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The Butterfly Effect
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Magie: Diabolic Esper
Beitrag© By Aiden  Do Jul 13, 2017 10:55 pm

Begeistert saß das Mädchen auf seinen Schultern und hielt sich an seinen längeren roten Haarsträhnen fest, während er sie sicher an ihren Beinen fest hielt. "Und? Ich habe dir eine geniale Aussicht versprochen oder?" meinte Aiden und sah lächelnd über die weite Landschaft in der Nähe des kleinen Dorfes, wo Bastian und Nami lebten - und wo auch er bislang noch sein zu Hause hatte. Zwar ging er oft fort um auf Missionen zu gehen, doch er war nie wirklich lange weg.
Nach einer Weile in der er mit Nami in der Nähe von Bastians Haus gespielt hatte, begaben sie sich in eben jenes Heim. Jedoch war Aiden nur kurz im Haus - er wollte noch in die Stadt und schauen, ob er eventuell die Chance auf einen neuen Auftrag hatte. Er wollte seinen Teil zum Leben bei Bastian beitragen indem er wenigstens ein Paar Jewel beisteuerte, damit seine Familie ein bisschen mehr zum Leben hatte. Irgendwie fühlte er sich dafür verantwortlich, immerhin hatte Bastian ihn aufgenommen und er und Nami hatten sich um seine geschundene Seele gekümmert, sodass er heute offener war als zu früheren Zeiten.

So verabschiedete er sich von Nami, der er versprechen musste bald wieder zurück zu kommen und kassierte auch noch eine stürmische Umarmung durch die 10-jährige, während sein Großvater ihn mit einem Klopfen auf die Schulter verabschiedete. Aiden beschloss einen kleinen Umweg durch den Wald zu machen - er wollte sich noch ein wenig Ruhe gönnen, bevor er sich wieder den Gaffern stellen musste, die sich über die Jahre noch immer nicht an den doch recht einzigartigen wenn nicht sogar merkwürdigen Anblick Aidens gewöhnt hatten.
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Beitrag© By Saikin  Fr Jul 14, 2017 1:08 pm

Man hätte meinen können, wenn es denn Nacht gewesen wäre, ein Blutbeflecktes Gespenst zieht durch den Wald. Der schwarze Mantel mit den roten Wolken mussten aus der Ferne erstmal ziemlich abschreckend wirken. Hinzu kam noch, dass man sein Gesicht durch den Schatten den die Kapuze warf nicht erkennen konnte. So tappste er, den Spuren eines jungen Mannes folgend, die jener im feuchten Waldboden hinterließ, durch den Wald. Tiere neigten schon immer dazu, sich von Sai zu entfernen, da ihn die Ausstrahlung der Zerstörung grundsätzlich begleitete und den Tieren wohl zumindest den Eindruck eines nahenden Sturms oder Gewitters verlieh. So wunderte sich der junge Mann auch nicht, das sowohl Vögel, Eichhörnchen, Mäuse und andere Waldlebewesen sich lieber in alle Winde zerstreuten, auch wenn Sai ihnen nie etwas getan hätte.
Die Ursache für seine Wanderung lag nun aber darin, dass er missionieren wollte. Er hatte mit dem Meister seiner Gilde besprochen, dass er der Meinung war Zweierteams wären eine gute Einteilung für Missionen. Deshalb war Sai nun auf der Suche nach einem Partner. Er war schon 2 Monate unterwegs um jemanden zu finden der geeignet war und nun schien er in einer abgelegenes Stadt jemanden gefunden zu haben, der passte. Seit jener Stadt beobachtete er ihn schon und hatte bereits den Wohnsitz von ihm, er schien Aiden zu heißen, einem Mädchen, wahrscheinlich seine Schwester und einem alten Mann, womöglich ihr Großvater oder Vater, ausfindig gemacht. Nun war alles was er noch tun musste ihn weiter beobachten und auf die passende Gelegenheit warten, um das Kampfgeschick des jungen Mannes zu testen. Wenn er auch nur annähernd Erfahrung vom Leben in der Wildnis hatte, war ihm bereits aufgefallen, dass der Wald totenstill war, ob er schon wusste, dass die Ursache ihn verfolgte war ein anders Thema.
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Beitrag© By Aiden  Fr Jul 14, 2017 4:22 pm

Aiden ging gerne durch den Wald. Die Geräusche der Tiere, das Rascheln der Blätter wenn der Wind durch die Baumkronen strich - all jene Geräusche vermittelten eine idyllische Sicherheit und Normalität. Umso seltsamer war es, dass der Wald still war ... ja beinahe sogar totenstill. Irgendetwas (oder jemand) war hier, der die Tiere verscheuchte ... sicherheitshalber sah Aiden gen Himmel - klar bis auf die ersten Andeutungen der nahenden Dämmerung. Seine Instinkte schalteten auf Vorsicht um. Wurde er verfolgt? Aiden hatte während seiner kurzen Analyse der Umgebung nicht angehalten, war ganz normal weiter gegangen - doch vorsichtshalber nahm er seinen geliebten Würgedraht zur Hand, wickelte den stählernen schwarzen Draht um seinen ebenfalls schwarzen fingerlosen Handschuh der linken Hand.

Wenn es mal wieder Banditen waren würde er schon mit ihnen fertig werden. Die meisten mieden ihn wegen seiner seltsamen Augen und den doch ungewöhnlichen raubtiergleichen Eckzähnen ohnehin. Doch ab und zu gab es welche, die ihn für ein leichtes Opfer hielten - in mancherlei Hinsicht war er das wohl auch doch die meisten Banditen hier unterschätzten sein magisches Potential - Vorteil für Aiden. Nach ein paar Metern war er sich sicher dass er verfolgt wurde. Was erhoffte man sich bitteschön von einem merkwürdigen Kerl wie ihm? Vielleicht wieder jemand der ihn für eine Freakshow engagieren wollte. Nun gut, dann testen wir doch am einfachsten mal die Hartnäckigkeit unseres Verfolgers.

Gesagt, Getan - scheinbar beiläufig wechselte Aiden den Weg, begab sich gewollt tiefer in den Wald hinein. Weg von Bastians Haus, die mögliche Bedrohung von seiner Familie weg bekommen. Aiden legte mehr Tempo in seine Schritte als wäre ihm eingefallen dass er spät dran war. Flotten Schrittes um einen Baum gegangen - und los ging es mit dem Laufen. Eine von Aidens Stärken war immerhin seine Schnelligkeit. Mal sehen ob sei Verfolger da nicht schon aufgab. Dennoch musste er Vorsicht walten lassen, ein Sturz würde seinen eventuell gewonnenen Vorsprung zunichte machen und er könnte sich bei dem doch unwegsamen Gelände verletzen.
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Beitrag© By Saikin  Fr Jul 14, 2017 6:22 pm

Sai wurde schon stutzig, als er merkte, das die Fußspuren mit einem mal von Weg führten. Nach einer Sekunde wusste er aber, was geschehen war. Der Verfolgte erkannte die Lage. Er wusste das Sai ihn verfolgte. Sehr gut. Intelligenz und Intuition waren genau so wertvoll wie Kampfkraft und magisches Geschick. Ein sehr zufriedenes Lächeln, sogar ein kurzes Lachen zeichneten sich auf seinem Gesicht.
Er beobachtete die Fußspuren. Sie wurden immer tiefer. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Entweder hatte er unterwegs einen besonders schweren Fressrausch und wurde deshalb schwerer, oder er trat mit mehr Kraft auf, was nur bedeuten konnte… er begann zu rennen. Es war ein kurzes Aufwallen seiner zerstörerischen Energie. Nur für 5 Sekunden war er in der Chaosform, gerade genug, um sich auf einen Ast zu befördern und dann durch große, schnelle Sprünge von Ast zu Ast sich seinem Ziel zu nähern, dabei behielt er jedoch immer die Spuren am Boden im Auge, um ihm auch wirklich zu folgen.
Sai stellte sich die Frage, was er wohl vor hatte. Wollte er nur sehen wie ernst Sai es meinte, oder war er sich seiner selbst so sicher, dass er Sai in ein Kampffele locken wollte in welchem er den Vorteil über ihn hatte? Nun was auch immer es war, Sai war gezwungen zu folgen, bis er sich etwas anderes einfallen lassen hatte. Er gab sich die größte Mühe, zwar mitzuhalten, aber nicht in seinen Sichtbereich zu geraten. Zunächst würde er mal nur überprüfen wie viel Ausdauer sein Ziel hatte und was für Tricks er sich noch einfallen lies. Sai war schon, zu seiner eigenen Überraschung, neugierig wie ein kleines Kind zu Weihnachten.
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Beitrag© By Aiden  Fr Jul 14, 2017 7:07 pm

Einige Vögel erregten Aidens Aufmerksamkeit - sie waren vor Schreck davon geflogen. War dort sein Verfolger? Nein, das glaubte Aiden nicht so wirklich. Die Vögel waren ein gutes Stück entfernt, zu weit entfernt als dass sein Verfolger dort hätte sein können. Vermutlich war er hinter Aiden, folgte seinen Fußspuren und versuchte nicht in den Sichtbereich des 23-jährigen zu geraten. Zeugte von intelligentem Handeln - Pluspunkt an seinen Verfolger.
Erneut wechselte Aiden die Richtung, begann in unregelmäßigen Abständen Haken zu schlagen und hier und dort lief er einfach einmal im Kreis - ob die vielen Abdrücke seinen Verfolger irritieren würden? Nun hieß es aber schleunigst dafür sorgen dass er seinen etwaigen Vorsprung nicht verlor. Mithilfe von magischen Fäden erklomm er einen Baum und begann über dieÄste zu hüpfen bis er zu einer dicht beieinander stehenden Gruppe von Bäumen angekommen war. Leicht keuchend und sich so gut es möglich war in der dichten Baumkrone verbergend sah Aiden sich um. Er ließ bei den nächsten Bäumen einige dünne klebrige Fäden zurück - sein Verfolger würde meinen er wäre in einige Spinnenfäden gelaufen - um sich selbst zu vergewissern dass er noch verfolgt wurde.

Dann steuerte er die Ruine einer alten Kirche an und erklomm mithilfe seiner Magie den Glockenturm hinter dessen Mauern er sich erst einmal eine Verschnaufspause gönnte - er wusste zu wenig über seinen Gegner und das gefiel Aiden überhaupt nicht. Nun ja wir würden sehen, ob er dem Rotschopf bis zu der Kirche folgen würde können. Jetzt hieß es erst einmal warten und Kräfte schonen. Immer wieder linste Aiden nach draußen, inspirierte das Gelände um sich schon jetzt gute Punkte für seine Zauber aus zu suchen.
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Beitrag© By Saikin  Sa Jul 15, 2017 12:35 pm

Sai bemerkte wie die Fußspuren Haken und Kreise schlugen. Er war erneut beeindruckt, einen normalen Verfolger hätte er damit locker abhängen können. Aber Sai war alles andere als normal. Von seiner erhöhten Position war es ein Kinderspiel einen Überblick über die Spuren zu behalten. Doch dann musste er stehenbleiben. Die Spuren waren… weg. Sai stutzte. Hatte er einen Fehlerbegangen? Nein, die Spuren hörten einfach auf. Er blickte sich bei den Bäumen um. An einem Ast konnte er sie dann sehen. Spuren, die von Fäden zeugten und weiter vor sich... Weitere Fäden. Er zählte eins und eins zusammen und erkannte, dass es eine Falle war, welcher Art auch immer. Er zog seine Kapuze des schwarzen Mantels mit den roten Wolken etwas zurecht. Er hatte nicht vor da hinein zu tappen. Er sprang herab auf den Boden und wich allen Fäden nach besten Bemühungen aus.
Es dauerte nicht lange, da kam er an eine Kirche. Nur für einen kurzen, unmerklichen Augenblick sah er hinter dem Glockenturm eine rote Haarsträhne. Die Verfolgung war vorbei. Nun würde Sai den Spieß umdrehen. Er ging bis zur Kirchentür, achtete auf mögliche Fäden und ähnliches. Dann erhob er die Stimme. Es war kein Schrei, als mehr ein lautes Sprechen. "Ich weis von dem Mädchen und dem Alten. Versuch weiter weg zu laufen und ich werde sie finden und wie Fische ausnehmen, egal wie sehr du versuchst sie zu verstecken." Es war nicht mal der Befehlston, den er anwandte, als vielmehr ein Ton, der lediglich eine Information kunt tat. Sai betrat die Kirche. Erst jetzt, in diesem Dom aus alten Steinen und Mosaiken, in welchem schon Pflanzen wucherten, nahm Sai die Kapuze ab. Er schritt zur Messe am anderen Ende, wo ein großer Steinstuhl stand, auf welchem sich Sai niederließ. Wahrscheinlich stand davor auch mal ein Podium, von welchem aus der Pfarrer im sitzend predigen konnte, davon war allerdings nur noch ein kleiner Steinabsatz übrig, auf welchen Sai die Füße legte. Er öffnete seinen Mantel so weit, dass er entspannt einen Arm am mittleren Verschluss des halb offenen Mantels ablegen konnte. Das Bild das Sai vermittelte, war eher tiefste Gelassenheit, als Herausforderung. Hinter ihm beleuchtete ein Mosaik von Engeln im Sturz ihn und die Messe in Richtung des Eingangs. Er wartete. Geduldig.
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Beitrag© By Aiden  Sa Jul 15, 2017 3:16 pm

Aiden sah seinen Verfolger - oder vielmehr dessen Mantel mit den roten Elementen.  Er war also nicht in seine Fäden gerannt sonst hätte er ihn bemerkt noch bevor er die Lichtung zur Ruine betreten hätte.  Sein Verfolger hatte also die Fäden bemerkt - nicht schlecht,  zeugte von einem gut ausgeprägten Sehsinn und einer gewissen Gabe der Beobachtung.  Als der Fremde die Kirche betrat (oder zumindest das was davon übrig war) und seine Kapuze zurück schlug konnte Aiden durch ein kleines Loch im Dach - an die größeren ging er nicht ran er wollte ja nicht einbrechen oder zu schnell auffallen - einen schwarzen Haarschopf erkennen. Eigentlich hätte Aiden ihn angreifen können,  testen können was sein Verfolger drauf hatte ... aber Aiden war weder dumm noch lebensmüde.  Noch hatte er nicht genug Informationen,  zumal sein kleiner schwarzhaariger Stalker keinerlei aggressives Verhalten zeigte. Aiden wusste zu gut dass sich das binnen Sekunden ändern konnte.

Der Schwarzhaarige erhob seine Stimme und seine Aussage gefiel Aiden ganz und gar nicht. Nami und Bastian einer Gefahr aussetzen war das letzte was Aiden wollte. So kam er aus seinem Versteck heraus - indem er sich in eines der Fenster  hoch  oben an der Wand schwang und sich dort angekommen auf dem Sims nieder ließ.  "Abend~" meinte er gelassen und zog eines seiner Beine an seine Brust damit er einen Arm darauf abstützen konnte, er so ebenfalls Gelassenheit ausstrahlte.  "Also sag an: Warum hast du mich verfolgt? " fügte er hinzu und musterte den Fremden kurz. Obwohl aAiden so wirkte als wäre er ziemlich gelassen, war er bereit sich jederzeit von dem Fenstersims ab zu stoßen um einem eventuell kommenden Angriff seines nun Gegenübers ausweichen zu können.
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Beitrag© By Saikin  Sa Jul 15, 2017 4:42 pm

Nach einem kurzen Augenblick bemerkte er sein Ziel am Fenster. Er grüßte ihn ihn unvermittelt und gelassen. So war auch seine Körperhaltung auf dem Sims. Sai hob den Kopf kaum merklich und blickte aus den Augenwinkeln zu ihm herauf. Er hasste es wie die Pest zu anderen auf höheren Positionen zu sprechen. Das erweckte bei ihm immer ein Bild, dass sein Gegenüber sich höher gestellt fühlt. Sai bevorzugte den Umgang auf Augenhöhe. Auf Basis von Gleichheit und gegenseitigem Respekt. Etwas was der derzeitigen Welt fehlte. Die Starken, der Rat blickten von ihren hohen Positionen auf die Schwachen herab, beugten sie ihrem Willen anstatt sie zu schützen und zu helfen. Eine Spur von Ekel quoll in Saikin hoch. Aber letztlich konnte Aiden dafür nichts und es brachte nichts ihn wegen einer solchen Kleinigkeit anzugehen. Er atmete genervt aber leise aus, um den kurzzeitigen Frust Raum zu machen.
Seine Stimme hallte in der leeren Kirche wieder, auch ohne das er laut sprechen musste. So sollte er ihn auch im normalem Sprechton verstehen. "Mein Name ist Saikin Saibansho, und ich bin im Auftrag der dunklen Gilde Divine Uocem hier." Er hielt kurz inne, damit sich Aiden Gedanken über die Situation machen konnte. Kein Teil von Sais Körper wirkte angespannt, aber seine gelassene Pose wurde durchdrungen von der Aura der Zerstörung. Sollte Aiden etwas blödes versuchen, wäre er in nicht mal drei Sekunden verwandelt und bereit. Reine Vorsichtsmaßnahme. Er setze fort. "Ich bin hier, um dir ein Angebot zu machen. Ich weis, dass du nicht viel von dem magischen Rat hältst. Meine Gilde hat sich geschworen den magischen Rat zu zerstören. Deshalb sind wir illegal. Wir sind keine Banditen oder Meuchler wie andere dunkle Gilden. Deshalb wähle ich auch den Begriff Angebot. Ich biete dir an dich uns anzuschließen und den Rat zu bekämpfen. Dies ist keine Anweisung oder gar Erpressung. Lehnst du ab, fein. Weder dir noch deiner Familie wird irgendwas passieren und ich werde schlicht weiterziehen und aus deinem Leben verschwinden. Mehr gibt es nicht zu sagen." Und das meinte Sai auch so. Wieder gab er Aiden Zeit zu bedenken.
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Beitrag© By Aiden  Sa Jul 15, 2017 5:50 pm

Ihm schien Aidens erhöhte Position nicht zu gefallen - ob der Kerl vor ihm ein Problem mit Autoritätspersonen hatte? Docj nein dieser Gedanke verpuffte als er sein Anliegen offen legte und dem Rotschopf sagte, warum er hier war. Eine Gilde hatte Interesse an jemandem wie ihm? Oder war der Typ drauf und dran ihn zu verarschen? Nun, das ließe sich ganz leicht klären.  "Wenn deine Worte der Wahrheit entsprechen wirst du bestimmt nichts dagegen haben, dass ich einen Beweis möchte" meinte Aiden weiterhin ruhig und sprang von dem Fenstersims, ehe er sich mithilfe von drei Fäden abfing und nach einem weiteren durchaus kleineren sSprung auf dem Boden der Kirchenruine stand. Er strich sich einige lästige Haarsträhnen beiseite, ehe er seine linke Hand in der Hosentasche versenkte und zu Saikin deutete.  "Zeig mir deinen Gildenstempel und wir können weiter über dein Angebot reden" sagte er und lehnte sich gegen eine umgestürzte Säule aus massivem Stein.

"Nimms mir nicht übel aber jeder könnte ankommen und sagen dass sich eine Gilde für mich interessiert.  Gab einige die das ausnutzen wollten um mich in eine Freakshow zu stecken". Ja, Aiden ließ sich nicht gern verarschen. Da konnte es durchaus passieren dass aus dem frech-sarkastischen Aiden der Sadist sprach. Und das nicht gerade mit Worten.  Ja, auch Aiden beherbergte einen sadistischen Charakterzug ... wenn er ihn auch besser unter Kontrolle hatte als andere Individuen dieser Welt.  "Übrigens ..." meinte er als ihm eingefallen war dass er sich noch nicht vorgestellt hatte und deutete kurz auf sich selbst. "Aiden. Angenehm~". Wahrscheinlich wusste dieser Saikin seinen Namen ohnehin schon. Er hatte von Bastian und Nami gewusst - wenn es denn kein Bluff war - und er sah nicht so aus als würde er halbe Sachen machen. Dennoch war es höflicher sich selbst vor zu stellen. Das wusste selbst Aiden ... und das als Laborratte.
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Beitrag© By Saikin  Sa Jul 15, 2017 6:23 pm

Saikin zog eine Augenbraue hoch und lächelte dann. Im nächsten Moment stand er aus seiner gelassenen Haltung heraus auf und schritt von der Messe hin auf Aiden zu. Ein Teil von ihm war begeistert. Es schien als hätte er eindeutig den Richtigen gefunden. "Sehr gut… ich hatte gehofft du würdest einen scharfen Verstand haben. Das verlängert deutlich die Lebenserwartung."
Sai blieb etwas drei Meter vor ihm stehen. Den schwarzen Mantel mit den roten Farben hatte er während er sprach komplett geöffnet. Darunter kamen seine Schwarzen Hosen, der Lilane Gürtel und das graue Kragenhemd zum Vorschein, dass er bis auf die Brust geöffnet trug, damit es im falle eines Kampfes nicht schnürte. Nun öffnete Saikin es komplett, um Aiden einen Blick auf den türkisen Stempel ein Stück über seinem Bauchnabel zu geben. Seine Mine wurde finsterer. "Du hast begriffen, dass Verrat eine unschöne Sache ist. Das gilt logischerweise für beide Seiten. Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht die Absicht hätte dir zu vertrauen… aber sei dir einer Sache Bewusst, sollte ich bemerken, dass du uns verraten willst… wirst du erfahren, dass ich sehr grausam sein kann." Seine Mine war zwar finster aber er sprach dennoch ruhig weiter. Es war wieder mal im Informationston gehalten anstatt im Ton der Drohung. Seine Gesichtszüge lockerten sich und er schloss sowohl Hemd als auch Mantel wieder. "Sonst noch irgendwelche Fragen Aiden?"
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Beitrag© By Aiden  Sa Jul 15, 2017 10:47 pm

Aiden beobachtete Saikin, wie dieser sich erhob, verfolgte die flüssigen Bewegungen seines Gegenüber genau, ließ ihn keine Sekunde aus den Augen. Er wurde nicht umsonst hier und dort mit einem Raubtier verglichen - ab und an verhielt er sich auch wie eines. Unter anderem beim Beobachten der Umgebung oder der Analyse eines Menschen. Auch wenn er einige Gefühlslagen der "Normalos" wie er sie früher einmal genannt hatte noch nicht so ganz verstand, war er sich dennoch der Tatsache bewusst, dass Emotionen und der Verstand eines Individuums überaus gefährliche Waffen waren, die man nicht unterschätzen sollte.
"Der Verstand ist eine Waffe, die tiefere Wunden schlagen kann als ein Schwert" zitierte er einen von vielen Autoren, deren Bücher er regelrecht verschlungen hatte, während er Saikin weiterhin mit seinem Blick fixierte. Nur kurz huschte sein Blick zu dem Gildenstempel, der auf der Haut seines Gegenübers prangte. Er lauschte Saikins Worten aufmerksam, ehe er ein leichtes Schmunzeln zeigte. Verrat war also etwas unschönes? Das sah Aiden ein wenig anders. "Verrat ist zwar unschön, doch in mancherlei Hinsicht ist Verrat auch eine Waffe ...
Heuchle einem Feind dein Vertrauen vor, wiege ihn in Sicherheit, gewinne seine Zuneigung ... dann kannst du ihn zerstören ... Kenne und verstehe einen Feind besser als dich selbst und du wirst ihn lesen können wie ein offenes Buch, sodass der Sieg wird dir gehören~"
meinte er und ließ kurz einen ernsten Blick auf Saikin ruhen, ehe er ein freches Grinsen zeigte. "Ein paar Zitate aus ein paar Büchern ... teilweise sind auch nützliche Hinweise dabei. Es gibt tatsächlich ein paar Dinge, die ich dich fragen will. Du sagtest, dass deine Gilde nach Mitstreitern sucht, um den Rat zu stürzen ... und du sagtest auch, dass du bereit wärst, mir dein Vertrauen zu schenken ..." sprach er und stieß sich von der umgestürzten Steinsäule ab, ehe er um Saikin herum ging. Seine Schritte waren langsam, entspannt und doch hatte er den Blick der unterschiedlichen Augen stets auf den Schwarzhaarigen gerichtet.
"Erstens: Wie sind du und deine Kameraden ausgerechnet auf mich gekommen?
Zweitens: Woher wollt ihr wissen, dass ich gegen den Rat bin? Drittens: Wieso hast du nicht angegriffen, obwohl du mehr als eine Gelegenheit dazu hattest. Und zu guter letzt Frage Nummer Vier: Warum glaubst du, kannst du mir vertrauen?~"
bei dem letzten Part seiner Worte war er hinter Saikin stehen geblieben und das frech-kesse Lächeln auf seinen Lippen war gestorben, seine Miene war ernst - todernst. Er wollte sich sicher sein, dass dieser Kerl gute Antworten auf seine Fragen hatte ... verdammt gute Antworten. Er würde niemals an jemandes Seite kämpfen, der seiner Meinung nach nicht ... geeignet dafür war. Saikin hatte ihn ausgewählt, doch wieso und warum? Es gab unzählige Magier in ganz Fiore die um einiges stärker und ... einfacher im Umgang waren als er selbst. Von der Auffälligkeit ganz zu schweigen. Schön und gut, er konnte sich gut in Gruppen einfügen, da es ihm zumeist egal war wie die Menschen tickten und was sie so trieben. Sein Gleichgültigkeitspotential konnte jedoch auch zu ernsten Problemen führen, das wusste der Rotschopf selbst zu gut.
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Beitrag© By Saikin  Sa Jul 15, 2017 11:52 pm

Saikin setzte sich ebenfalls wieder in Bewegung. Aiden hatte seine Fragen verdammt gut gewählt. Sai setzte sich wieder auf den Steinernen Sitz ein paar Meter entfernt. Er sah Aidens ernstes Gesicht, schenkte dem aber herzlich wenig Beachtung, schließlich war Saikin schon die ganze Zeit ernst. Er dachte eher über Aidens Worte nach, was Verrat betraf, als seine Fragen sofort zu beantworten. Dann begann er auf dem steinernen Sessel zu lachen. Es war kein zurückhaltendes Kichern, sondern offene und ehrliche Amüsiertheit. Aiden hatte durchaus Recht. Verrat war eine nützliche Waffe, aber eine die man besser auch zu führen wusste und Saikin war ein äußerst vorsichtiger Mensch. Fast schon mehr als erträglich war.
Er blickte Aiden mit einem Grinsen an. "Zu Erstens: Du solltest wissen meine Kameraden haben nichts damit zu tun. Ich habe den Antrag auf einen Partner gestellt und das genehmigt bekommen. Seit zwei Monaten ziehe ich durchs Land und suche. Wieso ich auf dich komme? Wegen dem was du und andere als"Freakshow" bezeichnen. Glaubst du ich, Mitglied einer Gilde die den Rat stürzen will erkenne kein Experiment der Era wenn ich es auf der Straße sehe? Ich weis das du etwas besonderes bist, weil auch ich etwas ähnliches bin, kein Experiment, aber ein Beispiel ihrer verabscheuungswerten Kurzsicht." Sai atmete tief ein, lies seine Aura der Zerstörung für Aiden deutlich sichtbar aufwallen und Chaos Umrisse entstanden lila um ihn, bevor er sie wieder abreißen lies.
Nun fuhr er fort. "Zu Zweitens. Hast du überhaupt eine Ahnung wie lange ich dich, die Kleine und den älteren Herren beobachte? Ihr lebt abgeschieden in einer Hütte. Du übernimmst ein paar Missionen und hilfst die beiden am Leben zu halten. Warum das ganze von einem Experiment der Era? Oh warte… ich hab einen Verdacht. Ein armer Junge ohne Perspektive im Leben wird von einem Greis gefunden. Der Alte hilft dem flüchtigem Experiment, tauscht seine Nummer gegen einen Namen… Aiden. Er versteckt ihn bei sich kümmert sich um den, den der Rat ausgespuckt und abgeschnitten hat, wie ein eitrigen Auswurf." Sai beobachtete Aidens Mine genau. Er zählte nur 1 und 1 zusammen und wollte sehen ob er richtig lag.
Er setzte fort. "Womit wir zu Drittens kommen. Ich bin mir doch recht sicher, dass du versteht, dass nachdem ich bemerkt habe, das du zumindest kein Teil des Rates mehr bist, nicht riskieren wollte einen potentiellen Verbündeten wegwerfe. Aber ... Ich wollte dich anfangs tatsächlich angreifen um zu sehen wie gut du bist. Das war aber nach deinem kleinen Katz und Maus Spiel nicht mehr nötig. Kampfkraft allein mag schön und gut sein, aber letztlich bringt all das nichts, wenn dein Gegner klüger ist als du. Das haben wir schon festgestellt nicht? Du bist sehr intelligent und hast gezeigt, dass du das mit deiner Magie verbinden kannst. Ein Angriff wurde damit nur zu einem unnötigen Risiko dich zu provozieren nicht?" Sein Lächeln wurde nun selbstsicherer, fast Arrogant.
Er würde nun zu seinem letzten Punkt kommen. Und die Antwort war für Sai recht erheiternd. "Nun zu viertens. Und da muss ich dich leider auf einen Fehler deinerseits hinweisen. Ich sagte ich hätte die Absicht dir zu vertrauen. Das bedeutet weder, dass ich dir im Moment traue, noch das ich das zur Zeit kann. Mein Vertrauen muss man sich erarbeiten Aiden. Ich meinte damit lediglich, dass ich dir die Chance gebe es zu erwerben. Du solltest eigentlich merken, dass ich dir gegenüber sehr vorsichtig bin." Sai schlug die Beine übereinander, fast schon als wolle er seinen Worten eine ausgiebige Ironie verleihen.
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Beitrag© By Aiden  So Jul 16, 2017 1:07 am

Wieder verfolgte Aiden Saikin mit seinen Augen, während er dessen Reaktion ohne mit der Wimper zu zucken einfach geschehen ließ. So ganz einordnen konnte Aiden das Lachen seines Gegenübers nicht, doch es war ihm herzlich egal ob er ihn auslachte oder aber über seine Worte lachte, weil er der gleichen Ansicht war. Gleichgültigkeitspotential strikes again. So, so seine Kameraden hatten also nichts damit am Hut ... er war auf der Suche nach einem Partner. Es war für Aiden klarer als das Wasser einer reinen Quelle, dass man ihm ansah, dass er nicht auf natürlichem Wege zu dem Aussehen gekommen war, das er heute hatte. Bei der Aura der Zerstörung und der kurzen Silhouette der doch recht ungewöhnlichen Gestalt war Aiden zwar ein wenig verdutzt, doch anmerken ließ er sich nichts - er spannte lediglich die Muskeln in seinen Beinen an, denn noch immer war er vorsichtig. Vorsicht war nicht umsonst die sprichwörtliche Mutter der Porzellankiste.
Auch Saikins Vermutungen ließ er erst einmal ohne einen Kommentar offen im Raum stehen. Er wollte wissen, was der Schwarzhaarige noch von sich geben würde. Bei dem Kompliment an seine Intelligenz und dass er jene auch gut in Kombination mit seiner Magie nutzen könnte, hob er lediglich sachte eine Augenbraue in die Höhe, ehe seine Miene wieder ausdruckslos wurde. Einer der beachtlich wenigen Vorteile die ihm seine Vergangenheit geliefert hatte ... er konnte sich komplett von der Außenwelt abschotten und zumindest keine Emotionen zeigen, solange er nicht abgelenkt oder unter massive Schmerzen gesetzt wurde.

Als er Aiden allerdings auf den 'Fehler' seinerseits hinwies entkam dem Rotschopf ein amüsiertes Lachen, das jedoch nur kurz hielt. Saikin sagte zwar, dass er vorsichtig ihm gegenüber wäre, doch seine Körpersprache strahlte gerade eine immense Ironie aus ... wobei Aiden nicht so dumm war auf eben jene Ironie herein zu fallen. Er selbst war ja nichtsdestotrotz noch immer vorsichtig Saikin gegenüber. "Durhaus interessante Ansichtsweisen. Dass man mir ansieht, dass ich nicht durch eine einfache Laune der Natur entstanden bin weiß ich, danke fürs Kompliment. Nun muss ich dich allerdings auf einen Fehler deinerseits hinweisen: Bastian hat mich weder gefunden, noch gab er mir meinen jetzigen Namen. Und auch dass ich ein Experiment auf der Flucht bin stimmt so nicht ganz, Bastian versteckt mich auch nicht" sagte er, hatte weiterhin eine ruhige, beinahe entspannte Miene, doch seine Augen hatten noch immer einen ernsten Ausdruck, obwohl es nicht zu seiner ruhigen Art zu sprechen passte. Er erinnerte sich daran, aus welchem Grund er heute hier stand und frei war, frei leben konnte und einen Namen hatte, wobei sich ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen bildete, sodass sogar die spitzen Eckzähne ein wenig zu sehen waren - jedoch nur kurz.
"Ich stehe dazu, dass ich eine Laborratte war und dass ich einer der wenigen Glücklichen sein durfte, die den Angriff auf das Labor überlebt hatten - und dass ich Hilfe von einem alten Freund erhalten habe. Ohne jenen Freund wäre ich nicht hier und könnte mich mit dir darüber unterhalten ... ich wäre tot und vielleicht materiell gar nicht mehr existent, das gebe ich offen und ehrlich zu. Ich wurde also weder ausgespuckt noch abgeschnitten wie ein Furunkel, ich hatte einfach nur verdammtes Glück. Dennoch ... muss ich eine starke Anti-Sympathie gegen den Rat durchaus zugeben. Ich erinnere mich gut an meine Leidensgenossen, die nicht das gleiche Glück hatten wie ich damals" sagte er und für einen kleinen Moment verdunkelten sich seine Augen, der Schatten der Erinnerung ließ kurzzeitig die Lebendigkeit aus den Augen Aidens weichen, ehe er ins Hier und Jetzt zurück kehrte, sich wieder gesammelt hatte. Die Vergangenheit tat weh, egal wie lange sie bereits zurück lag, das wusste Aiden. Selbst bis heute hatte er seine alten Angewohnheiten nicht ablegen können, ganz zu schweigen von den Albträumen. Zumal ihn seine Abhängigkeit von dem Medikament tagtäglich daran erinnerte, dass er nie ein normales Leben würde führen können. Eine kleine Weile ließ er das Schweigen zwischen ihnen im Raum schweben, bevor er seufzte und sich mit der rechten Hand am Hinterkopf kratzte.
"Die Bereitschaft jemandem zu Vertrauen setzt voraus, dass man sich eben jenes erarbeiten und verdienen muss. Das ist auch bei meinem Vertrauen der Fall: Man muss es sich verdienen. Dennoch schließt es auch nicht ganz aus, dass du bereit bist mir dein Vertrauen zu schenken, wenn ich mich denn bewiesen habe .. wobei ich mich da noch frage, wie ich das anstellen soll aber das wirst du mir sicherlich gleich verraten oder aber die Zeit wird es zeigen. Ich werde keinen Eid schwören und ich lasse mich auch nicht in Ketten legen. Mir sind Menschen und ihre Abnormalitäten egal, ich will nur eines: Verhindern dass es andere so trifft wie mich, dass ihnen von Geburt an das Recht auf ein normales Leben genommen wird, ihnen ihre Freiheit entzogen wird, noch bevor sie wissen können was Freiheit überhaupt ist oder wie sich jene anfühlt" sagte er schließlich und versenkte nun auch seine rechte Hand in der Hosentasche, um Saikin zu signalisieren, dass er definitiv nicht die Absicht hatte ihn an zu greifen. Hatte er auch nicht, er hatte jetzt die Gewissheit dass man mit dem Schwarzhaarigen reden konnte - auf einer guten und vor allem sachlichen Ebene was ihm einen weiteren Pluspunkt bei Aiden einbrachte. Und der Rotschopf musste zugeben ... das Angebot klang verlockend. Dennoch war ihm die ganze Sache noch ein wenig suspekt. An und für sich klang es vernünftig, sich einer Gilde an zu schließen, die ungefähr die gleichen Ziele hatte wie er - nur was für Auswirkungen würde das für Bastian und die kleine Nami haben? Aiden kalkulierte für sich, während er Saikins Reaktion abwartete, wog ab ob er zustimmen sollte oder nicht. Aber bislang standen die meisten Pluspunkte auf Gildenbeitritt. Dennoch, die Stimme des Zweifels blieb, Aiden konnte sich nicht gegen das leise 'Aber was wäre wenn' Geflüster (metaphorisch) wehren.
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Beitrag© By Saikin  So Jul 16, 2017 12:33 pm

Saikin legte den Kopf etwas zurück als er Aiden zuhörte, nicht genervt oder ähnliches, sondern eher mit nachdenklich über die Worte des Mannes nachdenkend. Dann blickte er Aiden wieder an. "Gut Gesprochen." er begann etwas mit der Hand auf der Armlene des Steinstuhls zu trommeln. Ein Zeichen von Nervosität, nein. Es war eine beiläufige Handlung während er nachdachte. Schon lustig, es war als würden die beiden Männer einander einer Prüfung unterziehen.
"Ich will dir auch diese Frage beantworten, aber um es richtig zu verstehen, wird es dir wahrscheinlich nützen zuvor etwas über meine Vergangenheit erfährst. Ich denke das ist nur fair, da ich ja schon ein wenig von dir weis." Er hörte auf zu trommeln und faltete die Hände über seinem Schoß zusammen. "Ich bin der letzte Erbe eines der Adelshäuser von Fiore, des Hauses Neid. Jedem dieser Adelshäuser wurde die Aufgabe Zuteil, einen mächtigen Dämon zu bewachen und versiegelt zu halten. Drei mal darfst du raten, von wem diese Aufgabe gestellt worden war. Der Rat tat das, damit er diese Dämonen kontrollieren konnte, damit er sie freisetzen konnte, wann immer es ihm passte und somit seine Macht durchsetzen konnte." Er lies seine Worte kurz wirken, beobachtete den Mann, dessen Gefühle nur schwer zu lesen war.
"Meine Familie war… machthungrig. Sie wollte selbst die Herrschaft erklimmen und den Rat seiner Macht berauben. Ich wurde mein ganzes Leben darauf vorbereitet die Macht des Dämons aufzunehmen. Damit das gelang folterte und quälte meine Familie mich bis aufs Messer, damit Chaos, dem Gott der Zerstörung wie er sich nennt, standhalten konnte. All das gipfelte in dem Ritual in welchem ich Chaos aufnahm. Allerdings waren die Ersten Minuten… kompliziert. Ich hatte nicht sofort die Kontrolle und so löschte ich sowohl meine Familie, als auch ihren gierig gehorteten Reichtum aus, bevor ich zur Besinnung kam. Ich verspürte in gewisser weise Trauer ja… aber keine Reue." Er stand auf, ging ein paar Schritte nach rechts, von Aiden und dem steinernen Sessel weg.
Die leichte Trauer in Sais Blick, die sich während er sprach aufgebaut hatte verschwand und ein Blick der Entschlossenheit stand auf seinem Gesicht. "Es war in den nachfolgenden Tagen in denen ich eine Erkenntnis hatte. Der Rat, meine Familie, sie alle gehören einer vergifteten Ordnung an in der die Starken die Schwachen ausbeuten und Aussaugen. Ich glaube daran, dass es die Aufgabe der Starken sein sollte, die Schwachen zu schützen, eine Aufgabe die der Rat weit verfehlt. Deswegen strebe ich eine neue Ordnung an. Versteh mich nicht falsch. Mich interessiert es nicht in dieser Ordnung zu herrschen. Ich bin nicht gut darin andere herum zu kommandieren. Aber ich will dabei helfen eine Regierung zu bilden die sich für die Schwachen einsetzt, anstatt sie wie Werkzeuge zu benutzen und weg zu werfen, wenn sie sie nicht mehr brauchen."
Der Blick der Entschlossenheit wich nicht. Er verlangte nicht, das Aiden seine Philosophie annahm oder befolgte, nur, dass er sie nachvollziehen konnte und hinnahm. "Um nun deine Frage zu beantworten … ich will keinen Eid von dir, ich will dich nicht in Ketten legen damit du mein Vertrauen bekommst. Nein, mein Vertrauen erhältst du jedes mal, wenn du eine Entscheidung triffst, die zum Wohl der Schwächeren, Hilfsbedürftigen ausfällt. Jedes mal wenn du eine Wahlt triffst, die dafür sorgt, dass die ohne Chancen wieder aufatmen können. Jedes mal, wenn du denen, die keine Freiheit haben, eben diese schenkst, wie sie sie eigentlich auch verdient haben. Genau dann, in diesen Momenten gewinnst du mein Vertrauen." Sai stand nun nur noch einen Meter von Aiden entfernt und blickte ihm direkt in die Augen, um zu zeigen, dass er es ernst meinte.
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Beitrag© By Aiden  So Jul 16, 2017 4:28 pm

Wieder hörte er Saikin genau zu, beobachtete seine Körpersprache, seine Art zu gehen, wie er stehen blieb und wie sich kurzzeitig die Trauer in seinen Augen sammelte. Sie waren im Allgemeinen betrachtet gar nicht so verschieden, sie hatten ähnlich schmerzhafte und traurige Erlebnisse gemacht - Saikin wahrscheinlich noch mehr als Aiden, wenn man es auf die emotionale Ebene bezog, war es bei ihm doch seine eigene Familie die ihn folterte und quälte. Aiden wusste bis heute nicht, wer seine leiblichen Eltern waren, ob und wo sie lebten oder aber ob sie ihn von Geburt an verstoßen hatten. Er wusste nicht wie es war Mutter und Vater zu haben, für ihn gab es in einer Familie nur 'Bruder', 'kleine Schwester' und 'Großvater' .... aus mehr bestand Aidens heutige Ziehfamilie ja auch nicht. Schön und gut, er hatte Abby gehabt, zu der er in jungen Jahren 'Mama' gesagt hatte ... doch die genaue Definition einer Mutter hatte auch Abigail nicht erfüllt, das hatte Aiden erfahren, nachdem er Bücher darüber gelesen hatte.
Während Saikin gesprochen hatte, hatte er sich auf den kläglichen Rest einer ehemaligen Säule gesetzt, die Ellenbogen auf den Knien abgestützt und hatte schweigend zugehört, hatte dem Schwarzhaarigen erneut ermöglicht alles zu sagen, was er zu diesem Thema zu sagen hatte. Saikin hatte eine recht ... eigene Art die Dinge der Welt zu sehen. So ganz anders als er selbst, ihm war im Grunde alles egal, solange seine Familie in Sicherheit war. "Du hast ebenfalls gut gesprochen ... fein, ich werde mir das ganze einmal ansehen ... allerdings habe ich die eine oder andere Bedingung" meinte er und sah Saikin direkt an, während er sich von dem Steinbrocken erhob, den er als Sitzgelegenheit genutzt hatte und nun die dazu passende - allerdings umgestürzte - Säule erklomm, indem er darauf balancierte, langsamen Schrittes die schräg stehende Säule erklomm, bis er bei jenem Punkt wieder herab sprang und seinen Blick kurz durch die immer stärker zerfallende Kirche schweifen ließ.
"Meine Familie wird aus all dem hier heraus gehalten, ihre Sicherheit ist meine oberste Priorität. Ich will meine Familie nicht gefährden, nachdem sie mir geholfen haben ... in meinen Augen wäre das Verrat an ihnen ... ansonsten ... haben wir denke ich einen Deal. Wenn du noch die Zeit hast, möchte ich mich von den beiden noch verabschieden" sagte er und nachdem Saikin zugestimmt hatte, machten sich die beiden auf den Weg zu Bastians Haus. Kaum waren sie dort angekommen, wurde ihnen auch schon die Tür von eben jenem alten Mann geöffnet, der Aiden etwas überrascht ansah. "Ich muss etwas mit dir und Nami besprechen" sagte Aiden und Bastian nickte, ehe er einen Blick auf Saikin warf und den Schwarzhaarigen höflich grüßte.
Nami indes hatte mitbekommen, dass Aiden zurück war und kam nun auf den Rothaarigen zu gelaufen und sprang ihm in die Arme. Er fing seine kleine Schwester auf und diese knuddelte den großen Bruder lachend, ehe auch ihr Blick auf Aidens Begleiter fiel. "Wer ist das Aiden?" fragte sie und er lächelte kurz, bevor er Nami runter ließ, die sich schüchtern hinter seinem Bein versteckte und sich an seiner Hose fest hielt. Nami war Fremden gegenüber immer etwas ... skeptisch und ängstlich. Aiden strich dem Mädchen beruhigend über den Kopf, ehe er kurz erklärte, warum er so schnell schon wieder zurück war. Dass Saikin sich vorstellte, wollte er dem Schwarzhaarigen selbst überlassen.
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Beitrag© By Saikin  So Jul 16, 2017 7:30 pm

Die Bedingungen die Aiden stellte erschienen Sai vernünftig, auch wenn er Anfangs eine Braue hoch zog und etwas skeptisch war, was er denn für Bedingungen hatte. Im nachhinein war sowas für Sai selbstverständlich. Aber Sai zog es vor ehrlich zu jemanden zu sein, den er als Verbündeten haben wollte. Er verschränkte ernst die Arme als er sprach. "Ich kann dir versichern, dass weder meine Kameraden noch ich deine Familie in irgendetwas mit rein ziehen werden. Ich kann aber nicht sagen, ob der Rat dieselbe Freundlichkeit besitzt. Ich würde es ernsthaft bezweifeln, sollte irgendwer zulassen, dass sie Wind von ihnen bekommen. Aber einen Kameraden im Stich zu lassen ist nicht mein Stil Aiden. Sollte es soweit kommen, dann werde ich jedem der ihnen ein Haar krümmen will die Hölle auf Erden zeigen, oder bei dem Versuch drauf gehen." Sais Blick war ernst, todernst. Er hatte keinen Skrupel davor für seine Kameraden sein Leben zu riskieren.
Als Aiden anbrachte, das er sich noch verabschieden wollte nickte Sai und lächelte, dann machten sie sich eilig auf dem Weg. Als sie bei der Hütte ankamen hielt Sai noch gut 3 Meter Abstand zur Tür. Er wusste das einige Leute es gar nicht zu schätzen wüssten, wenn man ungebeten ihren Privatraum betrat. So aber scheinbar nicht der ältere Herr, der Aiden und kurz darauf auch Sai freundlich begrüßte. Sai wiederum erwiederte die Begrüßung und verbeugte sich kurz und höflich, kurz darauf wurde Aiden von seiner Schwester angesprungen, die sobald sie Sai bemerkte, sich hinter ihrem Bruder versteckte und ein gesundes Maß an Misstrauen an den Tag legte. Sai hockte sich hin, so das er auch mit ihr auf einer Augenhöhe und nicht auf sie herab sprach. Er wusste nicht ob Kinder das mochten, aber auch sie hatten ein gewisses Maß an Respekt verdient. Er versuchte es so zu formulieren, dass die Kleine es verstand, es aber dennoch für ihr Alter gerecht der Wahrheit entsprach. "Mein Name ist Sai. Ich habe deinen Bruder um Hilfe gebeten, mit mir die Bösewichte aufzuhalten, die früher mal echt gemein zu ihm waren." Nun stand er auf, er überließ Aiden den Rest und wieviel er ihnen sagen wollte. Es war schließlich seine Entscheidung.
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Beitrag© By Aiden  So Jul 16, 2017 8:15 pm

Nami sah skeptisch zu Saikin und versteckte sich noch mehr hinter Aiden, bis der Schwarzhaarige sagte, warum er überhaupt hier war. Nun sah Nami zu Aiden nach oben. "Du willst mit ihm diejenigen aufhalten, wegen denen wir beide leiden mussten?" fragte sie und nun ging Aiden neben ihr in die Hocke und schenkte ihr ein Lächeln, während er ihr eine Haarsträhne hinter das Ohr strich. "Genau Prinzessin. Aber ich verspreche dir, dass ich dich ganz oft besuchen komme". "Erzählst du mir dann von deinen Abenteuern?". "Natürlich". "Und Bücher musst du mir mitbringen! Und ... und Haarspangen! Ganz viele!" sagte Nami aufgeregt und sah ihn mit großen Augen an und wollte noch mehr aufzählen, bis Aiden kurz lachte und ihr sachte gegen die Nase stupste. "Ich werde dir immer ein tolles Geschenk mitbringen, das verspreche ich dir. Aber du musst mir im Gegenzug versprechen, dass du immer gut auf dich aufpasst und brav auf Bastian hörst, ja?" meinte er und Nami nickte eifrig, ehe die beiden ihre kleinen Finger ineinander hakten und sich gegenseitig die Versprechen abnahmen. Anschließend sah Nami zu Sai, musterte den Schwarzhaarigen, während Aiden Bastian erklärte, weshalb er fort ging und was ihn überzeugt hatte.
"Versprichst du mir, dass Aiden nichts passiert? I-ich weiß dass er ... auf sich selbst aufpassen kann aber ... du bist ab heute ein Freund von ihm oder?" hakte das Mädchen nach und Aiden schnaubte amüsiert. Das Kind war aber auch ein Fall für sich, doch genau deswegen war ihm die Kleine auch so ans Herz gewachsen. Bastian gab Aiden durch ein Nicken zu verstehen, dass er verstanden hatte und ihn ziehen lassen würde - er wusste dass Bastian ein offenes Naturell besaß und auch wenn Aiden sich mit dem Rat anlegen würde, zeigte der alte Mann Verständnis, kannte er doch die Vergangenheit des Rotschopfes ziemlich genau. Zumal er Aiden nicht länger vorschreiben konnte, war er doch in Bastians Augen alt genug, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Aiden packte seine wenigen Habseligkeiten zusammen - am Wichtigsten natürlich seine Medikamente und sein Sammelsorium an schwarzen Handschuhen - bevor er sich von seinem Großvater und seiner kleinen Schwester verabschiedete und sich mit Saikin wieder auf den Weg machte.
Als sie ein gutes Stück von Bastians Haus entfernt waren, erhob Aiden wieder seine Stimme. "Dass ich meine Familie nicht vorm Rat beschützen kann weiß ich ... zumindest kann ich es nicht allein. Da fällt mir ein ... hast du irgendwelche Fragen an mich?" meinte er und versenkte seine Hände wieder in den Hosentaschen, während er gemütlich neben Saikin her schlenderte. Von nun an würde er sich also mit jemanden auf Reisen begeben, den er kaum kannte ... nun, die Zeit würde zeigen, ob er die richtige Entscheidung getroffen hatte. Irgendwie war Aiden ein wenig neugierig darauf, wie es war in einer Gilde zu sein und im Namen jener zu agieren - das kannte der Rotschopf noch nicht. Dass jene Gilde dunkel bzw illegal war, das kümmerte ihn wenig. Er lebte sein Leben wie ihm es gefiel und nicht wie es der Rat wollte - diese Zeiten waren mehr als lange vorbei.
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Beitrag© By Saikin  Mo Jul 17, 2017 11:12 am

Sai hielt sich raus als Aiden mit dem Älteren Herrn sprach. Er hörte lediglich zu und schien etwas überrascht, dass er den beiden alles erzählte. Und in seinen Augen stand entsetzen, sowie Zorn, als er mitbekam, dass scheinbar auch das Mädchen von den Era unwürdig behandelt wurde. Er biss die Zähne zusammen und atmete aus um seine Wut abzubauen. Als Nami dann wieder mit ihm zu sprechen begann hockte er sich hin und entgegnete ihr gegenüber ein Lächeln. Für sie war ihr Bruder ihr persönlicher Held. Sai kannte dieses Gefühl nicht, da er keine Geschwister oder ähnliches hatte, aber er konnte ihre Emotionen verstehen. "Dein Bruder ist schlau und super stark Nami. Wenn überhaupt wird er wohl mir aus der Patsche helfen, deswegen hab ich ihn ja gebeten mit mir zu kommen. Aber sollte er wirklich mal in der Klemme stecken setze ich Himmel und Hölle in Bewegung um ihm zu helfen, schließlich sind wir jetzt Freunde." Dann beugte er sich etwas vor und flüsterte ihr zu. "Dein Bruder und ich haben nämlich geheime Superkräfte die dafür sorgen, dass wir zehn mal so stark werden wie sonst, wenn wir etwas wirklich beschützen wollen. Aber verrat das niemandem okay?" Dann stand er wieder auf und verabschiedete sich zusammen mit Aiden mit einer ebenso höflichen Verbeugung.
Als sie ein Stück vom Haus entfernt waren, lief Sai bedrückt und mit dem Blick am Boden neben Aiden her. In seinen Augen funkelte Wut, auch wenn sein Gesicht Trauer zeigte. "Ich weis ich habe dir versprochen Nami und Bastion aus allem raus zu halten. Deswegen musst du mir meine Frage nicht beantworten wenn du nicht willst." Nun zeigte er in seinem Gesicht auch seine wahren Emotionen voller Wut. Er blieb stehen und verschränkte die Arme. "Aber was haben diese Schweine dir und Nami angetan?!" Seine Stimme bebte. Die Misshandlung von Kindern sprach gegen alles, woran Sai glaubte und was er für richtig hielt. Die Fingerspitzen gruben sich mit Kraft in den schwarzen Mantel. Jeder Soldat des Rates und besonders die 10 Vorsitzenden konnten sich glücklich schätzen gerade nicht vor Sai zu stehen.
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Beitrag© By Aiden  Mo Jul 17, 2017 12:29 pm

Aiden blieb stehen, als Sai mit einer derart vor Zorn bebenden Stimme sprach und kratzte sich kurz am Kopf, ehe er gen Himmel sah. Eine kurze Zeit schwieg er und überlegte - doch Saikin hatte ihm von sich erzählt, ein Stück seiner Vergangenheit offenbart. Da war es nur fair, wenn auch er ihm etwas über sich erzählte oder nicht? "Ich bin weder mit Bastian noch mit Nami blutsverwandt, wie du dir sicher denken kannst. Wer mich geboren und gezeugt hat weiß ich nicht, seitdem ich denken konnte war ich in einer Forschungseinrichtung. Ich war eines von vielen "Forschungsobjekten zur Studie und Entwicklung künstlicher Flüche" aus der sogenannten 'A-Gruppe' ... mein 'Stundenplan' war gefüllt von Experimenten, an deren Grausamkeit ich mich nicht erinnern will ... aber ich habe Spuren davon getragen" meinte er und zog sein Shirt und die schwarze Jacke ein Stück zur Seite, sodass Saikin einen Blick auf eine von vielen Narben hatte. Es war die rechte Schulter, auf der er Schnitt-, Brand- und auch die ein oder andere Schusswunde davon getragen hatte. Er rückte seine Kleidung zurecht und deutete noch auf sein Auge, während er weiter sprach. "Durch verschiedenste Drogen mutierten unsere Körper an unterschiedlichen Stellen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich Glück hatte, dass es nur mein Auge und meine Zähne waren, die sich veränderten. Einige meiner Leidensgenossen hatten nicht so viel Glück und deren Körper verformten sich so stark, dass sie nicht mehr lebensfähig waren .. wenn Experimente wie ich denn einmal raus durften, dann mit unterdrückter Magie als 'Pet'. Im Alter zwischen Sieben und Elf wurden wir an alte reiche Frauen vermietet, um deren Enkelkinder zu spielen. Sobald wir zwölf geworden waren, wurden wir an verschiedene Persönlichkeiten vermietet. Und was unsere jeweiligen Master mit uns anstellten ... nun, das war deren Bier, nicht das der Professoren. Ich verlor viele Leidensgenossen ... entweder durch die Experimente, die Drogen oder aber weil sie an die falschen Master geraten sind und von ihnen getötet worden waren .. um mich selbst zu schützen, zog ich mich komplett zurück, verweigerte das Sprechen und hoffte Tag für Tag dass mich der Tod endlich erlösen würde" meinte er und pausierte kurz, während er mit seinem Würgedraht ein wenig spielte. Bislang war ihm Fortuna hold gewesen, dass er keinem seiner ehemaligen Master - jene vor Takuya - begegnet war ... doch Aiden wusste zu gut, dass sich das jederzeit ändern konnte. Erst Recht, wenn er sich auf Reisen begab ... ob er sich an ihnen rächen würde? Nein. Nein, er würde lediglich vor ihnen stehen und deren Blick sehen wollen, wenn sie ihn erkannten.
Nach einer Weile in der er schweigend mit dem schwarzen Würgedraht gespielt hatte, packte er ihn weg und fuhr fort. "Ich war 18 Jahre alt, als Nami von Bastian aufgenommen wurde ... ihre Eltern starben bei einer Säuberungsaktion des Rates. Ich wusste nicht, wie ich mit diesem kleinen eingeschüchterten und verängstigtem Wesen umgehen sollte, dass ich sie gemieden hatte.
Nachdem sie sich allerdings von dem Schock und der Trauer erholt hatte, begann dieser hyperaktive kleine Korken penetrant meine Nähe zu suchen ..."
meinte er und bei diesem Satz seinerseits huschte ein kleines Lächeln auf seine Lippen, bevor jedoch auch jenes wieder starb. "Deswegen will ich auch nicht, dass Nami die Gesichter derer sehen muss, die ihre Eltern auf dem Gewissen haben. Der Tod ihrer Eltern mag ein Unfall gewesen sein ... doch er hätte vermieden werden können" beendete er schließlich seine Erzählung und holte aus einer Tasche an seinem Rücken das Etui für seine Medikamente, ehe er eine der Tabletten zu sich nahm und jene kleine Box wieder sicher in der Tasche verstaute. Er schluckte die Kapsel ohne Wasser - über die Jahre hatte er sich daran gewöhnt das Medikament ohne Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
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Beitrag© By Saikin  Di Jul 18, 2017 2:02 pm

Während Aiden sprach zeichneten sich weiter Zorn und Frust auf Sais Gesicht ab. Jedoch wichen diese dann bald schon eher einem Traurigen, Mitleidigem Blick. Der junge Magier blickte zu Boden und murmelte nur ein leises "Verstehe …" Dann fiel sein Blick vom Boden auf die Medikamente die Aiden nahm. "Und was hat es mit diesen Tabletten auf sich? Sind die gegen irgendwelche Nebenwirkungen? Sollte ich vielleicht für den Notfall wissen." Er war nun wieder sachlich in der Stimme. Im Inneren jedoch war er noch immer frustriert.
Nach einen langen Gewaltmarsch zur Gilde wurde Aiden vom Meister herzlich in Empfang genommen. Während dieser seinen Stempel bekam suchte Sai einen Auftrag aus. Es war eine simple Mission des Ranges A. Eine Banditenfestung bedrohte ein kleines Dorf. Im Normalfall war das keinen so hohen Rang wert aber der Anführer war ein ehemaliges Mitglied des Rates. Ein Mann der früher einmal dunkle Magier gejagt hatte. Ein paar Meter nach verlassen der Gilde reichte er Aiden den Zettel mit dem Auftrag. "Ich habe etwas recht unkompliziertes Ausgesucht. Dir fällt vielleicht auf das es eine Art Auftrag ist, der eher für eine legale Gilde geeignet wären. Nun das einzige was uns wirklich von den legalen Gilden unterscheidet ist unsere Rats Feindlichkeit. Logisch das wir keine legalen Aufträge vom Rat kriegen, aber … Darcan hat seine Quellen. So dümmlich er manchmal sein kann wir können glücklich sein ihn als Anführer zu haben." Seine Züge spiegelten ein schmales Lächeln wieder, als die beiden Kameraden ihren Weg zu ihrer Ersten Mission fortsetzten.
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Beitrag© By Aiden  Di Jul 18, 2017 3:09 pm

Aiden kratzte sich kurz am Kopf. Eigentlich war es ihm überhaupt nicht recht, dass sich noch jemand immense Sorgen um seine Abhängigkeit und die Einnahme der Medikamente machte, doch Saikin hatte eigentlich Recht - für den Notfall sollte er bescheid wissen. "Ich leide seit den Experimenten an ... Halluzinationen. Eine Nebenwirkung der Drogen die sie mir aufgezwungen haben. Um diese und die daraus resultierenden Krampfanfälle zu vermeiden muss ich diese Tabletten nehmen. Höchstwahrscheinlich mein Leben lang ... ich weiß aber die genaue Dosis, es ist über die Jahre selten geworden dass ich einen solchen Anfall hatte" sagte er und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf während er dem Weg folgte.
"Sollte es jemals dazu kommen dass ich einen Anfall erleiden sollte, muss man mir eine der Tabletten verabreichen bis die Wirkung kurze Zeit später einsetzt ... wie gesagt kommen sie allerdings selten vor da ich es gewohnt bin die Tabletten zu nehmen. Sie sind schon lange Bestandteil mei es Lebens" fügte er hinzu, ehe er sich eine Weile in Schweigen hüllte. Bei der Gilde angekommen wurde Aiden zu seiner Überraschung herzlich aufgenommen. Er bekam noch die Regeln erklärt, ehe er sich die Position und Farbe seines Gildenstempels aussuchen durfte. Er entschied sich für einen schwarzen Stempel auf seinem linken Handrücken. Während sie das Gildenhaus verließen betrachtete Aiden den Stempel auf seiner Haut - das Symbol gefiel ihm ausgesprochen gut, es wirkte durch den schwarzen Farbton wie ein gewöhnliches Tattoo. Er hatte gerade seinen fingerlosen Handschuh wieder ordentlich angezogen als Saikin ihm einen Zettel reichte.
Er las sich die beschriebene Mission durch und nickte auf die Worte seines neuen Kollegen sachte. "Wie willst du vorgehen beziehungsweise hast du schon einen Plan wie wir an das Ziel heran kommen? Ablenkungsmanöver, als Interessenten getarnt rein schleichen, Hinterhalt oder irgendwie sowas schon in Planung? " fragte er während er die Beschreibung noch einmal durch las. Ja Aiden hatte gernen einen oder vielleicht sogar zwei Pläne in petto bevor er eine Mission startete. Ohne eine leiseste Ahnung zu haben in einen Kampf stürzen das war absolut nicht sein Ding. Lieber brauchte er einen Moment länger hatte dafür aber genug Informationen über seinen Gegner gesammelt. Informationen waren wertvoll manche bezahlten ein Vermögen um gute Spione zu ergattern - immerhin hatte er in der ein oder anderen Mission ein feindliches Lager ausgespäht.
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