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 Sperrt die Irre doch endlich weg! (Lu's Schreibmassaker)

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Gast
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Beitrag© By Gast  Do Jan 12, 2017 3:11 pm

Joar ... Ich weiß nicht ob ihr mich nach diesem Text für EXTREM verrückt haltet (Also noch schlimmer als so schon) nur ... joar ... ich hab ja gesagt ich zeige mal was von früher. Der Text ist spontan entstanden und war ein 'Frust von der Seele schreiben' ... ähm ... Naja egal, jedenfalls ist der Text aus dem Jahre 2008, also schon ein wenig älter. Mal sehen, vielleicht kommen ja noch andere Texte hinzu, wenn ich mal nen Überschuss Kreativität hab, der sich nicht auf Charaktere bezieht xD In diesem Sinne ... Lesen auf eigene Gefahr!!!
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Es war kalt. Leere Augen, die einfach nur auf den schneebedeckten Kies starrten. Mit gesenktem Kopf saß das Mädchen auf der Schaukel. Der Schnee hatte sich schon auf ihrer dünnen Jacke und ihrem schwarzen Haar gesammelt, ihre Finger waren steif vor Kälte, die Wangen gerötet von den eisigen Fingern des Winters. Und doch machte sie keine Anstalten, sich von der Schaukel weg zu bewegen. Warum sollte sie auch? Was sollte sie schon großartig daheim tun? Fester umschlangen die Finger die kalte Metallkette und ein Seufzen erklang aus der Kehle des Mädchens, welches sich in weißen Wölkchen verdeutlichte. Sie wollte nicht heim .. daheim warteten die Schreie, die Klauen des Schmerzes streckten sich in diesem Käfig nach ihr aus. Wenn es nach dem Mädchen ginge, würde sie die Zeit zurück drehen. Ein schmerzvoller Blick wanderte gen Himmel und die Gedanken, die Sehnsüchte, die Wünsche des Mädchens galoppierten über den Horizont, rannten, flüchteten zurück zu der Zeit, wo noch alles gut war ... wo sie noch Lachen konnte, wo Emotionen etwas Gutes waren und nichts Falsches.

Sie wollte wieder zurück, wollte die Fehler der Vergangenheit beheben ... welche Fehler eigentlich? Das wusste das Mädchen nicht so wirklich. Doch irgendetwas musste sie doch falsch gemacht haben, dass alles so passiert war, dass sie schlussendlich allein und verlassen mitten in den frühen Morgenstunden auf diesem Spielplatz saß und vor sich hin grübelte, wieder einmal in den Selbstzweifeln versank und sich wünschte, all die Scheiße wäre so nie passiert. Es war zum verrückt werden, egal wie sehr sie auch suchte, sie landete nur noch in Sackgassen! Sie hasste es! Sie HASSTE es einfach! Wütend stand das Mädchen auf, sodass die Ketten der Schaukel klirrten und versenkte die kalten Hände in den Jackentaschen, ehe sie los stapfte. Ihr Ziel? Keines. Ihr Weg? Ein matschiger Pfad. Ob Tiere ihn wohl genutzt hatten? Sie steuerte einfach wahllos den Wald an, der nicht weit von dem Spielplatz entfernt war. Ob sie Angst im Dunkeln hatte? Nein. Definitiv Nein. Sollte ihr doch etwas passieren, es war ihr egal. Sie hatte von anderen Müttern gehört, dass hier schon einmal ein Mädchen entführt worden war und der Entführer im Wald einen kleinen Unterschlupf hatte - es war eine alte Geschichte um die Kinder davon ab zu halten in den Wald zu gehen, das wusste sie. Sie war oft genug in diesem Wald gewesen, sie kannte diesen Flecken Erde besser als jedes andere Kind der Nachbarschaft. Immerhin streifte sie beinahe täglich nach der Schule durch den Wald, einfach um ihre Ruhe zu haben. Kurz blieb das Mädchen stehen, als es ein Knacken hört und sieht sich um.

Sie hat keine Angst, sie fragt sich eher ob sich ein Tier hierher verirrt hat. Einmal hat sie eine Gruppe Hasen aufgeschreckt. Lebhafte kleine Tierchen ... das andere Mal hat sie hier eine tote Katze gefunden. Man fand etliches wenn man alleine durch den Wald ging. Sie zuckt mit den Schultern und steckt sich die Kopfhörer in die Ohren, lässt eines ihrer Lieblingslieder laufen, während sie nachdenklich durch den Wald stapft. Sie weicht vom Trampelpfad ab, bahn sich einen Weg durch das dürre blätterlose Gestrüpp. Ob sie bald wieder nach Hause sollte? Nein ... nein, sie wollte nicht zurück zu ihrer Mutter und diesem komischen Kerl. Eine ganze Weile lief sie einfach weiter und nach einer ganzen Zeit - bestimmt waren zwei Stunden vergangen, in denen sie einfach durch den Wald marschiert war, sich ausgemalt hatte, sich vorgestellt hatte, sie wäre in einer abstrakten Fantasiewelt, in der sie gerade durch einen magischen Wald lief und sich die verschiedenen Bewohner des Waldes vorgestellt hatte - blieb sie abrupt stehen. Überraschung war in ihrem Gesicht zu erkennen, ehe sich ein schmerzliches Lächeln auf ihren Lippen zeigte. Sie warf einen Blick auf ihre Uhr. Neun Uhr morgens. Ein Blick wanderte zu dem Haus - sie war bis in das nächste Dorf gelaufen ohne es zu merken. Mit nassen Schuhen und bis auf die Knochen durch gefroren gab sich das Mädchen einen Ruck und schritt zu der Haustür, drückte auf den Knopf mit dem Namen einer Person, die sie nie - wahrlich nie - im Stich gelassen hatte.

Sie musste nicht lange warten, da öffnete sich die Tür und ein großer breitschultriger Mann stand vor ihr, sah überrascht zu ihr hinunter, während sie ihn einfach nur mit einem schwachen Lächeln begrüßte. "Hey Papa ..." meinte das Mädchen leise und da brachen alle Dämme und es begann zu weinen. Ihr Vater bugsierte sie in die Wohnung und tat das, wofür er von dem Mädchen so geliebt wurde - er hörte zu und war für sie da.
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