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The Butterfly Effect
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Beitrag© By Aiden  Do Jan 19, 2017 3:43 pm

Aiden warf kurz einen Blick auf die beiden, die ja ein Stück hinter ihm gingen, ehe er kurz seine Schritte verlangsamte, um neben Sai her zu laufen. "Selbstredend hat die gute Nina das Restaurant ausfindig gemacht, wo es die besten Gerichte gibt. Ein schönes kleines Restaurant, die Fassade und das Innere ist gepflegt ... und sie haben Steak" meinte er und betonte das Wort Steak extra. Saikin würde gewiss nicht Nein zu einem guten Steak sagen, das wusste Aiden. Doch hatten sie überhaupt Sake? Nina flatterte wieder zu ihm und übertrug ihm das Bild des Restaurants noch einmal. Es war schlicht gehalten ... doch auf dem Bild der Karte konnte er nirgends das Wort 'Sake' finden.
"Ob sie Sake haben müssten wir fragen ... aber ansonsten sieht das Restaurant ganz gut aus ... zur Not schauen wir uns halt nach einem anderen um" meinte er gut gelaunt und nach ein paar Minuten Fußweg hatten sie das kleine Lokal erreicht. Aiden sah sich ein wenig um, ehe er sich wieder an die beiden anderen wandte. "Wollt ihr rein oder lieber draußen sitzen?" meinte er und deutete auf einen der leeren Tische vor dem Restaurant. Das Wetter war eigentlich gut und angenehm genug sich draußen nieder zu lassen, dennoch würde Aiden den anderen beiden diese Entscheidung überlassen. Ihm war es eigentlich egal wo er aß.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Do Jan 19, 2017 6:48 pm

"Sorry", mumelte Chikyū auf den Kommentar Saikins hin. Sie hatte wirklich ein schlechtes Gewissen, einen Passanten verletzt zu haben. Aber es war nur ein kleiner Seitenhieb gewesen und die Tatsache, dass die Schamanin etwas zu Essen spendiert kriegen sollte zeigte nur wieder wie verschlungen die Wege des Lebens sein konnten. Sie hatte aus Frustration leichtfertig gehandelt und statt eine Strafe zu ertragen, erwartete sie nun die Gesellschaft zweier ganz ansehnlicher Männer, die sie fast schon aufdringlich einluden. Ihrer aktuellen Laune tat dies sicher gut und so versank sie in ihren Gedanken, während sie den anderen hinterherlief. Wo würde sie nur die Karte wiederfinden können. Und wo würde sie wen finden, der ihren Flaschenkürbis reparierte?

Nach ein paar Minuten, die anderen Zwei hatten sich gut unterhalten und Chikyū selbst hatte sich die Umgebung näher angesehen, versucht einige Orte wiederzuerkennen und ihre weitere Reise zu planen, blieben ihre Charmeure schließlich stehen. Chikyū schloss auf und betrachtete das Gebäude, vor dem sie zum Halt gekommen waren. Es war klein aber gemütlich. Die Fassade war frisch gestrichen und in den Fenstern standen Blumen und andere Dekorationen, die zur hiesigen Küche passten. Das ganze Dekor war aufeinander abgestimmt und die zur Seite gebundenen Vorhänge verstärkten den Eindruck noch einmal. Durch die Fenster konnte sie erkennen, das im Inneren des Ladens reger Betrieb herrschte. Und das zu früher Stunde?
Ab und an huschte ein Angestellter an den Fenstern vorbei und auch der Ladenbesitzer, zumindest wirkte er so, hatte die Neuankömmlinge schon bemerkt und lachte ihnen durch die geöffnete Tür entgegen.
Chikyū musterte auch den Außenbereich der Gaststube. Die Stühle waren wetterfest, wirkten aber ansonst recht bequem. Die Sitzkissen auf ihnen waren sauber und wirkten einladend. Auch die weißen Tischdecken waren sauber und strahlten im Sonnenlicht geradezu über glücklich. Auf jedem Tisch standen einige Blumen in einer Vase. Dazu lagen pro Tisch zwei Getränkekarten parat... eine Speisekarte konnte Chikyū nicht entdecken. "Ich habe nichts einzuwenden, gegen einen Tisch im Freien. Ich bin in der Natur aufgewachsen und fühle mich an der frischen Luft heimisch. Doch ich überlasse die Entscheidung gerne euch beiden. Immerhin seit ihr es, die zu diesem Essen luden. Ich möchte eure Gastfreundschaft nicht ausnutzen." Chikyū vermutete, dass die anderen beiden sicher auch gerne draußen sitzen wollten und so besah sie sich schon einmal die einzelnen freien Tische. Einige hatten einen Sonnenschirm, mit rot-weißen Rauten darauf, andere profitierten vom Schatten des Hauses. Wenige Tische standen in der Sonne direkt.
Die Tische und die Fassade des Hauses entlangfahrend entdeckte die Schamanin ein kleines Schild und verwies auf dieses. "Seht mal. Sie scheinen auch einen Garten hinten zu haben. Vielleicht gibt es dort einen netten Platz zum essen?" Sie sagte es beiläufig, hoffte aber dass die anderen mit der Idee einverstanden waren. So wären sie in der wohligen frischen Luft nahe des Meeres, aber etwas abseits der Straße und vor Blicken geschützt. Immerhin wollte Chikyū noch nach den Schmetterlingen fragen. Anscheinend hatten sie eine tiefe Bindung zu Aiden und dies lies auf Magie schließen. Voller Vorfreude zog Chikyū den Geruch von geröstetem Fisch ein und merkte wie ihr das Wasser im Munde zusammenlief. Dieser Tag versprach angenehmer zu werden, als der letzte.
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Magie: Chaos Take Over
Beitrag© By Saikin  Do Jan 26, 2017 6:05 pm

Als Aiden seinen Laufstil verlangsamte und zu Sai aufschloss machte dieser sich schon Sorgen, dass er in Gegenwart Chis das Unterwäsche Spiel begann. Zum Glück kam es nicht so. Er musste dringend aufhören, immer das schlimmste zu befürchten, dass konnte für die Leute um ihn herum sehr anstrengend werden. Sehr zu Sais Freude begann Aiden ihn von dem Restaurant zu erzählen, und als das Wort Steak viel, war es um Sai geschehen. Aiden kannte ihn einfach viel zu gut. Mehr als "Steak..." und ein leichtes grummeln seines Magens drang in Folge dieser Aussage nicht mehr an Geräuschen von ihm weg. Er musste recht dümmlich ausgesehen haben, fing sich aber auch wieder, als Aiden weiter mit Chi sprach.
Am Restaurant angekommen bemerkten alle drei das Schild, an dem stand, dass auch draußen serviert wird. Das war Sai nur Recht. Er liebte es im freien zu essen, dass würde er sogar bei einem Sommerregen machen. "Die Idee mit dem Garten finde ich persönlich hervorragend. Das Wetter schreit ja förmlich danach. Und vielleicht haben die da auch ein paar hübsch Blumen mit leckerem Nektar für Nina." Es war schon ein wenig seltsam, aber für Sai war Nina eben so sehr Mitglied des Teams wie er und Aiden. Er mochte den Schmetterling. Das lag vielleicht daran, dass es schien als ob sie ihn seit ihrer ersten Begegnung richtig einschätzen konnte. Außerdem war sie ihm durch ihre Restaurant Findungskünste zu einem lebensnotwendigem Partner geworden.
Aber eine Sache stand noch in den Wolken. Chis Sake. Sai wandte sich an einen Kellner, der gerade mit einem Tablett voller Getränke heraus gelaufen kam. Höflich wandte er sich ihm zu. "Entschuldigen sie? Wir würden gerne hier in ihrem Garten speisen. Aber es wäre uns wichtig, dass sie eine Flasche Sake im Angebot hätten."  Der Kellner erwiederte, dass dies wohl ihr Glückstag sein müsse, da sie nur noch 2 Flaschen Sake auf Lager hatten. Sai orderte beide und der Kellner führte sie durch das Restaurant an einen Tisch im Garten.
Dieser war eindeutig im japanischem Stil angelegt. Mit einigen Lotusblüten entlang eines kleinen Baches, der in einen kleinen Teich mündete. Auf diesem gedeihten verschiedenfarbige Seerosen und ein paar größere, bunte Fische schwammen darin umher. Auf den Wiesen waren kleine Schotterwege angelegt, die zu den Tischen im Garten führten. Vollendet wurde der Anblick durch einige Kirschbäume in voller Blüte, die gerade so verteilt waren, dass die Sonne die Gäste nicht beim essen störte, es ihnen im Schatten aber auch nicht zu kalt wurde.
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Magie: Erdmagie
Beitrag© By Chikyū no hāto  Mo März 20, 2017 10:32 am





DIE HÜTERIN DER ERDE


Während der freundliche Kellner die kleine Gruppe durch das Restaurant führte besah sich die Schamanin das Innenleben genauer. Es war wirklich eine kuschelige kleine Gaststube, in der die Leute aßen und lachten. Die Geräuschkulisse mischte sich aus dem leisen Murmeln und Klirren von Besteck zu einem, dem fernen Meeresrauschen unterstützenden Wohlgefühl. Es war wirklich angenehm.
Doch während Saikin und sie dem Kellner folgten entschuldigte sich ihr Begleiter und verschwand hinter einer Tür. Er suchte wohl die Waschräume des Lokals und so blieben Chikyū und Saikin alleine zurück.
Im Garten angekommen, setze sie sich an den ihnen zugewiesenen Tisch und bestaunte diesen stillen und so abgelegen wirkenden Hinterhof. Alles wirkte so friedlich und einladend, dass sie langsam zu vergessen begann wie unangenehm doch die Nacht gewesen war. Ein wohliges Seufzen entfuhr ihren Lippen, ehe sie zu Saikin und dem Kellner sah, die sich noch unterhielten. Dann wandte sich der Mitarbeiter an sie. "Wollen sie schon bestellen, oder warten sie noch auf ihre Begleitung?" Die Frage richtete sich wohl an beide und nach kurzem Blick zu Saikin beschloss die Schamanin zu antworten. "Ein Glas Wasser, zu dem zuvor schon georderten Sake würden mich sehr zufriedenstellen. Und eine Speisekarte wäre sehr freundlich, ich würde mir gerne die Gerichte näher ansehen." Mit einer kurzen Verbeugung und einem Nicken eilte der Kellner davon und ließ sie und Saikin alleine zurück. Chikyū konnte ihrem Gönner ansehen, wie er nur auf Aidens Rückkehr wartete, um endlich sein Steak bestellen zu können und es erheiterte sie. Doch darauf wollte sie nicht näher eingehen.
Es war ungewohnt, mit einem fremden alleine am Tisch zu sein. Die kurze Stille war angenehm friedlich aber zugleich befremdlich. Um ihr zu entgehen räusperte sich die Schamanin und richtete ihren Blick auf den Schmetterling, der auf die Rückkehr Aidenns wartend, im Garten umherflatterte. "Es tut mir leid, falls ich zu neugierig wirke. Aber was hat es mit diesem Schmetterling... verzeih, was hat es mit Nina auf sich? Ich habe noch nie zuvor einen solch gehorsam und gar intelligenten Schmetterling gesehen. Ist meine Vermutung richtig, dass es sich bei euch beiden um Magier handelt?" Mit neugierigen Augen musterte sie nun Saikin, während sie auf eine Antwort hoffte.



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Magie: Chaos Take Over
Beitrag© By Saikin  Mo März 20, 2017 9:00 pm

Da machte sich sein Partner doch tatsächlich nen Abgang aufs Stille Örtchen. So viel zur Stahlblase. Aber war ja nicht ganz alleine. Neben Nina hatte er ja auch noch eine nette Dame als Begleiterin.
Nach der kurzen Unterhaltung mit dem Kellner orderte sie ein Wasser und Sake. Eine ungewöhnliche Kombination wie Sai fand, aber wer war er darüber zu urteilen? "Für mich bitte zwei Bier. Oh und könnten sie uns noch ein Schälchen Zuckerwasser bringen?" Nina flatterte freudig um seinen Kopf, als wöllte sie Danke sagen. Für Sai war es mittlerweile Gewohnheit sich mit um Nina zu kümmern, so viel Zeit wie die beiden zusammen verbracht haben.
Beide saßen eine Weile stumm am Tisch. Der Kellner hatte schon die Getränke gebracht und Sai nippte gerade an seinem Bier, als Chikyu ihn ansprach. Sie war neugierig auf Nina geworden. Das war nicht das Erste mal das ihnen das passierte, schließlich sah man nicht jeden Tag ein paar so zahme Schmetterlinge. Nahezu im Anschluss folgte auch die Frage, ob sie Magier wären.
"Mein Partner ist Magier. Ich bin leider nicht mit solch einem Talent gesegnet." Er entgegnete ihr ein freundliches Lächeln. "Und du hast das gut beobachtet. Ja Nina ist durch Aidens Magie entstanden. Leider weis ich selbst nicht so genau wie das funktioniert. Aber in diesem Schmetterling lebt ein Teil einer Person, die Aiden mal sehr nahe stand." Er lehnte sich zurück.
Ja er hatte sie angelogen. Er war Magier. Einer mit einer gewaltigen Zerstörungskraft. Und er wusste genau um Aidens Vergangenheit und Nina bescheid. Aber niemand konnte von ihm erwarten, dass er Chikyu frei heraus sagte, das sie Magier einer dunklen Gilde waren und den Rat stürzen wollten. Sais Vertrauen in andere Menschen war rar gesät. Außerdem ging er davon aus, dass der Rat nahezu überall Spione hatte. Er wollte ihr nichts böses, schon gar nicht sie verletzen. Aber er würde nicht sein und Aidens Leben gefährden. Diese Lüge war zwischen Aiden und Sai lange eingespielt. Außer ihrer Gilde und vielleicht den höchsten Tieren des Rates wusste niemand wer sie waren. Zumindest kein Lebender.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Mi März 29, 2017 5:43 pm





DIE HÜTERIN DER ERDE


"Achso...", murmelte Chikyū interessiert, während sie den Worten von Saikin lauschte. Sie trank einen Schluck Wasser. Es war wirklich erfrischend und schmeckte hervorragend. Den Sake ließ sie stehen. Er würde bis zu ihrem Essen warten müssen, ehe sie sich seiner annahm.
Ihr Gegenüber berichtete recht frei heraus und erklärte ihr, was es mit Nina auf sich hatte. Natürlich bekam sie nicht die gesamte Geschichte zu hören. Hatte Saikin selbst davon keine Ahnung, oder wollte es ihr schlicht nicht sagen. Sie konnte es nicht ganz abschätzen, standen Aiden und Saikin sich doch offenkundig recht nahe. Es hätte sie gewundert, würde Saikin wirklich nur so wenig wissen. Aber sie war nicht hier um Fragen zu stellen oder in der Vergangenheit zu wühlen. Sie selbst wusste gut genug wie schmerzlich so etwas sein kann. Es blieb bei einem Nicken. Ihre Augen folgten Nina, die ab und an bei der Schale voll Zuckerwasser Halt machte, um zu trinken, die meiste Zeit jedoch vergnügt im Garten umherflog oder es sich in der Nähe Saikins bequem machte.
"Ein Magier und sein Freund auf Reisen. Na da hab ich ja Glück ein solch interessantes Trio kennen lernen zu dürfen. Es scheint zumindest keine Form der Beherrschungs- oder Tiermagie zu sein, so wie ihr es erzählt. Nur sag, ist es dir gestattet so frei über Nina zu berichten. Meist sind Menschen sehr empfindlich, wenn es um nahe Angehörige geht, die nicht mehr unter uns weilen." Chikyū wusste nur zu gut wie schmerzhaft es sein konnte. Ihr Blick verlor sich im Garten. Die Stimmung war bis jetzt so fröhlich gewesen. Sollte sie riskieren alles durch ihre Neugierde zum Kippen zu bringen? Diese Frage konnte sie sich recht einfach selbst beantworten und schnell schob sie eine weitere Frage nach, ohne Saikin Zeit für eine Antwort zu geben. "Hargeon ist keine große, aber eine sehr friedliche Stadt. Findest du nicht auch? Die Leute wirken alle so glücklich in dem was sie tun. Das der Mensch eines Tages die Meere befahren würde, lange Zeit hätte ich das nicht für möglich gehalten. Aber wie kommt es, dass ein solch außergewöhnlicher Magier wie Aiden und sein guter Freund durch die Lande ziehen. Wohin verschlägt euch der Weg? Was ist das Ziel eurer Reise? Ich kenne euch ja kaum und dennoch habt ihr mich zum Essen eingeladen. Es scheint mir angebracht ein wenig mehr über einander in Erfahrung zu bringen." Sie lächelte Saikin entgegen und trank die letzten Schlucke ihres Wassers. Das sanfte Zwitschern der Vögel umspielte ihre Ohren und einen Moment lang dachte sie darüber nach sich Nina anzuschließen und über das Gras des Gartens zu streifen. Sich die Teiche zu besehen und die Borke der Bäume zu erfühlen. Aber noch war sie in einer Unterhaltung und sie würde sich wenigstens bis zu einer Antwort gedulden müssen.




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Beitrag© By Saikin  Mi März 29, 2017 8:03 pm

Chikyu wunderte sich, ob Sai so offen davon reden durfte. Sai fragte sich das auch ab und an. Aber Aiden hatte ihm schon bei ihrer ersten Begegnung vor ein paar Jahren deutlich vermittelt, dass er mit der Vergangenheit abgeschlossen hatte. Sein Partner war nicht der Typ Mensch, der sich wegen seiner Vergangenheit ewig selber frustet.
Sai wollte gerade antworten, holte Luft, da redete sie schon weiter. Offensichtlich hatte sie das Gefühl damit zu nahe getreten zu sein. Vielleicht stimmte das ja. Aber Sai hätte ihr sicher keine Vorwürfe gemacht. Er hatte schon mit weitaus neugierigeren und nervigeren Menschen zu tun. Chis Gesellschaft war ihm dabei sehr angenehm. Sie war nett und nicht zu aufdringlich.
Sie wollte ihre Ziele wissen. Tja das konnte er ihr unmöglich sagen. Es war nicht, dass er glaubte, dass sie ihn sofort angreifen würde, wenn er ihr sagte, dass sie den Rat vernichten wollen. Aber das in einer öffentlichen Gaststätte zu tun war dann doch wohl zu riskant. Außerdem wusste er, wie sie schon bemerkt hatte, dass sie beinahe nichts voneinander wussten.
Er wollte gerade beginnen ihr eine weitere Ausrede aufzutischen, da tippte ihm der Kellner auf den Rücken. "Verzeihung Sir? Ein Mann in einer seltsamen Robe wollte, dass ich ihnen dies gebe." Er reichte ihm einen kleinen Brief und entfernte sich wieder. Sai öffnete den Brief und begann zu lesen.
Der Inhalt sorgte dafür, dass sich seine Augen weiteten. Er wurde kreidebleich und begann zu zittern. Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn. Auf dem Brief war eine Einladung verfasst. Der Inhalt besagte, dass eine Gruppe Chaos Anbeter ein Dorf zu ehren des Gottes der Zerstörung, der in Sai ruhte, abfackeln wollten, und ihm alle Bewohner opfern wollten. Sai sollte ihnen die Ehre erweisen dem beizuwohnen.
Mehrere Fragen sammelten sich in seinem Kopf. Woher kannten die Chaos? Und woher wussten sie das er ihn in sich trug? Ihm war klar, dass er und Aiden sofort los mussten um sie zu stoppen. Er stand auf. Chaos in ihm wütete, weswegen er in einer lila Aura, die die zerstörerische Kraft des Gottes nur mutmaßen lies, zu glühen begann.
Er legte etwas Geld auf den Tisch und blickte dann zu Chikyu. " Verzeih… wir müssen sofort weg. Es tut mir Leid, aber es ist etwas sehr dringendes dazwischen gekommen. Es geht trotzdem alles auf mich. Und… tu mir den Gefallen und folge uns nicht."
Mit ernstem Blick und, Bedrohlichkeit wäre das falsche Wort, mit Sorge in der Stimme verabschiedete er sich und ging ohne auch nur ein weiteres Wort von sich zu geben. Er würde Aiden aus dem Waschraum holen und die beiden würden sich sofort auf, zu besagtem Ort machen. Auch wenn Sai extreme Reue empfand, Chikyu einfach zurück zu lassen. Das hatte sie eigentlich nicht verdient.



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Beitrag© By Chikyū no hāto  Mi Apr 05, 2017 8:40 pm





DIE HÜTERIN DER ERDE


Der Tag hatte unverhofft gut angefangen. Ja, dieser Gedanke war Chikyū nun schon das ein ums andere Mal in den Sinn gekommen. Doch jeder gute Tag konnte abrupt ins Gegenteil verkehrt werden. Auch wenn es nicht sie war, die mit Problemen zu kämpfen hatte.
In der Gaststädte, in die sie von Saikin und Aiden eingeladen worden war, hatte noch alles so friedlich gewirkt. Die beiden Magier hatten sich so nett mit ihr unterhalten und auch wenn Chikyū häufig nicht der redseligste Mensch war, so hatte sie doch versucht eine kleine Konversation zu führen. Alles hatte sich jedoch mit dem Brief geändert. Saikin hatte ihr grade antworten wollen, als ihm das Schriftstück ausgehändigt worden war. Die Zeilen darauf hatte die Magierin nicht erhaschen können, doch die Mine ihres Gegenübers hatte sich unverwandt in das kalte erstarrte Gesicht des Entsetzens gewandelt. Sie hatte nicht umhin gekonnt, die Schweißperlen aus Saikins Gesicht zu bemerken. Dieser jedoch, sichtlich von Sorge zerfressen, hatte versucht eine gute Mine zu bewahren. Dennoch war er unverhinderter Dinge aufgestanden. Seine Hände hatten gezittert und der Brief in ihnen wurde durch eine geballte Faust zerknickt. Es hatte nicht Chikyūs langer Lebenszeit bedurft, um zu sehen dass etwas Fürchterliches geschehen war. Doch sie hatte sich nicht gerührt und hatte Saikin gewähren lassen. Es war nicht seine Sorge gewesen und auch nicht seine dringende Bitte. Es war die reine Zerstörungskraft, die von ihm ausgegangen war. Eine solch bedrohliche Aura hatte die Schamanin in ihrem langen Leben noch nie zuvor spüren können und sie hatte geahnt, dass es ratsam war der Bitte des Verzweifelten Folge zu leisten.
Etwas verwirrt und mit besorgtem Blick hatte sie Saikin hinterhergesehen. Doch selbst wenn sie sich hatte rühren wollen... In diesem Augenblick war ihr Körper wie versteinert. Ihre eigene Magie hatte sie an Ort und Stelle festwurzeln lassen, aus Schutz vor dem, was sie ereilt hätte wäre sie den beiden Fremden gefolgt.
Nun, einige Stunden später, war sich Chikyū nur über eins wirklich im Klaren. Saikin hatte sie belogen. Er selbst war ebenfalls Magier. Seine Magie klang in ihr immer noch nach. Sie hatte widerwillig Essen bestellt, um die liebe Geste der beiden nicht auszuschlagen. Doch der Fisch hatte fahl gemundet und lastete ihr nun schwer im Magen. Wohin sollte sie gehen und was würde sie dort vorfinden? Immer wieder fragte sie sich, ob sie Saikin und Aiden vielleicht doch hätte folgen sollen. Ihre innere Stimme jedoch hielt sie davon ab.

Der Himmel über der Stadt hatte sich zum Mittag hin verdunkelt. Düstere Regenwolken hingen über der Stadt und Chikyū, die erst langsam zu realisieren begann was sie nun tun würde, hatte sich aufgemacht um einen fähigen Handwerker zu finden. In einer kleinen Gasse nahe der Innenstadt wurde sie fündig. Ein kleiner Laden vertrieb magische Artikel und andere Nützlichkeiten für den täglichen Gebrauch. Darunter befand sich auch magischer Kleber. Sie hatte ein wenig verhandeln müssen, um nicht all das Geld was sie bei sich trug in den Klebstoff zu investieren, doch schließlich hatte sie einen fairen Preis aushandeln können. Obendrein durfte sie sogar noch die Werkstätte im hinteren Teil des Ladens nutzen. Und mit Hilfe des Verkäufers war es ihr gelungen ihren geliebten Flaschenkürbis zu reparieren. Als nächstes würde sie wohl ihren Sakevorrat auffüllen müssen.
Als Chikyū den Laden verließ war es noch düsterer geworden. Aus der Ferne konnte die alte Weise das tosende Grollen von Donner hören und hin und wieder tauchte ein Blitz in der Ferne die Welt in sein Licht. Doch noch regnete es nicht. Schnellen Schrittes ging sie weiter. In der Innenstadt war doch die Bar, in der sie letzte Nacht gewesen war. Dort würde sie sicherlich Sake besorgen können, wenn auch nur den Billigen. Ihre Füße flogen über die Pflastersteine, ehe sie durch den Türrahmen trat. Es herrschte schon guter Betrieb, doch der Barmann erkannte sie wieder und winkte sie zu sich. Chikyū hätte ihm gerne berichtet Erfolg gehabt zu haben, doch das Gegenteil war der Fall gewesen. Etwas deprimiert schilderte sie ihm daher ihren Metnotstand. Nach einer kurzen Debatte, weswegen sie nicht das gute Zeug nahm, bekam sie schließlich etwas Met, der ihren Flaschenkürbis gut füllte. Sie bedanke sich herzlich und verließ die Bar.

Mit dem ersten Fuß, den die Schamanin vor die Tür setzte, fiel der erste Regentropfen zu Boden. Danach folgten etliche weitere. Der Himmel weinte und ließ sie daran teilhaben. Ob es was mit den Geschehnissen um Saikin zu tun hatte? Chikyū wusste es nicht, doch diese Gedanken würden sie noch eine Weile verfolgen. Mit triefnassem Haar schlenderte sie nun durch die Straßen. Die Stadt war Menschenleer und die meisten Budenbesitzer hatten dicht gemacht. Das schlechte Wetter lockte ohnehin keine Kundschaft an. Innerlich hatte die Erdmagierin sich geschlagen gegeben. Solche Wetterverhältnisse konnte ihre Karte nicht überlebt haben. Sie würde eine neue suchen müssen, oder eine ganz neue Suche starten. Jetzt noch danach zu Ausschau zu halten wäre verschwendete Zeit. Ihr Blick fiel auf den Eimer am Brunnen. Was wohl aus dem Mädchen von letzter Nacht geworden war?
In letzter Zeit warf ihr das Universum so viele Fragen entgegen und zu keiner hatte Chikyū auch nur eine Antwort gefunden. Vielleicht war es Zeit umzukehren und sich wieder in die Sicherheit der eigenen Heimat zu begeben.




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Magie: Call of the Grave
Beitrag© By Sins  Do Apr 06, 2017 5:40 pm

Nach seiner Begegnung mit Hylas war Sisn weiter in rischtung des Dorfes gezogen, in der sich die Krankheit ausgebreitete hatte, für die er die Kräuter gesammelt hatte. Das Abenteuer mit dem Magier von Quatro Cerberus hatte ihm echt Spaß gemacht. Für so etwas lohnte es sich schon mal den Mittagsschlaf zu unterbrechen.
Mit bester Stimmung war er also weiter in Richtung seines Ziels gezogen und in der Stadt Hargeon angekommen. Es war um die Mittagszeit, als er eintraf und kaum hatte er die Stadt betreten, flog ihm auch schon ein Stück Papier mitten Ins Gesicht. Sein erster gedanke war, dass dke Stadt offensichtlich ein enormes Müll Problem haben musste. Erst als er das Schriftstück ordentlich betrachtete, erkannte er, dass es eine Karte war. Bestimmt hatte irgendwer diese verloren. Was sollte er nun also damit machen? Er entschied sich sie vorerst ordentlich zusammen zu legen und in seinen Beutel  zu packen. Dann erkundete er die Stadt.
Nachdem er ein Gasthaus gefunden hatte, dort zu Mittag gespeist hatte und eine Stunde geschlafen hat, machte er sich auf ein paar Vorräte für den nächsten Tag zu besorgen. Es brauchte seine Zeit und ohne das er es merkte, zogen düstere Wolken am Himmel auf. Ehe er es sich versah stand er mit seinem Beutel allein auf der Straße im Regen. Wasser bildete schon die Ersten großen Pfützen. Er entschied sich, wieder in sein Gasthaus zurück zu kehren. Glücklicherweise fand er noch einen kleinen Laden, in welchem er einen Schirm erwerben konnte und schon tappste er los.
Er musste am anderen Ende der Stadt gewesen sein. Immerhin lief er eine ganze Weile mit dem Schirm im Regen. Der Anblick der leer gefegten Straßen gefiel ihm gar nicht. Als er dann in die letzte Straße einbog, die ihm von der trockenen Sicherheit trennte, stand da plötzlich, etwa 5 Meter von ihm entfernt eine, soweit er erkennen konnte, junge Frau. Er hatte sich etwas erschrocken, da er nicht damit gerechnet hatte jemanden auf der Straße zu treffen. Sie war völlig durchnässt. Für Sins sah es so aus als habe sie einen ziemlich harten Tag gehabt. Er wollte sie ansprechen, zögerte aber kurz. Er wusste immerhin nicht mal wer sie war. Aber letztlich konnte ihm das egal sein. Es spielte keine Rolle, denn egal wer sie war, wenn man so im Regen steht würde jeder normale Mensch sich eine Erkältung holen.
So gewann seine ärztliche Fürsorge gegen die Zurückhaltung und er sprach sie an, nachdem er ein paar Schritte auf sie zuging. "Ähm verzeihen sie... einen guten Tag wünsche ich. Ich kam nicht drumrum zu bemerken, dass sie ziemlich... durchnässt sind. Wenn sie mögen können sie meinen Schirm haben. Ich brauche ihn nicht mehr mein Gasthaus ist gleich da hinten und in Zukunft würde er mir wahrscheinlich nur eine Last sein." Er reichte ihr den Schirm entgegen. Ihm war schon klar, dass man sowas normalerweise nicht bei  wildfremden Personen macht. Aber Sins war zu gutmütig um einfach weg zu sehen, während eine andere Person allein im Regen aufgeweicht wurde. Als er den Schirm rüber reichte setzte er fast zeitgleich seine Kapuze mit der anderen Hand auf. Die jacke war zwar nicht sehr wasserfest, aber für das letzte Stück würde es wohl reichen.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  So Apr 09, 2017 11:44 pm





DIE HÜTERIN DER ERDE


In Gedanken versunken, hatte Chikyū den Blick nicht vom Wassereimer gehoben. Die Regentropfen prasselten darauf und ließen das hohle Innere dumpf und verträumt klingen. Erst heute fiel ihr auf, dass der Eimer wohl etwas lädierter war als angenommen. Einige Bretter waren herausgebrochen und das Wasser tropfte langsam daran herab. Dem Strom folgend flossen Rinnsale entlang des Marktplatzes. Sie alle wandten sich vom Brunnen ab und flossen auf den Rand des Platzes, dort wo die Stände für gewöhnlich aufgebaut waren. Es war ironisch dem Wasser dabei zuzusehen, wie es von seinem Gefängnis floh, nur um über die Gullys der Stadt erneut gefangen genommen zu werden. Ein müdes Lächeln schlich sich auf die Lippen der Schamanin, während sie ihren Gedanken nachging. Ja vielleicht war es Zeit wieder umzukehren. Ihre Reise war nicht sehr lang gewesen. Aber sie hatte nicht viel Neues gesehen, und hatte keine großen Störungen ausfindig machen können. Natürlich hätte sie zu gerne eine neue Sorte Reis mit zu sich genommen, um diese ihrer Sammlung hinzuzufügen und herumzuexperimentieren, aber es nutzte nichts. Verloren war verloren.

Es waren die leisen, tapsigen Schritte eines Mannes, die sie aus ihren Gedanken rissen. Erst leise, kam das plätschernde Geräusch der Schuhe immer näher. Chikyū hatte es zunächst nicht gehört. Der Regen war zu laut und das Grollen der Wolken zu tosend. Auch die Anwesenheit des Fremden hatte sie nicht realisiert. Zu sehr war sie in ihren Gedanken versunken. Schließlich jedoch blickte sie auf.
Ein junger Herr stand vor ihr. Er selbst hatte einen Schirm in der Hand, doch wenn Chikyū an ihm hinuntersah wurde ihr schnell klar, dass dieser wohl nicht viel nutzte. Auch wenn sein Gesicht und der Großteil seiner Jacke trocken waren, seine Hose war es nicht. Auch die Hand, die er ihr entgegenhielt war nass. Der darin befindliche schwarze Schirm schützte nur zum Schein.
Sein Angebot war jedoch nett. Er wollte seinen Schirm abtreten. Ein nobles Unterfangen, doch Chikyū winkte ab. Sie betrachtete sich einmal auffällig von Kopf bis Fuß. Ihre Haare hingen in nassen Strähnen an ihr herunter. Eine besonders hartnäckige schlich sich über ihre Stirn und die Wange, ehe sie hinter der Schulter verschwand. Ihr Kleid war völlig durchnässt und auch die Schuhe waren nass. Sie konnte sogar das nasse Holz riechen, welchen von ihrem Kopf wuchs. Ein Schirm würde ihr nicht weiter helfen können. "Ein wirklich gönnerhaftes Angebot. Doch ich muss ablehnen. Bin ich doch ohnehin schon von Kopf bis Fuß vom Wasser getränkt. Aber keine Sorge. Ich bin Regen gewohnt, ebenso wie viele andere Wetterlagen. Ein wenig Wasser wird mir nicht schaden. Ja ich begrüße es sogar."
Während Chikyū sprach lehnte sie sich zurück und strich ihr Kleid zurecht, um sich auf den nassen Rand des Brunnens zu stützen. Sie schaute ihr Gegenüber mit neugierigen Augen an. "Den Schirm könnt ihr gerne auch die letzten Meter euer Eigen nennen. Sicherlich gibt es in eurer Stube den ein oder anderen Unglücklichen, der sich über solch ein Angebot erfreuen würde." Chikyū konnte nicht genau sagen wieso, aber der Fremde wirkte nicht wie ein einheimischer. Er strahlte eine andere Präsens ab. Vielleicht war es auch einfach nur die Tatsache, dass am Marktplatz mehr Gaststuben als Wohnhäuser verteilt waren. Sollte er also von hier stammen, wäre er mit Sicherheit ein Reisender oder ein Wirt. Bei beiden wäre eine solche Geste wahrscheinlicher, als bei einem normalen Bürger. Der eine war ein Hüter von Herd und Heim, der andere an die rauen Begebenheiten der Straße gewöhnt.

Vorsichtig strich sich Chikyū die widerspenstige Strähne hinters Ohr und lauschte auf das Geplätscher tief unten im Brunnen. Sollte das Glück ihr doch hold sein und sie würde ihre Karte wiederfinden, so wäre diese nun völlig durchweicht. Retten konnte sie da Nichts. Doch der Tag war noch nicht vorüber und nach ihrer sonderbaren Begegnung mit Saikin und Aiden und einer mehr unangenehmen Nacht, hatte das Schicksal wohl immer noch eine Überraschung für sie parat. Der dritte Fremde in zwei Tagen, der sie ansprach. Der dritte Fremde, der nicht zuerst auf ihre Hörner zu sprechen kam. Die Interaktion mit Menschen hatte sie bis heute nicht richtig verinnerlicht und doch lernte sie jeden Tag dazu. Solche Begebenheiten halfen ihr und stärkten ihr Feingefühl.
Chikyū griff zu ihrem Flaschenkürbis. Sie fühlte ob der Kleber hielt und stellte, zu ihrer Beruhigung fest, dass dieser seine Sache gut tat. Mit einer kurzen Handbewegung entkorkte sie ihren Schatz und führte ihn zum Mund. Während der regen ihr Gesicht und ihre Lippen hinabfloss trank sie einige Schlucke. Der Sake schmeckte zwar billig, aber vertraut. Der Kleber hielt also alle Anforderungen, die sie stellte. Beruhigt sah sie wieder zu dem Mann vor sich. Er hatte sich noch nicht fortbewegt und Chikyūs Tag hatte sich grade ein wenig verbessert. Ihre Augen hatten etwas Glanz zurückgewonnen und so stellte sie sich vor. "Chikyū no hāto. Mit wem habe ich die Ehre?"




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Magie: Call of the Grave
Beitrag© By Sins  Mo Apr 10, 2017 6:05 pm

Sins konnte aus den Augenwinkeln das Plätschern der kleinen Wasserströme, die sich langsam am Rande der Straße bildeten mitverfolgen. Es war so ungebunden in Struktur, und doch gebunden durch einen Pfad, prädestiniert durch einen weg, den es entlang fließen musste, obwohl sein bloßer Aufbau so frei war.
Ähnlich verhielt es sich mit Sins. Er war frei weiter zu gehen. Sie hatte sein Angebot abgewiesen, da sie meinte, eh schon komplett durchnässt zu sein und an Regen gewöhnt zu sein. Das klang für ihn doch reichlich außergewöhnlich, da die meisten Menschen Regen doch eher als unangenehm empfanden, auch wenn sie ihn gewöhnt waren. Sins wusste aber auch, dass es viele außergewöhnliche Menschen gab. Deswegen hatte er auch nicht ihre Hörner zur Sprache gebracht. Er kannte sie nicht, und er wusste, dass manche äußere Merkmale eine unangenehme Geschichte bargen. Seine Tief schwarzen Augen waren ein guter Beweis dafür.
Doch warum war er nicht weiter gezogen, wie viele andere es getan hätten? Für ihn schien es, als wäre das Gespräch noch nicht beendet. Seine Vermutung bestätigte sich, als sie sich dann nach kurzer Zeit an ihn wandte, sich als Chikyu no Hato vorstellte und ihn nach seinem Namen fragte. "Ähm mein Name ist Sins. Sins Naire-Di-Monett. Freut mich."
Er blickte an der völlig durchnässten Person herab. Auch jetzt hätte er weiter gehen können. Doch sein Weg war determiniert wie der des Wasser. Es war schlicht wieder seiner Natur einfach weg zu gehen. "Ähm... hören sie... ich weis wir kennen uns nicht. Und ich möchte ihnen wirklich keine Vorschriften machen. Aber wenn sie so durchnässt bei diesem Sturm durch die Straße ziehen können sie sich eine ordentliche Erkältung einfangen. Also... warum kommen sie nicht erstmal mit in das Gasthaus und lassen sich dort irgendwie trocknen...  vielleicht überlegen sie sich das mit dem Schirm ja dann doch nochmal." Er lächelte freundlich, auch, wenn dieses Dauergrinsen eh sein natürlicher Gesichtsausdruck war. Es war vielleicht ungewöhnlich das einer Fremden anzubieten und womöglich erzeugte es ein äußerst seltsames Bild von ihm. Allerdings war Sins kein Mensch, der andere einfach im Regen stehen lies, egal welches Bild man dadurch von ihm bekam.
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Magie: Erdmagie
Beitrag© By Chikyū no hāto  Mo Apr 10, 2017 9:58 pm





DIE HÜTERIN DER ERDE


Ihr Gegenüber stellte sich vor. Sins war ein schöner Name. Ein besonderer Name sogar. Selten hatte sie diesen Namen gehört. Doch anders als Aiden und Saikin wirkte ihr jetziger Gesprächspartner nicht ganz so außergewöhnlich. Sie hatte einem Magier geschadet, der in wilder hast geflohen war. Ein Vorfall der sie immer noch beschäftigte. Nun jedoch war ein neuer Fremder aufgetaucht. Ein Mann der von Mitgefühl geleitet war. Sie konnte es an seiner Art zu sprechen hören. Sein Ausdruck barg echte Sorge um ihre Gesundheit und seine ungewöhnlichen Augen musterten sie. Auch wenn er etwas unbeholfen wirkte.
Mit Nichten wollte Chikyū das gnädige Angebot abschlagen. Natürlich hatte er Recht. Mit etwas Pech zog sie sich eine Erkältung zu, doch meist hielten diese nur ein oder zwei Tage und wirklich schlimm waren sie nie gewesen. Zu lange und zu häufig hatte sie dafür dem Wetter trotzen müssen. Ein Gewitter wie dieses war nichts, verglichen mit Stürmen und Regengüssen die sie überstanden hatte. Eine muntere Abwechslung, die der Erde Feuchtigkeit und Leben schenkte, mehr nicht. Aber das konnte Sins nicht wissen. Welchen Grund hatte sie auch, ihn eines Besseren zu belehren. Sie war Alt, ihre Geschichten waren lang und es war nicht der richtige Augenblick damit zu beginnen. Auch wenn sie den Regen begrüßte, Sins wirkte alles andere als Glücklich im prasselnden Regen zu stehen.
"Ihr seid ein wirklich großherziger Mensch. Es ist freundlich mich einzuladen. Gerne würde ich euch in eure Gaststube folgen." Einen Augenblick schwieg Chikyū. Sie nutzte den Moment der Zustimmung, um sich wieder aufzurichten und sich umzusehen. Einige der Gaststuben hatte sie nun schon ein oder zwei Mal gesehen. Doch in keiner hatte sie die letzten zwei Tage Einzug gehalten. Nur die Kneipe kannte sie und dort erneut einzutrudeln wirkte schon fast verzweifelt. Wo würde sie ihr neuer Gönner also hinführen?
Nachdem sich Chikyū aufgerichtet und umgesehen hatte besah sie sich erneut Sins. Sie musste schmunzeln, war der Schirm wirklich nicht mehr als ein billiges Zierstück. Gegen den Regen hatte er wenig geholfen. Und nun war er von Kopf bis Fuß nass. Etwas Mitleid empfand die Schamanin durchaus, war es doch ihre Schuld, dass er den Schirm von seinem Kopf entfernt hatte. "Gehe ich recht in der Annahme, dass ihr ein Reisender seid, meiner ähnlich? Man sieht nicht häufig solch nette Leute und die meisten kennen die Straße oder sind, in Anbetracht der Umgebung, Wirt. Doch ihr wirkt mir nicht wie der Besitzer einer dieser Stuben. Entschuldigt, falls die Frage zu direkt ist. Doch euer nettes Angebot schmeichelt mir. Es wäre angenehm mehr zu erfahren. Fürsorge und Mitgefühl sind dieser Tage viel zu selten." Chikyū hätte weiterreden können. Denn es gab vieles, was sie von damals vermisste. Beim Umgang mit der Natur und dem Leben angefangen. Doch sie würde damit niemandem zur Last fallen, der sie nicht kannte. Niemandem, den sie nicht kannte. Stattdessen lief sie einige wachsame Schritte um den Fremden und musterte ihn. Der Regen auf ihrer Haut tat gut und erfrischte sie. Vielleicht war es sinnvoll so noch einige Sekunden zu gewinnen, ehe sie wieder ins Trockene geleitet wurde. Hinfort von der Stille der Straßen zu einem prasselnden Kamin und dem Gerede der Menschen. Es war nicht ihr innigster Wunsch, aber es war besser als alleine zu sein. Dafür saß ihr die Nacht noch zu sehr in den Gliedern.




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Beitrag© By Sins  Mo Apr 10, 2017 11:38 pm

Sins konnte die Tropfen Spüren, die nun an seinen Haarspitzen herunter rannen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass nun auch seine Jacke völlig durchgeweicht war. Auch die Hand, die er in seiner Jackentasche vergraben hatte, war genau so nass, wie die, die den Schirm hielt. Er war nicht weinerlich, was das Wetter anging. Ein bisschen Regen schlug ihm nicht so schnell auf das Gemüt, aber völlig durchgeweicht zu sein, zählte nicht zu seinen liebsten Zustanden.
Während er noch feststellte, dass seine Kleidung nun auch als feuchter Lappen dienen konnte, wandte sich Chikyu wieder an ihn. Sehr zu seiner Freude nahm sie seine Einladung an, schmeichelte ihm sogar noch dabei. Mehr als ein verlegenes schmunzeln und ein freundliches Lächeln konnte er darauf nicht erwidern. Währenddessen hatte sich seine neue Begleitung aufgerichtet und ging ein paar Schritte um ihn herum, um ihn zu mustern. Sins war zwar etwas verwundert, aber letztlich waren ihm die Worte, die sie zu ihm Sprach dann doch wichtiger.
Sie hatte gut erkannt, dass er nicht von hier stammte. Wobei er nun durch die Komplimente doch etwas rot wurde. "Das mit dem Schmeicheln beruht sich auf Gegenseitigkeit. Sie haben schon Recht. Ich bin hier nur auf der Durchreise und gerade auf dem Rückweg nach Hause. Ich bin Arzt und hatte einige Erledigungen zu tun. Aber wenn das so weiter geht, muss ich mir ein Kanu mieten um heim zu kommen." Selbstverständlich meinte er das ironisch. Er spaßte etwa, um die Stimmung zu heben. Außerdem wollte er sich von dem Regen nicht zusätzlich zum Kopf, auch noch auf die Stimmung prasseln lassen.
Er setzte sich in Bewegung und nachdem sie einige Schritte, durch die Pfützen und Miniaturbäche der gepflasterten Straße getan hatten, musste Sins feststellen, das auch seine Schuhe durchgeweicht waren. Sein Blick wanderte von seinen Füßen, wieder zu seiner Begleitung, um das Gespräch weiter zu führen. "Ich bin auch etwas neugierig. Sie sagten dass sie auch Reisende sind. Also was führt euch hier her, wenn ich mir die Frage erlauben darf?" Während sie liefen, näherten sie sich dem rustikalem Äußeren des Gasthauses, dass durch ein kleines Hölzernes Schild mit der Aufschrift "Zum Nachttor" gekennzeichnet wurde. Er öffnete die Tür und hielt sie seiner Begleitung auf, wie es die höfliche Norm verlangte. Er konnte bereits das Licht und die Wärme des Gasthauses auf seinem nassen Körper spüren.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Di Apr 11, 2017 3:28 am





DIE HÜTERIN DER ERDE


Wie sonderbar nach einer solch zerstörerischen Präsenz nun einem Arzt zu begegnen. Das Leben schlug wirklich sonderbare Wege. Doch vielleicht war es ganz gut so. War es möglich, dass sie Sins von Saikin erzählen sollte? Ein Arzt konnte vielleicht helfen, denn egal was geschehen würde, Chikyū hatte das unbestimmte Gefühl das es Verletzte geben würde. Sie wusste nur nicht einzuschätzen ob es sich dabei um Aiden und seinen Begleiter, oder um Fremde handeln würde. Doch beide Seiten gefielen ihr nicht. Die beiden Magier hatten zu gutmütig gewirkt, als das so etwas rechtens sein konnte. Aber nein. Innerlich scholl sich die Schamanin kurz für ihre Gedanken. Sie hatte doch diese zerstörerische Kraft gespürt. Würde sie Sins hinterher schicken, so wusste sie nicht ob dieser den Weg unbeschadet überstehen würde. Es war diese Aura, die ihr nach wie vor Sorgen bereitete. Was sollte sie nur tun...
Während Chikyū sich bemühte ihre Gedanken zu ordnen und ihre Ungeduld zu zügeln, folgte sie gemächlichen Schrittes Sins. Unverhohlen griff sie abermals zu ihrem Flaschenkürbis. Der Mittag hatte sie aufgewühlt und sie würde mehr Alkohol benötigen, um sich ruhig zu halten. Würde sie nicht aufpassen und unbedacht handeln konnte alles Mögliche geschehen.
Trotz ihrer Gedanken lauschte sie dem Arzt weiter aufmerksam. Er war sichtlich erfreut über ihre Worte, doch Chikyū würde ihn aufklären müssen. "Ich versuche keines falls ihnen zu schmeicheln. Es ist die Wahrheit die ich spreche. Ich habe viele Leute getroffen, doch nur wenige waren in der Lage sich um eine Fremde so sehr zu sorgen. Denkt nicht mir sei die Sorge in eurer Stimme entgangen. Aber nun da ich weiß welche Tätigkeit ihr ausübt, bin ich darüber weitaus weniger verwundert." Die Erdmagierin lächelte freundlich.

Einige Schritte weiter und sie kam unter einem kleinen Vordach zum Stehen. Die Gaststube vor ihr, ein gemütlich wirkendes Gemäuer, war mit einem typischen Wirtshausschild versehen. Eine liebliche Spielerei. Sins erwies sich als wahrer Gentleman. Ohne überhaupt zu warten, ergriff er den Türknauf und hielt die Tür geöffnet. Dabei stand er weiterhin im Regen, war das Vordach doch nur sehr klein und eher Zierde als Nutze. Er hatte Recht, sie war Gefahr gelaufen sich eine Erkältung zu holen. Doch sie war kein gewöhnlicher Mensch. Sins jedoch wirkte auf sie nicht weiter ungewöhnlich. Er sollte vielleicht mehr acht auf seine Gesundheit als auf ihre nehmen. Doch Chikyū konnte seine Geste nicht einfach ausschlagen. Sie klopfte sich ihre Schuhe ab und wrang sich die Haare, sowie ihr Kleid aus. Anschließend schlüpfte die Schamanin aus ihren Schuhen und betrat die kleine Gaststube. Sie hatte sich nicht geirrt. Es gab tatsächlich einen Kamin, aber dieser ruhte. Auch waren es weniger Menschen als befürchtet. Dies mochte an der hutzeligen Größe des Hauses liegen, erfreute sie allerdings. Durch die Tür getreten und die warmen Holzdielen unter ihren Füßen spürend, wartete Chikyū auf das Eintreten von Sins. Erst jetzt begann sie weiterzusprechen. "Ich fürchte meine Gründe sind weniger Nobel als eure. Ich begann meine Reise, als eine von vielen. Hin und wieder verspüre ich das Bedürfnis in die Städte der Welt zu reisen. Dieses Mal auf der Suche nach etwas. Ich hatte auch gute Hoffnungen, doch schließlich entwand sich meine Karte meinem Griff. Ich habe die Nacht üer gesucht, hatte jedoch kein Glück. Nein, ich habe sogar meine Begleitung aus den Augen verloren. Auch sie konnte ich nicht erneut ausfindig machen. Nun bin ich am Überlegen kehrt zu machen. Meine Heimat ruft und es wird vielleicht allmählich Zeit umzukehren." Chikyūs Stimme war sachlich, auch wenn sie der Vorfall mit der Karte immer noch ärgerte. Sie hatte sich sehr über Darcans freundliche Geste gefreut. Zumal er damit Ärger riskiert hatte. Aber nun gut. "Doch keine Sorge, es ist schon schlimmeres passiert. Ich hoffe einfach darauf, dass die nächsten Tage mir freundlicher gesinnt sein werden. Der Regen birgt Hoffnung. Oftmals wird es danach sehr schön und die Wanderlust steigt an." Es war keine Lüge. Nach einem ordentlichen Regenschauer war die Luft schön frisch und vom Duft der Erde durchzogen. Grade für eine Magierin wie sie gab es fast nichts Schöneres. Sie würde sich noch einige Stunden gedulden müssen, doch dann, war sie guter Dinge, würde sie weiterziehen können.
Während sie sprach sah sich Chikyū im Raum um. Sie bewegte sich langsam auf einen freien Tisch zu, wusste sie nichts Besseres mit sich anzufangen, und setzte sich. Der Stuhl war recht bequem, nur fuhr ihr die Kälte und Nässe der Kleidung in die Glieder. Draußen im Regen hatte sie diese nicht gut wahrgenommen, doch dicht an ihre Haut gepresst war es unangenehm kühl. Es würde sicher einige Zeit dauern, ehe sie getrocknet war.




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Beitrag© By Sins  Di Apr 11, 2017 10:11 am

Während Sins ihren Worten lauschte, entledigte er sich zunächst einmal seiner Jacke, die er auswrung, und dann an einern hölzernen Kleiderständer hing. Fast war er etwas neidisch darauf, dass Chikyu ihre Haare ebenfalls auswringen konnte, damit sie schneller trockneten. Allerdings waren seine Haare kurz genug, damit die Wärme des Ortes keine Schwierigkeiten hatte sie zu trocknen. Auch er zog dann als nächstes die Schuhe haus und stellte sie neben die von Chikyu, dann trat er richtig in die Räumlichkeiten ein.
Allgemein war die Stube recht ruhig. Ein paar Bilder der Stadt zierten die hölzernen Wände, es standen ein paar Hölzerne Tische im Raum, an einem spielten ein paar Herren Karten, an einem anderen schrieb eine Frau einen Brief oder etwas ähnliches. Der Kamin war nicht angefeuert, was Sins etwas bedauerte,da er gern seine Jacke zum trocknen davor gehangen hätte, jedoch sollte es nicht sein.
Sins folgte Chikyu über die knarrenden Holzdielen an einen kleinen Tisch und setzte sich ihr gegenüber. "Es tut mir Leid, dass zu hören. Aber wie sie schon sagten es kommen sicher wieder... Moment...? Sie sagten ihre Karte wäre ihnen abhanden gekommen... Vielleicht..." Er hob seinen Beutel hoch und begann darin nach der Karte zu suchen, die er vor gewisser Zeit aufgelesen hatte. Zu seiner Freude war sein Beutel Wind und wetter fest, wie es ihm der Verkäufer damals versichert hatte, es war kein Schaden an ihr zu erkennen. Er reichte ihr die Karte rüber, damit Chikyu sie betrachten konnte. "Öhm ist das womöglich ihre Karte? Das Ding wurde gerade vom Wind aus der Stadt heraus getragen, als es meinte eine Haltepause in meinem Gesicht einzulegen."
Sins wusste zwar,dass die Wahrscheinlichkeit recht klein war, dass es die Karte Chikyus war, aber er wollte sie ihr trotzdem nicht vorenthalten. Nachdem, was er gerade gehört hatte, empfand er, als hätte sie ein wenig Glück verdient. Er wusste wie schwer es war ein Lächeln zu erhalten, wenn man dauernd nur gefrustet wurde. Währenddessen war auch bereits der Kellner an ihren Tisch heran getreten, er reichte beiden kurz eine Karte. "Möchten die Dame und der Herr etwas zu trinken?" Dabei fragte der Kellner etwas zögerlich. Sein Blick wanderte von Chikyus Hörnern zu Sins Augen ab und an mal hin und her. Sins war das fast schon gewöhnt und begegnete dem lieber mit Freundlichkeit, als mit Abweisung. "Für mich bitte ein einfaches Glas Milch, wenn das in Ordnung geht." erwiederrte er mit einem freundlichem Lächeln.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Mo Apr 17, 2017 6:20 pm





DIE HÜTERIN DER ERDE


Aufrichtig lauschte Chikyū den Worten Sins, während dieser in seinem Beutel herumkramte. Er suchte eine kurze Weile und die Schamanin musste zugeben, dass eine wasserfeste Tasche durchaus von Vorteil sein konnte, ehe er ein Blatt Papier hervorwühlte und ihr reichte. Neugierig nahm Chikyū das Schriftstück entgegen. Vielleicht hatte sie Glück und der werte Herr hatte tatsächlich ihre Karte abfangen können, ehe der Regen sie durchnässt hatte. Die Gassen der Straßen waren sehr verwinkelt und der Wind liebte es mit seinem Eigentum zu spielen. Das hatte sie über viele Jahre hinweg gelernt und immer wieder neugierig und oftmals mit Belustigung verfolgt. Sein neckisches Treiben war immer wieder faszinierend und nie hielt es den verspielten Gesellen an ein und demselben Ort. So war es gut denkbar, dass die Karte im Laufe der Nacht oder zu den frühen Morgenstunden zurück in die Stadt geweht worden ist. Auch der Wetterwechsel und die damit einhergehend andere Wetterlage würden dies befürworten.

Noch während die Schamanin das Blatt entfaltete, gesellte sich ein Angestellter an ihren Tisch. Er fragte höflich doch distanziert nach den Wünschen der beiden Gäste. Doch statt sich Sins anzuschließen nickte Chikyū nur dankbar, winkte jedoch ab. Sie hatte noch ihren eigenen Sake dabei und sie war in keinem Lokal. Soweit es ihr geläufig war würde sie hier auch ihre eigenen Speisen verzehren dürfen, falls dies von Nöten war. Doch waren ihre nassen Klamotten in der warmen Stube durchaus unangenehm. Sie hielt einen Moment inne und als der Kellner sich mit einem Nicken von ihnen abwandte stoppte sie ihn noch einmal. "Entschuldigen sie. Etwas zu trinken bedarf es meiner zwar nicht, doch hat es draußen einen starken Regenguss gegeben." Während sie sprach sah sie an sich hinunter und fühlte die klebrigen Kleider an ihrer Haut. "Ich wäre ihnen sehr verbunden, wenn sie den Kamin befeuern könnten. Die Nässe wird die Ziegel der Stadt ohnehin auskühlen und ich würde mich daran erfreuen, meine Garderobe am Feuer trocknen lassen zu können. Leider habe ich keine Ersatzklamotten im Gepäck." Kurz sah sie zu Sins, der ihr mit nassem Kopf gegenüber saß. "Auch seine Klamotten bedarf es an Wärme. Hat der werte Herr mir doch seinen Schirm angeboten." Der Kellner nickte kurz und sagte, er würde sich an den Leiter der Gaststube wenden, ehe er kehrt machte und sich zum Tresen begab. Erfreut sah sie dem jungen Mann hinterher, ehe sie sich wieder der Karte in ihren Händen widmete.

Neugierig blickte sie herab. Nach kurzem Orientieren wendete sie die Karte und sah die vertrauten Linien und Schnörkel. Jeder Strich kam ihr bekannt vor. Unbestreitbar war es Darcans Handschrift, die die kleine Karte zierte. Die Schnörkel hatte sie in den letzten Wochen immer wieder aufs Neue gesehen. Chikyū entfuhr ein kurzes Lachen, ehe sie lächelnd zu Sins sah. Ihr Tagesretter. Mehr durch Glück und den Zufall, würde sie ihre Reise nun doch fortsetzen können. "Vielen Dank. Ihr habt tatsächlich meine Karte gefunden. Was für ein freudiger Zufall. Nun werde ich meine Reise doch weiter antreten können. Meine Reise gen Heimat wird sich damit wohl doch noch etwas verschieben." Einen Moment überlegt sie. Solch eine Situation erforderte eine nette Geste. Auch der dargebotene Schirm hatte dies eigentlich verlangt. "Wenn es ihnen nichts ausmacht, würde ich mich sehr freuen zum Dank euer Trinken zu bezahlen. Es ist das Mindeste, was ich ihnen als Dank entgegenbringen kann."
Kurz spähte Chikyū hinüber zur Bar und besah sich die Sammlung an Gläsern und Flaschen. Der Angestellte hatte soeben seine Unterhaltung mit einem etwas älteren, freundlich wirkenden Mann abgeschlossen und wandte sich nun der Bestellung zu. Der andere Herr verschwand in einem Hinterzimmer. Der Blick der Schamanin richtete sich erneut zu Sins. Sie verlor sich für einen Augenblick im Schwarz seiner Augen. Ein Merkmal welches mehr als nur außergewöhnlich erschien.




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Beitrag© By Sins  Do Apr 20, 2017 8:28 pm

Sins wäre ihr zum Dank fast um den Hals gesprungen, als Chi dem Kellner auftrug den Kamin anzufeuern und trockene Kleidung zu fallen. Hätten sie sich nicht gerade erst kennen gelernt, hätte er das wohl auch gemacht, aber er benahm sich. Er musste lächeln, als sie ihm das Getränk bezahlen wollte. "Läuft es normalerweise nicht so, dass der Herr die Dame einlädt?" er schmunzelte etwas. "Spaß bei Seite...Es freut mich, dass sie ihre Reise fortsetzen können und nich alles... ins Wasser gefallen ist." Er grinste etwas bei dem Wortspiel, auch wenn es grottig war, dann fuhr er fort. "Aber das ist wirklich nicht nötig. Ich habe ja nichts wirklich aktiv dazu beigetragen. Wenn sie jedoch drauf bestehen werde ich sie wohl kaum aufhalten können." er schmunzelte immer noch. Seine Laune hatte sich seit dem Treffen mit ihr stetig gebessert.
Dann bemerkte er etwas. Stille. Sie sah ihm tief in die Augen. Sins interpretierte da nicht viel rein. Er hielt lediglich ihrem Blick stand. Er war es gewohnt, dass Leute ihn deswegen anstarrten, aber Chikyu schien nicht den Hauch einer bösen Absicht zu haben, also lies er sie einfach weiter gucken, ohne sie zu unterbrechen. Nach einigen Augenblicken sprach er dann, ohne den Blick abzuwenden. "Die Geschichte dahinter ist nicht halb so spannend, wie sie vielleicht denken." Kaum hatte er das gesagt stand auch schon der ältere Herr da, der ihnen neue Kleidung brachte und ihnen zeigte, in welcher Richtung die getrennten Waschräume waren. Aus den Augenwinkeln bemerkte Sins nun auch, wie der jüngere in zwischen den Kamin anfachte.
Sins stand lächelnd auf. "Wenn sie mögen erzähle ich ihnen gern davon. Und ähm... tut mir schrecklich Leid... aber diese formelle Art ist wirklich nicht meine starke Seite... können wir vielleicht vom "Sie" zum "Du" wechseln?" Er kratzte sich etwas verlegen am Hinterkopf. Nachdem er seine Antwort erhalten hatte ging er in den Herrenwaschraum, um sich die zwar billigen und schlichten, aber zweckdienlichen Kleidungsstücke anzuziehen.
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Beitrag© By Chikyū no hāto  So Apr 23, 2017 5:52 pm





DIE HÜTERIN DER ERDE


"Es wäre mir eine Freude, immerhin haben sie mir auch ihren Schirm dargeboten. Da ist es das Mindeste, was ich tun kann." Chikyū hatte das Wortspiel Sins nicht erkannt. Er hatte mit seinen Worten immerhin Recht behalten. Sie hatte zwar nicht mehr viel Geld, doch mit Freuden würde sie es für diesen Zweck opfern. Materieller Besitz in Form von Münzen und Edelmetallen war ohnehin etwas, an dem sie nicht viel Gefallen fand. Lange Zeit war sie ohne ausgekommen und auch heute war es ihr nicht wichtiger als damals, auch wenn es durchaus Zweckdienlich war.

Während Sins mit ihr sprach, hatte Chikyū den Besitzer der Herberge beobachten können. Er war mit einem Stapel an billiger Garderobe auf dem Arm aus dem Hinterzimmer gekommen. Es war eine wirklich freundliche Geste und bestärkte Chikyūs Gedanken. Gastwirte und Reisende waren häufig mit mehr Fürsorglichkeit gesegnet, als es die normale Bevölkerung war. Dummerweise musste sie zugleich feststellen, dass ihre Worte wohl fehlinterpretiert wurden. Sie hatte sich lediglich an den warmen Kamin setzen wollen. Es bestand für sie keine Furcht vor einer Erkältung oder anderer Krankheit und so hatte sie sich lediglich am ganzen Körper trocknen wollen. Dies schmälerte die Freundlichkeit der Geste keineswegs, doch war sie sich nun unsicher, wie sie reagieren sollte. Natürlich konnte sie die Freundlichkeit ausschlagen und sich einfach an den Kamin setzen, doch wollte sie nicht unhöflich erscheinen. Ein solch nettes Angebot bekam man ohnehin viel zu selten.
Als Sins sich schließlich erhob, tat Chikyū es ihm gleich. Wenn der Herr sich ohnehin der Geste annahm, so konnte sie es ihm mit Sicherheit gleichtun. So würden ihre Kleidungsstücke schneller trocknen und sie konnte sich schon nach dem Regenguss wieder auf den Weg machen. Auch wenn sie sich nach wie vor um drei Fremde sorgte, die alle mehr oder minder mysteriös verschwunden waren.
"Aber natürlich. Wir können gerne zu einem 'Du' übergehen. Es wäre mit im Übrigen eine Freude die Geschichte hinter deinen Augen zu erfahren." So sprach Chikyū, ehe sie sich ebenfalls in die Waschräumlichkeiten begab. Es war ein kleines und zweckdienliches Zimmer, doch der Platz reichte aus. Die Schamanin entledigte sich ihrer nassen Kleider und betrachtete sich kurz im Spiegel. Ihre Haare trieften zwar nicht mehr vor Nässe, doch sie waren nicht viel trockener als ihre Kleidungsstücke. Auch die Schleife in ihrem Haar war vollständig mit Wasser vollgesogen. Sie band sie sich aus dem Haar und wrang sie über dem Waschbecken aus, ehe sie diese zu den restlichen Klamotten tat. Dann bekleidete sie sich mit den schlichten Kleidern des Gastwirts. Sie waren etwas zu groß und gehörten wahrscheinlich seiner werten Gemahlin. Eine wirklich freundliche Geste. Überrascht, und nicht weniger erfreut, erblickte Chikyū unter den Klamotten noch eine kleine Haarbürste. Mit dieser fuhr sie sich durchs Haar, um es etwas zu entknoten. Nach der letzten Nacht war dies sicherlich angebracht. Sie legte noch ihre Klamotten zusammen und verließ anschließend den Waschraum.
Sins war schneller gewesen und wartete schon am Feuer. Mit einem Lächeln ging sie ihm entgegen und sah erfreut eine Leine, auf der sie ihre Klamotten hängen konnte. Sie tat eben dies und wandte sich danach an den Schankwirt, der wieder hinter seine Bar zurückgekehrt war. "Vielen herzlichen Dank. Sie behandeln ihre Kundschaft wirklich außerordentlich gut." Dann nahm Chikyū sich einen kleinen Hocker und setzte sich zu ihren Habseligkeiten an das warme Feuer. Den Rücken den Flammen zugewandt besah sie sich nun Sins, in ebenso schlichten aber passenderen Klamotten. Er hatte offensichtlich eine Leihgabe des Wirtes erhalten, oder vergessene Klamotten vorheriger Kunden. "Du wolltest mir die Geschichte hinter deinen faszinierend schwarzen Augen erzählen? Ich bin gespannt." Sie wollte das Gespräch von vorhin wieder aufnehmen. Fast schon rechnete sie mit einer Geschichte über Magie, der einen oder anderen Art. Auch wenn Sins selbst nicht wie ein Magier wirkte, konnte man doch heutzutage überall allerlei magische Gegenstände und Tränke erwerben. Doch schwarze Augen sah sie zum ersten Mal. Bestimmt war die Geschichte weniger langweilig, als er ihr versuchte einzureden.




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Beitrag© By Sins  Mo Apr 24, 2017 4:06 pm

Der Waschraum war dezent gehalten, zwei Kabinen, zwei Waschbecken, zwei Spiegel. Das nötigste war in dem kleinen weiß gefliesten Raum enthalten. Es war auch sehr sauber und reinlich, auch wenn Sins den Geruch von chemischen Putzmittel eigentlich nicht mochte. Eine Ironie des Schicksals könnte man meinen, da er doch als Arzt oftmals mit Desinfektionsmitteln zu tun hat. In der Tat stört ihn der Geruch auch da, nur trägt er dann auch meist eine Maske vor Mund und Nase, die das etwas vermindert.
Die Kleidung die ihm gereicht wurde, passte ihm nur so halb. Die schlichte, braune Baumwollhose passte zwar um die Hüfte herum, war aber an den Beinen viel zu weit. Das Oberteil war von den Armeln her etwas zu weit und auch um den Bauch herum etwas zu groß. Das ärgerte Sins aber keinesfalls. Er war froh, dass der Gastwirt ihm scheinbar ein paar von seinen alten Kleidern gab. Er freute sich darüber, am heutigen Abend so viele nette Menschen getroffen zu haben. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die dem magier das Herz aufgehen lassen.
Er begab sich an den Kamin. Er war schneller als Chikyu gewesen. Er hing seine durchnässte Kleidung auf eine Leine beim Kamin und setzte sich davor. Es dauerte nicht lang, bis Chikyu mit einem Lächeln in etwas zu großen Kleidern entgegen kam und das selbe mit ihren Kleidern tat, was er zuvor schon mit den seinen getan hatte.Sie wandte sich kurz an den Wirt. Sins bestätigte ihre freundliche Aussage dem mann gegenüber mit einem lächelndem Nicken, dann wandte sie sich an ihn um das vorhergehende Thema aufzugreifen.
Sein lächeln schmälerte sich etwas. Er konnte nicht sagen er redete gerne darüber, aber er hatte damit vor langer Zeit abgeschlossen, weshalb es okay für ihn war. "Eigentlich, so scheint mir, hätte ich nie am Leben sein sollen. Ich wurde tot geboren und meine Mutter verlor dabei auch noch ihr Leben. Ich erspare die die medizinischen Details. Mein vater war tief traurig. Er sah keinen Sinn mehr in seinem eigenem Leben. Er bat meine Ziehmutter auf mich acht zu geben, da er nicht mehr lange da sein würde. Du musst wissen, mein Vater war ein sehr mächtiger Nekromant. Er hat mit seiner Magie die Essenz seines eigen Lebens aus seinem Körper in den meinen transferiert. Mein Herzschlag kehrte zurück und sein eigener verschwand. Diese Magie hinterließ Spuren. Ich bin zwar so lebendig wie jeder andere Mensch, fühle, denke, handle wie jeder andere, aber meine schwarzen Augen sind ein Brandzeichen dafür, dass der Tot einmal Besitz von mir ergriffen hatte." Er schwieg. Sagte nichts und blickte lediglich zu Boden. Manche Leute benannten ihn, wenn er ihnen das erzählte, als Zombie, flohen sofort aus seiner Nähe. Aber er war kein halb verwestes Stück Fleisch. Er war ein richtiger Mensch und das nur dank seinem Vater.
Er war kurz recht still, dann drehte er sich mit einem leichten Lächeln zu Chikyu. "Jetzt weist du es. Keine Geschichte mit besonders viel Spannung, oder besonderem Frohsinn."
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Beitrag© By Chikyū no hāto  Mo Apr 24, 2017 8:33 pm





DIE HÜTERIN DER ERDE


"Du hast Recht. Es ist keine Geschichte des Frohsinns. Entspringt ihr Quell doch eher dem Gegenteil. Doch macht dies deine Geschichte nicht weniger aufregend. Es war die liebe deines Vaters, die dein eigenes Leben rettete. Oder verzeih, viel eher beginnen ließ. Es ist durchaus faszinierend, mit welcher Entschlossenheit sich Eltern ihren Kindern hingeben. Natürlich ist es gleichfalls sehr bedauerlich, die eigenen Eltern im selben Atemzug verloren zu haben. Doch blickt man weiter, so kann man dennoch einen Funken des Glücks in deiner Geschichte wiederfinden. Mag es auch das gebrochene Herz eines Vaters gewesen sein, so war es sicherlich ebenso ein Akt der Liebe, die dein Leben einläutete. Und über den Tod hinaus, bin ich mir sicher, dass es deinen Eltern großes Glück bereitet, dich lebend zu wissen." Chikyūs Worte waren sachlich und wohl überlegt. Sie wollte Sins nicht in Trauer versetzen, wollte ihn aber auch nicht aufheitern. Doch war es ihre Erfahrung, die zeigte mit welcher Hingabe sich Eltern aufopferten. Egal ob Maus oder Mensch. Sie alle waren bereit den Nachwuchs mit dem eigenen Leben zu verteidigen. Sie hatte es viele Male beobachten können, wenn sie durch die Berge streifte. Auch hatte sie es schon selbst erleben müssen, wenn sie durch das Territorium von nistenden Vögeln gekommen war. Doch sie hatte mit den Jahren gelernt und umging solche Gebiete heute meist.
Es war ein anderer Teil der Geschichte, der die Schamanin wirklich faszinierte. Magie, das Unerklärliche in Mensch und Natur, bat ungeahnt viele Facetten. Noch heute lernte Chikyū immer wieder neue Aspekte der Magie kennen. Und das trotz ihres Alters. Es war immer wieder interessant zu verfolgen, wie sich dieses Konstrukt an Macht gewandelt hatte. Als Kind hatte sie Magie nicht gekannt, das Wort nicht gehört. Und binnen etlicher Jahrhunderte hatte sich dieses unwirkliche Konstrukt immer wieder verändert. Über Machthaber, die Magie nutzten um ihr Volk zu unterwerfen und Kriege zu führen, war es schließlich zu einem Alltagsgegenstand geworden, der den Menschen im Alltag helfen sollte. Doch dass damit auf solch faszinierende Art und Weise Leben gerettet werden konnten, das war etwas Überraschendes. Doch es entsprach der Logik der Natur. Man gab sein eigenes Leben, um in der Natur ein Gleichgewicht zu erhalten, während man ein genommenes Leben wiederentfachte.
Es vergingen einige Augenblicke, in denen Chikyū über die erstaunliche Macht der Magie sinnierte, ehe sie erneut zu Sins blickte. "Die Augen sind ein nobles Geschenk. Ein Leben für ein Leben. Eine Form der Magie, die wirklich außergewöhnlich ist." Während sie sprach, vernahm die Hüterin das leise prasseln des Feuers. Es war ermüdend und zugleich erfrischend. Während die zarten Geräusche ihre Ohren umgarnten, war es die angenehme Wärme, die ihren Körper durchzog. Sie brachte ihr Ruhe und lockerte die inneren Ketten. Ihr Ich war ebenso ruhig, wie sie selbst und machte keine Anstalten sich zu beschweren. Hier und jetzt war ein sehr angenehmer Augenblick. Ein Moment, mit dem sich alle Seiten Chikyūs anfreunden konnten. Mehr aus Gewohnheit als aus Bedarf, kramte sie daher ihren Flaschenkürbis hervor und nahm einen kräftigen Schluck daraus. Der Geschmack nach Sake vervollständigte das kleine Idyll. Doch lang würde diese Ruhe nicht halten. Viel zu bald würde sie weiterziehen und der Karte Folge leisten. Während ihr Inneres vor lauter Vorfreude tanzte, streckte Chikyū sich. Noch war es nicht so weit. Noch konnte sie die liebkosenden Flammen genießen und ihren Kleidern dabei zusehen, wie diese trockneten.




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Magie: Call of the Grave
Beitrag© By Sins  So Apr 30, 2017 12:50 am

Sins schwieg einen Augenblick. Er drehte den Kopf nach hinten und blickte in die lodernden Flammen. Das Gefühl der Wärme erfüllte ihn und tat seinem Körper mehr al nur gut. Als Chikyu anfing zu reden wandte er sich natürlich von den flammen ab, wieder hin zu ihr. Alles andere wäre unhöflich gewesen.
Sein Lächeln kehrte unweigerlich nach ihren Worten zurück. Es war nicht so, dass Sins ewig deswegen in Trauer versunken war. Er hatte diese Thematik schon seit langer Zeit verarbeitet und war auf einer gewissen ebene darüber hinweg. Er sah das ganze sehr ähnlich wie sie. Sein Leben war ein Geschenk, welches nicht selbstverständlich war und er hatte mit Sicherheit vor, dass Beste für alle daraus zu machen. Er musste schmunzeln. Auf den ersten Blick wirkte Chikyu wie eine normale junge Frau, wenn man mal von den Hörnern absah, denen Sins eher weniger Beachtung oder besser Verwunderung entgegen brachte, da auch er bereits schon die Erfahrung gemacht hatte, dass Magie ab und an mit Veränderung des Äußeren einher geht.
Nach ihrer letzten Aussage war Sins nun also etwas neugierig. Wer war sie eigentlich? Und wie kam es, dass sie scheinbar so erfahren war. "Hehe keine Sorge ich habe die Tatsachen schon vor geraumer Zeit akzeptiert und verarbeitet. Jetzt aber mal genug von mir. Ich muss gestehen ich bin auch etwas neugierig. Einerseits wären da diese Hörner. Liege ich mit der Annahme richtig, dass da auch Magie im Spiel ist? Und ...ich möchte dir wirklich nicht zu nahe treten... ehrlich nicht... aber du scheinst echt weise zu sein, dafür das du so jung Aussiehst... " Die letzten Worte sprach er sehr zögerlich. Er wollte sie nicht kränken, oder beleidigen. Aber ihr war an ihrer Art zu sprechen, nein an ihrem ganzen Verhalten augefallen, dass dies eigentlich viel zu gewählt für ihr Alter sein musste. Er ging in sich schon ein paar Optionen durch. Vielleicht kam sie aus einem äußerst gehobenem Haushalt. Womöglich hatte sie aber auch beruflich viel mit Sprache zu tun oder war einfach nur eine Person, die viel und gerne hohe Literatur las.
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Magie: Erdmagie
Beitrag© By Chikyū no hāto  Mi Jul 05, 2017 6:44 pm





DIE HÜTERIN DER ERDE


Chikyūs freundlicher Gastgeber wirkte nicht betrübt. In seinen Augen spiegelten sich Akzeptanz und Frohsinn wieder. Er hatte den Tod seines Vaters also verarbeitet, ein wunderbares Anzeichen dafür, dass er ein schönes Leben führen konnte. Chikyū lächelte und beglückte sich der aufgeweckten Fragen ihres Gegenübers, während sie das warme Feuer auf ihrer Haut genoss.
Es war wirklich eine Schande so bald wieder aufbrechen zu müssen. Die lodernden Flammen spiegelten sich in ihren Augen wieder und die Schamanin zögerte einen Moment, ehe sie auf die Fragen einzugehen gedachte. Ja, woher kamen ihre Hörner eigentlich? Waren sie schon immer ein Teil ihres Äußeren gewesen? Ihr kam es jedenfalls so vor, konnte sie sich an keinen Tag erinnern, an dem sie ihre Hörner nicht begleitet hatten. Und erinnerte sie sich zurück, so hatten auch andere ihres Stammes Anzeichen von Hörnern, oder gar andere Aspekte der Natur aufgezeigt. Eine Tatsache, die sie immer auf ihre enge Verbundenheit mit der Natur zurückgeführt hatte. Doch war es möglich, dass auch ihre Hörner ein Teil der Magie ihrer Welt waren? Mit Sicherheit sagen konnte sie es nicht und sicherlich würde sie heute keine Antwort mehr darauf erhalten. Und so wie sie ohne Antwort bleiben würde, so würde sich auch Sins gedulden müssen, ehe er die Wahrheit über ihre Höner erfuhr.
Zögerlich murmelte Chikyū etwas in sich hinein, unsicher welche Antwort der Wahrheit wohl am Nähesten kam, ehe sie ihren Blick wieder zu Sins wandte, um diesem zu antworten. "Diese Hörner sind ein Teil von mir. Sie begleiten mich seid ich denken und die Welt erkunden kann. Ich erinnere mich nicht daran, dass sie durch eine Form der Magie entstanden sind. In meiner Kindheit kannte ich die Magie nicht, ebenso wie der Rest meiner Familie. Doch wir alle hatten Anzeichen, die uns unmenschlich erscheinen ließen. Ist es also ein Teil der Magie? Leider kann ich dir deine Frage nicht beantworten, doch denkbar wäre es."

Kurz stockte die Schamanin, ehe sie erneut die Stimme erhob. "Und ist es nicht etwas indiskret, eine Dame nach ihrem Alter zu fragen?" Während sie sprach, zog Chikyū missbilligend eine Augenbraue hoch. Ihr Mund wurde schmaler und sie betrachtete das Gesicht ihres Gegenübers. Erst als dieser eine Regung zeigte, musste sie schmunzeln. "Keine Sorge. Die meisten Menschen schätzen mein Alter falsch ein. Nicht jeder Mensch ist so jung wie er aussieht, oder wie er vorgibt zu sein. Ich versuche mein Alter nicht zu verstecken, nur hat sich mein Erscheinungsbild seit geraumer Zeit nicht verändert. Es zeigt wer ich bin, und auch wie ich rede.
Dennoch ist es amüsant zu sehen, wie mein Auftreten andere verwundert. Doch du selbst sprichst auch nicht, wie die Jugend selbst. Zu viel Gutes ist in deinen Worten."
, hackte sie vorsichtig nach, vielleicht so das Alter ihres Gegenübers erfahren zu können.




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Magie: Call of the Grave
Beitrag© By Sins  Fr Jul 14, 2017 1:46 pm

Sins runzelte die Stirn, verlor allerdings nicht das Lächeln. Er war nicht dafür bekannt, weder bei seiner Gilde noch in seiner Heimat, sonderlich diskret oder ähnloches zu sein, wenn es die Situation nicht unbedingt verlangte, dennoch erkannte er, dass er ihr vielleicht etwas zu nahe getreten war, wollte aber dennoch auch seinen Blickwinkel kunt tun. "Es tut mir Leid, falls ich dir gegenüber zu dreist war, aber ich bin der Meinung das Alter oder Aussehen einer Person keine Rolle spielen, was zählt ist ihr Herz. Natural muss ich eingestehen das ich neugierig bin. Du bist eine sehr interessante Person. Ich kann noch nicht genau mit dem Finger darauf zeigen… aber etwas an dir ist anders als an anderen Menschen. Im positiven Sinne." Er hatte nicht vor damit ihre Gunst zu gewinnen oder seinen Kopf aus irgend einer Schlinge zu ziehen. Es war einer der seltenen Momente in denen Sins sich nicht als fauler Spaßvogel zeigte, sondern sich nicht nur in die Karten schauen lies, sondern sie offen auf den Tisch legte.
Natürlich erkannte der junge Magier Chikyus Versuch ihm sein Alter zu entlocken, aber er sah auch keinen Grund es ihr nicht zu verraten. Das Kompliment lies ihn aber auch etwas erröten. "Nein ich bin wirklich noch recht jung. Bin vor ein paar Monaten erst 20 geworden. Wobei ich mich wundere was Alter mit Güte zu tun hat? Natürlich kommt mit dem Alter die nötige Weisheit zu erkennen, was richtig oder falsch ist, aber letztlich trägt meiner Meinung nach jeder Mensch sowohl gutes als auch böses in sich. Es ist die Seite die wir für unser handeln auswählen, die uns ausmacht. Jeder hat meines Erachtens die Wahl und die Chance gut zu sein, sobald er alt genug ist ein eigenes Bewusstsein zu haben." Es geschah selten, dass sich Sins so Philosophie vertiefte. Meistens weil andere ihn nicht ernst nahmen. Er fuhr fort. "Das soll nicht heißen, dass ich nicht glaube, dass es erschwerende Umstände gibt, die es einem schwerer machen gut zu sein. Wut, Zorn, Hass, Angst, Habgier und so weiter sind starke Emotionen. Ihre Verlockungen haben auch mich schon erwischt, ich würde lügen wenn ich sage es wäre nicht so. Aber dann lernte ich mich auf positive Emotionen wie Liebe, Mitgefühl und vor allem Humor" bei letzterem verbreiterte sich sein Grinsen etwas "zu beziehen. Es macht das Leben nicht immer leichter. Aber ich bereue seit dem nichts. Ich habe mich bewusst für das Gute entschieden und ich denke, dass auch die schlimmste Person dazu fähig ist, wenn man ihr die Chance gibt." Erst jetzt bemerkte er, dass er mal wieder wie ein Wasserfall gequasselt hatte. "Oh tut mir Leid. Ich Plappermaul rede und rede und lass dich ja gar nicht zu Wort kommen." Er kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
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