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 Narben der Vergangenheit

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Beitrag© By Gast  So Jan 08, 2017 4:40 pm

Narben der Vergangenheit

Yoru & Robyn

Die Nacht war bereits hereingebrochen. Ein vollkommen klarer Himmel, Sterne waren am Firmament zu sehen. Der Großteil der Gilde Liberty Phoenix war bereits in Schweigen gehüllt, kein Mucks war zu hören. Der Schattengodslayer war allerdings noch wach. Er hatte kein Auge zubekommen und starrte durch das Fenster seines Zimmers in die Dunkelheit hinaus. Hin und wieder flog sein Blick über die Sterne, welche den grellen Mond umspielten. Sein leichtes Atmen war das anzeigen Geräusch, das Yoru vernahm. Seine Erinnerungen hatten ihn heimgesucht, die Schmerzen an seinem Hals schienen fast wieder präsent zu sein.
Langsam und behutsam nahm er seinen goldenen Halsreif ab und legte ihn auf das Fensterbrett direkt vor ihm. Das Licht, welches in seinem Zimmer noch brannte, spielte sich leicht auf dem Reif, doch das störte Yoru nicht. Er nahm einen tiefen Atemzug und fuhr mit den Finger seiner rechten Hand leicht über seinen Hals. Sie waren nun deutlich zu sehen, die Würgemale, die er seinem verschiedenen Vater zu verdanken hatte. Sie schienen zu schmerzen, er spürte das Pochen an seinem Hals. Während er seinen Hals vorsichtig abfühlte, stemmte er sich mit seiner feien Hand auf den Fensterbrett ab. Die langen schwarzen Haare des Godslayers hingen frei über seinen Rücken und sein Gesicht. Nicht oft nahm er seinen Halsreif ab, niemand sollte diese Abdrücke jemals zu Gesicht bekommen.
Es fühlte sich ähnlich an wie damals. Stockendes Atmen und ein Gefühl der Angst. Er merkte bereits wie sich leichte Tränen in seinem Gesicht sammelten. Schnell wischte er sie sich mit seiner linken Hand weg. Niemand sollte ihn so schwach sehen, so verwundbar. Es schmerzt immer noch..! Obwohl er sich immer aufspielte, sich als Gott oder Höhergestellt betrachtete, war er mit der Realität durchaus vertraut. Yoru war kein Gott, nicht mal ansatzweise, er war ein Mensch. Doch dieser Akt war sein Schutzschild, niemand konnte an ihn herankommen und das war gut so.
Nach einiger Zeit ließ er mit seiner rechten Hand von seinem Hals ab und legt beide Hände auf dem Fensterbrett ab, während er in die finstere Nacht hinausblickte. Dunkelheit, sie schützte ihn vor allem Bösen in dieser Welt. Ob er selbst auch dazu zählte, war ihm rechtlich egal. Er atmete mehrmals tief durch, ließ die Luft seine Lungen füllen. Es war ein angenehmes Gefühl, seinen Hals frei zu haben.
"Sie werden wohl nie verschwinden..." Ein leuter Seufzer entkam dem Mund des Godslayers während er sich von seinem Fenster ab und der Tür seines Zimmers zuwandte, welche er nun abschließen wollte, um in Ruhe zu schlafen. Niemand sollte unangemeldet in sein Zimmer kommen.
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Beitrag© By Robyn Skuggi  So Jan 08, 2017 7:22 pm

Die Luft war klar und rein, gefüllt vom Duft des Waldes um sie herum. Baumkronen raschelten sanft in der zärtlichen Brise. Der Mond grinste groß und hell zu ihr herunter, umspielt von munter funkelnden Sternen. Es war eine traumhafte Nacht und Robyn genoss sie in vollen Zügen, als sie gemütlich über das weit vom Boden entfernte Dach der Gildenhalle schlenderte.
Es war zwar mitten in der Nacht, doch Robyn war hellwach. Sie hatte bereits im Mond- und Sternenlicht angefangen, die Situation der Dächer und Mauern zu untersuchen und zu notieren. Vielerorts gab es riesige, klaffende Löcher. Einmal war eine Stelle im Dach sogar spontan unter ihr eingebrochen. Das hatte ihr einen kleinen Adrenalinkick verschafft und nach einigem gut gelaunten Kichern hatte sie sich wieder aus ihrer hängenden Position auf das Dach geschwungen und war weitergegangen.

An sich war das aber nur ein einfacher Zeitvertreib. Jemand mit mehr Ahnung als sie würde demnächst bei Tage kommen müssen und die weitläufigen Dächer, Mauern und Turmspitzen zu inspizieren. Robyn wusste in dieser Nacht einfach nichts mit sich anzufangen. Sie konnte alles Mögliche machen, hatte jedoch kaum Motivation für irgendetwas. Letztendlich beschloss sie, dass es doch etwas frisch wurde hier oben und sie den wunderschönen Himmel auch aus der Dunkelheit ihres warmen Zimmers aus beobachten konnte.
Kurzentschlossen kletterte sie wieder hinab in einen kleinen Hof. Auf leisen Sohlen ging sie ohne Eile über die stockdunkle Gildenhalle die Treppe zum ersten Stock hoch, ging rüber zu dem Flügel, in dem die meisten von ihnen ihre Zimmer hatten. Dabei brauchte Robyn kein Licht, um sich den Weg zu leuchten. Sie sah mit ihrer Erinnerung der Gänge und ihren Ohren, die ihr ein ausgezeichnetes Bild der Umgebung lieferten. Das weiche Licht des Nachthimmels zeichnete lustige Schattenbilder an die Wände, wo immer es durch Fenster, Ritzen und fehlende Mauersteine hereinscheinen konnte.

Eigentlich war sie auf dem direkten Weg zu ihrem Zimmer. Doch ihre durch die Lichtarmut noch empfindlicheren Ohren schnappten etwas auf, das sie zum Abbiegen bewegte. Atmen, das eindeutig nicht zu einer schlafenden Person gehörte. Irgendjemand war noch wach. Und dieser Person schien es nicht gut zu gehen.
Ihre Füße führten sie wie von selbst zum Aufenthaltsort der wachen Person. Da sah sie auch schon Licht in einem eher abgelegenen Zimmer brennen. Erst vor der Tür blieb Robyn stehen, zögerte einen Moment. Das war Yorus Zimmer. Dem immer provokanten, keck wirkenden Godslayer der Schatten. Und doch hörte Robyn hier stockendes Atmen, Unbehagen lag in der Luft. Robyns Neugierde obsiegte, lautlos öffnete sie die Tür ein wenig, um hineinsehen zu können.
Da stand er, am Fenster. Das endlos lange, schwarze Haar hing wie ein Mantel um seinen Körper. Sein Gesicht konnte Robyn nicht sehen, doch sein schwaches Seufzen und erstickte Laute, die nach Schmerzen klangen, erreichten ihre Ohren. Überrascht und ein wenig verwirrt blieb Robyn in der Tür stehen. Das hier war nicht der starke, überhebliche Magier, der Minato ohne Umschweife zu einem Duell herausgefordert hatte. Das hier... war wohl der Mann hinter der Göttermaske. Als sich Yoru zu ihr umdrehte, fühlte sich Robyn ertappt. Ein Anflug von Panik fuhr durch ihren Körper, in Erinnerung an die Kampffähigkeiten, die Yoru besaß. Ihre Beine wollten sich zur Flucht umdrehen, doch sie wurde all der Schatten gewahr, von denen sie umgeben war. Das war Yorus Element. Flucht war sinnlos. Sie musste sich wohl oder übel der Tatsache stellen, dass sie in Yorus Privatsphäre eingedrungen war.
Hatte sie gerade noch einen Blick nach hinten in den dunklen Gang geworfen, sah sie nun wieder rasch zu Yoru hinüber. Wieder war sie überrascht – oder wohl eher erschrocken. Deutlich sichtbar prangte auf Yorus Hals, der sonst von einem goldenen Reif bedeckt war, das der dunkle Abdruck einer Hand. Ihr Rücken begann ein wenig zu jucken.
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Beitrag© By Gast  So Jan 08, 2017 10:05 pm

Eigentlich wollte Yoru nur kurz seine Türe abschließen und sich dann wieder in sein gemütliches Bett legen, doch da stand sie plötzlich. Robyn, die kleine, stets gut gelaunte Magierin, die ihm vor nicht allzu langer Zeit seine Stimme geraubt hatte. Direkt in dem Rahmen seiner Tür, wortlos. Wie lange sie schon dort stand und ihn beobachtet hatte, ohne dass er es bemerkte, oder ob sie gerade erst hereingekommen war, wusste er nicht. Kein einziger Mucks war zu hören als sich die Blicke der Beiden trafen. Nur das leise Rascheln der Bäume im Wind und das leichte Klappern seines offenen Fensters. Für die ersten Sekunden wurde kein einziges Wort gesprochen.

Dann jedoch traf es Yoru wie ein Blitz. Durch das Licht, das innerhalb seines Raumes noch brannte und seinen beiseite gelegten Reif konnte sie die Male an seinem Hals sehen. Die Male, die er nie jemandem zeigen wollte. Mit einer schnellen Bewegung verdeckte der Godslayer seinen Hals mit seinem rechten Unterarm. Hatte Robyn sie gesehen?

Yoru wich nicht von der Stelle, seinen Blick auf die kleine Robyn fixiert. Wäre sie unter normalen Umständen in sein Zimmer gekommen, hätte er einen Kommentar wie "Willst du mir jetzt schon beim schlafen Gesellschaft leisten?" oder "War ja nur ne Frage der Zeit, bis du nachts hier her kommst." abgelassen und sein übliches Grinsen aufgesetzt. Doch sie hatte ihn auf kaltem Fuß erwischt. Er war in diesem Moment schwach, verwundbar. Doch er musste jetzt sofort wissen, ob sie wirklich alles gesehen hatte.
Seine schwarzen Haare hingen über seinem Rücken, einige von ihnen streiften sogar den hölzernen Boden seines Zimmers, und vor seinem Gesicht, zwischen denen zwei rote Augen direkt auf seine Gildenkameradin gerichtet waren. Er wirkte wie ein wildes Tier, das sich zum Angriff auf die wehrlose Beute vorbereitete. Immer noch seinen Hals abschirmend, ging er langsam einen Schritt auf Robyn zu. "Was hast du gesehen..?!" Der Zorn in seiner Stimme war unverkennbar, als würde er jede Sekunde auf sie losgehen. Keine Spur mehr von dem Egomanen mit Gottkomplex, dem spaßenden neuen Mitglied der Gilde. Sie hatte das gesehen, was nie jemand hätte sehen sollen. Die Anspannung innerhalb des Raumes war nun um einiges angestiegen.
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Beitrag© By Robyn Skuggi  So Jan 08, 2017 10:56 pm

Für einen Moment, der entweder eine Ewigkeit andauerte oder nur wenige Sekunden, herrschte gespenstische Stille zwischen ihnen. Sie starrten sich einfach nur an, ohne sich zu regen. Doch als die Stimmung letztendlich kippte, wurde sich Robyn ihrer Angst wieder gewahr.
‚Du hast etwas gesehen, das du niemals hättest sehen sollen‘, ging ihr sofort durch den Kopf, als Yoru erst seinen Hals verdeckte und dann rasch zornig wurde. Weg weg weg. Einfach umdrehen und davon rennen, egal wie zwecklos das sein mochte. Konfrontation vermeiden. Weglaufen. Auch jetzt galt ihr erster Instinkt wieder der Flucht, so wie immer. Mit vor Zorn bebender Stimme, die sich in Robyns Kopf festzusetzen schien, kam Yoru einen Schritt auf sie zu. Sofort wich sie zwei Schritte zurück. Es drängte sie danach, noch weiter zurückzuweichen, doch sie stoppte sich mit der Hand am Türrahmen.
‚Sieh ihn dir doch an. Das ist Yoru. Kein aufgeblasener Hofnarr, sondern ein normaler, verletzlicher Mann. Ich kann nicht einfach weglaufen, nachdem ich gerade so eingedrungen bin... Das macht nichts besser und alles schlimmer.‘
Robyn atmete tief durch, streckte ihren leicht zitternden Körper. Dann, weil sie noch um ihre Stimme kämpfte, machte sie wieder einige zaghafte Schritte hinein in Yorus Zimmer und schloss widerwillig die Tür hinter sich. Sie wollte sich kratzen.
Den eingeschüchterten Blick auf Yoru gerichtet, der sie wie ein Raubtier anstarrte, hob sie langsam die rechte Hand an den Hals. Sein Zorn bebte praktisch in ihren Ohren. „Die Male...“, gestand sie. Jetzt war es sowieso zu spät, das verheimlichen oder verleugnen zu wollen. Wie bescheuert war sie eigentlich, dass sie sich hier in eine potentielle Todesfalle brachte? Brach da ein Ticken Todessehnsucht durch?
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Beitrag© By Gast  So Jan 08, 2017 11:29 pm

Flucht. Das war wohl Robyns erster Gedanke gewesen, nachdem er einen Schritt auf sie zu gemacht hatte. Zu verübeln war es ihr nicht, Robyn war offensichtlich nicht der Typ, der eine direkte Konfrontationen gutheißen würde. Doch es gab nun kein zurück mehr, denn nach einigen Schritten nach hinten, durch die sie Abstand zu einem ungewohnt zornigen Yoru gewinnen wollte, stoppte sie und trat kurz danach wieder in sein Zimmer ein, die Holztür, die in sein Zimmer führte, hinter ihr verschließend. Die Angst und ihr Unbehagen waren ihr anzusehen, Großteils dadurch, das es ihr sehr schwer zu fallen schien, ihrer Stimme einen einzigen Laut zu entlocken.

Aber jetzt stand sie nur noch einige Schritte von ihm entfernt, die roten Augen des Godslayers immer noch auf sie gerichtet. Ihre Worte, welche sie nach anscheinend großer Überwindung hervorbrachte, bestätigten Yorus Annahme, sie hatte die Male an seinem Hals gesehen. Sie hat sie gesehen! Dieses verdammte...! Nun schien Yoru die pure Wut zu übermannen, denn raschen Schrittes bewegte er sich auf Robyn zu, nicht einmal ein halber Meter Abstand herrschte mehr zwischen den Beiden.
Da der Godslayer der Schatten ein gutes Stück größer als Robyn war, sah er nun wortwörtlich auf sie herab, den Arm immer noch schützend vor seinen Hals haltend. Es war kein Grinsen auf dem Gesicht des Schwarzhaarigen zu sehen, kein Lächeln, nur ein Ausdruck puren Zorns. Sogar an seinem schmalen Hals zeigten sich bereits einige Adern.

Dann packte er Robyns Kragen und zog schon fast gewaltsam daran. "Du hast..!" Seine Stimme bebte inzwischen vor Wut und es schien nichts zu geben, was ihn so bald beruhigen würde. Durch die geschlossene Tür war es ebenso unwahrscheinlich, das eines der Mitglieder ihrer Gilde ihr zu Hilfe eilen würde. Die Situation schien immer mehr zu eskalieren.
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Beitrag© By Robyn Skuggi  Mo Jan 09, 2017 3:00 pm

Schreien. Sie wollte laut und ohrenbetäubend schreien, um Yoru wieder loszuwerden und alle anderen schlafenden Gildenmitglieder aus dem Schlaf zu reißen. Um ihrer Angst Ausdruck zu verleihen. Doch sie wimmerte nur, als Yoru sie packte und zu sich zog. Robyn zwang sich, nicht zu schreien, um die Guillotine über ihrem Kopf nicht vorzeitig auszulösen. Kurzzeitig mochte sie Yoru zwar außer Schach setzen können, doch danach könnte er dazu übergehen sie aggressiv zu jagen. Für einen kurzen Moment stellte sich Robyn vor, wie die schlaftrunkenen Magier nach dem Rechten sehen kamen und sich dann einen rücksichtslosen Kampf mit Yoru lieferten, weil er anscheinend den Verstand verloren hatte. Es war ein grässliches Bild. Soweit durfte es nicht kommen. Niemand durfte geweckt werden. Robyn musste das selbst klären.

Eine mögliche Alternative war es, ein Schlaflied zu wirken, um Yoru zu beruhigen. Doch allein bei dem Gedanken fühlte sich Robyn schlecht. Er zeigte ihr hier unfreiwillig sein wahres Gesicht, das, was er hatte verbergen wollen. Ausnahmsweise fühlte es sich wie dreckigster Betrug an, ihn zur Ruhe zu zwingen.

Also auch nichts. Am Ende blieb Robyn nicht viel anderes übrig, als ängstlich ihre Hände um Yorus kalte Handgelenke zu legen. „Yoru... bitte...! Hör auf...!“ Ihre Hände zitterten, als sie leichten Druck auf Yorus Handgelenke ausübte. Tränen traten ihr in die Augen. „Was passiert jetzt..? Was willst du mit mir machen?“ Je mehr sie sprach, desto mehr bekam sie die Kontrolle über ihre Stimme zurück und desto besser konnte sie ihre Angst runterschlucken. Anstatt den Blick geschlossen oder gesenkt zu halten, hob sie ihn nun wieder und sah Yoru verängstigt, doch direkt in die tiefroten Augen. Einige Tränen liefen über ihre Wangen. Sie schluchzte. Ihre Lippe und Hände zitterten.
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Beitrag© By Gast  Mo Jan 09, 2017 5:27 pm

Seine Atmung war schnell, beinahe schon hektisch, während er die verängstigte Robyn am Kragen gepackt hielt. Ihre Gesichter waren nur noch ein kleines Stück voneinander entfernt, er konnte ihren leichten Atem auf seiner Haut spüren und sah die Furcht in ihren Augen. Es wäre auch ein Wunder gewesen, hätte sie der plötzliche "Angriff" des Godslayers nicht erschrocken. Seine roten Augen schienen sich in ihr Fleisch zu bohren, nicht eine Sekunde lang wandte er seinen Blick von der kleinen Magiern ab.
Vielleicht würde sie gerne schreien, um Hilfe zu erhalten, doch aus einem für Yoru nicht verständlichen Grund tat sie es nicht. Es wäre nicht schwer, sie würde schreien, andere Gildenmitglieder in das Zimmer kommen und ihn von ihr fern halten. Wieso sie es also nicht tat, wusste der Schwarzhaarige nicht.

Seine Hand zitterte, als Robyn ihr warmen Hände auf sein Handgelenk legte, nicht durch die Kälte oder aus Angst, sondern aufgrund des brodelnden Zorns, welcher sich innerhalb Yorus aufgebaut hatte. Es schien so, als wäre er kurz davor, tatsächlich auf seine Gildenkameradin loszugehen.

Aber dann sah er es. Tränen, die über Robyns von Angst geprägtes Gesicht liefen. Sie bat ihn aufzuhören, fragte ihn, was er jetzt vor hatte. Doch als er die Tränen über Robyns Wangen fließen sah, war seine Wut wie verblasst. Seine Atmung verlangsamte sich, das Zittern seines Körpers ging langsam zurück. Was hätte er denn jetzt getan? Hätte er tatsächlich einem wohl wehrlosen Mädchen etwas angetan? Nein... so weit würde er nie gehen.
Sie stand vor ihm, hilflos, wehrlos, von der Furcht vor dem Godslayer klar gezeichnet. Yoru hatte tatsächlich ein Mädchen zum Weinen gebracht, welches vielleicht nur durch einen unglücklichen Zufall in sein Zimmer gekommen war. Sein Zorn legte sich und ließ langsam von Robyns Kragen ab. Seinen rechten Arm, mit dem er seinen Hals verdeckte, nahm er ebenfalls hinunter. Solange er nicht wusste, wieso sie in sein Zimmer gekommen war, konnte er nicht wütend auf sie sein, auch wenn es einige Zeit gedauert hatte, bis ihm das klar wurde.

Wieder herrschte ein kurzer Moment des Schweigens, doch dann schloss Yoru Robyn in seine Arme. Er drückte sie leicht gegen seine entblößte Brust, sodass sie seinen nun wieder ruhigen Herzschlag vernehmen konnte. "Tut mir leid...", das waren die ersten Worte die aus seinem Mund entkamen, während er Robyn weiter umarmte, um sie zu beruhigen, ob das wirklich helfen würde, war ihm unklar.
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Beitrag© By Robyn Skuggi  Di Jan 10, 2017 12:36 am

Auf einmal war alles vorbei. Sah sie in einem Moment noch Yorus zornerfüllten Blick, drückte er ihr Gesicht im nächsten Moment auch schon an seine Brust. Sein Herz war praktisch zum Greifen nahe. Nur der dünne Brustkorb trennte Robyns Ohr von Yorus erst noch hektisch, dann immer langsamer und ruhiger schlagenden Herzen. Bei jedem seiner Atemzüge konnte sie hören, wie sich seine Lungen mit Luft füllten, fühlen, wie sich ihr Kopf mit seiner Brust hob und senkte. Der Wechsel von Todesgefahr zu beruhigendem... Umarmen war so schnell gegangen, dass eines von beidem unwirklich schien. Und da es unwahrscheinlicher wirkte, dass Yoru sie in die Arme nahm, fragte sich Robyn für einen Moment, ob sie nicht gerade gestorben war und abdrehte.

Sie blinzelte einige Male. Die Tränen versiegten und trockneten auf ihren Wangen. Testend legte Robyn ihre Hände auf Yorus Rücken, lauschte gebannt Yorus Körpergeräuschen. Nein, das passierte wirklich. Yoru, der ihr gerade noch an die Gurgel wollte und sich sonst immer überheblich und immer mit allen zu spielen schien, nahm sie gerade in den Arm. Nicht nur das. Er entschuldigte sich. Es war kaum zu glauben, aber wahr.
Die Überraschung löste die Angst als vorherrschendes Gefühl ab. Ihr Zittern verebbte, ihr Körper entspannte sich. Doch der erstaunte Gesichtsausdruck setzte sich fest. Noch eine ganz unerwartete Wendung in dieser Nacht.

Wieder verging ein Moment. Diesmal nicht bedrohlich, sondern ruhig und tröstend. Robyn konnte nicht behaupten, dass die Umarmung unangenehm wäre. Sie mochte Körperkontakt dieser Art. Dass es jedoch ausgerechnet mit Yoru dazu kommen würde, hatte sie niemals erwartet. Schließlich murmelte Robyn leise: „Mein Eindringen tut mir auch leid... Ich... Es klang, als würde es dir nicht gut gehen, darum wollte ich nachsehen...“, um ihre eigenen Schuldgefühlen zaghaft auszudrücken.
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Beitrag© By Gast  Di Jan 10, 2017 3:47 pm

Die Umarmung schien den gewünschten Effekt zu erzielen, Robyn beruhigte sich. Auch wenn sie Anfangs sicherlich darüber verwundert war, das gerade der egozentrische Godslayer sie in seine Arme schloss, wurde sie ruhiger, ihre Tränen versiegten, ihr Körper entspannte sich. Es war, als hätte er ihr nie etwas antuen wollen. Darüber war er froh, erleichtert.

Nachdem wieder Stille in dem Raum zurückgekehrt war und Robyn ihre Arme wie die seinen um ihn geschlungen waren, sprach sie wieder zu ihm. Diesmal war ihre Stimme nicht von Angst erfüllt, sie war leise, sanft. Ihre Worte vernahm er mit offenen Ohren, als sie sich bei ihm für ihr Eindringen entschuldigte. Einen kurzen Moment lang sprach wieder keiner der Beiden ein Wort. Yoru schien nicht annähernd daran zu denken, die Umarmung schon zu lösen, um ehrlich zu sein, war es ihm nicht wirklich unangenehm. Es war angenehm... wohltuend. Ihr warmer Atem an seiner Brust und ihre Arme, welche sie um ihn gelegt hatte. Sogar ein leichtes Gefühl der Sicherheit, etwas das er nur allzu selten verspürte, überkam ihn.

Bevor er weitersprach legte Yoru sein Gesicht auf ihrem Kopf ab, er spürte ihre weichen Haare in seinem Gesicht. Seine eigenen Haare hingen noch an seinem Rücken und seiner Seite hinunter, es war, als wären Beide von einem dunklen Schleier umhüllt.
Mit ruhiger und gefasster Stimme sprach der Schattengodslayer wieder zu ihr. "Es ist ok... entschuldige, das ich auch dich losgegangen bin." Er atmete kurz durch, wobei sich der Geruch von Robyns Haar innerhalb seiner Nase wiederfand. Es roch süßlich und es war ebenso wohltuend wie die Umarmung selbst. Lange war es her, das Yoru einem Menschen umarmt hatte oder so nahe war. Wieder begann er zu sprechen. "Danke..."

Hier war es, Yoru, der Mann der von sich selbst immer als fleischgewordenem Gott sprach, hatte sich bei Robyn bedankt. Der Mann, der sonst immer hochnäsig, egoistisch, ja, vielleicht schon narzisstisch  wirkte. Doch in diesem Augenblick war er nichts davon.
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Beitrag© By Robyn Skuggi  Do Jan 12, 2017 1:36 am

Sein überaus langes, schwarzes Haar kitzelte in Robyns Gesicht, besonders um die Nase herum. Um dem zu entgehen, ohne die Hände auch nur für einen Moment von Yorus Rücken entfernen zu müssen, drehte sie ihr Gesicht einmal auf die andere Seite. Sie atmete tief durch. Ihre rechte Hand strich wie von selbst langsam über Yorus Rücken. Die innige Umarmung war ein Genuss. Einfach, unerwartet, willkommen. War Robyn vorher noch ein wenig kalt von der kühlen Nachtluft gewesen, hatten sie und Yoru sich erfolgreich auf angenehmste Weise aufgewärmt. Äußerlich wie innerlich.

Robyn konnte erst gar nicht begreifen, dass Yoru sich entschuldigte... und dann auch noch bedankte. Die Persona, die er sonst an den Tag legte, war einfach so völlig... anders. Ohne Respekt, immer mit hoch erhobenem Kopf und Grinsen auf den Lippen. Kein Vergleich zu jetzt gerade. Es war erschreckend und schrecklich vertraut.

Sie könnte jetzt hier stehen, in der Umarmung verschlungen, und sich darüber Gedanken machen, was wohl dazu geführt haben könnte, dass sich Yoru verhielt, wie er sich verhielt. Aber wozu? Dazu wusste sie zu wenig, würde nur mutmaßen können und keinerlei Antwort erhalten. Und welche Wunden derartige Fragen aufreißen konnten, wusste Robyn selbst nur zu gut. Also sagte sie nichts, dachte auch erst einmal über nicht viel nach. Lauschte einfach nur Yorus ruhigem Herzschlag und seiner gleichmäßigen Atmung.

Minuten vergingen. Waren es Minuten? Robyn hatte kein Zeitgefühl mehr. Das rhythmische Schlagen an ihrem Ohr hatte sie schläfrig gemacht und tatsächlich im Stehen wegdösen lassen. „Yoru...“, kam ihr irgendwann leise über die Lippen. Sie konnte hier doch nicht einschlafen! Wo war nur ihr Tatendrang von vorher hin verschwunden? Die Angst war doch wieder weg, da konnte er ruhig langsam zurückkommen. „Geht... es dir jetzt ein wenig besser? Kann ich irgendwas für dich tun?“
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Beitrag© By Gast  Di Jan 17, 2017 8:02 pm

Die Berührung von Robyns weicher Hand auf seinem Rücken konnte Yoru deutlich spüren, sie war wohltuend, angenehm. Dieser Sicherheit und Geborgenheit hatte er schon seit Jahren nicht mehr verspürt, man könne meinen, sein Wutausbruch vor einigen Minuten wäre nie geschehen. Er war ruhig, gelassen. Ja, er wirkte wie eine vollkommen andere Person.

Minutenlang hielten sich die Beiden in den Armen. Langsam aber sicher schien Robyn jedoch einzudösen. War sie so müde? Oder fühlte sie sich bei Yoru in diesem Moment tatsächlich so geborgen, das sie gar einschlafen konnte? Dieser Gedanken verflog wieder schnell aus dem Kopf des Godslayers, es war immerhin mitten in der Nacht und auch, wenn sie eher ein Nachtmensch war, würde auch Robyn mit der Zeit müde werden. Oder konnte es vielleicht doch sein...?

Als sie wieder anfing zu sprechen, bot sie ihm ihre Hilfe an, woraufhin er nur ein schwaches Lächeln erwidern konnte. Ihm helfen? Das hatte sehr lange niemand mehr zu ihm gesagt. "Nein...", das waren nach der langen Stille die ersten Worte, die den Mund des schwarzhaarigen Godslayers verließen. "Erzähl niemandem, was du hier gesehen hast..." Ja, niemand sollte erfahren, das der aufmüpfige und egozentrische "leibhaftige" Gott auch eine schwache Seite besaß. Jetzt konnte er nur hoffen, das Robyn dem zustimmen würde.
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Beitrag© By Robyn Skuggi  Do Jan 19, 2017 4:19 pm

Man konnte ihm also nicht helfen? Sie konnte ihm nicht helfen? Hatte sie nicht genau diese Antwort erwartet? Wann war schon irgendjemand einfach so bereit, einfach so Hilfe oder Unterstützung für eine tiefgehende, schmerzhafte Angelegenheit anzunehmen? Immerhin wollte auch Robyn selbst keine Hilfe bei dem, was sie so oft bedrückte. Dennoch hinterließ dieses schlichte „Nein“ ein unbefriedigendes Gefühl. Konnte sie es dabei beruhen lassen?

Als sie Yorus Bitte hörte, musste Robyn kurz auflachen. „Ich wäre ein ganz schönes Aas, wenn ich irgendjemandem davon erzählen sollte. Nein, mach dir keine Sorgen darüber, Yoru. Es gibt einfach Dinge... die brauchen andere nicht zu wissen.“ Geheimnisse konnte Robyn hervorragend für sich selbst behalten. Darin hatte sie schließlich eine Menge Übung. Robyn umarmte Yoru für einen Moment enger, atmete tief ein. Lauschte seinem rhythmischen Herzschlag, wie die Luft seine Lungen füllte, wie das Blut ohne Pause einzulegen durch seinen Körper strömte...und ließ dann genauso langsam von ihm ab, wie sie wieder ausatmete. Sie schälte sich praktisch aus der Umarmung, trat ein winziges Stück nach hinten – weiter ging nicht, denn da war auch schon die Tür... – , um zu ihm aufsehen zu können. Urgh, all diese Haare! Jetzt, da sie zurückgetreten war, wurden sie nicht mehr von ihrem Körper aufgehalten und vielen Yoru wie ein Vorhang vors Gesicht. Kurz stemmte sie die Hände in die Hüfte, starrte ein wenig missmutig zu dem Haarwald vor sich. Wie kam er überhaupt mit so langem Haar zurecht? Wobei sie sich dasselbe ja bei Sylvana auch fragte, doch Yoru war noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Dann griff Robyn entschlossen nach oben und packte all seine Haare hinter Yorus Schultern und Ohren. Wie lange das halten würde? Als sie sich so mit der schwarzen Haarpracht beschäftigte, musste Robyn unwillkürlich an ihre Schwester denken. Eileen hatte sie zu Hause oft darum gebeten, ihr die Haare irgendwie herzurichten.

Aber jetzt ging es ja weder um Robyns kleine Schwester, noch um Yorus hinderliche Haare. Also wieder zurück zum eigentlichen Thema. „Und du bist dir ganz sicher, dass ich nichts für dich tun kann? Nicht einmal etwas Kleines, Winziges? Nach der Aufregung vielleicht... keine Ahnung, einen heißen Kakao? Oder wären dir auch zur Beruhigung und zum Tag ausklingen lassen Kaffee oder Tee lieber?“ Robyn sog theatralisch die Luft ein. „Du würdest dich doch nicht lieber in Alkohol ertränken?“

Sie sprach immer sorgloser und mit einem leicht amüsierten Klang in der Stimme. Ein kleiner Versuch, die Stimmung ein klein wenig zu heben und vielleicht doch noch ein kleines, resignierendes „Ja“ von ihm zu erhalten. Natürlich konnte sie ihm nicht bei dem „Problem“ helfen, dass seine Male und seine Verschlossenheit verursacht hatte. Ganz besonders nicht in einer Nacht. Aber was sprach denn gegen eine kleine Geste? Außerdem wollte sie die Situation so langsam ein bisschen ausnutzen. Wann sonst würde sie wieder in der Lage sein, in aller Ruhe mit Yoru zu sprechen, ohne dabei aufgrund des Gottgedöns innerlich die Augen verdrehen zu müssen oder ihn am Pferdeschwanz aus dem Raum zerren zu wollen, damit er nicht wieder mit irgendjemandem aneinander geriet? All die Arbeiter, die er in dieser kurzen Zeit schon gegen sich aufgebracht hatte... einfach unglaublich.
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Beitrag© By Gast  Mo Jan 30, 2017 9:49 pm

Ihre Bestätigung, das sie niemandem von seinen Malen erzählen würde, erleichterte Yoru um ein Vielfaches. Äußerlich schenkte er Robyn zwar nur ein schwaches Lächeln, aber in seinem Inneren überkam ihn Erleichterung. Abgesehen von Robyn selbst, würde es niemand erfahren. Nach dem sie es gesagt hatte, umarmte sie ihn für einen Moment fester, ließ ihn kurz danach wieder los und löste so die Umarmung. Für eine kurze Weile waren sie sich sehr nahe, er glaubte sogar, ihren rhythmischen Herzschlag vernehmen zu können. Es war allerdings auch gut möglich, das er sich irrte. Danach ging sie ein kleines Stück zurück, in Richtung der Türe seines Zimmers. Kurz fragte er sich, ob sie nun gehen würde, diese Vermutung verflog jedoch schnell wieder, als Robyn anfing, ihn zu mustern. Irritierten sie seine Haare? Nun ja, sie hingen auch wie ein Schleier an ihm herunter, das war wohl kein alltäglicher Anblick.

Wieder verging ein kurzer Moment, bis die kleine Magiern seine Haare nach hinten strich. Nur noch ein paar einzelne Strähnen hingen in Yorus Gesicht. Als sie ihr "Werk" vollendet hatte, konnte der Godslayer nicht anders als ein Wenig zu lachen. Sie wirkte wie eine Frau, die wollte das ihre Kinder ordentlich aussahen. Das an sich wäre kein Grund zu lachen, doch der Größenunterschied der Beiden und wie sich Robyn strecken musste, waren doch recht amüsant.

Dann fragte sie ihn ob er noch etwas braucht. Er hatte Robyn zwar als eine Person eingeschätzt, die anderen gerne half, aber trotzdem hatte er nicht von ihr erwartet, derart vorkommend ihm gegenüber zu sein. Es war... ungewohnt. "Ja.." Es war im Moment die einzige Antwort die ihm einfiel. "Etwas zu trinken wäre wohl nicht schlecht.." Seine Stimme war ruhig, fast schon entspannt. Man könnte meinen, die vorherige Spannung innerhalb des Raumes hätte nie geherrscht. Nach seinem letzten Wort schenkte er ihr noch ein leichtes Lächeln.

Diese ganze Situation war ziemlich seltsam. Robyn bot ihm ihre Hilfe an, was er nicht von ihr erwartet hatte. Immerhin war er normalerweise nicht das, was man als einen netten Kerl bezeichnen könnte. Egozentrisch, aufmüpfig, das waren Worte, die ihn gut beschrieben. Im Moment jedoch war er nichts davon. Yoru war nur ein Mann und sie ein Mädchen.
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Beitrag© By Robyn Skuggi  Mi Feb 01, 2017 5:09 pm

Wunderbar, er stimmte ohne weiteres Murren zu! Robyn klatschte zufrieden und voller Elan die Hände zusammen. Gute Gelegenheit, ihn entweder noch ein wenig aufzumuntern – ihre Haar-zurückstreichen-Aktion hatte ihm ja ein erstes Lachen entlockt, so wie sie es von ihm eher gewohnt war – und vielleicht auch noch ein bisschen was über ihn zu erfahren. Also, auf geht’s!

„Magst du dir nicht vielleicht noch was überziehen, bevor wir runtergehen? Es ist wirklich frisch.“ Robyn trat ein wenig zur Seite, hatte die Hand schon auf die Türklinke gelegt. Yoru war aber wirklich andauernd derart gekleidet, dass es sie ein wenig fröstelte. Jetzt in der Nacht, in diesen doch noch recht zugigen Gemäuern und mit sonst keiner wachen Menschenseele, schien er dafür bestimmt, sich eine saftige Erkältung einzufangen, sofern er sich nicht sofort unter seine Decke verkrümelte und einmummelte.

Ein klein wenig peinlich berührt stellte Robyn fest, dass sie sich in einer Art „große Schwester“-Modus versetzt hatte. Magst du noch einen Kakao? Ja, du willst unbedingt einen Kakao, ganz egal, was du dagegen sagst! Aber, aber, es ist viel zu kalt, du musst dir unbedingt noch etwas überziehen. Nein, keine Widerworte! Wie siehst du denn schon wieder aus? Du solltest dir die Haare aus dem Gesicht halten... Urks. Er war, was, zehn Jahre älter als sie? Robyn war ja bisher mit ihren siebzehn Jahren das Küken in der Gilde. Kein Wunder, dass ihn das irgendwie amüsierte.
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Beitrag© By Gast  So Feb 05, 2017 4:57 pm

Ja, sie benahm sich wirklich wie eine Mutter oder große Schwester. Vielleicht war es auch der Mutterinstinkt, den jeden Frau hatte. So oder so, das sie sich um ihn kümmern wollte, störte ihn nicht, es war ihm sogar ziemlich angenehm.

Als sie ihn anschließend auch noch fragte, ob er sich nicht etwas wärmer anziehen wollte, konnte Yoru nicht anders, als erneut zu lachen. Es war für ihn einfach zu lustig, wie die kleine Robyn ihn hegen und pflegen wollte. 'Die kleine Mutter von Liberty Phoenix', das wäre ein guter Titel für sie. Nachdem er aufgehörte zu lachen, schenkte er Robyn ein leichtes Lächeln. "Nein, ich frier nicht so schnell, keine Sorge." Für andere war es wohl ziemlich kalt, was durchaus verständlich war. In diesem alten Gemäuer gab es kaum Möglichkeiten sich aufzuwärmen, selbst der Wind schoss durch die rissigen Wände. Eine Renovierung wäre wohl wirklich mal angebracht.

Auch wenn ihn Robyns Hilfsbereitschaft etwas verwundert hatte, war sie ihm dennoch willkommen. Es war nett, nach so langer Zeit jemanden zu haben, der sich um ihn sorgte.
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Beitrag© By Robyn Skuggi  Di Feb 07, 2017 7:39 pm

Ihm war also nicht kalt. Auch gut, er wusste immerhin besser als Robyn mit welchen Temperaturen er gut zurechtkam, ohne krank zu werden. Ihre Überfürsorglichkeit schien zumindest seine Laune zu bessern, denn er lachte erneut auf. Besser, als wenn er weiter Trübsal blasen und düsteren Gedanken nachhängen würde. „Na dann los“, sagte sie und öffnete die Tür.
Auf dem Weg zur Küche sprachen sie nicht miteinander. Die Schatten wirkten wieder verspielt und harmlos auf Robyn, da sie nun keine Gefahr mehr seitens Yoru befürchten musste. Ihre leichten Schritte hallten in den Gängen wider. Noch immer konnte Robyn gleichmäßiges Schnarchen und andere Schlafgeräusche hören. Der kurzzeitige Aufruhr in Yorus Zimmer hatte wohl niemanden aufgeweckt. Das war gut, denn die Situation war glücklicherweise glimpflich ausgegangen und mit einem überraschend innigen Moment. Andererseits würde vermutlich keine der Schnarchnasen es mitbekommen, sollte irgendwer unbefugt das Gildengebäude betreten und sie angreifen oder ausrauben. Aber dafür hatten sie ja Nachteulen wie Robyn und Yoru.
In der Küche schaltete Robyn erst einmal das Licht an, wodurch der mühsam ordentlich gehaltene Raum erleuchtet wurde. Sie selbst hatte mittlerweile großen Appetit auf einen wärmenden heißen Kakao mit Sprühsahne und Marshmallows. Und ja, sie hatte sich einen ‚kleinen‘ Vorrat verschiedener Naschereien in der Küche eingerichtet, der nicht sofort gefunden werden dürfte. War ja blöd, jedes Mal erst hoch alles aus ihrem Zimmer holen zu müssen oder das Risiko einzugehen, dass sich wer ungefragt daran bediente. „Also, was darf’s für dich sein?“, fragte sie, während sie sich am Boden einer bisher kaum genutzten Schublade zu schaffen machte, um an eine Packung Marshmallows heranzukommen.
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Beitrag© By Gast  Di Feb 07, 2017 10:54 pm

Der Weg durch die Gänge der Gilde war von Stille geprägt, keiner der Beiden sagte ein Wort. Es gab durch die Beiden, den brüchigen Boden und die Schatten von denen sie umgeben waren. Robyns Anspannung schien inzwischen vollkommen verschwunden zu sein. Mit dem Vergleich zur vorherigen Situation war das wohl auch eine angenehme Entwicklung der Ereignisse für sie. Die anderen Mitglieder der Gilde schliefen immer noch tief und fest, so begegneten sie keiner einzigen Menschenseele auf den Gängen.
Als sie in der Küche angekommen waren, machte sich Robyn sofort an die Arbeit, wenn man das was sie tat so nennen konnte. Eher sah es danach aus, als hätte sie sich innerhalb des Raumes ein kleines Geheimversteck angelegt. Sie schien ziemlich erpicht darauf, das niemand an ihre Naschereien rankommen würde. Das wirkte nicht mehr wie die Tat einer großen Schwester sondern eher wie die eines kleinen Kindes. Lustig fand Yoru es allerdings schon, so entkam ihm erneut ein leichtes Lachen.
Was wollte er eigentlich? Er hatte schlecht Nein zu Robyn sagen können und nun war er hier. Die Situation schioen sich immer seltsamer zu entwickeln. "Ich hol mir schon was.", antworte er ihr mit einem Schmunzeln auf den Lippen und öffnete die Schränke auf der Suche nach etwas Trinkbarem. Wollte er ihr etwa keine Unannehmlichkeiten bereiten? Das sah ihm ganz und gar nicht ähnlich...
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Beitrag© By Robyn Skuggi  So Feb 12, 2017 2:57 pm

Sie hörte deutlich wie Yoru eher wahllos einen Schrank nach dem anderen öffnete. Wie gut kannte er sich eigentlich in der Küche aus? Man mochte zwar meinen, dass man sich gerade die Küche gut einprägen würde, aber Robyn hatte genug Erfahrung mit unterschiedlichen Menschen, um zu wissen, dass da jeder andere Prioritäten setzte. Robyn stellte eine offene Packung Marshmallows auf der Küchenarbeitsfläche ab und verschloss den Boden der Schublade wieder. „Sicher, dass du keinen Kakao magst? Vielleicht lieber einen Kaffee oder Tee? Dafür findest du alles hier im Schrank“, sie klopfte im Vorbeigehen an die Holztür eines Hängeschrankes, als sie zum Kühlschrank rüberging. „Bier steht im Kühlschrank. Abgepacktes Wasser und Säfte sind da drüben in der kleinen Vorratskammer. Gläser und Tassen sind in dem Schrank links neben dir“, zählte sie auf, was ihr gerade einfiel. Aus einem Schränkchen holte sie einen kleinen Topf, machte beiläufig den lacrima-betriebenen Herd an und holte eine Flasche frischer Milch aus dem Kühlschrank.
Jetzt war sie zwar auf bestem Weg, tatsächlich ihren Kakao zu bekommen, doch ein interessantes oder aufschlussreiches Gespräch mit Yoru führte sie ganz offensichtlich im Moment nicht. Sie kippte Pi mal Daumen Milch in den Topf, stellte ihn auf die Herdplatte und rührte mit einem Löffel darin herum, damit die Milch nicht anbrannte, während sie rüber zu Yoru blickte. Es war so typisch. Sie hatte die Gelegenheit, in absoluter Ruhe mit ihm zu sprechen. Ein Thema jedoch wollte ihr nicht einfallen. Es hatte zwar durchaus etwas für sich, dass er mal nicht alle naselang einen Spruch von den grinsenden Lippen ließ, doch damit wollte sich Robyn eigentlich nicht zufrieden geben.
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Beitrag© By Gast  So Feb 12, 2017 3:26 pm

Er kannte sich innerhalb der Küche nicht sonderlich gut aus, das war deutlich zu sehen. In den Schränken, die er öffnete, wurde der Godslayer nicht wirklich fündig, er wusste nicht einmal genau, nach was er eigentlich suchte. Robyn dagegen hatte sich bereits eine Tüte Marshmallows aus ihrem "Geheimversteck" geholt. Als sie seine Unfähigkeit beim Suchen bemerkte, erklärte sie ihm, wo er alles mögliche an Getränken finden konnte. Es war eine ziemliche Wendung der Stimmung und Ereignisse, wenn man ein paar Minuten zurückdachte. Erst vorhin hatte er Robyn gepackt, ihr beinahe etwas angetan. Und jetzt? Jetzt standen beide in der Küche und machten sich etwas zu trinken. Etwas eigenartig war das wohl durchaus.
"Danke...", antworte ihr Yoru mit ruhiger Stimme auf ihre Erklärungen. Er wusste immer noch nicht genau, was er eigentlich wollte, aber das war zumindest ein Anfang. Fast schon zögerlich ging er zum Kühlschrank, um sich wohl ein Wasser zu holen. Während er vor dem offenen Schrank stand, konnte er weiterhin Robyns Blick auf sich lasten spüren. Er hatte nicht beklemmendes oder in der Art an sich, im Allgemeinen hatte Yoru auch nichts dagegen, beobachtet zu werden, im Mittelpunkt zu stehen.
Nachdenklich kratzte er sich an seinem Kinn, als ihm etwas auffiel. Sein Hals war immer noch unbedeckt. Er hatte nicht nachgedacht und seinen Reif in seinem Zimmer liegen gelassen. Langsam fuhr er mit den Finger seiner rechten Hand über die Male an seinem Hals. Robyn hatte sie zwar schon gesehen, aber bisher war ihm nicht aufgefallen, welch Unbehagen es ihm doch bereitete. Er senkte seinen Kopf ein kleines Stück und schien vollkommen in Gedanken versunken, während er seinen Hals abtastete. Zu ändern war es nicht mehr, Robyn würde es nach ihrer Aussage zwar niemandem erzählen, aber das auch nur eine Person davon wusste, war ihm sichtlich unangenehm. Zwischen einigen dunklen Haarsträhnen, welche noch über sein Gesicht hangen, blickte er aus dem Augenwinkel zu der kleinen Magierin, ihren Blick sichtlich auf sich spürend.
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Beitrag© By Robyn Skuggi  Mo Feb 13, 2017 1:27 am

Darüber, was vor wenigen Minuten erst passiert war, machte sich Robyn gar keine Gedanken mehr. Sie mochte es nicht, allzu lange in der Vergangenheit zu verweilen. Insbesondere dann, wenn in dieser Vergangenheit etwas Unangenehmes passiert war. Wenn sie das nämlich tat – in der schrecklichen Vergangenheit hängen bleiben –, dann wurden ihre Gedanken oft furchtbar finster und die Abgründe unter ihren Füßen endlos tief und feurig.
Lieber konzentrierte sich Robyn auf den Löffel zwischen ihren Fingern, den sie langsam durch die wärmer werdende Milch kreisen ließ. Darauf, dass Yoru sich plötzlich seines nackten Halses gewahr wurde und die Hand an die Stelle erhob, an der er sein Leben lang gezeichnet war. Robyns Einladung, zusammen in die Küche zu gehen, hatte ihn wohl doch überrascht. Immerhin hatte er ganz vergessen, den Reif wieder anzulegen, den er für gewöhnlich nie abzunehmen schien. Hm.

Nachdenklich blickte Robyn erst noch einen Moment zu Yoru, dann hinab auf ihre Milch. Jetzt wanderten ihre Gedanken doch zurück an den Zeitpunkt, an dem sie so leichtsinnig sein Zimmer betreten hatte. Yorus erste Reaktion war es gewesen, fuchsteufelswild zu werden, da sie seine Male gesehen hatte. Sie waren sein Geheimnis, seine Erinnerung an ein zutiefst schmerzvolles Ereignis in seinem Leben. Und er wollte niemanden daran teilhaben lassen, es ging niemanden etwas an. Und nun wusste Robyn davon. Nicht, was dem zugrunde lag, doch von der Existenz des Geheimnisses wusste sie. Der Zorn war zwar wohl verebbt, doch unangenehm musste es Yoru dennoch sein. Dann trug er es momentan auch noch so offen herum. Es mochte zwar unwahrscheinlich sein, doch ein jeder, der nun die Küche betreten würde, wäre in der Lage, einen Blick auf Yorus Hals zu werfen. Robyn seufzte und legte die freie Hand auf ihr Halstuch.

Es wäre so einfach. Weiterrühren, Yoru nicht weiter beachten, sich ignorant geben. Sie musste ihm rein gar nichts von sich selbst zeigen, nur damit er sich, was... besser fühlte? Zum Ausgleich? Wie bescheuert. Das brauchte sie nicht tun. Sollte er sich doch für einige Stunden unwohl fühlen – spätestens am Morgen würde wohl niemand anderes mehr etwas davon mitbekommen. Der Godslayer hatte sicher noch andere Leichen im Keller, die er mit seinem Grinsen zu verdecken versuchte. Für einen Moment starrte Robyn völlig ausdruckslos in den Milchtopf hinein. Doch das würde wohl kaum zu ihr passen, nicht wahr? Der Anflug von Protest und Gleichgültigkeit verschwand genauso schnell, wie er gekommen war. Sie hatte eine ungefähre Ahnung davon, wie die Nacht wohlmöglich weiter verlaufen könnte, wenn sie bei dem Thema ‚Male‘ blieben. Genauso wie Yoru wollte sie eigentlich nicht mit irgendjemandem darüber sprechen.

Schließlich sah sie wieder auf, keine Spur mehr von der Ausdruckslosigkeit in ihrem Gesicht. Ihr Ton war eine Mischung aus Sorge und Necken. „Magst du deinen Hals vielleicht lieber verdecken? Ich kann dir einen Verband drum binden, wenn du dich dann wohler fühlst.“ Soweit so gut. Der Vorschlag war vermutlich ziemlich miserabel. Das Necken verschwand aus ihrer Stimme, als sie nachdenklich rührend weitersprach. „Ich weiß, dass man derartige Narben lieber unsichtbar machen will. Sobald sie nämlich jemand sieht, stellen die meisten Leute Fragen. Und Fragen rufen Erinnerungen wach, von denen man sowieso oft genug geplagt wird. Falls du immer noch Zweifel haben solltest – ich werde wirklich niemandem erzählen, was du unter deinem Reif verbirgst. Geht doch keine Sau etwas an.“ Große Klasse. Jetzt tat sie es ja doch. Noch nie was von ‚Themenwechsel‘ gehört?
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Beitrag© By Gast  Di Feb 14, 2017 7:13 pm

Nach ein kurzem Moment wandte Robyn ihren Blick wieder von ihm ab. Yoru schien es so, als würde sie nun versuchen, ihn auszublenden. War Robyn möglicherweise doch keine von Grund auf freundliche Person wie er vermutet hatte? Diese Frage müsste in andermal beantwortet werden. Der Godslayer nahm sich eine Flasche kaltes Wasser und trankt ein ordentlichen Schluck. Das tat gut... Sein Hals schien zu brennen, das kam ihm das angenehm kühle Wasser grade recht. Er schloss den Kühlschrank und setzte sich auf einen der vielen Stühle innerhalb der Küche, den Blick stets auf Robyn gehalten.

Dann bot sie ihm an, seinen Hals zu verbinden und seine Male so zu überdecken. Es war nicht gerade die eleganteste Lösung, was Robyn bewusst zu sein schien. Sie sprach weiter von dem Verdecken solcher Narben und den unangenehmen Erinnerungen, die damit verbunden waren. Aus ihrer ruhigen, aber dennoch gefassten Art im Bezug auf dieses Thema konnte Yoru eine Sache schließen: Sie hatte ebenfalls solcherlei Narben. Sicher, jede Person hätte das gleiche wie Robyn sagen können, doch die Wahl ihrer Worte und ihr Ton waren genug, um das zu wissen. Möglicherweise wollte sie daher das Thema wechseln, von Narben und dergleichen ablenken. Sie wollte ihre eigenen Schmerz verbergen, zumindest war es das, was Yoru vermutete. Für einen kurzem Moment sah er sie wieder an, als würde er direkt durch sie hindurchsehen. Einige Strähnen hingen noch über sein Gesicht, der Rest seiner Haare hingen an der Lehne des Stuhls hinunter. Nach einem kurzem Moment der Stille und des Nachdenkens kratzte sich Yoru am Kopf und ein leichtes Seufzen entkam seinen Lippen.

"Ich weiß, das du es niemandem erzählen wirst. Ich denke, du bist eine sehr ehrliche Person, zumindest ist das mein Eindruck, also glaube ich nicht, das du mich anlügen würdest. Sonst sucht dich ein Gott heim~." Seine Stimme war ruhig und gefasst, man konnte vielleicht sogar etwas neckisches heraushören. Und so fuhr er fort. "Vielleicht rufen sie Erinnerungen wach, aber mir ist es nur unangenehm, dass sie jemand gesehen hat. Das Vergangene ist vergangen und man kann nichts daran ändern." Log er sie an? Er war sich in diesem Moment selbst dessen nicht sicher...

"Aber ein Verband wäre wohl nicht wirklich unangenehm." Ein leichtes Lächeln sprang über sein Gesicht. "Es hätte schlimmer laufen können, die Flammenbirne oder Syl hätten mich erwischen können." Nun war es wohl sein Zug, das Thema in eine andere Richtung zu führen, vielleicht sogar die wiedergekehrte Anspannung zu vertreiben. Ob Robyn leichter als er über dieses Thema reden konnte? Darüber nachzudenken brachte ihm nichts.
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Beitrag© By Robyn Skuggi  Mi Feb 15, 2017 12:23 pm

Ein amüsiertes Lächeln schlich sich auf Robyns Gesicht. Vielleicht war sie im täglichen Leben wirklich etwas zu ehrlich. Sie gab gegenüber ihren Gildenkameraden eine Menge über sich preis. Allerdings könnte sie ihnen auch eine wunderbare Lüge erzählen, ohne sich dabei anders zu benehmen. Im Lügen war sie geübt, auch wenn das nicht den Anschein machen sollte. Was sie aber eigentlich amüsierte, war der Umstand, dass sich Yoru eindeutig langsam wieder fing. Da begann er doch tatsächlich wieder mit seinem Gott-Gerede. „Yoru, Yoru. Lass doch mal den ‚Gott‘ schlafen. Heute Nacht ist der nicht von belang.“

Beim Thema ‚Narben‘ schienen sie unterschiedlicher Ansichten zu sein. Zumindest dann, wenn Yoru wirklich das meinte, was er gerade gesagt hatte. Das Vergangene ist vergangen... Das konnte man wohl so sehen. Das bedeutete nur nicht, dass es weniger schmerzte. Dass es aufhörte, einen in den Schlaf zu verfolgen. Dass man die Bilder und Geräusche und Flammen vergaß. Früher, als die Narbe noch frisch war, hatte Robyn ein großes Problem damit gehabt, dass irgendjemand ihren Rücken sah. Niemand hatte es sehen sollen. Diesen Schandfleck. Das Zeugnis ihrer Tat. Versuchte Yoru gerade das Thema zu wechseln, als er von Minato und Sylvana zu sprechen begann? Hm. Da war nur noch etwas, das sie zum vorherigen Thema loswerden wollte. Jetzt doch, obwohl ihr nicht ganz klar war, wieso. Robyn legte den Löffel zur Seite. Die Milch würde schon einen Moment ohne sie auskommen. Dann zog sie ihre Jacke aus und legte sie auf die Arbeitsfläche.

„Meine Narbe sieht man nicht immer“, begann sie. „Im Alltag kann ich sie gut verdecken. Aber ich kann nicht einfach einen Reif anlegen, den alle so sehr als Teil meines täglichen Auftretens ansehen würden, dass sie keinen Mucks sagen, wenn ich ihn wirklich immer trage.“ Robyn zog ihr Shirt hoch bis unter die Brust, um ihren Rücken freizulegen. Die großflächige Brandnarbe hob sich deutlich von ihrer blassen Haut ab. Vielleicht bildete Robyn es sich mittlerweile ja nur ein, doch sie war der Ansicht, dass man die Hand des Feuermagiers wirklich gut im Zentrum der Narbe sehen konnte. Sie hatte sich regelrecht eingebrannt. Manchmal, aber das zumindest war wohl wirklich nur Einbildung, hatte sie das Gefühl, immer noch den Druck seiner Hand auf ihrem Rücken zu spüren. Dass ihr Körper tatsächlich wieder verbrannte und stank. „Beim Baden in Gemeinschaftsbädern oder zum Beispiel beim Arzt ist es unmöglich, meinen Rücken immer zu verdecken. Mittlerweile... ist das egal. Meistens. Nur wie es dazu gekommen ist... das geht niemanden etwas an.“ Magier und Kämpfer oder andere Geschundene verstanden meist von selbst, dass man manchmal einfach Narben davontrug und fragten nicht immer nach. Es waren die wohlsituierten, gemütlichen Otto-Normalbürger, die sich gerne das Maul über alles Ungewöhnliche zerrissen. So zum Beispiel hässliche Narben auf den Rücken junger, süßer Mädchen.

Robyn seufzte und ließ das Shirt wieder fallen. Kurz überprüfte sie die Milch – sah gut aus. Dann kramte sie aus einer Tasche am Gürtel ein Päckchen, aus dem sie wiederum einen Verband zog. Zack, ging sie rüber zu Yoru und begann ohne Umschweife, den Verband um seinen Hals anzulegen.
„Ich schätze, hätten Sylvana oder Minato dich da oben angetroffen... hätten wir jetzt einen Haufen extra Renovierungsarbeiten.“
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Beitrag© By Gast  Di Feb 28, 2017 9:28 pm

Er sollte den Gott also für heute schlafen lassen? Nun, wo sie Recht hatte, hatte sie Recht. Yoru musste in diesem Moment seine Fassade nicht aufrecht erhalten. Sie fing an ihn so zu sehen, wie er wirklich war, daran führte kein Weg mehr vorbei. Sein Gottesspiel konnte er auch gut sein lassen, in diesem Punkt stimmte er ihr zu. Einen kurzen Lacher hatte sie ihm durch ihren Kommentar allerdings entlockt.

Dann jedoch begann Robyn ihm von ihrer Narbe zu erzählen. Er hatte also Recht behalten, sie hatte ebenso Narben. Sie sprach davon, das sie ihre Narbe gut verdecken könnte und es für sie im Alltag gut zu verdecken wäre. Kurz überlegte der Schwarzhaarige wo sich ihre Narbe befinden könnte. Bauch? Bein? Arm? All das waren plausible Möglichkeiten. Leicht zu verdecken. Als sie anfing ihr Shirt hochzuziehen, war der Godslayer für einen Moment verwundert. Kurz hatte er wohl geglaubt, sie würde sich nun wirklich ausziehen, verwarf diesen Gedanken jedoch schnell wieder. Auf ihrem Rücken konnte er sie schlussendlich sehen, eine Brandnarbe, soviel konnte er schon sagen. Für einen Augenblick glaubte er, den Abdruck einer Hand auf Robyns Rücken sehen zu können, doch er irrte sich wohl. Ihre Narbe war weder groß noch klein, Mittelmaß würde er es wohl nennen. Dennoch konnte er sich ausmahlen, welche Schmerzen Robyn beim Erhalt jener Narbe ertragen musste. Dann sprach sie weiter. Die Unannehmlichkeiten, die die Narbe Robyn an bestimmten Orten bereitete. Das war nur allzu verständlich. Yoru atmete kurz ein und aus, seine Augen weiter auf die Narbe gerichtet. "Klingt nícht gerade einfach. Ich kann mir vorstellen, dass das ziemliche Umstände in solchen Situationen verursacht." Er bemerkte, wie er seine rechte Hand ausstreckte, wohl um die Narbe zu berühren. Sinnlos, immerhin waren einige Meter Abstand zwischen den Beiden. Ebenso schnell wie er ihn gehoben hatte, senkte er seinen Arm wieder. Um ehrlich zu sein hatte er bei Robyn am Wenigsten eine Narbe vermutet. Bei Syl vielleicht oder dem lebenden Feuerzeug Minato. Aber nicht bei ihr. Wodurch sie diese Narbe erhalten hatte, hielt er sich jedoch zurück zu fragen.

Auch wenn es in dieser Situation unangebracht erschien, kam er nicht umher Robyns Körper für einen kurzen Moment zu mustern. Ihre Figur war bemerkenswert, dünn, aber dennoch straff und trainiert.

In Ruhe ließ er Robyn seinen Hals verbinden. Mit einem fragenden Ausdruck musterte er die junge Magierin dabei, bevor sie wieder zu sprechen begann. Auf das Gesagte reagierte er wiederum mit einem leichten Lächeln. "Dann wäre ein Großteil der Gilde wohl 'ein Bisschen' zu schaden gekommen." Wieder warenroten Augen auf Robyn gerichtet, die nun mit ihm auf Augenhöhe war. "Aber..." fing er wieder an zu sprechen, "Warum hast du mir deine Narbe gezeigt? Als Wiedergutmachung, das du reingeplatzt bist oder wie?"
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Beitrag© By Robyn Skuggi  Fr März 03, 2017 1:46 am

Wie erwartet – Yoru fragte nicht nach dem Ursprung der Verletzung. Er stellte sich die Frage vielleicht, doch sie kam nicht über seine Lippen. Genauso, wie Robyn auch ihre Neugier im Bezug auf Yorus Male am Hals im Zaum hielt. Da hatte sie schon andere Erfahrungen gemacht. Manche Leute schienen Situationen einfach überhaupt nicht lesen zu können – oder zu wollen – und hätten auch jetzt stupide und plump drauflosgefragt. Diese empathieamputierten Vollpfosten.

„Ein ‚bisschen‘, hm? Ihr drei in einem Kampf auf Leben und Tod – da will ich lieber ganz, ganz weit weg sein, so viel Chaos und Verwüstung, wie dann angerichtet werden würde“, lachte sie auf. Robyn klopfte Yoru auf die Schulter, bevor sie zum Herd zurückging. Die Milch kochte. Noch einmal umgerührt, dann begann der Rotschopf damit, die heiße Flüssigkeit in eine Tasse umzufüllen. Es blieb noch etwas im Topf zurück, ungefähr noch für eine weitere Tasse. Als nächstes gab sie das Kakaopulver hinzu und rührte sorgfältig mit einem Teelöffel in dem Gefäß, während sie sicherstellte, dass der Herd ausgeschaltet war.
Yoru stellte eine wirklich gute Frage. Wieso hatte sie ihm ihren Rücken überhaupt gezeigt? Ihm, mit dem sie bisher kaum etwas verband? Nur weil ihr die Narbe nicht so viel ausmachte, hieß das ja nicht, dass sie damit hausieren ging und sich vor jedem auszog. Wäre ja auch schön dämlich. Und aufmerksamkeitsheischend. Als Wiedergutmachung, so wie er es als Beispiel nannte? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

„Ehrlich gesagt... ich hab keine Ahnung. Kennst du dieses Gefühl, wenn dir Worte oder Handlungen in den Sinn kommen und du unentwegt daran denken musst, diese Gedanken auch umzusetzen? Es dich nicht loslässt, bis du es getan hast oder irgendjemandem davon zumindest erzählt hast? Das... war irgendwie so etwas. Eine Art Bedürfnis. Vielleicht tatsächlich als Wiedergutmachung. Vielleicht als... Annäherung.“ Robyn griff in ihre Marshmallow-Packung und ließ fünf davon in ihren heißen Kakao fallen. Oben drauf kam eine schöne Ladung Sprühsahne. „So~“

Sie war sichtlich zufrieden mit ihrem Getränk. Mit der wärmenden Tasse in den Händen ging sie zurück Yoru und setzte sich neben ihn. Mit der Zunge schleckte Robyn etwas von der Sahne ab, während sie den Godslayer für einen Moment betrachtete. Dann platzte etwas Unerwartetes aus ihr heraus. „Okay, jetzt einmal ganz ehrlich: Wie schaffst du das?! Dein gefühlt endloses, pechschwarzes Meer aus Haaren! Die Pflege, das Waschen, Bürsten, Kämmen... Der Zopf sieht wirklich sehr eindrucksvoll aus, aber... sind dir die Haare wirklich niemals irgendwie im Weg oder gehen dir auf die Nerven?“ Vielleicht war es ein Sinn an Ästhetik, der Robyn irgendwie fehlte. Manche Leute liebten wallend langes Haar. Bis zum Hintern und darüber hinaus. Sie zupfte an ihrem eigenen, kurzen, roten Haar. Sie würde die Krise kriegen, wenn sie mit so einer Mähne bei ihren Einbrüchen kämpfen müsste. Wenn ständig irgendwo Haare rumflogen... Urks. Plötzlich fing Robyn an zu lachen. Dieses Gesprächsthema. Erst todernst und jetzt... das.
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Beitrag© By Gast  So März 05, 2017 2:47 pm

"Glaub ich dir, hätten wohl doch ein ziemliches Chaos angerichtet." erwiderte Yoru mit einem Lächeln auf Robyns Statement. Interessant wäre ein Kampf zwischen den drei Slayer allerdings schon. Feuer, Blitz und Schatten, ja, daraus würde sich sicher ein ordentlicher Kampf machen lassen. Als sie wieder zum Herd zurückging, kratzte sich der Godslayer kurz am Kopf, seine schwarzen Haare über dem Stuhl und an seinen Seiten herunterhängend. Robyn hatte sie zwar ein wenig in Form gebracht, doch es dauerte nicht sehr lange, bis sie wieder vollkommen durcheinander waren. Für einen kurzen Moment beobachtete er seine Gildenkameradin, wie sie mit viel Sorgfalt ihr Getränk zubereitete. Sie schien einiges an Mühe hineinzustecken, aber soviel Aufwand, nur um etwas Leckeres trinken zu können?

Auf seine Frage bekam er schließlich auch eine Antwort. Sie sah es also als Wiedergutmachung, etwas, das sie einfach tun musste. Aber auch als Annäherung? Robyn sprach ziemlich sicher von einer freundschaftlichen Ebene, doch selbst das musste Yoru hinterfragen. Sie hatte zwar nach ihm gesehen, weil sie sich Sorgen gemacht hatte, aber er griff sie an, war kurz davor auf sie loszugehen und er war auch nicht gerade der freundlichste Mensch. Trotz dessen wollte sie sich ihm 'annähern'? Das warf im Kopf des jungen Magiers einige Fragen auf. Wieso mit ihm? Mit dem wandelnden Streichholz Minato war er bereits auf Kriegsfuß, Syl hatte ihn bei ihrem ersten Treffen beinahe ausgeknockt  und die anderen Mitglieder der Gilde waren wohl auch nicht wirklich gut auf ihn zu sprechen, seinem Eindruck nach. Wieso war es bei ihr anders? Hätte sie nicht noch einen Grund mehr, sich von ihm fernzuhalten, nachdem er sie beinahe angegriffen hätte? Viel verband die Beiden schließlich nicht. Sie hatten zwar Beide Humor und Narben, über die sie nicht sprechen wollten, aber das war es auch schon. Fühlte sie sich ihm gegenüber zu irgendetwas verpflichtet? Darüber nachzudenken war momentan zu viel Arbeit für den schwarzhaarigen Magier. Ein kurzes Seufzen entkam seinem Mund, bevor er zu sprechen begann. "Ich verstehe was du meinst, aber Annäherung? Dir ist klar, dass das nach was Anderem klingt?" Ein leichtes Lächeln sprang über seine Lippen, seinen Humor behielt er weiterhin.

Nachdem sie ihr Getränk fertiggestellt hatte, setzte sie sich neben Yoru auf einen freien Stuhl. Und dann fing sie wie aus dem Nichts an über seine Haare zu reden. Woher das kam, war ihm vollkommen unklar. Natürlich, seine langen Haare waren wohl ein Hingucker, aber von einem Thema so schnell auf das Nächste? Allerdings konnte er nicht anders, als zu lachen, nachdem Robyn zu Ende gesprochen hatte. "Natürlich sind sie mir manchmal im Weg, warum hab ich wohl immer nen Zopf? Aber auf die Nerven gehen sie mir nicht, ich mag meine langen Haare. Aber das gerade DU mit mir über Haarpflege redest." Wieder sprang ein Grinsen über das Gesicht des Magiers.
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