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 Black Wing

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Rairyū no Ōjo
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Beitrag© By Sylvana  Mi März 29, 2017 4:38 pm

Black Wing
Sylvana | Robyn
Es war eine Nacht, die sich perfekt dafür eignete, in einem teurem Bild der Marke Meisterwerk festgehalten zu werden. Neumond, keine einzige Wolke am Firmament und eine unzählbare Anzahl an kleinen, funkelnden Sternen prägten die Aussicht, die Sylvana genießen konnte. Es war vielleicht das größte Privileg, welches sie als Gildenmeister besaß, immerhin gab es keinen anderen Ort innerhalb der Gilde, der einem dem Himmel so nah brachte wie die Spitze des Nordturms. Wäre hier alles intakt, wie zur Blütezeit dieses Gemäuers, würde sie jetzt nur ein Dach über ihren Augen haben. So aber lag nur das Himmelszelt über ihr, in all seiner unendlichen Pracht. Es war zur Angewohnheit geworden, dass sie bei gutem Wetter die Stufen aus ihren Gemächern nach oben folgte und sich hier hinlegte, eingewickelt in eine dicke Felldecke, um sich vor der Kälte der Nacht schützen zu können, und den Sternenhimmel beobachtete, vielleicht ein wenig vor sich hin grübelte. Hier kam sie oftmals auf andere Gedanken, lenkte sich von Problemen ab, die sie den Tag über beschäftigt hatten. Nur nicht heute.
Seit dem Mittag hielt ein Stück Pergament Sylvana davon ab, dass sie sich in irgendeiner Art und Weise entspannen konnte. Auf den ersten Blick mochte es lächerlich erscheinen, immerhin war es nichts weiteres als ein einfaches Gesuch. Eine Quest, gestellt an ihre Gilde. Es war mehr der Inhalt, der die Dragonslayerin vor ein moralisches Dilemma stellte. Denn, anders als jeder andere Auftrag, roch dieser hier nach Problemen. Probleme mit dem Rat, um es genau darzustellen.

„Ich wende mich an Euch aus letzter Verzweiflung, in der Hoffnung, dass Ihr mich von meinem Leid erlösen könnt. Seit nun einigen Jahren peinigt mich eine gewisse Person mit pikanten Informationen, die mein Leben ohne jegliche Zweifel zerstören, mich endgültig in den Ruin treiben könnten – wenn ich nicht schon an seiner Grenze stehen würde. Aber ich bin es leid damit zu leben! Ich will mich von dieser Last befreien! Dieser Mann soll niemanden mehr so peinigen wie mich, welcher Weg dafür auch immer notwendig sein sollte. Dafür bin ich bereit die letzten Reste meines Vermögens zu opfern. Für meinen Seelenfrieden und vielleicht auch dem derer, die er wie mich in seiner Hand hat.
Sollte Ihre Gilde sich mit diesem Auftrag auseinandersetzen wollen, so benutzen Sie den beigelegten Schlüssel. In einem Schließfach im Hauptbahnhof von Crocus Town liegt ein Zehntel der Belohnung als Vorzahlung. Bitte bereitet all dem ein Ende!“


Anschließend war dort noch eine Summe verzeichnet, bei der Sylvana zweimal die Anzahl der Nullen überprüfen musste, um sich auch ganz sicher zu sein, dass ihre Augen ihr keinen Streich spielten. Es war bei weitem mehr als die Vergütung für all die Quests, die unten am schwarzen Brett hingen, zusammen! Es gab nur einen Nachteil: Der Auftrag war illegal. Einschüchterungen durch Gilden waren schon seit jeher nicht vom Rat gesehen, Auftragsmorde erst recht nicht. Das waren nämlich die zwei Optionen, mit denen dieser Auftrag überhaupt erfüllt werden konnte. Und trotzdem…
„Es ist moralisch nicht in Ordnung, aber… Wir brauchen dieses Geld!“ Vor wenigen Jahren hätte sie vermutlich ohne zu Zögern diesen Auftrag angenommen. Jetzt war sie aber Gildenmeisterin! Aber die Bezahlung war großartig… Immer wieder ging es hin und her, Engelchen und Teufelchen rangen um die Oberhand. Moral gegen das Argument, dass es ja niemand erfahren müsste. Man konnte immerhin auch jemanden zum Schweigen bringen, ohne den dafür benötigten Mord auf sich nehmen zu müssen. Es musste nur geschickt angegangen werden…
„Ach verdammt!“, rief die Dragonslayerin frustriert in die Nacht heraus, nachdem sie ihren Oberkörper in die Vertikale aufgerichtet hatte, hoffte im nächsten Moment jedoch, dass niemand sie gehört hatte. Aber es war mitten in der Nacht, sie befand sich weit über den Zimmern der Gildenmitglieder. Wer sollte sie schon gehört haben können?

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Beitrag© By Robyn Skuggi  Do März 30, 2017 2:18 pm

Der Pfad, der über Robyn lag, wurde einzig beleuchtet von den strahlenden Sternen am klaren Nachthimmel. Das hinderte den Rotschopf jedoch nicht daran, immer wieder wagemutig nach oben zu greifen, um an einem erklickten Riss oder einem hervorstehenden Ziegel Halt zu finden und sich hochziehen zu können. Eine Hand nach der anderen, ein Fuß nach dem anderen. Von allen Türmen des Gildengebäudes war der Nordturm der höchste. Das, die hervorragende Aussicht von dort oben, und die Tatsache, dass Sylvana diesen Turm bewohnte, machte es für Robyn sehr verlockend, ihn ab und an zu erklimmen. Einmal ließ sich Robyn an einer Hand hängen und stützte sich nur mit einem Fuß, um sich einmal in Ruhe umzudrehen und die wunderschöne Nachtkulisse zu genießen.
Dass sich Sylvana in dieser Nacht auf der Spitze des Turmes aufhielt, konnte Robyn erhören, bevor sie die Dame sehen konnte. Unruhiges Grummeln, Seufzen, Stöhnen, das sie vermutlich eher unbewusst von sich gab, fanden ihren Weg zu Robyns Ohren. Das klang jetzt nicht wirklich danach, als würde sie entspannt die Nacht genießen. Was sie wohl umtrieb? Mit noch größerem Elan als vorher sprang und kraxelte Robyn die letzten Meter nach oben.
Ein Silent Step später hockte Robyn auch schon mit beiden Füßen am Rande der Turmspitze. So! Wo war ihre Zielperson des Tages?

Sylvana lag merklich aufgewühlt auf dem Rücken und starrte in den Himmel hinauf. Was konnte sie denn nur dermaßen umtreiben? Die Hand ihrer Gildenmeisterin zuckte, ballte eine Faust und zerknäulte etwas. Vermutlich unbewusst. Es klang nach... Pergament. Hmm, was das wohl für ein geheimnisvolles Stück Pergament war? Geduldig beobachtete Robyn, wie Sylvana erst auf dem armen Teil herumdrückte, bevor sie ihre Hand ganz langsam wieder öffnete und den Griff lockerte. Dank ihres Zaubers völlig lautlos kroch Robyn näher an Sylvana heran, besorgt, dass sie doch noch ihren Geruch realisieren könnte. Aber nichts geschah, also griff der Rotschopf nach dem Objekt ihrer Begierde und entzog es Sylvanas Hand. Sie schien es nicht einmal zu bemerken. Na dann mal sehen...
Robyn entfaltete das Pergament und hielt es in das Sternenlicht. Hm. Nein, das reichte einfach nicht aus. Ein Glück, dass sie ihre Taschenlampe dabei hatte. Im Dunkeln zu lesen war leider etwas, bei dem auch ihre Ohren ihr momentan nicht besonders halfen. Zack zurück zum Rand des Turms, sich darüber gelehnt und das Licht der Taschenlampe auf das Pergament gerichtet, schön von Sylvana abgewandt, damit sie das auch ja nicht mitbekam. Alsoo, was hatten wir da denn Schönes~
Mhm. Mhm. So, so. Von Leid erlösen. In den Ruin getrieben. Befreien. Niemanden mehr so peinigen~ Oh, wie schön. Die letzten Reste meines Vermögens, sehr verlockend. Seelenfrieden, ja klar. Bitte bereitet all dem ein Ende! Wie theatralisch! Hatte ihre brave, junge Gilde da gerade ein Auftragsattentat erhalten? Für eine legale Gilde natürlich nicht die richtige Arbeit, jedoch wirklich äußerst lukrativ. Hmm, das war wirklich verlockend.

Im nächsten Moment fuhr Sylvana ruckartig in die Höhe und schrie ihren Frust in die Nacht hinaus. Zeit, dass sie ihrer lieben Kameradin dabei half, eine Entscheidung zu treffen.
Robyn hüpfte teils auf allen Vieren rüber zu Sylvana wie ein niederträchtig grinsender kleiner, roter Kobold. Grinsend stoppte sie direkt neben Sylvana und flüsterte mit passend verstellter Stimme direkt in ihr Ohr: „Haben wir etwa ein kleines Problem~?“
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Beitrag© By Sylvana  Do März 30, 2017 4:34 pm

Black Wing
Sylvana | Robyn
Man konnte meinen, dass eine übernatürliche Macht sie förmlich in diese Situationen bringen würde. Etwas, was Sylvana nicht erklären konnte und ihr in manchen Situationen schon fast einen Herzinfarkt verpasst hätte. Dies war wieder eine dieser Situationen. Das, was die Dragonslayerin in ihrem seelischen Dilemma am wenigsten brauchte, war jemand, der sie beobachtete. Das war ein Kampf, den sie ganz alleine austragen musste. Allein mit den vertrauten Stimmen in ihrem Kopf. Der des Engelchens, und der des „Töte diesen Bastard einfach und kassier das Geld ab!“… Ja, dass war ihr Teufelchen. Umso mehr zuckte ihr ganzer Körper erschrocken zusammen, als sie plötzlich die verstellte Stimme Robyns an ihrem Ohr vernahm. So sehr sogar, dass sie das Gleichgewicht verlor, nach hinten wegkippte und sich sogleich den Hinterkopf schmerzhaft am kalten Stein des Turms stieß. Etliche, schmerzvoll klingende Flüche in der Sprache der Drachen verließen ihre Lippen, einem Wasserfall gleich, ehe sich Sylvana wieder aufrichtete und sich den Hinterkopf rieb.
„Was in aller Welt machst du hier?! Und wie bist du überhaupt…“ Achja, die Außenwand des Turmes. War ja immerhin nicht das erste Mal, dass Robyn ihr auf diesem Weg einen Besuch abgestattet hatte. Warum musste sie auch nur zu gleichen Teilen so verdammt geschickt und lebensmüde sein, ohne Absicherung den Turm hier erklimmen zu wollen? Man mochte meinen, dass der Adrenalinschub und der Ausblick, den man von hier oben aus auf das Umland hatte, Lohn genug für diese Risiken waren.
„Egal.“ Sylvana schnitt ihre eigene Frage nach einer kurzen Verzögerung ab, stand im nächsten Moment langsam auf, darauf bedacht nicht gleich wieder das Gleichgewicht zu verlieren und sich noch einmal den Kopf zu stoßen. Die Decke eng um ihren Körper gewickelt streckte sie erst einmal ihren Körper ausgiebig. Wie lange war sie hier oben überhaupt schon am Überlegen gewesen? Dem Gefühl ihrer Gliedmaßen nach war es mehr als nur ein paar Minuten gewesen…
„Wie kommst du darauf, dass es ein Problem gibt, Robyn? Mir ist nur… mein Fuß eingeschlafen!“ Genau, das würde ihren Ausruf sicherlich erklären, immerhin war sie sich mehr als nur sicher, dass Robyn diesen mitbekommen haben musste. Bei ihrem guten Gehör war dies so sicher wie das Amen in der Kirche. Ein Glück war sie nicht in der Lage die Stimmen der imaginären Sylvanas in Engels- und Teufelskostüm zu hören… oder sie zu sehen. Reichte ja schon, dass sie ihren inneren Konflikt auf diese Art und Weise ausfocht, immerhin war es schon ein wenig… kindisch? In einem war sich die Dragonslayerin aber sicher: Robyn musste nicht unbedingt von diesem Auftrag erfahren. Niemand aus der Gilde sollte dies, es war ihr Problem, mit dem sie als Gildenmeisterin konfrontiert war. Annehmen oder nicht annehmen, das war hier die Frage!

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Beitrag© By Robyn Skuggi  Do März 30, 2017 11:36 pm

Es war einfach viel zu schön. Robyn grinste breit und deutlich amüsiert, als Sylvana hinterrücks umkippte und sich himmlisch dumpf den Schädel am Stein anstieß, gefolgt von harschen, mächtig klingenden Worten einer Sprache, die Robyn nicht verstand. Hach, ausnahmsweise war sie so... verwundbar.
Robyn blieb noch in der Hocke, als Sylvana sich erhob und um ihre Fassung rang. Sie nickte verständnisvoll und ernst dreinblickend, als Sylvana ihren ungehaltenen Ausruf zu erklären versuchte. „Ah, ja, verstehe. Das Gefühl kenne ich. Ist immer zum verrückt werden.“ Robyn sprang auf, verschränkte die Arme vor der Brust und spielte nachdenklich mit dem Pergament zwischen den Fingern. Von wegen. Eingeschlafene oder unangenehm kribbelnde Glieder waren zwar nervig, aber würden doch nicht diese Unruhe in Sylvana auslösen. Nein, nein. Da musste einfach mehr im Busch sein. Bitte, bitte, Sylvana so auf dem falschen Fuß zu erwischen musste einfach richtig ausgekostet werden!

„Ok... dann... dann hat das also nichts mit dieser Nachricht zu tun? Die Bezahlung ist ja wirklich nicht von schlechten Eltern, und bei den ganzen Arbeiten, die hier fällig sind, könnten wir das Geld echt gut gebrauchen, aber... Sylvana. Wieso lässt dir denn irgendjemand so eine Nachricht zukommen? Das... das ist ein Auftragsmord, oder nicht?“ Den letzten Satz flüsterte Robyn fast, obwohl natürlich niemand in der Nähe war, der sie hätte hören können. Sie waren schließlich hoch oben auf dem Nordturm und die Person mit den empfindlichsten Ohren der Gegend war bereits anwesend. „Jemand hat dich – nein, sogar uns als Gilde?! – damit beauftragt, einen anderen Menschen gezielt zu ermorden! Sylvana, ich muss dir ja wohl nicht sagen, dass das illegal ist?! Das könnte für die ganze Gilde gefährlich werden, wenn wir das machen und es rauskommt!“ Robyn lief aufgewühlt auf und ab, die Stirn von Sorgenfalten geprägt. „Ich weiß nicht wirklich, was ich dazu sagen soll...“
Abrupt blieb Robyn direkt vor Sylvana stehen und sah ihr mit größter Unsicherheit in die Augen. „Also. Wann gehen wir's an?“
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Beitrag© By Sylvana  Fr März 31, 2017 8:35 pm

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„Oh scheiße…!“ Das Pergament, welches eigentlich in ihrer Hand sein sollte und nun zwischen den Fingern Robyns umherwanderte, fing ihre Augen förmlich ein, während ein flaues Bauchgefühl sich in ihr manifestierte. „Wann hast du…?!“ Warum musste sie nur so ein geschickter Langfinger sein? Da war sie einmal so vertieft in ihre Gedanken gewesen und sie hatte es eiskalt ausnutzen können. Jetzt hatte sie den Salat! Irgendwie musste sie sich erklären, nicht den Eindruck aufkommen lassen, dass sie wirklich daran gedacht hatte diesen Auftrag anzunehmen. Aber wem sollte sie das erzählen, immerhin war es doch recht eindeutig im Anbetracht der Situation. Besonders, weil Robyn sie beim Lügen ertappt hatte. Rechtfertigen musste sie sich trotzdem irgendwie, sonst geriet sie in völlig falsches Licht!
„Jetzt schau mich nicht so an! Früher habe ich hin und wieder etwas Geld durch Informationshandel, Erpressung und Einschüchterungen aufgetrieben. Ich weiß daher auch gut genug, dass dieser Auftrag mehr als nur illegal ist und die Gefahr auch allgegenwärtig wäre, dass wir als dunkle Gilde gebrandmarkt werden, wenn irgendwas rauskommt! Aber es wäre die beste Grundlage, die wir für den Wiederaufbau der Gilde und des Dorfes legen könnten. Was denkst du, warum ich mir hier den Kopf zerbreche und all die moralischen Grundsätze hier vor meine Augen rufe. Irgendwie können wir es einfach nicht machen, so verlockend es auch klingen mag und…“
Sylvana war ein in Fahrt, entsprechend spät realisierte sie auch die Frage, die Robyn offen im Raum stehen lassen hatte. Mit ungläubigen Blick, die Augen geweitet zu Kuchentellern, lag es nun an der Dragonslayerin Robyn anzustarren. „…was meinst du mit Wann gehen wir’s an?“
Eigentlich war die Frage eindeutig: Robyn schien ein gewisses Interesse an diesem Auftrag gefunden zu haben. Ganz zum Missfallen des kleinen Engelchens auf Sylvanas linker Schulter, welches sich auf einmal im Schwitzkasten des Teufels befand.
„Robyn, wir können nicht so einfach diesen Auftrag annehmen. Und überhaupt… Dass ich mir einen Kopf darüber zerbreche verstehe ich ja, aber… Warum willst du anscheinend so offen gegen die Gesetzes des Rates verstoßen und dieses Risiko eingehen?“
Auch wenn sie noch keine Antwort bekommen hatte, Robyns Frage hatte das Dilemma der Dragonslayerin scheinbar gelöst, setzte das Teufelchen doch mit einem Mal zum Sprung von Sylvanas Schulter an, um das Engelchen in einem filmreifen Wrestling-Finisher-Move kopfüber in Richtung des Bodens fallen ließ, ehe es sich beim Aufprall in Luft auflöste und das Teufelchen triumphierend mit der typischen Victory-Finger-Pose grinsend zu ihr aufsah. Sie sollte dringend mit diesen Tagträumen aufhören!

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Beitrag© By Robyn Skuggi  Mi Apr 05, 2017 10:44 pm

Robyn schaffte es, während Sylvanas gesamter von Zweifeln geplagter Rechtfertigung die besorgte Miene beizubehalten. Sie machte erschrockene, große Augen, als Sylvana ihre vergangenen Handlungen beichtete. Nachdenklich wiegte sie den Kopf, als Sylvana erklärte, warum der Auftrag doch so wichtig war und ihr anvertraute, dass es moralisch doch verwerflich war... hach.
Eigentlich hatte sie ja erwartet, sich unterm Sternenhimmel breit zu machen und die Stunden verstreichen zu lassen. Jetzt allerdings hatte sie doch tatsächlich erfahren können, dass ihre liebe Gildenmeisterin es früher nicht so genau mit den Gesetzen genommen hatte und wohl zu einigem bereit sein dürfte. Sylvana gab selten etwas über ihr Leben preis – diese Information war ungemein wertvoll für Robyns Neugierde. Zu sehen, wie Sylvana ein wenig wie ein Fisch zappelte, hatte auch seinen ganz besonderen Reiz.

„Hey, von ‚offen‘ war doch gar nicht die Rede! Das würde uns glaube ich nicht so gut tun... Wir bräuchten das Geld doch aber dringend, oder nicht? Der Wiederaufbau des Geländes und des Dorfes verschlingt Unsummen, die wir einfach nicht haben. Ich weiß, dass wir es nicht tun sollten, aber... ähm... Kennst du die Person, die dir das hier geschickt hat? Weißt du, ob man ihr oder ihm vertrauen kann? Wenn er oder sie wirklich so ausgebeutet und in den Ruin getrieben wurde, sollten wir doch etwas tun, um da zu helfen, oder? Die Nachricht klingt wirklich verzweifelt. Willst du das einfach so ignorieren?“
Robyn konnte ja schlecht erzählen, dass sie richtig scharf darauf war, ihre Observierungs- und Spionagefähigkeiten weiter zu trainieren und ihr dabei ein Auftragsmord nur zu gelegen kam. Das passte nicht allzu sehr zu ihrem bisherigen ‚liebes Mädchen‘ Image im Dorf. Es machte Spaß. Es war natürlich. Meistens jedenfalls. Ob sie das vielleicht für diesen Auftrag ablegen würde? Mal schauen.
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Beitrag© By Sylvana  Di Apr 11, 2017 12:16 pm

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Seufzend legte Sylvana ihre Zeigefinger an ihre Schläfen und begann sie mit leichten, kreisförmigen Bewegungen zu reiben. Natürlich kannte sie diese Person nicht, das hätte die ganze Situation sehr vereinfachen können. Schon in der Vergangenheit wusste sie nie, wer der Auftraggeber war, für den sie etwas erledigte. Das war stets einfacher für sie und für den Klienten, für den sie ein wenig schmutzige Arbeit erledigen sollte. Alles ging über eine Reihe von Kontaktmännern, die in unscheinbaren Geschäften ein alltägliches Leben führten, unter dem Tresen jedoch allerlei andere Sachen versteckten. Attentate, Einschüchterung, Erpressungen, Geld-, Waren- oder Informationsbeschaffung… All jene Dinge, die der Rat nur ungerne sah – nichts aber dagegen machen konnte, so tief diese Geschäfte doch in das System eingewachsen zu sein schienen. Sie selbst hatte damals natürlich auch einen Namen gehabt, unter dem sie angeworben werden konnte. Natürlich hatte sie niemals angegeben, dass es sich bei ihr um eine Dragonslayerin handelte, sondern um eine gewöhnliche Blitzmagierin. Mochte in ihren Augen zwar eine absolute Abwertung und Beleidigung ihrer Magie sein, aber es war zu ihrem eigenen Schutz. Das Outfit, welches sie dabei stets benutzt hatte, lag sicherlich auch noch irgendwo in ihrem Kleiderschrank rum. Warum sie es nicht entsorgt hatte? Die Frage konnte sich die Dragonslayerin auch nicht beantworten. Sie konnte es einfach aus irgendeinem ihr unerfindlichen Grund nicht.
„Nicht direkt. Der Auftraggeber ist ein absolut leeres Gesicht, vermutlich bin ich dem Mittelmann bekannt, an den dieser Auftrag gegangen ist. Anderseits… Woher wissen die, dass ich einer Gilde angehöre?“ Das war schon ein ziemlich bescheidenes Gefühl, vermutlich müsste sie die Tage mal einen Ausflug nach Crocus Town machen müssen, um einen gewissen Herren auf die Finger zu klopfen. Es war ja schon ungewöhnlich, dass solch ein Auftrag auf direktem Weg zu einer Person gebracht wurde. Lag es vielleicht daran, dass er sich an eine Gilde richtete? Vielleicht war es ja auch ein Rundschreiben? Was auch immer es war, sie müsste da dringend zur Sicherheit der Gilde ein paar lose Enden abtrennen!
„An sich klingt das ganze Schreiben zwar sehr aufgesetzt und theatralisch, aber in meinen Augen doch glaubwürdig. So wie du es ausdrückst…“ Kurz seufzte die Dragonslayerin, verschränkte ihre Arme vor der Brust. Nein, ignorieren konnte sie das nicht. Es ging hier ja irgendwo auch um die Freiheit des Auftraggebers, so konnte man sich das zumindest auch einreden. „Wir haben eigentlich keine andere Wahl als dieser verzweifelten Person zu helfen. Aber dieser Ausflug muss so diskret wie möglich stattfinden. Es darf zu keiner Zeit, in keinem Moment irgendeine Spur zur Gilde zurückgeführt werden können!“ Für die Dragonslayerin hieß das natürlich, dass die alte Garderobe zurück ans Tageslicht kommen würde. Ein bisschen aufregend war das ja schon, nach all den Jahren wieder auf Jagd zu gehen.

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Beitrag© By Robyn Skuggi  Sa Mai 20, 2017 10:57 am

Robyn wiegte den Kopf nachdenklich hin und her. Ein Mittelsmann also. Der hatte wohl seine Hausaufgaben gemacht, wenn er über Sylvanas Gildengründung Bescheid wusste. Da schien sie jemand im Auge behalten zu haben. Das konnte einem persönlich egal sein oder missfallen, doch immerhin war dieser Vermittler vorbildlich gründlich.
Als Sylvana schließlich zustimmte, dem mysteriösen Auftrag nachzugehen, klatschte Robyn aufgeregt die Hände zusammen. „Keeeeein Problem, Sylvana! Ich will auch nur ungern auf irgendeiner Fahndungsliste des Rats stehen. Soll die zu erwartende Lebenserwartung deutlich verkürzen, hab ich gehört. Also... dann... sollen wir gleich morgen früh nach Crocus fahren und schauen, ob in diesem Schließfach tatsächlich unsere Bezahlung zu finden ist? Es soll ja auch nur ein Teil, ein Zehntel, davon sein, oder? Bin ich ja gespannt drauf. Hoffentlich hat er wirklich vor, uns auch komplett zu bezahlen.“ Zahlungsunwillige Auftraggeber aufzuspüren und die Belohnung einzutreiben, war eine ziemliche Scheißarbeit. So manch eine Person dachte wirklich, sie wäre so viel schlauer als die Söldner, die sie engagiert hatte. Einfach mal nicht alles bezahlen, sich schön in einem luxuriösen ‚Geheimversteck‘ verschanzen, bis alles vorbei ist, oder gar versuchen, die Söldner durch andere Söldner loszuwerden... Pfff, ja, klar. Ging natürlich immer gut.
„Und wer genau unser Ziel jetzt eigentlich ist, müssen wir ja auch noch irgendwie erfahren. Da wird’s im Schließfach bestimmt auch Infos zu geben, schätze ich mal.“
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Beitrag© By Sylvana  So Jun 18, 2017 3:12 pm

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Diese Art von Vorgehensweise war nichts Neues für die Dragonslayerin. Eine Vorzahlung über ein Schließfach, in welchem auch die nötigen Informationen beilagen, die man für den Auftrag benötigen würde. Zielpersonen, eventuelle Ticks und Routinehandlungen, die einem bei was auch immer eventuell von Hilfe sein konnten, Abhandlung der restlichen Bezahlung. Wer auch immer der Auftraggeber sein mochte schien es mehr als nur Ernst zu meinen. War nur zu hoffen, dass nicht eine andere Partei diesen Auftrag bereits angenommen hatte. Immerhin stand eine unangenehme Zugfahrt vor ihr, die sie nicht umsonst antreten wollte!
„Gut. Dann also morgen früh mit dem ersten Zug nach Crocus. Wir treffen uns dann einfach direkt am Gleis, ja? Die Fahrkarten werde ich einfach besorgen.“ Kurz überlegte die Dragonslayerin noch, ob es da nicht noch irgendwas gab, was man Robyn auf den Weg geben sollte. Irgendwelche Informationen, die für ihr Vorgehen von Vorteil sein könnten…
„Wenn du irgendwas an Verkleidung besitzen solltest, Masken, Perücken oder was immer dir einfallen sollte, wäre es vielleicht zum eigenen Schutz sie mitzunehmen. Sobald wir in Crocus zu handeln beginnen sollten wir das natürlich so machen, dass keine Spur zu uns zurückführen kann.“ Grob zusammengefasst hieß dies, dass sie ihr Gildenzeichen im Lauf des Auftrags verstecken mussten. Was für ein Glück, dass sie als Gildenmeisterin da die nötigen Mittel für besaß. Ansonsten schien die Maske, die sie sich damals für solche Aufträge besorgt hatte, nun doch noch einmal das Licht der Welt erblicken durfte. Irgendwo vergraben in ihrem Kleiderschrank musste sie sich ja noch befinden.
„Leg dich am Besten bis dahin noch schlafen. Wir brauchen morgen alle Energie, die wir bekommen können!“ Mit diesen Worten ließ sie die Felldecke von ihrem Körper gleiten, um sie dann zusammengelegt in die Truhe zu verstauen, die extra als Aufbewahrungsort der Decke gedacht war. Kurz schaute sie noch zu Robyn, lächelte sie einmal kurz an, ehe sie noch ein „Schlaf gut und bis morgen früh.“  an sie richtete und dann die Leiter zurück in ihr Zimmer hinunterstieg. Die Falltür schlug hinter ihr geräuschvoll ins Schloss, als sie ihren Fuß auf den Boden ihres Zimmers setzte. Kurz gähnte Sylvana, ehe sie schnell den Wecker stellte, sich auf ihrem Bett in ihre Decke wickelte und kurz darauf in einen tiefen und traumlosen Schlaf fiel.

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Beitrag© By Robyn Skuggi  Mo Jul 17, 2017 10:39 pm

Robyn lauschte Sylvanas Vorbereitungsplänen aufmerksam und nickte an den richtigen Stellen voller Tatendrang. Sie brauchte nicht daran erinnert werden, Verkleidung einzupacken, doch Sylvana konnte ja nicht sicher sein, dass ihr das bewusst war. Ihre Gildenmeisterin dachte einfach über wichtige Punkte nach, die zum Erfolg des Auftrags wichtig waren. Das war eine nicht unwichtige Eigenschaft für eine gute Anführerin.
Schließlich sagte Robyn ‚Ja und Amen‘ zu allem, bevor sie sich geschwind vom Dach hangelte. Für Robyn war es noch zu früh in der Nacht, um sich ins Bett zu begeben. Auch wenn sie sich erst in ein oder zwei Stunden in die weichen Federn fallen ließ, würde sie mehr als pünktlich zum ersten Zug aufwachen und sich am Bahnhof eintreffen. Termine einzuhalten war für Robyn glücklicherweise meistens ziemlich einfach, Pünktlichkeit eine ihrer guten Tugenden. Jedenfalls hatte der Rotschopf erst einmal mehr als genug Zeit, sich für den nächsten Tag vorzubereiten.

Der etwas abgelegene Bahnhof war zur frühen Stunde genauso leer wie zu praktisch jeder anderen Stunde des Tages. Die Befreiung des Dorfes von den Banditen lag noch nicht lange zurück. Die Dorfbewohner waren mit dem Wiederaufbau beschäftigt oder hatten kein Geld, sich eine Fahrkarte für den Zug zu leisten, der sowieso nur wenige Male am Tag an diesem Bahnhof hielt. Die Nachfrage und entsprechend der Zugverkehr würde wohl erst in der kommenden Zeit nach und nach anwachsen, zusammen mit diesem geschundenen Dorf.
Zurzeit war der erste Zug am frühen Morgen eines jeden jungen Tages ein außerordentlicher Kurzzug. Ein einzelner Waggon wurde an die Lok angehängt und tuckerte dann allmählich – oder eher in großer Eile, denn der Lokführer wollte auch gerne wieder in die Zivilisation zurückkehren – bis zum nächsten Bahnhof auf der Strecke, wo der einsame Waggon an einen längeren Zug gehängt wurde, der noch zu eitel dafür zu sein schien, den ganzen Weg bis nach Ardea zurückzulegen. Würde schon noch kommen. Bestimmt. Zum Wohle des armen Lokführers, welcher an einem Tischchen neben der Lok saß, ein Kreuzworträtsel löste und abwartete, ob er tatsächlich einmal Fahrgäste erhielt. Zu dieser herrlich frühen Stunde war er mehr als nur überrascht, als Robyn sich plötzlich zu ihm an den Tisch gesellte, um fröhlich mit ihm zu plaudern und mit ihm über das Kreuzworträtsel zu knobeln. Jetzt warteten sie schon zu zweit, und zwar auf die gute Sylvana.
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Beitrag© By Sylvana  Mo Sep 11, 2017 11:54 pm

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Lange bevor die ersten Strahlen der Sonne die Ruine in das dunkle Orange der Morgendämmerung tauchen konnten, die Sterne vom schwarzen Nachthimmel verdrängt werden konnten, war Sylvana aus ihrem Schlaf erwacht. So tief und ruhig sie die meiste Zeit geschlafen hatte, der Auftrag lag die ganze Zeit unterbewusst in ihrem Nacken, wie ein schemenhaftes Gespenst, welches seinen eiskalten Atem gegen ihren Nacken hauchen ließ. Immerhin waren es die Dinge der Vergangenheit, mit denen sie eigentlich dachte abgeschlossen zu haben. Jetzt, wo sie die Verantwortung über eine Gilde, ihrer Mitglieder und zeitgleich den Bewohnern Ardeas, die eng mit dem Schicksal ihrer Gilde verwoben zu sein schienen, trug. Vielleicht waren es auch nur die kläglichen Versuche des besiegten Engelchens, sie doch noch eines Besseren zu belehren. Für Sylvana jedoch läutete das frühe Erwachen zugleich den Tag für sie ein und daraus folgend ihre morgendliche Routine, bestehend aus einem ausgiebigen Badbesuch, gefolgt von einem ausgiebigen Besuch ihres begehbaren Kleiderschrankes. Sie war nicht offiziell als Gildenmeisterin unterwegs, weswegen sie auf eine ihrer strengen Uniformen verzichten wollte. Stattdessen zog sie sich einfach nur ein schwarzes, schulterfreies Top ohne großartige Verzierungen in Kombination mit einem knielangen Rock an. Nichts außergewöhnliches, wodurch sofort alle Blicke aus sie fallen würden. Aus einer Truhe, die abgeschlossen im hinteren Teil ihres Kleiderschrankes stand, holte sie schließlich ihren Mantel und die weiße Vollmaske, die sie dort versteckt hatte, hervor. Einige Momente betrachtete sie die Maske, fuhr mit ihren Fingern die Konturen nach. So lange hatte sie ihr Gesicht nicht mehr mit diesem Teil bedeckt und trotzdem fühlte es sich noch so merkwürdig vertraut an…
Abgerundet mit ein wenig Proviant und ihrem vom letzten Gewitter noch aufgeladenen Blitzlacrima verstaute sie alle Gegenstände in ihrer magischen Umhängetasche. Größerer Stauraum für Klamotten und andere Gebrauchsgegenstände zum Preis von mehr Gewicht. Wie sehr sie doch manchmal Equip-Magier für ihre Taschendimensionen beneidete. Immerhin konnte man dort, wo man Waffen verstaute, sicherlich auch gigantische Lacrima verstauen. Der Genuss eines Sommergewitters für Zwischendurch, was wäre das für ein Traum! Aber eben das mochte es bleiben: Ein Traum.

Nachdem sie ihre Haare in einer recht komplizierten Flechtfrisur deutlich in ihrer Länge gekürzt hatte dauerte es auch nicht lange, dass die Dragonslayerin den Bahnhof erreicht hatte. Sylvana war sehr dankbar darüber, dass zu jener frühen Stunde die Straßen noch totenleer waren. Weniger Augen, die auf ihnen lagen. Für die anderen Gildenmitglieder hatte sie ein Schild an das Tür ihrer Büro gehangen, dass sie für einige Tage auf Reisen war. Sollte man sie fragen warum, so würde sie Geldbeschaffung als Grund nennen. Gänzlich unwahr vermochte diese Aussage ja nicht zu sein. Die Fahrkarten hatte sie aus ihrem Büro mitgenommen, immerhin hatte sie noch zwei Karten für eine Einzelfahrt von ihrer letzten Reise übrig. Wer konnte schon sagen, wie spontan man das nächste Mal wieder dem magischen Rat einen Besuch abstatten musste? Ein Grund mehr ein oder zwei Karten auf Vorrat zu haben. Bewaffnet mit Tasche und eben jenen zwei Karten marschierte die Dragonslayerin also direkt auf den Rotschopf zu, der zu ihrer Reisebegleitung für den heutigen Tag gehörte. Hoffentlich könnte Robyn für sich behalten, was sie auf der Zugfahrt erleben würde…
„Guten Morgen, Robyn. Pünktlich wie eh und je.“ Mit einem freundlichen Lächeln grüßte Sylvana die Skuggi, ehe sie auch dem Lokführer noch einen guten Morgen wünschte. Sie schienen alle versammelt zu sein. Jetzt musste der Lokführer nur noch andeuten, dass die Fahrt losgehen konnte – und damit auch das Grauen, welches der Dragonslayerin bevorstand.

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