eine eher ungewöhnliche Reise begeben. "Ich suche nämlich mystische Kreaturen. Der Leviathan soll hier in der Nähe hausen. Aber mich interessieren auch der Behemoth, die Schimäre, die Hydra und der Phönix. Aber vor allem… würde ich gerne einen richtigen Drachen sehen." Sins guckte etwas verträumt ins Feuer. Er wollte sie nicht jagen oder stören, aber all diesen Wesen wurde nachgesagt intelligent und zur Kommunikation fähig zu sein. Es ging ihm sogar eher darum die Gebiete zu Naturschutzgebieten machen zu lassen in welchen sie lebten. "Sag Chikyu… hast du schon einen Drachen gesehen? So richtig von nahem?"
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Fr Dez 08, 2017 5:19 am

In ihren Gedanken legte Chikyū sich schon Antworten auf Sins Aussagen zurecht. Es war lieb und naiv sie für einen guten Menschen zu halten. Mit Sicherheit half sie den Leuten um sich rum, aber es hatte Jahrhunderte des Konflikts benötigt, um ihr zu zeigen das auch der Mensch, mit all seinen Fehlern und Makeln, zum Leben dazugehörte. Dennoch hatte sie keine Skrupel auch Menschen zu stoppen, wenn diese sich an dem Planeten und seiner Vielfalt vergangen.
Doch sie kam nicht dazu ihre Antworten von sich zu geben. Es dauerte nur wenige Sekunden, die ihr Gegenüber nutzte um das Thema zu wechseln. Vielleicht hatte der junge Mann vor ihr sie durchschaut. Vielleicht hatte er bemerkt, wie das Thema immer weiter in eine Richung geglitten war, die ihr missfiel. Vielleicht hatte er aber auch nicht mehr zu sagen. Doch egal was ihn antrieb, plötzlich schwenkte er um und befragte die alte Schamanin zu Tierwesen Fiores. Eine Seeschlange, eine Chimäre und Drachen. Alles Wesen magischer Natur, das eine seltener als das Andere. Verdurtzt hob sie kurz eine Augenbraue und fragte: "Seeschlange?", als er auch schon fortfur. Sie musste schmunzeln und nachdem er sich, in seiner jugendlichen Neugierde gefangen, beruhigt hatte, schüttelte sie bedächtig den Kopf.

"Ich fürchte, in beiden Fällen lautet meine Antwort nein. Ich hatte nie die Gelegenheit der großen Seeschlange selbst zu begegnen und auch einem Drachen habe ich niemals persönlich gegenüber gestanden. Doch wo der Leviathan eine Kreatur des Meeres ist, die sich weit entfernt von den Menschen, in den dunklen Tiefen des Ozeanes versteckt, waren Drachen die Herrscher über den Himmel und über die Kontinente." Einen Augenblick schwieg die Schamanin. Sie erinnerte sich zurück an die zeit, in der die Drachen über das Land regiert haben. Eine Zeit, in der die Ankunft eines Drachen ebenso zerstörend sein konnte, wie die tosenden Naturgewalten selbst. Eine Zeit in der viele Menschen in Angst und Furcht lebten. Doch Chikyū selbst hatte diese Zeit nur durch einen Schleier wahrgenommen. Natürlich waren es Jahrhunderte und Jahrtausende gewesen, in denen sich die Drachen erhoben hatten. Doch hoch oben in den Bergen war sie geschützt gewesen. Und während sie viele Jahre in Meditation verbracht hatte, waren es die Jahre des Zorns und des Verlusts, in denen sie selbst, einer Naturgewalt gleich, keinem Drachen begegnet war.Vielleciht war es Schicksal gewesen, vielleicht auch ihre unbändige Zerstörungskraft, doch die Drachen hatten sie gemieden, so wie sie diese großen Echsen gemieden hatte. Doch eine erinnerung blitzte klar und deutlich in ihrem Verstand auf. Ein klarer frischer Frühlingsmorgen, in dem sie nach draußen geschritten war, um Nahrung zu suchen.
"Auch wenn ich nie die Ehre hatte einem Drachen persönlich zu begegnen, so erinnere ich mich doch daran, einst einen gesehen zu haben. Es ist viele Monde her. Damals erwachte ich aus meiner Meditation, als ich merkte dass mein Magen knurrte.
Mein Meister hatte sich kein Stück geregt, als ich bedächtig zum Höhlenausgang geschritten war, doch ich konnte spüren wie er mich heimlich beobachtet. Seine Lippen haben sich mit Sicherheit zu schmalen Linien verzogen. Er war sehr nachtragend, wenn man seine Unterweisungen nicht ernst nahm. Doch die Vögel und die warme Frühlingsluft trieben mich nach draußen, an die frische Luft. Und als ich auf dem kleinen Platue stand, da hörte ich es. Ein lautes Brüllen ging über die Lichtung und einen Augenblick später kam ein starker Wind auf.
Ich weiß noch, wie ich damals versucht habe in die Sonne hineinzublinzeln. Es dauerte einige Augenblicke und meine Augen zogen sich zu immer engeren Schlitzen zusammen, als plötzlich ein Schatten über uns hinweg flog. Erschrocken blickte ich auf den schuppigen Bauch, ehe der Drache an der Sonne vorbeiglitt. Ich folgte ihm eine unbedachte Schritte in den Wald hinein. Damals wie heute bin ich beeindruckt von dem blauen Glanz, den seine Schuppen von sich gaben. Doch verlaufen wollte ich mich nicht. Damals habe ich die Standpauken gehasst, die ich zu ertragen hatte. Es ist schon amüsant, wie die Zeit schlechte Erinnerungen in Gute wandeln kann.
Zumindest war dies die näheste Begegnung, die ich zu Lebzeiten mit einem Drachen hatte. Wieso die Frage?"
Erst nachdem sie ihre Geschichte beendet hatte, bemerkte Chikyū wie ausführlich sie doch geworden war. Es war ein Teil ihrer Vergangenheit und doch sah sie nichts schlechtes darin, dem jungen Magier eine Febel zu erzählen. Ihre Worte waren bedacht gewählt worden, hatte sie dieser Gedanke doch an die alten Geschichten erinnert, die damals an den Stammesfeuern erzählt worden waren. Nun jedoch war sie sichtlich gespannt auf eine Antwort ihres Gegenübers. Es war mit unter töricht die ätesten Wesen zu suchen. Hoffentlich war er sich der Gefahr bewusst.
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Magie: Call of the Grave
Beitrag© By Sins  Fr Dez 08, 2017 12:39 pm

Ja das große weite Meer. Das hatte der arme alte Knochen schon fast befürchtet. Gebannt lauschte er Chikyus Erzählung. Das war ein Bericht einer Augenzeugin. Sowas war doch sehr einmalig. Ein Teil von ihm fluchte sogar innerlich, weil er sich keine Notizen machen konnte. Aber das einzige was wirklich nach außen drang waren wohl die großen Augen die er machte. Er war sogar so nervös und gespannt geworden, das er so heftig gekippelt hatte, dass er kurz vor Ende der Erzählung fast vom Stuhl gefallen wäre.
Als Chikyu ihn dann fragte warum er denn diese Wesen suchen wollte blieb er recht nüchtern. "Das hat denke ich zwei Gründe… einerseits ist es Neugierde. Ich möchte ihre Geschichten hören, wissen wie sie sind und vor allem sehen ob es sie gibt. Andererseits ist es mein Wunsch sie zu erhalten. Wir können davon ausgehen, dass sie die letzten ihrer Art sind. Wenn die falsche Person sie findet… werden Wilderer früher oder später versuchen sie zu erlegen. Das würde ich gern verhindern. Ich werde ihren Standort nie verraten. Aber ich will ihre Habitate zu Naturschutzgebieten machen damit sie weiterhin in Frieden leben können. Das zählt auch für die Drachen. Vielleicht wurden die Menschen mal von ihnen unterdrückt. Aber andere halfen den Menschen zum Beispiel mit der Dragonslayer Magie. Ich schätze auch das ist etwas naiv… aber ich möchte diesen Wesen die so unter den Menschen leiden mussten, dass sie kaum noch auffindbar sind, etwas zurück geben, sofern das eben in meiner macht steht." Ein Teil von Sins war gespannt auf Chikyus Antwort. Er erwartete eigentlich, dass sie versuchen würde, ihn aufzuhalten. Aber er wollte nicht zulassen, das ein anderer diese Wesen vielleicht in Gefahr brachte. Dafür war er auch bereit selbst ein gewisses Risiko einzugehen. "Du Chikyu. Bei meiner ersten Suche könnte es mir helfen zu wissen ob die Meere früher wirklich mal höher waren. Es würde mir echt helfen bei der Standort Bestimmung aber ich mag mich nicht nur auf Nachforschungen anderer verlassen, da diese häufig variieren. Darum würde ich es gern von dir als Zeitzeugin wissen. In einem sehr alten Buch hieß es nämlich, dass Leviathan in einer Meereshöle nahe den Küsten Fiores hauste. Wenn der Meeresstand nun also gesunken ist kann es sein, dass diese nun an Land liegen. Vielleicht finde ich dann ja zumindest Spuren von diesem Wesen dort." Nun konnte Sins nichts weiter tun als auf ihre Antwort zu warten. Er würde diese Höhlen wohl auch suchen, sollte Chikyu ihm die Antwort verweigern. Aber er würde sich wesentlich sicherer fühlen, wenn sie zumindest diesen Ansatz seiner Theorie bestätigte.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Mi Dez 20, 2017 3:45 am

Sins Pläne und Ambitionen waren durchaus interessant. Nobel würde Chikyū seine Ideen sogar nennen, doch wie zu erwarten blitzte der Funke der Naivität und des Leichtsinns in ihnen auf. Sie konnte durchaus verstehen, dass man diese Wesen beschützen wollte. Und so war es sicherlich nicht an ihr, Sins von seinen Plänen abzuhalten. Doch sie hatte Befürchtungen die sie ihm wenigstens mit auf den Weg geben musste, ehe er sich auf die Suche nach den ältesten und wohl mächstigsten Wesen Fiores begab.
Doch zu allererst musste die alte Schamanin den jungen Tunichtgut wohl in einer anderen Hinsicht enttäuschen. Also nickte sie einmal bedächtig, um zu symbolisieren das sie verstanden hatte, ehe sie zu einer Antwort ausholte. "Es ist schön von deinen Ideen zu hören. Sie sind durchaus nobel und als eine Person, die sich dem Erhalt dieses Planeten verschrieben hat, bin ich erfreut einen Menschen wie dich kenne lernen zu dürfen, aber ich fürchte ich muss dich enttäuschen. Den Großteil meines Lebens habe ich in den Bergen meiner Heimat verbracht. Es mag stimmen, dass ich auch inlands gewandert bin, doch es hat eine erhebliche Zeit gedauert, ehe Menschen die Meere für sich gewannen. Und selbst heutzutage bin ich selten in der Nähe der großen Gewässer. Nur, wenn mich meine Reisen oder Ziele in ihre Nähe führen. Ich kann dir leider keine Auskunft über die damaligen Wasserstände des Meeres geben."
Kurz zögerte die Hüterin. Sie trank einen Schluck von ihrem Sake und seufzte, ehe sie Sins erneut anblickte. Ihre Mine war unergründlich doch ihr Blick war felsenfest. Sie versuchte hinter die Fassade des jungen Mannes zu blicken. Er wirkte immerhin doch wie jemand, mit dem man eine vernünftige Diskussion führen konnte. "Ich befürchte allerdings auch, dass ich dir eine solche Information nicht zugetragen hätte, wenn ich über sie verfügt hätte. Dies ist eine Reise, die du selbst beschreiten musst. Ich fürchte die Hilfe Fremder wirst du vergeblich suchen, doch lass mich dir eine Sorge, oder vieleher einen logischen Schluss mit auf den Weg geben.
Drachen, wie auch der Leviathan und all die anderen Wesen, die du suchst, haben sich nun schon jahrhunderte vor der Außenwelt versteckt. Ich möchte nicht bestreiten, dass sie existieren und genau so wenig möchte ich ihre Intelligenz verneinen. Deshalb stelle ich dir frei sie zu suchen. Doch wie du dir vielleicht denken kannst scheint es, als wollten sie nicht gefunden werden. Deshlab denke noch einmal über deine Idee nach. Ist ein Naturschutzgebiet wirklich die beste Alternative für diese Kreaturen. Nicht nur, dass sie auf ein Gebiet reduzieren wollen würdest. Sind es nicht genau solche Schätze, solch verbotene Zonen, die den Menschen nicht nur sagen: Hier gibt es etwas, sondern sogar ihre Neugierde wecken. Neugierde wiederum führt zu Besuchern. Doch fürchte ich, dass nicht nur symphatisanten dieser Verlockung folgen werden. Habgier und Bosheit sind allgegenwärtig. So würden deine Schutzzonen mit der Zeit verkommen und diese Kreaturen würden sich erneut auf der Flucht befinden.
Also bitte, rede mit ihnen. Versuch mehr über sie zu erfahren, aber gefährde nicht einen Schutz, den sie Jahrhunderet lang aufrecht erhalten konnten."

Chikyūs Blick wurde ernst und sie sah Sins direkt in die dunklen Augen. Sie sah in ihm keine Gefährdung, doch er hatte ihre Worte ernst zu nehmen. Mehr Nachdruck war daher durchaus sinnig, ehe sie erneut Sake zu sich nahm. Als die letzten paar Tropfen ihre Kehle hinabgeronnen waren, blickte sie wieder zu Sins und lächelte sanft.
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Beitrag© By Sins  Fr Jan 12, 2018 7:58 pm

Sins konnte wenn er wollte recht unvernünftig sein. Wenn er sich was in den Kopf setzte war es relativ häufig so, dass er sich nicht einfach davon abbringen lies. Allerdings hatte diese Frau etwas an sich, das ihm direkt in die Seele sprach. Irgendwie fühlte er sich als wäre er in der Schule bei Schabernack erwischt worden und der Lehrer hätte ihm den Kopf gewaschen. Er wollte diese Wesen nicht gefährden. Aber oft begegnet man dem Schicksal auf dem Weg den man einschlägt, es zu umgehen. Das Chikyu ihm nicht helfen konnte oder auch wollte war ihm eigentlich fast klar gewesen. Aber versuchen musste er es ja. Als sie ihn freundlich an lächelte drehte er sich mit ernstem Blick in Richtung Feuer, nickte und sprach nur ein Wort. "Ich…"
Weiter kam er nicht. Ursache war, das ein Mann, dem deutlich anzuhören war das er betrunken war, einen Tisch umwarf und laut "Betrüger!" schrie. Scheinbar hatte er mit einem anderen, der jetzt unter dem Tisch wimmerte, Karten gespielt und kläglich verloren. Sins musste den Kopf einziehen, da eine Flasche quer durch den Raum geflogen kam und langsam entwickelte sich das ganze zu einer Kneipenschlägerei wie man sie sonst aus Piratenfilmen kennt. Der Wirt des Gasthauses versuchte verzweifelt die Gemüter zu beruhigen was aber nicht klappte. Sins blickte besorgt drein. "Im Namen des… das ist langsam wirklich ein Fall für die Stadtwache. Es wird noch jemand verletzt…" Sein Hirn ratterte. Irgendwie musste er das friedlich lösen. Plötzlich hatte er eine Idee. Aber dazu brauchte er Chikyus Beistand. "Chikyu ich glaube ich weis wie wir das entschärfen können. Aber ich kann das nicht allein. Willst du mir helfen?" er blickte nun sie mit Ernsthaftigkeit und Nachdruck an.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Mo Jan 15, 2018 6:03 am

Chikyūs Gesprächspartner kam zu keiner schlüssigen Antwort. Kaum hatte er angesetzt, ihr etwas zu erwiedern, da hallte ein lauter Schrei durch das warme Gasthaus. Die Unterhaltung der beiden Fremden würde also noch eine Weile warten müssen. Auf den Schrei folgten rasch Schritte. Auch hörte die Schamanin, wie einige Schläge ausgeteilt wurden.
Es war eine Schande, die friedliche Stimmung durch einen solchen Unsinn zu stören, doch aus ihrer Gilde kannte sie es nicht anders. Zwar hatte sie Mitleid mit dem armen Tropf, der nun wimmernd unter den Tischen saß und auch mit dem Wirt, dem die ganze Sache zu viel zu werden schien, doch wollte sie es so handhaben wie jede andere Kneipenschlägerei auch: Sie würde sich dezent heraushalten. Schade war es dennoch, dass sie Sins Antwort nicht hören konnte.

Nachdem sie dem Treiben einige Sekunden zugesehen hatte, wandte sie sich wieder an ihren Gegenüber. Dieser schaute sich das Schauspiel ebenso an und versuchte ein paar Worte zu fassen, doch das Getöse im Raum überstieg den Pegel seiner Stimme bei weitem. Chikyū musste schmunzeln, ehe auch sie einem hölzernen Krug auswich, um nicht am Kopf getroffen zu werden. Sie schaute wieder zu den Streithähnen und hörte im nächsten Moment ein Glas an ihren Hörnern zerspringen. Ungehalten zuckte sie etwas zusammen und sah über die Schulter. Ihre Klamotten, und auch die von Sins waren mit billigem Fusel durchtränkt worden. Die Abreise würde sich also noch ein wenig verschieben.

Doch es half ihr dabei, eine Entscheidung auf Sins Frage zu treffen. Während sie sich einige Splitter von der Schulter klopfte blickte sie den jungen Mann an. "Nur her mit deinen Ideen. Ich bin für alles offen. Scheint so, als würde ich ohnehin länger hier bleiben." Sie lächelte Sins zu, schaute dann aber doch lieber wieder in Richtung der Raumes. Wer wusste schon, wann die ersten Stühle flogen...
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Beitrag© By Sins  Mo Jan 22, 2018 11:45 pm

Sins sah wie das Glas an Chis Horn zersplitterte, zuerst war sein Blick voller Sorge, dann Beruhigung, als er sah das sie offensichtlich nicht verletzt war. Diese Idioten nahmen einfach keine Rücksicht solches Verhalten konnte der Arzt gar nicht leiden. Seine schlechte Laune wurde nur verstärkt dadurch das seine Kleidung nun nach Alkohol stinken würde. Er würde morgen seine Sachen waschen müssen. Dringend. Wer traute schon einem Arzt der nach Alk roch?
Der Magier wurde aus seinen Gedanken gerissen als Chikyu die offensichtlich auch genug hiervon hatte zustimmte ihm helfen zu wollen. Er war ehrlich gesagt sehr froh sie hier zu haben. Die einzig vernünftige Seele in einem Haufen streitsüchtiger Irrer. Er machte gerade den Mund auf um etwas zu sagen da flog ihm ein voller Topf Chilli an den Kopf. Dieser holte ihn nicht nur von den Beinen, sondern bedeckte seinen ganzen Kopf und das meinste seines Oberkörpers mit der scharfen Soße. Ein paar Sekunden blieb er einfach so liegen. Einerseits weil er völlig überrumpelt war, andererseits weil ein seltenes Gefühl in ihn hoch kochte. Wut. Aber so schnell wie sie da war, so war sie auch wieder weg. Hinfort geblasen von einem dezent verzweifelten seufzen. Er richtete sich etwas verwirrt wieder auf. Dann drehte er sich wieder zu Chi und lächelte. "Alles gut. Da wollte wohl einer noch sein Chilli mit einer ordentlichen Prise Sins nachwürzen hihi." Sins wischte sich so gut es eben ging das Essen aus dem Gesicht. Er hatte sich angewöhnt Kleinigkeiten die ihn ärgerten lieber mit gesundem selbst Humor aufzunehmen. Es tat ihm nur etwas um die Kleidung des armen Gastwirts leid. Er verschränkte die Arme und machte an dem Punkt weiter an dem er unterbrochen wurde. "Also so wie ich das sehe haben Betrunkene die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs. Das einzige was sie lieber machen als sich zu raufen… ist feiern und saufen. Hehe. Das bedeutet das wir vielleicht eine Chance haben wenn wir ihnen etwas zu feiern geben."
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Di Jan 30, 2018 12:20 am

Sie sah den Teller noch fliegen. Ein Teller mit frischem heißen Chilli flog genau auf die beiden zu, eher gesagt in Richtung ihrer männlichen Begleitung. Chikyū wollte noch etwas sagen, doch in dem moment, als sich die Schamanin zu Sins umdrehte machte es auch schon "Flatsch"! Der ganze Teller hatte genau das Gesicht des Arztes getroffen und diesen mit überwältigender Präzision vom Stuhl gefegt.
Sofort hockte sich die alte Schmanin hin und schaute auf den am Boden liegenden Sins. Als er sich einige Sekunden nicht regte wollte Chikyū schon nachsehen, ob alles in Ordnung sei, doch seine Atemzüge zeigten, dass er noch bei Bewusstsein war. Erst bebte seine Brust und dann kicherte er. Die Frage, ob es ihm guut ginge ersparrte sich die Schamanin also. Vermutlich hätte er sie über den Lärm der Krakehlenden und mit der Chillisauce im Ohr ohnehin nicht gehört. Also wartete sie die Sekunden, die ihr Gegenüber benötigte und setzte sich zurück auf den Stuhl.

Es vergingen ein paar Augenblicke, in denen Chikyū weiter beobachten konnte, wie die Trunkenbolde sich gegenseitig an die Grugel gingen. Tatsächlich konnte sie beobachten, wie jemand einen Tisch zerstörte, während zwei weitere tatsächlich wild gestikulierend mit Stühlen um sich fuchtelten.
Dann hörte sie eine vertraute Stimme an ihrem Ohr. Sins hatte sich wieder aufgerappelt und versucht das Chilli aus seinem Gesicht zu wischen. Zwar wirkte seine Haut noch immer ungesund rot und hier und da prankte noch ein Stück Fleisch oder Ähnliches, doch sie konnte die dunklen Augen des Mannes wieder sehen, der immer noch am Grinsen war. Und kaum, dass er wieder saß, da begann er damit seinen Plan kundzutun. Den saufenden etwas zum feiern zu geben? Das konnte im Endeffekt alles sein. Zumeist reichte ein einfaches Wort, und in ihrer Gilde konnte die Stimmung schlagartig wechseln.
Einen kurzen Moment lang grübelte Chikyū, dann sah sie Sins direkt in die Augen und schmunzelte. "Du willst also, dass sie feiern und trinken. Nun denn, ich glaube ich hab eine Idee. Zumindest hat das schon häufiger geholfen." Sie lächelte noch einmal, dann erhob sie sich und tänzelte geschickt durch die Streithähne hindurch hinüber zur Bar.

Am Thresen des Wirtes angekommen erblickte sie ein jämmerliches Häufchen, das immernoch versuchte gegen alle Gäste der Taverne anzubrüllen, doch keiner schien auf ihn zu achten. Kurz lauschte Chikyū den Worten des Mannes, dann aber beugte sie sich zu ihm nach Vorne. Sie sprach einige Worte und deutete zwischendurch einmal in Sins Richtung, ehe sie sich wieder aufrichtete und zurück zu Sins wanderte.
Als einer der Männer ihr zu nahe kam duckte sie sich unter dessen Schlag hinweg und schubste ihn bestimmt zurück ins Getümmel, bevor sie sich wieder neben Sins setzte und wartete. 1... 2... 3... Plötzlich hallte die Stimme des Ladenbesitzers mit neuer Zuversicht durch den Raum. "Hey, hört mal alle her! Der junge Herr da drüben hat beschlossen euch alle einzuladen. Freibier für den Rest des Abends auf seine Kappe!"
Kurz wurde es still, ehe sich alle Männer im Raum zu Sins umdrehten und diesen anstarrten. Auch Chikyū sah zu ihrem Partner und musterte ihn entschuldigend. Ihre Augen sagten: "Sorry". Doch sie wusste, dass es seinen Zweck tat, als ein lauter Jubel durch die Menge glitt.
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Beitrag© By Sins  Mo Feb 12, 2018 1:20 pm

Irgendwie hatte Sins ein ganz mieses Gefühl, als er Chikyu so zur Bar tänzeln sah. Es war eine böse Vorahnung aber zunächst machte er sich nichts draus. Bestimmt hatte sie einen genialen Einfall wie einen Geburtstag, oder ein Stadtfest vorzugaukeln. Nein. Die Realität riss Sins aus seinen Träumen. Er hatte gerade gedacht, das die beiden, die sich da mit Stühlen bekämpften gute Fechter abgeben würden, da hallte es auch schon fröhlich durch den Raum. Sins war kurzzeitig wie erstarrt. Alle Blicke ruhten auf ihm. Sogar Chikyu, deren Blick nun entschuldigend wirkte. Sins blickte erst zu ihr, sein Lächeln unverändert, dann zur Menge. Langsam bildeten sich Schweißtropfen auf seiner Stirn. Mehr als ein leises. "H… Hi…" brachte er nicht mehr heraus da begann es wieder durch das ganze Haus zu jubeln und zu gröhlen.
Sins wurde von eine Hand gepackt und sofort zu einen wilden, unkoordinierten und wirbelnden Tanz gezwungen, der darin resultierte, das er ohne Orientierung am anderen Ende der Bar umher taumelte. Dort wurde er sofort in den freundlichen Schwitzkasten eines bärtigen Riesen genommen, der ihn lachend den Kopf raspelte und dann mit einem heftigen Schulterklopfen in Richtung Chikyu steuerte. Natürlich war es klar, das er den Weg durch die Bar nicht ohne weitere Komplikationen überwinden würde. Er stolperte über eine leere Flasche am Boden, doch anstatt aufzuschlagen wurde er von einer voluminösen, älteren Dame aufgefangen, die ihn so fest drückte und anhob, dass Sins keine Luft mehr bekam. Darüber hinab schlabberte sie ihm mit ihrem Alkohol riechenden Mund die Wange ab, was wohl ein Kuss sein sollte. Nachdem auch diese letzte Tortur erfolgreich über standen war. Sins hatte bei der Lautstärke und dem Gelalle der Anwesenden eh kein Wort verstanden was man ihm sagte, taumelte er wieder zu Chikyu und lies sich neben ihr nieder.
"Ich… Ich möchte anmerken… es funktioniert." Sins war immernoch völlig neben der Spur. Aber so langsam wurden seine Gedanken wieder klarer. "Hoffentlich habe ich so viel Geld…"
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Di Apr 03, 2018 7:38 pm

Besorgt sah Chikyū dabei zu, wie Sins einmal durch den ganzen Schankraum geführt wurde. Glücklicher Weise hatte ihre Idee Früchte getragen und es war ein freundschaftliches Zerren und Schubsen, dem ihr Begleiter nun ausgesetzt war, dennoch tat es ihr leid. Es mochte stimmen dass diese Taktik in ihrer Gilde auch immer funktioniert hatte, oder zumindest immer dann wenn sie anwesend war, aber dort waren alle so drauf wie die Betrunkenen und die wenigstens so einfühlsam und besonnen wie Sins. Hoffentlich würde er die "Tortur" gut überstehen.
Als der junge Arzt dann schließlich von einer lieblichen alten Dame für seine Großzügigkeit ausreichend belohnt wurde, verzog die Schamanin das Gesicht. Sie hatte ihm wirklich keinen Gefallen getan, doch zumindest war es nun wieder friedlich.
"Es tut mir wirklich leid. Aber als Mitgleid von Quatro Cerberus habe ich miterleben dürfen, dass dies die beste Lösung ist um alle wieder zur Räson zu bringen. Ich glaube die Aussicht auf freien Alkohol und einen Freund ist halt sehr verlockend. Bitte verzeih mir." Chikyū fuhr mit der Hand zu Sins und wischte seine Schweißperlen an ihrem Ärmel ab. Aber ich denke, um die Bezahlung musst du dir keine Sorgen machen. Der Wirt scheint doch ein recht nobler Mann zu sein. Und ihm ist es sicherlich auch ganz lieb, wenn nicht die komplette Einrichtung demoliert wird. Sie lächelte beschwichtigend und hoffte, dass ihre Worte Trost genug für Sins sein würden.

[Off: Sorry wegen der Wartezeit und wenn der Post blöd ist auch sorry, bin verschnupft und nicht ganz auf der Höhe^^]
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Beitrag© By Sins  Fr Apr 13, 2018 6:32 pm

Sins schmunzelte als Chikyu ihm den Schweiß abwischte. "Ach weist du, das hier ist mir wenn ich ehrlich bin deutlich lieber als heute noch einen Betrunkenen verarzten zu müssen." Sins betrachtete die rege gute Stimmung und das heitere Party treiben. Für seinen Geschmack war das alles immer noch etwas zu laut, aber wer immer meckert ist ja nie glücklich. So lies er das Haar in der Suppe auf sich beruhen und wärmte sich wieder am Kamin.
Nach ein paar Sekunden wandte er sich erneut Chikyu zu und musterte sie etwas neugierig. "Da du sie vorhin angesprochen hast, wie ist denn deine Gilde so? Also abgesehen vom Party machen hehe." Nachdem Chikyu von ihrer Gilde erzählt hatte lehnte Sins sich etwas zurück. Er musste an seine eigene Gilde denken, die er schon lange nicht mehr gesehen hatte. "Ihr scheint ein lustiger Haufen zu sein. In meiner Gilde treiben sich auch die unterschiedlichsten Charaktere herum. Liberty Phoenix ist bei der Wahl seiner Mitglieder sehr offen. Nur unsere Gildenmeisterin kann echt gruselig sein…" Er musste etwas daran denken, das er schon ein zwei mal wegen doofen Witzen fast geblitzdingst wurde. Unweigerlich lies ihn der Gedanke an all seine Freunde Lächeln. "Es ist schon schön gute Freunde zu haben, auf die man zählen kann."
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Mo Apr 16, 2018 7:16 pm

"Gute Freunde sind eines der wertvollsten Geschenke, auf die man in seinem Leben zurückgreifen kann", pflichtete Chikyū ihrem Gesprächspartner bei und lehnte sich etwas zurück. Sie hatte sich wirklich Mühe gegeben Sins alles über ihre Gilde zu erzählen, doch bei den seltenen Besuchen die sie ihr abstattete waren ihre Informationen recht mager.
"Es tut mir leid, dass ich dir nicht mehr erzählen kann. Aber ich bin viel auf Reisen. Da bleibt nicht viel Zeit für die Gesellschaft der anderen Cerberi. Auch ist mir die Ruhe ein guter Freund und Begleiter geworden, den ich nur ungerne aufgebe."
Sie dachte an die vielen Jahre in Einsamkeit. Doch Chikyūs Herz wurde nicht schwer. Zwar war ihre Vergangenheit nicht die friedlichste, doch sie hatte sich mit ihr so gut es ging angefreundet. Und all die Jahre in stetem Einklang mit der Natur wollte sie keines Falls missen.
Doch nicht nur sie hatte ein wenig über ihren Charakter hervorscheinen lassen. Auch ihr Gegenüber wurde offener und Chikyū freute sich zu hören, dass sie mit einem anderen Magier sprach.
"Ein Magier also. Und ein Heiler, so wie mir scheint. Vielleicht kannst du es dir schon denken, doch der Name Liberty Phoenix ist mir nicht geläufig. Mir ist bekannt, dass die Gilden sich untereinander kennen und die meisten in Zeitschriften und Magazinen Auftritte haben, doch das alles ist für mich wenig von Belang. Allerdings freue ich mich immer neues zu Erfahren. Du scheinst gute Freunde in deiner Gilde gefunden zu haben. Wofür steht ihr. Welche Art von Aufträgen nehmt ihr an?"
Sie lächelte Sins zu. Es war schön von einer herzlichen Gemeinschaft zu hören, auch wenn sie sich selbst dem Kontakt zu Menschen weitestgehend entzog. Zudem bot sich ihr selten die Chance mit Magiern anderer Gilden zu sprechen. Wenn Chikyū aufmerksam war und zuhörte, würde sie bestimmt viele interessante Dinge erfahren können.
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