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 The Twins, the Fox & the Death

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Seizon-sha
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Beitrag© By Akito  Di Jan 24, 2017 12:54 am

In diesem Dorf war die gute alte Handwerkskunst noch willkommen, es roch überall nach Pferdemist und Kuhkacke, jeder kannte jeden, zumindest ein bisschen und Streitereien wurden noch nach alter Schule mit Mistgabeln ausgefochten.
Akito schätzte die Anzahl Bewohner auf knapp 2000 Menschen, Haustiere und Vieh mal aussen vor gelassen.
Während er ein gebratenes, dickes, fettes Steak verputzte, wurde er von einer Kuh hinter einem Zaun beobachtet, die ungefähr in Zeitlupentempo kaute und dabei ein Gesicht machte, das jenem nicht unähnlich sah, welches sich ihm gegenüber befand.
Freilich gehörte das zweite Kuhgesicht niemand Geringerem als seinem eigenen kleinen Zwillingsbruder, der leider mit allen schlechten Genen ihrer beider Elternteile gesegnet war, während er selbst nur das Gute abgekriegt hatte. Wer also behauptete sie beide sähen sich ähnlich, war einfach nur ein verdammt dreister Lügner.
Während Akito also diese Kuh hinter dem Zaun mit seinem Bruder verglich, schmunzelte er unwillkürlich und dachte darüber nach, wie er diesen Gedanken in möglichst verletzende Worte umwandeln konnte, sodass sein Bruder ihn für seine Mühen mit diesem säuerlich-genervten Gesichtsausdruck beglücken würde, den er so an ihm liebte.
Immer wenn Akira dieses Gesicht aufsetzte, kribbelte es Akito in den Fingern und dann wollte er ihn am liebsten mit beiden Händen an den Wangen packen und ... egal ...
Der Gedanke brachte ihn endgültig zum Lachen. "Du siehst aus wie diese Kuh da drüben!", platzte es leider deutlich weniger wortgewandt als beabsichtigt aus ihm heraus.
"Im Ernst. Seid ihr Geschwister? Ich meine ... Du kaust genau gleich wie sie ..." Er lachte und schlug sich mit einer Hand auf den Oberschenkel, bis er feststellte, dass er irgendwie nicht halb so lustig war, wie gedacht. Also räusperte er sich und schnitt ein neues Stück von seinem Steak ab. Sie hatten zu wenig Geld für das hier. Das war ihnen beiden klar und deshalb waren sie auch beide etwas angespannt. Wenn mann vorhatte etwas Illegales zu tun, dann biss sich das an einem fest. Aber Akito wollte das Essen geniessen auch wenn er dafür später schneller würde wegrennen müssen als er womöglich rennen konnte. Die Einzige, die wohl gerade keine Sorgen hatte war die Wölfin unter dem Tisch. Da dessen Platte nicht eben breit war, berührten sich die Knie der Zwillinge darunter, sodass sie bequem ihre beiden Köpfe auf die beiden Beinpaare der Zwillinge verteilen konnte, um auf beiden Seiten gleichzeitig zu betteln.
Ein Stück vom dicken Fettrand wanderte unter den Tisch, eine feuchte Zunge leckte danach und bald war es tief im Rachen von Sakura verschwunden.
Natürlich würden sie versuchen nicht zu rennen. Rennen war viel zu auffällig. Sie würden eher versuchen einer nach dem anderen zu verschwinden und dann das Dorf auf schnellstem Wege zu verlassen. Denn leider waren sie trotz allem nicht wirklich unauffällig.
Zwei junge Männer, beide im Moment eher ... mässig gepflegt mit bärtigen Wangen, die sich bis auf die Frisuren zum Verwechseln ähnlich sahen (eine Lüge!) und einen zweiköpfigen Wolf mit sich führten ... Es war unwahrscheinlich, dass jemand sich nicht an sie erinnerte. Trotzdem. Sie hätten die Mülltonnen durchsuchen können, sie hätten betteln können aber Akito war der Meinung gewesen, dass er unbedingt mal wieder etwas Ordentliches essen wollte. Die Bedienung war skeptisch gewesen aber letzten Endes hatten sie ihr Essen gekriegt und Akito hatte angefangen zu spachteln, als wäre er kurz vorm Hungertod, während er seinen Bruder mit dieser Kuh verglich, die immer noch zu ihnen rüber starrte, als wären sie von einem anderen Planeten.
Bald, bald würden sie hier Zeche prellen. Nicht, dass sie das noch nie getan hatten. Nur war das in einer Grossstadt irgendwie einfacher. Da konnte man untertauchen. Hier?
Akito sah sich bereits nach geeigneten Verstecken um und sah sich schon in einem Misthaufen landen. Ansonsten gab es kaum was ausser Kuhwiesen und Wohnhäuser und in denen konnten sie sich garantiert nicht verstecken. Die Flucht würde also eher in Richtung Wald und auf Nimmerwiedersehen enden. Also wohl wieder eine Runde im Wald übernachten. Na immerhin war das Wetter nicht allzu beschissen im Moment. Sie konnten sogar hier draussen sitzen und Kühe beobachten.
"Wir müssen wohl in den Wald", meinte er nun wieder etwas ernster. "Da werden sie die Verfolgung am ehesten aufgeben, wenn sie erst einmal gemerkt haben, was los ist ..."
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The Perfect Imperfection
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Beitrag© By Akira  Di Jan 24, 2017 2:15 am

Bereits die Blicke, die sein Bruder ihm zuwarf ließen langsam eben jenen säuerlich-genervten Gesichtsausdruck entstehen, den dieser so herbeisehnte. Als er dann jedoch endlich die Beleidigung in Worte fassen konnte, verpuffte der Ausdruck wieder und ein belustigtes Seufzen kam über seine Lippen. „Das konntest du auch schon besser Brüderchen. Aber was meinst du? Sollen wir unser beider Schwester auch noch auf ein Steak einladen?“ Es gab nicht viele Momente dieser Art, doch heute konnte er seinem Bruder endlich mal wieder Paroli bieten. Mit einem leicht selbstzufriedenen Grinsen aß er weiter von seinem Steak, hin und wieder verschwand ein Stücken zwischen den Zähnen von Hina, ehe der Ernst ihrer Lage auch ihn wieder einholte. Er war von Anfang an nicht sonderlich begeistert gewesen, als sein Bruder ihm diese Aktion vorschlug. Doch er musste zugeben… Auch ihn verführte der Gedanke, endlich mal wieder etwas Richtiges in den Magen zu bekommen und so stimmte er schließlich dem Plan zu. Als er jedoch die Blicke der Bedienung auf ihnen sah, wusste er schon, dass sie bereits an diesem Punkt scheitern würden. Wer würde auch so zwei verdächtige Gestalten mit einem so außergewöhnlichen Wolf wie die beiden hier essen lassen? Doch zu seiner großen Verwunderung ließen sie die drei tatsächlich rein und bestellen, was sie auch nach Herzenslaune taten. Endlich mal wieder richtig satt essen, Akira konnte gar nicht beschreiben, wie glücklich ihn das doch machte, was auch auf seinem Gesicht zu sehen war. Als sein Bruder dann jedoch anfing, von ihrer Flucht zu sprechen, wurde auch sein Gesicht ernst und er nickte ihm zu. „Ja, du hast Recht. Das wird der beste Plan sein. Wir legen los, wenn wir fertig sind.“ Kurz beugte er sich nun unter den Tisch und erklärte Sakina, dass sie sich schon mal zum Waldrand begeben und dort verstecken sollte. Ihre Augen schienen vor Verständnis zu glitzern, ehe sie langsam unter dem Tisch hervorkroch und zur Tür trottete. Zwar zog sie einige verwunderte Blicke auf sich, jedoch traute sich auch niemand so wirklich sie aufzuhalten.
Einige Minuten warteten die Zwillinge noch, aßen in aller Ruhe ihr Essen fertig und saßen noch kurz, ehe Akira seinem Bruder zunickte. Gerade schien niemand von den Angestellten zu gucken. Die Gelegenheit für den Ersten von Ihnen zu verschwinden. Möglichst unauffällig, dabei jedoch gelassen, stand Akito nun also auf und bewegte sich zur Tür, durch die er dann auch verschwand.

Eigentlich wollte Akira ihm direkt folgen, doch in dem Moment kam die Bedienung wieder zu ihm und fragte, wo sein Bruder sei. Natürlich sagte er, dass dieser auf dem Klo sei und, dass die beiden zahlen würden sobald er wieder zurück wäre. So ganz schien sie das nicht zu glauben, doch vorerst ließ sie ihn in Ruhe. Jedoch bemerkte er, wie die Bedienung kurz mit einem männlichen Kollegen sprach, der dann auch gleich in Richtung der Toiletten verschwand. Die Bedienung selbst hatte immer ein Auge auf Akira, doch glücklicherweise wurde sie kurz darauf von einem anderen Kunden abgelenkt. Diesen Augenblick nutzend, stand Akira nun auf, schob sich die Brille mit Fakegläsern, die er in der letzten Stadt bei einem Einbruch hatte mitgehen lassen, wieder etwas höher auf seine Nase und versuchte dann, so schnell und unauffällig wie möglich zur Tür zu gelangen. Leider schien er es dabei etwas zu eilig zu haben, da er plötzlich mit seinem linken Ärmel irgendwo hängen blieb. Und so passierte es. Der Ärmel, der seinen Metallarm verdeckte, riss großflächig, Akira verlor das Gleichgewicht und taumelte in eine Person, ehe er zu Boden stürzte. Kurz war er benommen, bemerkte aber schnell wie die ganze Aufmerksamkeit nun auf ihn gerichtet war. Schnell rappelte er sich wieder auf, besah sich die Person, in die er reingetaumelt war nicht mal genau und murmelte etwas, was mit Mühe und Not als eine Entschuldigung zu verstehen war und eilte nun so schnell wie möglich zur Tür, sein linker Arm nun fast völlig entblößt. Und tatsächlich schaffte er es sogar noch auf die Straße, bevor irgendein großer Tumult losging. Doch jetzt musste er es noch ohne Schwierigkeiten zum Wald schaffen, weshalb er sich auch schnurstracks auf den Weg dorthin machte, nicht ahnend, dass die Katastrophe bereits begonnen hatte…
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Beitrag© By Ayane  Di Jan 24, 2017 3:08 am

Ein gelangweiltes Schnauben verließ die längliche Schnauze der weißen Füchsin, die sich auf dem einzigen Fleckchen Sonne der Lichtung räkelte. Eigentlich war es ein angenehmer Tag. Nicht zu warm und die Sonne knallte auch nicht so erbarmungslos vom Himmel, sodass es für die große Kitsune angenehm war, in der Sonne vor sich hin zu dösen. Ein leises Grummeln veranlasste sie dazu, kurz mit den weißen Ohren zu zucken. Ihr Magen rumorte sachte - hoffentlich kam Lynx bald mit dem Essen. Warum Sasha nicht mit ihr in das Dorf gegangen war? Nun ... Sasha hatte bislang nicht so wirklich positive Erfahrungen mit Menschen gemacht ... beziehungsweise hatte sie noch immer Bedenken, wie Menschen auf sie reagierten. Es war immerhin nicht gerade üblich, einen großen neunschwänzigen Fuchs zu sehen, der neben einer jungen Frau her ging.
Viele hatten die junge Kitsune zwar schon für eine magische Begleitung gehalten, doch selbst wenn sie in ihrer menschlichen Gestalt ihre beste Freundin begleitet hätte - die Erfahrungen mit den schmerzhaften Steinen hatten sich in Sashas Gedächtnis eingebrannt, weswegen sie nun hier wartete. Sie hob ihren Schädel an, als sie Geräusche vernahm, doch es war nur eine kleine Mäusefamilie, die an der Füchsin vorbei tippelte. Sie senkte ihre Schnauze und blies ihren Atem einer der Mäuse entgegen, die kurz aufquietschte und mit ihren kleinen Pfötchen wackelte.
Prüfend die Schnauze in die Luft gehalten, kurz geschnuppert - Lynn war noch nicht in der Nähe, weswegen die Füchsin ihren Schädel wieder auf ihre Vorderpfoten sinken ließ und weiter in der Sonne vor sich hin döste.
Sie hatte zwar Hunger, doch die Mäuse würde sie wohl in Ruhe lassen. Mäuse waren hier und da zwar ein guter Snack zwischendurch, doch Sasha hatte sich - seit sie mit Lynx reiste - angewöhnt gekochtes Essen zu sich zu nehmen. Rohes Fleisch war nur in Notzeiten eine Option geworden. Zumal man sich mit dem Blut (gut es waren Mäuse, da wäre nur ein kleiner Happs von Nöten) ordentlich das Fell versauen konnte. Und auf Ärger mit Lynx ... darauf konnte Sasha verzichten. Also wartete sie brav auf ihre beste Freundin, die wie eine Schwester für sie geworden war. Hoffentlich war Lynx im Dorf nichts zugestoßen ... nein ... nein, Lynx war stark .. und sie wollte ja nur etwas zu Essen holen. Was konnte da schon großartig schief gehen? Richtig, so gut wie gar nichts. Also übte sich die Füchsin in Geduld und spielte ein wenig mit der Mausefamilie zu ihren Vorderpfoten.
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Beitrag© By Gast  Di Jan 24, 2017 4:48 pm

Mit einem leichten Seufzten blickte sich die Dragon Slayerin einmal um. Wo war sie denn hier bloß gelandet? Ein Dorf, mit maximal 2000 Einwohnern, welches noch recht viel Landwirtschaft betrieb. Zumindest, wenn man es mal mit anderen Dörfern verglich. Eigentlich war dies ein recht ruhiger und damit schöner Ort, doch.. die Sonne, sie nervte. Die meisten mochten sie, strahlte sie doch wärme und Freundlichkeit aus. Doch bei Lynx ließ sie eher ihren Kreislauf zu fall bringen, was doch immer wieder nervte. So plagten die blond Haarige heute leichte Kopfschmerzen, die sie hoffentlich wieder los wurde, wenn sie wieder bei Sasha im Wald war. Das Reisen mit der Kitsune machte wirklich viel Spaß und Freude, wanderten sie doch hauptsächlich von Dorf zu Dorf, da Lynx.. Naja, Züge waren böse, mehr müsste man wohl nicht sagen. Doch der Gedanke, dass sie und Sasha endlich was zu essen hatten, beruhigte sie doch, hatte sie natürlich auch genug Geld mitgenommen. Stehlen wäre in ihrem Fall relativ schlecht gewesen, war der Rat seit jenem Tag nicht mehr wirklich hinter ihr her gewesen.. Hoffentlich hielt dies auch noch eine weile so an. Andernfalls müssten sie wieder.. nein, das wollte sie Sasha nicht antun. Lynn wollte mit ihr ein ruhiges Leben führen..
Sachte drückte sie die Klinke der Eingangstür runter und betrat das kleine Restaurant. Es war übersichtlich und schlicht eingerichtet, es gefiel Lynx. Grade wollte sie zur Theke gehen, um eine Bestellung aufzugeben, als etwas in sie gegen etwas knallte, eine Person, die mit der sie zu Boden flog. Au.. murmelte sie leise und verzog dabei das Gesicht kurz vor Schmerzen. Als sie ihre Augen wieder öffnete, war der Mann allerdings schon wieder aufgestanden und verschwand schnellen Schrittes. Immerhin war er so nett und hatte sich halbwegs entschuldigt. Naja..
Aufgeholfen wurde ihr von einer Bedienung, bei der sie sich natürlich bedankte und dann das Essen bestellte. In Gedanken war sie kurz bei Sasha.. Hoffentlich passierte ihr nichts, wenn sie allein im Wald war. Nachdem die Bedienung ihr die Tüte mit dem Essen reichte und Lynx dies bezahlt hatte, machte sich die junge Dragon Slayerin zügig zurück zum Wald. Wenn sie sich nicht täuschte, war der Mann eben auch dorthin verschwunden oder? Sie musste sich beeilen.. Sie machte sich Sorgen um Sasha. Und hoffentlich fand sie die weiß Haarige auch schnell. Doch sie vernahm schon Geräusche.. War Sasha etwa schon in der Nähe gewesen. Schnellen Schrittes näherte sich eben jener Person, wirkte die Gestallt aber anders, als ihre Freundin. Sasha? erfragte sie zögernd, doch haha.. voll daneben. Als sie eben jenen Fremden erblicken konnte, bemerkte sie, dass es sich dabei um einen Mann handelte.. Einen Mann mit langen schwarzen Haaren, die er zu einem Zopf gebunden hatte. Da hatte sie ja mal voll daneben getippt.
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Beitrag© By Akito  Di Jan 24, 2017 10:13 pm

Also sein Abgang hatte bisher eigentlich gut geklappt. Sakina war bereits vorausgegangen, er hatte noch eben fertig gegessen und war dann losgegangen. Unauffällig zur Tür rausgeschlüpft. Würde irgendwer nach ihm fragen, würde sein Bruder ihm den Rücken decken indem er erzählte, er sei auf der Toilette. Und Akira hatte sicher genug Erfahrung, dass er seinen Abgang genauso elegant hinlegen würde wie er. Was das anging waren sie beide schliesslich ganz gut geübt.
Als er an dem Weg mit der Kuhwiese vorbeiging, sah er einige weitere Kühe, die da grasten und sofort musste er doch wieder grinsen. Der Weg bis zum Wald war gesäumt von Kuhwiesen und einigen Feldern an deren Rändern Bäume standen. Somit war es beinahe ein gemütlicher Spaziergang für ihn. Sie hatten in dem Wald das eine oder andere Plätzchen gefunden, wo sie sich treffen würden. Lange verloren sich die Brüder selten aus den Augen.
Er ging also etwas weiter hinein in den Wald, eher gemütlichen Schrittes, da er bisher keine Verfolger gesichtet hatte. Sakina würde ihn vermutlich als erste bemerken, denn schliesslich hatte sie zwei feine Nasen, die kaum zu täuschen waren.
Doch dann geschah etwas unerwartetes. Er hörte Schritte hinter sich, die nicht so ganz zu der Latschmelodie seines Bruders passten. Also packte er vorsichtshalber seine Naginata, die er bisher als Stütze gebraucht hatte, und wollte gerade herumfahren, als eine weibliche Stimme einen Namen nannte.
Sasha?
Also war er nicht gemeint. Etwas weniger aggressiv als vorgehabt drehte er sich um und entdeckte eine Blondine, die mehr oder weniger direkt hinter ihm stand. Im ersten Moment wusste er gar nicht was er sagen sollte. Nun offenkundig hiess er nicht Sasha. Aber es war schon möglich, dass sie ihn verwechselt hatte, Sasha war schliesslich ein Männername. Oder Unisex. Wie auch immer. Noch bevor er etwas sagen konnte, stürmte Sakina an seine Seite, sprang wie ein übermütiges Fohlen zu ihm und blieb dann wie angewurzelt stehen als sie die Fremde sah.
"Hey Sakina. Alles gut, komm her!", sagte er und pfiff leise, also kam die Wölfin näher. "Sitz. So ists brav. Gutes Mädchen ..."
Dann wandte er sich an die Fremde. "Tut mir leid. Ich heisse nicht Sasha." Er lächelte leicht, schaute kurz in Richtung des Dorfes. Eigentlich wollte er nicht mit Fremden reden aber irgendwie musste er ja.
Nur, wie sollte er weitermachen? Einfach weglatschen? Wenn er hier blieb würde Sakina wohl Alarm geben sobald Akira auftauchte ... Aber hww...
Er hasste solche Momente, denn er war ja eigentlich ein lockerer Typ aber wenn da ne fremde Ische im Wald - also wirklich mitten im Wald - ihn mit falschem Namen ansprach, dann fragte er sich schon, was die sich eingeworfen hat, dass die mitten im Wald den Namen Sasha nach wildfremden Menschen rief.
"Aber hey ... Wie gehts so? Alles fit und ..." Erneut wurde er von Sakina abgelenkt. Diesmal weil sie aufsprang und mit aufgestellten Ohren zum Waldrand spähte. Von hier aus konnte man durch die Bäume die Felder und Wiesen und sogar einige der Häuser des Dorfes sehen. Und so sah Akito in einiger Entfernung eine Gestalt so schnell rennen, als wäre der Teufel persönlich hinter ihm her. Da er querfeldein lief und nicht den direkten Weg zum Wald lief, konnte man auch gut erkenne, wie ihm einige Leute folgten. Akito konnte die Anzahl der Verfolger nicht sofort einschätzen, doch das war ihm in dem Moment ziemlich schnuppe.
"Sakina! Los!", rief er. Es konnte nur Akira sein. Akira hatte es verbockt. Natürlich hatte er es verbockt! Doch es war nicht Wut, die Akito trieb, es war Sorge. Wenn diese Kerle ihn erwischten dann ... Dorfbewohner konnten ziemlich harsch sein.
Während Sakina wie ein grauer Pfeil zwischen den Bäumen davonjagte, zögerte Akito einen Augenblick. Die Naginata würde ihn daran hindern schnell genug zu rennen, weshalb er einem im Nachhinein betrachtet ziemlich dummen Impuls folgend, der jungen Frau die Waffe in die Hand drückte.
"Pass mal auf die auf. Und denk gar nicht dran sie zu klauen. Ich find dich wieder!" Und damit rannte auch er los, preschte aus dem Wald hinaus und kam auf dem Gehweg schlitternd zu stehen. Er steckte sich die Finger in den Mund und pfiff schrill, ehe er weiter auf die Gruppe zurannte, wobei er beinahe elegant über den Zaun einer Kuhwiese sprang (und dabei fast auf die Fresse fiel, weil sein Hosenbein sich im Stacheldraht verhedderte).
Der Pfiff hatte den einen oder anderen Verfolger kurz abgelenkt und Akira somit möglicherweise zwei, drei wertvolle Sekunden Vorsprung verschafft. Sakina währenddessen näherte sich der Verfolgergruppe wie ein Hirtenhund, der seine Schafe zusammentrieb, biss hier in ein Bein, da in einen Oberschenkel und wich den spitzen Mistgabeln behände aus, die nach ihr schlugen.
Akito rannte derweil parallel zu der ganzen Prozession, behielt seinen Bruder dabei im Blick, hoffte dass er schlau genug war bald den Weg in Richtung Wald einzuschlagen.
Und dann, als er endlich nah genug war: Chēnkōdo
Ketten fuhren aus dem Ackerboden, schlangen sich um die Knöchel von Akiras Verfolgern. Er erwischte etwas mehr als die Hälfte von ihnen und der Rest kriegte es lange genug mit der Angst zu tun, dass Akiras Vorsprung gross genug wurde. Akito blieb noch einen Moment lang da wo er war. Die übrigen Verfolger waren nun auf ihn aufmerksam geworden, trauten sich aber nicht recht näher.
Als Akira reelle Chancen hatte, den Wald zu erreichen, suchte auch Akito das Weite.
Kurze Zeit später trafen sie sich beide schweissgebadet und keuchend am Waldrand. Akito legte Akira einen Arm um die Schulter.
"Du rennst wie ein Mädchen", sagte er keuchend aber auch halb lachend. "Komm, ich hab meine Naginata bei nem Mädchen gelassen ..."
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Beitrag© By Akira  Di Jan 24, 2017 11:01 pm

Nachdem er das Restaurant verlassen hatte, ging Akira erstmal nicht auf direktem Weg in Richtung Wald. Er nahm einen anderen Weg, behielt dabei immer die Umgebung im Auge. Dadurch bemerkte er auch, wie ihm langsam immer mehr Gestalten mit Mistgabeln in den Händen folgten. Also hatten sie es doch gerafft. Er hatte es vermasselt und sein Bruder würde mit Sicherheit seine Freude daran haben, ihn damit aufzuziehen. Jetzt war jedoch erst was Anderes wichtig, seine Flucht! Seine Schritte wurde schneller und schneller, während sein Weg ihn nun wieder mehr in Richtung Wald führte, bis er schließlich in einen Sprint verfiel. Seine Verfolger hatte er damit kurz aus dem Konzept gebracht, aber natürlich nicht lang genug um sie komplett abzuhängen. Querfeldein, im wahrsten Sinne des Wortes auch über Felder, lief er nun aus dem Dorf hinaus und auf den Wald zu. Zwar nicht direkt, aber auf eine Art und Weise, wie er dem Waldrand immer näherkam. Und dann hörte er plötzlich einen Pfiff. Ein paar seiner Verfolger lenkte dieser Pfiff genug ab, dass Akira seinen Vorsprung weiter aufbauen konnte. Als dann auch noch ein Knurren und erschreckte Schreie von hinter ihm kamen, wusste Akira ganz genau, dass Sakina und sein Bruder da waren um ihm zu helfen. Es kotzte ihn zwar an, dass er sich die ganze Sache noch tagelang würde anhören dürfen, aber er war auch froh zu wissen, dass die beiden ihn nicht im Stich lassen würden. Natürlich war der Schwarzhaarige nicht dumm und so legte er bei der nächstbesten Gelegenheit einen Sprint in Richtung Waldrand ein. Im nächsten Moment hörte er auch bereits das Gerassel von Ketten, Körper die zu Boden fielen und das laute Fluchen seiner Verfolger, die nun scheinbar durch einen Zauber seines Bruders entweder komplett daran gehindert oder zumindest zu Genüge eingeschüchtert wurden, dass sie ihn nicht mehr verfolgen wollten. Einige Meter weiter und endlich war Akira am Waldrand angekommen. Auf einer Lichtung, kurz hinter dem Waldrand blieb er schließlich völlig außer Atem stehen. Kurz darauf hörte er Schritte und spannte sich auch schon wieder an, sollte es doch noch einer seiner Verfolger sein. Als er jedoch das Hecheln von Sakina vernahm, wusste er, dass es sein Bruder sein musste und entspannte sich. Und tatsächlich waren es Akito und Sakina, die kurz darauf die Lichtung betraten und zu ihm kamen. Akira war zu erschöpft, um sich über die Sticheleien seines Bruders zu ärgern oder überhaupt darauf zu reagieren. Als er dann jedoch das mit der Naginata hörte, konnte er einfach nicht anders als sich aufzurichten und seinen Bruder doof anzusehen. „Du hast deine Naginata einem wildfremden Mädchen gegeben, das du mitten im Wald angetroffen hast? Ist das dein Ernst? Und du glaubst wirklich, die findest und kriegst du jemals wieder?“ Auch wenn er wenig Hoffnung hatte dieses Mädchen oder die Waffe wiederzufinden und schon wenig daran zweifelte, ob sein Bruder in diesem Moment irgendwie nachgedacht hatte, folgte er ihm dennoch auf die Suche nach beidem.
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Beitrag© By Ayane  Mi Jan 25, 2017 12:42 am

Nach einigen weiteren Momenten spitzten sich die Ohren der jungen Kitsune. Ihr war ein Duft in die Nase gestiegen, ein Duft, den sie sich über die Jahre ins Gehirn gebrannt hatte und überall wieder erkennen würde: Lynx war in der Nähe. Warum kam sie nicht. Mit einem kurzen Ächzen erhob sie sich aus ihrer liegenden Position, um dem Geruch ihrer besten Freundin, ihrer Nee-san nach zu gehen, ihm zu folgen. Es war nicht schwer Lynn von anderen Menschen zu unterscheiden: Die junge Magierin roch nach Tod, bedingt durch ihre Magie. In Kombination mit ihrem typischen Eigengeruch konnte Sasha ihre beste Freundin über eine respektable Distanz bemerken. Vom Geruch geführt schritt die junge Füchsin also durch den Wald.
Nur kurz blieb sie stehen, als sie Geräusche vernahm. War das eine wütende Menge? Schien ja heiß her zu gehen, so wie sich das anhörte. Gekläffe, Rufe ... doch es war weit weg, von daher kümmerte sich Sasha recht wenig darum. Zumal Lynns Geruch in einer anderen Richtung lag. Von daher, war die junge Frau wohl kaum an dem Tumult beteiligt oder gar in Gefahr. Dennoch beschleunigten sich die Schritte von Sasha ein wenig - denn die Sorge um die beste Freundin war dennoch vorherrschend. Doch schon kam die blondhaarige in Sicht und in Sashas Augen trat ein erleichtertes Funkeln. "Nee-san!" sagte sie freudig und trabte auf die Freundin zu, blieb jedoch bei ihr stehen und sah verdutzt auf die große Waffe, die die Blonde bei sich trug. "Wo hast du denn die Naginata her ..? Die sieht ja furchtbar aus ... bestimmt nicht gut gepflegt worden ..." meinte sie und betrachtete das, was von der vermutlich früher eleganten Waffe noch übrig war. Ja, auch wenn Sasha keine Waffen verwenden konnte außer die, die ihr Mutter Natur in die Wiege gelegt hatte, so wusste sie doch wie eine gepflegte Naginata aussah ... immerhin gab es Tempelmönche die mit diesen Waffen kämpften.
Doch etwas anderes erregte die Aufmerksamkeit Sashas und ihre Ohren spitzten sich, ihre Augen richteten sich prompt in die Richtung, aus der sie die Geräusche und die fremden Gerüche wahrnahm.

Da kamen zwei ... drei ... oder doch vier? Nein drei. Drei Lebewesen auf sie zu. Sashas Ohren zuckten und auch ihre Schweife signalisierten, dass sie Vorsicht walten ließ. Da kam das erste Lebewesen in Sichtweite und ihre Ohren spitzten sich neugierig. Ein zweiköpfiger Wolf! So etwas hatte Sasha ja noch nie gesehen! Etwas verunsichert blieb sie einfach an Ort und Stelle stehen, begnügte sich damit zu beobachten. Ihre Vorsicht war nichtsdestotrotz noch da. Wie würde der zweiköpfige Wolf wohl auf sie reagieren? Die beiden Männer streifte sie nur kurz mit den blauen Augen, fixierte sie kurz. Zwillinge ... das erkannte sie sofort. Kurz striff ihr Blick Lynn, einen fragenden Ausdruck in den Augen. Waren das die beiden, die sie suchen sollten? Kamen den Phantombildern an und für sich in gewissen Details sehr nahe ... irgendwie... Sasha begnügte sich damit zu beobachten, dazu bereit im Notfall zu reagieren. Noch zeigte sie keinerlei angriffslustiges Verhalten, beobachtete einfach die drei Gestalten, die sich ihnen näherten.
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Beitrag© By Gast  Mi Jan 25, 2017 10:49 pm

Gut, irgendwie war das eine peinliche Situation, eingehüllt von peinlichem schweigen. Lynx hatte einen Fehler gemacht, was sie sonst doch so eisern versuchte zu vermeiden. Und das nagte einen kurzen Moment sehr an der Dragon Slayerin, doch lange drauf konzentrieren konnte sie sich nicht. Denn ihr gegenüber war doch... einer der Zwillinge die sie suchten oder? Doch bevor sie weitere Gedanken verfassen konnte, sprang ein zweiköpfiger Wolf den schwarz Haarigen fröhlich an.. Lynx war etwas perplex, denn auch sie entdeckte immer noch neue Sachen. Der Wolf.. er hörte auf ihn, wie ein Hund. Ja und dann? Begann der lang Haarige mit Smalltalk.. mitten im Wald, mit einer für ihn Fremden. Super, diese ganze Situation war einfach bekloppt. Aber hier kam sie auch nicht wieder dazu eine Antwort von sich zu geben, denn schon im nächsten Moment bekam auch sie halbwegs gut mit, dass irgendwer im Dorf gejagt wurde.. Von einer Meute mit Mistgabeln, wow. Und kaum versah sich die Dragon Slayerin, hatte sie auch schon die Naginata des schwarz Haarigen in der Hand, der sich auch gleich aufmachte und Richtung Dorf rannte. Was zur Hölle.. war alles, was sie immer noch etwas überfordert heraus bekam. Tja und nun? Stand sie wieder allein da..
Doch auch nicht allzu lange, denn schon tauchte ihre kleine Schwester Sasha auf, was Lynx ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Hey Nee~ Tut mir leid, dass es etwas länger gedauert hat begrüßte sie die Füchsin lächelnd und reichte ihre die weiße Plastiktüte. Sasha hatte bestimmt schon Hunger gehabt, da wollte sie ihre Freundin nicht zu lange warten lassen. Die Naginata? Wurde mir vorhin in die Hand gedrückt antwortete Lynn der weiß Haarigen, ehe sie die Naginata vorsichtig auf den Boden legte. Die Waffe wirkte irgendwie alt.. da sollte man lieber vorsichtiger sein, oder nicht? Ich hoffe ich hab dich nicht zu lange warten lassen? erfragte die blond Haarige, da sie im Laden ja einen kleinen Zwischenfall hatte. Doch sie hörte Schritte hinter sich, weshalb sie sich schnell von Sasha abwandte und sich zu den zwei.. nein drei Personen wandte, die auf die beiden Divine Uocem Mitgliederinnen zu kamen. Jackpot, es waren wirklich die Zwillinge, nach denen die beiden Damen suchen sollten! Willkommen zurück begrüßte Lynx die beiden und deutet auf die Naginata am Boden. Deine Waffe Akito, ich hab drauf aufgepasst wie du wolltest fügte sie derweile noch hinzu und ein leichtes Lächeln zierte ihre Lippen. Einen interessanten Wolf habt ihr da sprach die Dragon Slayerin, wollte sie doch einfach mal schauen, wie misstrauisch die beiden Zwillinge werden konnten.
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Beitrag© By Akito  Do Jan 26, 2017 10:42 am

Obwohl Akira vollkommen Recht hatte und es Akito den Magen zusammenkrampfte, als er darüber nachdachte, wie dämlich es gewesen war, seine Waffe dieser Fremden zu übergeben, konnte Akito sein Grinsen kaum loswerden. Er war so froh hatten sie alle drei entwischen können, war Akira bis auf seinen ruinierten Ärmel nichts geschehen, dass er einfach nicht anders konnte als glücklich zu sein. Selbst wenn die Naginata nun weg war ... Akira war deutlich wichtiger gewesen als diese alte Waffe.
Dennoch wollte er zumindest versuchen die Naginata zurück zu kriegen und so stapften sie gemeinsam durch den Wald, wobei Akito Akira nicht von der Seite wich, als bestünde die Gefahr, der jüngere Zwilling könnte sich plötzlich in Luft auflösen.
Doch dann geschahen ein paar Dinge, die ihn dazu bewegten erst einmal in Schockstarre zu verfallen. Als erstes: Die junge Frau tauchte vor ihnen auf, doch sie war nicht mehr alleine. Akitos Hand krampfte sich um Akiras Schulter, als er die Fuchsgestalt neben der jungen Dame anstarrte.
Es war kein gewöhnlicher Fuchs. Mal abgesehen davon dass er einem kleineren Pferd Konkurrenz machen konnte, war sein Fell von silberweisser Farbe und sein Schweif bauschte sich in neunfacher Ausführung hinter ihm auf. Dieser Fuchs musste Inari persönlich sein, wenn nicht zumindest einer ihrer Boten.
Akito war nie ein gläubiger Mensch gewesen, auch Aberglaube lag ihm irgendwo fern, denn er glaubte selten, was er nicht mit eigenen Augen gesehen hatte und nun stand diese Personifikation einer Gottheit vor ihm. Im ersten Moment dachte er dass er auf einem grandiosen Tripp sein musste, dass irgendwer das Steak mit Halluzinogenen vollgestopft hatte. Doch je länger er starrte, desto mehr Details fielen ihm auf, die auf die Echtheit der Wesenheit vor sich deuteten. So strich der Wind sachte durch ihr Fell, sie zuckte mit den Ohren und ihr Blick strahlte vor Lebendigkeit.
Inari war die Göttin der Füchse, der Fruchtbarkeit und der Reisenden. Ihre Boten, die Kitsune konnten Glück bringen, aber sie konnten einen auch verfluchen, konnten Unheil und Elend verbreiten.
In Akitos Kopf ratterte er alle Möglichkeiten ab, die dazu hätten führen können, dass eine Gottheit herabstieg um sich ihnen zu zeigen. Hatten sie genug gelitten? Wollte sie die beiden Reisenden nun endlich für die Mühen belohnen, die sie auf sich genommen hatten? Oder würde sie die Zwillinge für ihre ganzen illegalen Taten qualvoll verbrennen lassen?
Sein Gedankengang wurde schliesslich von der Dame, mit der er bereits Bekanntschaft gemacht hatte unterbrochen. Klar, die Naginata zu ihren Füssen hatte er längst erblickt und er hörte ihr nur mit halbem Ohr zu, noch immer gefesselt vom Anblick der möglichen Gottheit. Und gerade versuchte er sich das Ganze so zu erklären, dass das Mädchen eine Kitsune sein musste - schliesslich verwandelten sich die gerne in wunderschöne junge Frauen - und die Füchsin musste demnach wirklich Inari sein. Es sei denn sie waren beide Kitsune, welche die Zwillinge verwirren, verführen und schliesslich in eine Falle locken wollten.
Akito.
Erneut wurde sein Gedankengang unterbrochen, endlich riss er den Blick von dem Fuchs los und starrte die junge Frau an, wobei ihm auffiel, dass sein Mund schon länger offen stand, weshalb er ihn schloss. Hatte er der Frau seinen Namen genannt? Er versuchte sich zu erinnern. Hatte er ... Nein, er hatte ihr gesagt, dass er nicht Sasha hiess. Aber nicht dass er ...
Er legte seine rechte Hand, die zuvor um Akiras Nacken gelegen hatte, an dessen Brust und schob ihn ein wenig hinter sich. Es war eine Bewegung, die ihm im Laufe der Jahre komplett in Fleisch und Blut übergegangen war. Das hatte er schon als Kind immer gemacht, wenn er Gefahr gewittert hatte. Klar war es lächerlich, diese zwanzig Zentimeter, die er seinen Bruder zurückschob würden nie und nimmer etwas ausmachen. Aber es signalisierte zumindest dass er derjenige war, mit dem man sich anlegen sollte.
Auf jeden Fall würde er nicht auf die offensichtliche Falle eingehen und sich die Waffe holen, welche ihm vor den Füssen des ungleichen Paars so grosszügig angeboten wurde. Nur Häscher des Rates wussten gut genug über sie beide Bescheid, dass sie die Zwillinge unterscheiden konnten. Nur ein Häscher des Rates hätte ihn so klar und deutlich mit seinem Namen ansprechen können, da war er sich so sicher, wie es Sand in der Wüste gab.
Als die junge Frau von ihrem Wolf sprach, blickte er ganz kurz zu Sakina. Sie stand halb angespannt neben den Zwillingen, musterte die beiden Fremden weder aggressiv noch ruhig. Sie konnte Akitos Anspannung bestimmt riechen aber bisher hatte er ihr keinen Grund gegeben alarmbereit zu sein. Und auch Akira hatte keinen Befehl gegeben, weshalb sie vor allem die Füchsin aus der Distanz intensiv beschnupperte.
"Egal wer oder was ihr seid ... Lasst uns in Frieden weiterziehen, dann passiert hier nichts", knurrte Akito. Er war sich unsicher. Natürlich, wenn es Boten der Götter waren oder gar die Göttin, dann war es auch klar, dass sie seinen Namen kannte. Aber die Wahrscheinlichkeit dass die beiden einfach hochkarätige Magier des Rates waren, war da doch deutlich grösser. Immer mal vom Schlimmsten ausgehen. Das hatte ihn am weitesten gebracht.
"Ich habe schon mehr Arschkriechmagier des Rates umgebracht als du an deinen Händen Finger hast. Und ich mache auch nicht vor Frauen oder ... Tieren halt."
Oder Take-over-Magiern, kam ihm in den Sinn aber er sprach es nicht aus.
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Beitrag© By Akira  Do Jan 26, 2017 4:06 pm

Akira konnte es kaum glauben. Sie waren nur wenige Schritte durch den Wald gegangen, als sie doch tatsächlich der jungen Dame, die im Besitz der Naginata seines Bruders war, über den Weg liefen. Den riesigen, neunschwänzigen Fuchs mit weißem Fell hinter ihr bemerkte der Schwarzhaarige zunächst gar nicht, da er erstmal damit beschäftigt war, rot anzulaufen. Die junge Blondhaarige war… Hübsch. Und irgendetwas an ihr, kam ihm bekannt vor. Hatte er sie nicht irgendwo schon mal gesehen? Er musste einen Moment lang nachdenken und dann fiel es ihm wieder ein. Das Restaurant! Zu dem Zeitpunkt hatte er sie nicht so genau betrachtet, jedoch erinnerte er sich nun schlagartig daran. Er war im Restaurant in sie hineingestolpert und hatte sie umgerissen. Die Erinnerung daran ließ den Rotton in seinem Gesicht noch etwas dunkler werden, jedoch hatte er gleichzeitig das Gefühl, als wäre da noch etwas, woher ihr Gesicht ihm bekannt vorkam. Etwas, was einige Zeit in der Vergangenheit lag… Doch ehe er genauer darüber nachdenken konnte, holte ihn etwas in die Realität und das Hier und Jetzt zurück. Die Röte wich aus seinem Gesicht und wurde ersetzt durch einen ernsten Gesichtsausdruck. Woher kannte sie den Namen seines Bruders? „Wo… Wohe… Na… Nam… Ken…“ Es hatte einfach keinen Zweck. So ernst die Situation auch war, es änderte nichts an der Tatsache, dass es sich bei ihr um eine junge Frau handelte. Und dazu noch um ein, für Akira, hübsche junge Frau. Wie sollte er es da jemals hinkriegen sie zu fragen, woher sie bitte den Namen seines Bruders kannte? Doch zum Glück war sein Bruder geistesgegenwärtig genug das Problem selbst zu merken, als Akira ihn gerade fragen wollte, ob er ihr seinen Namen verraten hatte. Doch noch bevor er das tun konnte, wurde er von Akito nach hinten geschoben, was ihm leicht auf die Nerven ging. Schon wieder. Schon wieder tat Akito so, als müsse er Akira unter allen Umständen beschützen. Dem war jedoch nicht so. Akira konnte sich auch selbst beschützen! Sich selbst… Und seinen Bruder. Sie würden, wenn nötig, gemeinsam kämpfen und um dies eindeutig zu machen, trat der Schwarzhaarige wieder direkt neben seinen Bruder, eine Hand in seine Tasche steckend, in der er stets ein Stück Metall mit sich trug. „Projectile Transformation: Bullet“ Fünf Kugeln hielt er nun in der Hand, als er diese nun aus seiner Tasche zog. Er wusste nicht, ob es tatsächlich zum Kampf kommen würde, doch es war besser vorbereitet zu sein. Er warf einen kurzen Blick zu Sakina, die zwar eindeutig die Anspannung der beiden spürte, jedoch bisher keinerlei drohende oder kampfbereite Stellung einnahm. Vielmehr schien sie den Fuchs mit vier neugierigen Augen zu mustern und zu überlegen, ob das wohl eine neue Spielgefährtin für sie sei. War Sakina etwa der Meinung, die Frau und der Fuchs wären keine Bedrohung für sie und Zwillinge? Meistens war die Wölfin die erste, die Gefahr witterte und bereit war sie abzuwehren, nur in diesem Fall… Wenn nicht Leute vom Rat, wer sonst wüsste ihre Namen? Oder hätte überhaupt Interesse daran sie zu kennen? Vielleicht täuschte sich Sakina in diesem Fall. Dennoch gab Akira ihr auch jetzt noch kein Zeichen zum Angriff überzugehen, sondern machte, mit einem ersten Blick, noch einen weiteren Schritt nach vorne. Jetzt betrachtete er auch endlich den Fuchs genauer und war überaus verblüfft über dessen neun Schwänze. Dies erinnerte den Schwarzhaarigen an alte Sagen und Märchen, die ihre Mutter ihnen immer erzählt hatte, über eine Göttin und ihre Boten. War das etwa… Unsinn! So etwas wie Götter gab es nicht! Wahrscheinlich war die Herkunft dieses Fuchses eine ähnliche wie die von Sakina oder es handelte sich um einen Magier, der sich in einen Fuchs verwandeln konnte. „W-W-We-Wer s-s-s-se-seid i-i-i-ih-ihr? W-Wa-Was w-w-wo-“ Mit Mühe und Not schaffte er es, diesen ersten Satz herauszubekommen, ehe er mit dem zweiten scheiterte, die erneut auftretende Röte in seinem Gesicht den ernsten Ausdruck vollkommen ruinierend. Sein Bruder mochte die beiden direkt vertreiben wollen ohne sich anzuhören, was sie wollten. Doch Akira dachte in diesem Moment etwas weiter. Wenn dies wirklich Häscher des Rats waren, hätten sie längst angegriffen und versucht sie zu ergreifen. Die Zwillinge hatten schließlich schon öfter als nur ein Mal bewiesen, dass sie nicht offen für Verhandlungen waren. Wer also waren diese Frau und dieser… Fuchs? Was wollten sie von ihnen?
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Beitrag© By Ayane  Mo Jan 30, 2017 11:11 pm

Zugegebenermaßen ... Sasha war dezent verwirrt. Nein, mehr als verwirrt. Sie legte ihren Kopf schief und betrachtete einen der Zwillinge - Lynn sprach ihn mit Akito an - etwas fragend, als dieser sie so penetrant anstarrte. Hatte sie etwa einen Fleck auf dem Fell? Oder ... halt nein, vielleicht hatte er noch nie eine Kitsune gesehen. Ja, daran musste es liegen doch ... Fiore war doch ein Land voller Magier, war es da wahrlich so unüblich, dass man einen Fuchs wie sie sah? Sie hatte schon weitaus ... schrägere Kreaturen gesehen, das musste Sasha zugeben. Und insgeheim fragte sie sich, was wohl gerade im Kopf des Mannes vor ihr ab gehen musste, während er sie scheinbar fassungslos ansah. War schon irgendwie lustig, wenn sie ehrlich war.
"Hab ich was im Gesicht?" fragte sie also etwas verwirrt, den Kopf weiterhin schief gelegt, ehe ihr diese Haltung etwas zu unbequem wurde und sie ihren Kopf wieder gerade drehte, ihr Fell kurz durch schüttelte und sich auf ihr Hinterteil setzte. Kurz darauf stupste sie die Naginata mit ihrer Pfote an, nachdem sie Akitos Reaktion auf die Aussprache seines Namens beobachtet hatte und auch Akiras Reaktion von ihr genauestens beobachtet worden war. Auf dessen Frage durfte sie doch antworten oder nicht? ... Nein, so wie sie ihre Nee kannte, hatte diese vor die Zwillinge noch ein wenig zu ... ärgern beziehungsweise sie zu testen. Sie kannte Lynx nun schon eine ganze Weile - zumal Sasha gerne einmal etwas mit ihrer fröhlichen, teils sprunghaften Art versemmelte. So begnügte sich die junge Kitsune damit sich wieder zu erheben, den Griff der Naginata in ihr Maul zu nehmen und die lange Waffe vorsichtig näher zu Akito zu bringen - es war doch gut, Friedfertigkeit zu demonstrieren oder nicht?

Ihre Augen fixierten jedoch weiterhin die Zwillinge und auch den Wolf ließ sie nicht aus den Augen, während sie sich vorsichtig einige Schritte vorwagte und die Naginata ebenso bedächtig und langsam auf den Boden sinken ließ, ehe sie sich rückwärts von den drei Gestalten entfernte. Sie persönlich war nicht auf Streit aus. Darcan-sama hatte ihr und Lynx den Auftrag gegeben die Zwillinge zu suchen und sie für Divine Uocem zu gewinnen. Da war ein Kampf meistens eine schlechte Möglichkeit das wusste Sasha aus den Schriften und auch aus Erzählungen ihres Onkels. Wollte man jemanden für seine Seite gewinnen, so erreichte man nur selten etwas mit einem Kampf. Nun lag die Naginata also zwischen den beiden Seiten, zwischen den Fronten sozusagen. Sasha kehrte zu Lynn zurück, setzte sich wieder neben sie und signalisierte weiterhin keine Angriffshaltung. Dennoch war ihr Körper angespannt, die Hinterbeine bereit zum Sprung, sollte auch nur ein Hauch von Kampfeslust in der Luft hängen, der definitiv aggressiver Natur war. "Zu deiner Aussage Akito-san" meinte sie nach einer weiteren Weile des Schweigens und fixierte ihre Augen auf ihn, richtete auch die Ohren ein wenig nach vorne, ehe sie weiter sprach. "Wir sind keine Mitglieder des Rates. Wir haben zwar nach euch beiden ... wenn ich eure hübsche Wölfin dazu zähle euch dreien .. gesucht, doch unsere Absichten sind denke ich ein wenig anders als ihr es erwartet~" meinte sie und versuchte ihre Worte so zu wählen, dass sie Lynn nicht zu sehr in den möglichen Plan pfuschte. Ja, auch jemand wie Sasha konnte ernste Worte sprechen, wenn ihre Stimme auch weiterhin den warmen, freundlichen Unterton hatte, den man von der jungen Kitsune an und für sich erwarten konnte.
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Beitrag© By Gast  So Apr 02, 2017 7:20 pm

Das Schauspiel mit den Zwillingen war wirklich amüsant, war das Misstrauen und die Neugierde doch sehr interessant mit anzusehen. Doch beiderlei schienen im ersten Moment sehr fasziniert von Sasha gewesen zu sein. Aber dies war ja auch irgendwie verständlich gewesen, gab es solche Magier wie Lynx kleine Schwester nur selten in Fiore. Und bis Lynn das Wort ergriffen hatte, änderte sich diese Einstellung auch nicht. Akito schob durch eine Handbewegung Akira hinter sich, wohl um zu zeigen, dass er derjenige war, mit dem man sich anlegen sollte. Sie spürte es ganz klar, misstrauen. Auf eine gewisse Art und Weise natürlich verständlich gewesen, immerhin war die blondhaarige einmal in der gleichen Situation, wie die beiden Zwillinge. Doch Akito schien nicht unbedingt kooperativ zu sein, beziehungsweise hielt er die beiden Damen wohl für Mitglieder des Rates, was er später auch aussprach. Für Lynx schon eher eine Beleidigung, stand ihr Hass dem Rat gegenüber, denen der Zwillinge in nichts nach. Aber nun gut, sie konnte es verstehen.
Doch etwas überrascht war sie, als der Brillenträger zum Satz ansetzte und.. vor lauter stottern nichts herausbekam. Damit hatte sie beim besten Willen nicht gerechnet.. Daher lag ein kurz überraschter Blick auf Akira, ehe sie kurz kichern musste Süß. Kurz darauf zog dieser etwas aus seiner Tasche. Lynx wusste zwar nicht was, aber sie sollte, sollte es denn zum Kampf kommen, gut drauf acht geben. Aber sie versuchte diese Option eigentlich zu umgehen, lag es doch nicht wirklich in ihrer Intuition mögliche Aufmerksamkeit von Fremden auf sich zu ziehen. Sasha wollte sich wohl im Gespräch zurückhalten und alles der blondhaarigen überlassen. Die Dragon Slayerin hatte auch keinerlei Problem damit, tat das Duo es doch die meiste Zeit so. Zumindest brachte die weißhaarige die Naginata wieder zu Akito und legte diese vor seine Füße, ehe Sasha sich dann wieder zu Lynn begab. Natürlich passte die blondhaarige auf, dass ihrer Freundin nichts passierte, konnte sie die Zwillinge, abgesehen von ein paar Grundinformationen, die sie besaß, nicht wirklich einschätzen. Als Sasha sich dann wieder neben die Magierin setzte, kraulte sie die Kitsune lächelnd, ehe sie ihren Worten lauschte. Sie erklärte, dass sie keine Mitglieder des Rates waren, zwar nach den beiden.. den drein gesucht haben, doch ihre Absichten glichen nicht denen des Rates. Ja, hoffentlich würden die Zwillinge ihnen das auch glauben. Akira schien wohl jetzt einen halbwegs vernünftigen Satz herauszubekommen und erfragte wer sie waren. Ich bin Lynx und das ist Sasha. Wie sie eben schon sagte sind wir keine Mitglieder des Rates, sondern Mitglieder der Gilde Divine Uocem, die gegen den Rat vorgehen möchte erklärte sie den beiden lächelnd. Nun, leider können wir euch nicht mehr in Ruhe lassen, da unser Gildenmeister euch beide gern in der Gilde hätte. Sagen wir.. er möchte euch ein ruhigeres Leben gönnen, sodass ihr nicht immer fliehen müsst.. oder.. wie war das noch.. töten? fügte sie weiterhin lächelnd hinzu und ließ von Sasha ab. Der Rat treibt abscheuliches mit der Bevölkerung, doch kann es sehr gut verschleiern. Deshalb hat es sich unsere Gilde zum Ziel gesetzt, den Rat mit allen Mitteln zu stürzen.
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Beitrag© By Akito  Mo Apr 03, 2017 4:53 pm

Für einen kurzen Augenblick schaute Akito Akira entrüstet an. Warum kam er gleich wieder nach vorne? Wenn es zum Kampf kam, dann ...
Doch dann passierte etwas Neues. Die Kitsune erhob sich, nahm seine Waffe zwischen die Fänge und trug sie etwas weiter nach vorne. Sie kam nicht ganz an die Zwillinge heran, legte die Waffe quasi in die mitte. Aber es konnte noch immer eine Falle sein. Er konnte sich nicht sicher sein, was die beiden planten, was sie vorhatten. Ob sie ihnen überlegen waren.
Akito dachte bereits darüber nach, sich die Waffe zu packen und dann auf die beiden zu stürzen. Aber es hatte gewisse Risiken. Der Fuchs war ziemlich gross und würde soetwas wie einen Menschen wohl in kürzester Zeit zu Boden ringen.
Immerhin gaben die beiden zu, dass sie nach ihnen gesucht hatten. Wobei Akito nicht direkt wusste, was er mit der Information anfangen sollte.
Was die Blonde dann sagte, sie stellte sich als Lynx vor und nannte den Fuchs Sasha, liess ihn stutzen. Eine Gilde? Und der Gildenmeister hatte nach ihnen suchen lassen? Um ihnen ein besseres, geschützteres Leben zu ermöglichen? Eine Gilde, die sich gegen den Rat verschworen hatte? Gab es soetwas wirklich oder war das nur ein gemeiner Hinterhalt?
Nun gut, wären sie vom Rat, hätten sie längst angegriffen. Allerdings ... hat diese Taktik bisher nicht funktioniert, es war also genauso gut möglich, dass sie einfach etwas Neues ausprobieren wollten.
"Zeigt mir eure Gildenstempel!"
Sie waren auf ihren Reisen immer mal wieder Gildenmagiern begegnet und auch als Kinder hatten sie ab und zu welche gesehen. Und die zeichneten sich meistens dadurch aus, dass sie das Symbol ihrer Gilde irgendwo auf der Haut trugen. Also wenn sie das vorweisen konnten, dann ... Dann gut. Nicht dass er gleich die Hand für sie ins Feuer legen würde. Aber zumindest würde er vielleicht davon absehen, ihnen ihre Köpfe abzuschlagen. Aber auf keinen Fall würde er ihnen blindlings folgen und irgendeiner ominösen Gilde beitreten. Er konnte das Spiel genauso gut spielen und einfach so tun als ob und bei erster Gelegenheit abhauen.
Er schaute kurz zu Sakina. "Bring", sagte er und deutete auf die Naginata. Die beiden Köpfe fuhren zu ihm herum, dann zur Waffe und dann holten sie sie und brachten sie zu ihm. "Brav ..."
Währenddessen hatte er die beiden gestalten nicht aus den Augen gelassen.
"Und warum kam euer Gildenmeister nicht persönlich, wenn ihm so viel an uns liegt?"
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Beitrag© By Akira  Mi Apr 19, 2017 9:42 pm

Akira blickte die Frau und den Fuchs noch immer leicht errötet an und als er hörte, wie der Fuchs anfing zu sprechen, zog er eine Augenbraue hoch. Ein sprechender Fuchs, das war schon sehr verwunderlich, sprach aber sehr für seine zweite Theorie mit der Magierin, die Stimme war trotz allem recht eindeutig weiblich, die sich in einen Fuchs verwandeln konnte. Wirklich viel Zeit sich darüber Gedanken zu machen hatte er aber auch nicht, denn kurz nachdem die weiße Füchsin die Naginata von Akito in ihrer Nähe abgelegt hatte, schickte jener auch schon Sakina los, damit sie diese für ihn zurück holt. Akira behilft die Wölfin währenddessen immer im Blick und beobachtete aus den Augenwinkeln die beiden Magierinnen, die ihnen gegenüberstanden. Er würde nicht zulassen, dass eine der beiden irgendetwas komisches versuchen würde und dabei womöglich Sakina verletzen würde. Nein, das könnte er sich nie verzeihen und würde er absolut nicht zulassen!
Doch zum Glück passierte nichts dergleichen und kurz darauf hielt sein Bruder seine geliebte Waffe wieder in Händen und Sakina war erneut an der Seite der Zwillinge. Anschließend fing die Blonde an das Missverständnis aufzuklären und zu erzählen, weshalb sie die Namen der beiden kannten und warum sie nach ihnen suchten. Der Schwarzhaarige hörte sich ihre Erklärung an, runzelte zwischendurch immer wieder seine Stirn und dachte über die Worte nach. Konnte er ihrer Geschichte glauben oder war das nur ein Trick? Aber warum sollten sie jetzt noch versuchen die beiden auszutricksen? Das war einfach nicht die Vorgehensweise des Rates, die die Zwillinge bisher kennengelernt hatten. Auch Akito, der eh für gewöhnlich noch weit misstrauischer als sein Bruder war, schien nicht sonderlich überzeugt. Da er jedoch die selben Fragen stellte, die auch Akira stellen würde, blieb dieser vorerst ruhig und ließ seinen Bruder reden, während er selbst genau die beiden anderen Magier beobachtete und auf jeden Hinweis achtete, der ihm sagen könnte ob sie die Wahrheit sprachen oder sie anlogen. Selbstverständlich blieb er dabei aber auch nach wie vor aufmerksam und stets bereit zuzuschlagen, sollten sie sich verdächtig oder bedrohlich verhalten.
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Beitrag© By Ayane  Mo Apr 24, 2017 7:16 pm

Sasha genoss die Streicheleinheiten von Lynn und lauschte den Worten von Akito und ihrer besten Freundin, beobachtete auch die Reaktion der Anwesenden, bis Akito forderte, dass sie ihre Gildenstempel zeigen sollten. Da Sasha wusste wie unangenehm Lynn ihre Narbe war, erhob sie sich aus ihrer sitzenden Position und wurde kurz von hellblauen Flammen eingehüllt, ehe sie als Mensch auf der Lichtung stand und den beiden Zwillingen ein kurzes Lächeln zeigte. "Ich mach das Nee-san" meinte sie zu Lynn und wandte den Zwillingen den Rücken zu - ihr würde schon nichts passieren, sie und Lynn beschützten sich immerhin gegenseitig - ehe sie ihre Haare beiseite legte und den Mantel lockerte, ehe sie ihn ein Stück weit auszog, sodass er ihr nur mehr in den Ellenbogen hing. Da sie nur ein Top trug, konnte man ihr Schulterblatt sehen, auf dem das verschnörkelte Symbol Divine Uocems in einem tiefen Schwarz prangte. "Siehst du~ Gildenstempel" sprach sie und zog den Mantel wieder ordentlich an, ehe sie sich herum drehte und ihre Ohren kurz zuckten.
Sie verschränkte die Arme hinter ihrem Rücken und blieb einfach neben Lynn stehen, wedelte sachte mit ihren Schweifen - vier an der Zahl, hatte sie in Menschengestalt doch noch nicht weitere entwickelt - bevor Akito seine letzte Frage stellte. Warum Darcan-sama nicht persönlich vorbei gekommen war? Das war doch klar wie Kloßbrühe, er hatte nun einmal viel zu tun, er war ein Gildenmeister! Das müsste Akito doch eigentlich wissen oder nicht? Von daher zeigte sie ein kurzes Lachen und legte dabei den Kopf schief, ehe sie sich setzte und in die Tüte linste, die ihr Lynn mitgebracht hatte und ein freudiges Geräusch von sich gab, als sie etwas Süßes in der Tüte fand. Sogleich gönnte sie sich eines der kleinen Gebäckkügelchen und wedelte freudig mit ihren Schweifen. Es war vielleicht unhöflich vor jemandem zu Essen - gerade in so einer Situation ... aber wer weiß? Vielleicht entspannte es die ganze Lage ja.
Nun, Lynn würde das schon klären während sie einfach die stille Beobachterin sein würde. Die Mäusefamilie war zu ihr zurück gekehrt und Sashas Ohren spitzten sich, ehe sie eines der Gebäckstücke klein rupfte und die abgerissenen Stücke der Mäusefamilie reichte, die sich fiepend bedankte. "Haha keine Ursache. Lasst es euch schmecken~" meinte sie und eine der Mäuse setzte sich auf ihr Knie, ehe sie das kleine Stückchen verputzte. Sasha sah wieder zu Akito und Akira, ehe ihr Blick auf Sakina fiel und sie ihr ein Stück des Gebäcks hin hielt. "Willst du auch was, hübsche Wölfin?" fragte sie schließlich und zeigte ein freundliches Lächeln. Sasha mochte Tiere nicht nur, sie fühlte sich ihnen irgendwie verbunden. Sie verstand zum Großteil deren Sprache, sie war selbst ein halbes Tier, wenn man es genau nahm. Da war es doch klar, dass sie hier und da teilte.
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Beitrag© By Gast  Sa Jun 10, 2017 11:56 pm

Nachdem Sasha die Nagita Akitos in die Mitte gelegt hatte, um einen weiteren Beweis zu liefern, dass die beiden in Frieden kamen und nicht kämpfen wollten, schickte der Ältere der beiden Zwillinge auch gleich die Wölfin los, um die Waffe zurückzubringen. Unterdessen blieb Lynx weiterhin ruhig und beobachtete das Geschehen nur. Was sollte sie auch sonst tun? Sie war halt kein Mensch von Gewalt und Verrat, wenn man einmal von dem einen Fall mit ihrer Mutter absah.
Doch sie musste leicht zusammenzucken, als Akito nach dem Gildenstempel der beiden Damen fragte. Zugegeben, wirklich klug hatte die blondhaarige den Platz vielleicht nicht gewählt, würde es doch immer mal wieder zu einer solchen Situation kommen. Allerdings war sie auch froh Sasha an ihrer Seite zu haben, die in solchen Situation das ganze übernahm. Somit beobachtete sie ihre Freundin mit einem dankenden Lächeln und als das Zeichen zu sehen war, erhob Lynn wieder das Wort Nun, wie ihr sehen könnt ist das unser Zeichen fügte sie noch einmal hinzu. Was sollte sie auch sonst noch sagen? Erklären tat sie sich freiwillig erst einmal nicht. Auch ihr solltet eigentlich wissen, dass ein Gildenmeister sehr beschäftigt ist.
Er hat nicht für alles Zeit und muss eben manchmal seine Mitglieder los schicken, was zum Beispiel in diesem Fall passiert ist. Wenn ihr uns weiterhin nicht glaubt können wir für das nächste Treffen gerne ein paar Unterlagen mitbringen, die unsere Aussagen verstärken werden
erklärte sie noch und seufzte dann leise. Ja, was sollte sie auch sonst noch sagen? Jetzt lag es eigentlich nur noch an den beiden Zwillingen und wie ihre Antwort ausfiel.
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