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 Marktplatz von Crocus

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Beitrag© By Kenji  Di Nov 07, 2017 9:09 am

Hier befindet sich der Marktplatz von Crocus. Viele Stände und Menschen tummeln sich eng an eng. Wenn man etwas sucht, findet man es mit Sicherheit hier.
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Beitrag© By Kenji  Di Nov 07, 2017 9:41 am

Ausnahmsweise mal nicht in den Schatten der Nacht unterwegs und nicht in eine dunkle Robe gekleidet, schlenderte Kenji beinahe unbeschwert über den Markt. Der Magier lächelte sogar, was eigentlich am häufigsten dann der Fall war, wenn er kurz davor war jemanden zu töten. Diesmal war es aber anders. Er war hier um zu shoppen. Jeder der Kenji ansatzweise kannte wusste aber, das er wohl kaum Zeit für einen kleinen Shoppingausflug opfern würde. Auch wenn er mit Jayna unterwegs war, verfolgte er doch stets ein größeres Ziel. Seine Einkäufe bestanden dabei mittlerweile eher aus Nahrungsmitteln und einem neuen Anzug, einem der nicht gerade billig gewesen war. Das einzige was ihn störte, waren die anderen Menschen die sich da mit rum tummelten. Leider konnte er jetzt hier nicht ein Massaker veranstalten. Zu Schade aber auch. Bei den Gedanken blieb er stehen.
Nach den ersten paar Ständen wandte er sich an seine Partnerin. "Also meine Liebe. Ich hoffe du bist in Shoppinglaune. Wir besorgen dir jetzt ein hübsches neues Kleid… oh und etwas Schmuck kann auch nicht schaden schätze ich. Oh und ein paar neue Schuhe… Ich meine ich verstehe nichts davon, weswegen ich mich da einfach auf deinen Geschmack verlasse. Oh und mach dir keinen Kopf wegen dem Geld… unser Auftraggeber übernimmt die Umkosten."
Ja der Auftraggeber war ein sehr reicher Unternehmer der wollte das seine Konkurrenten bei einer Feier ausgeschaltet werden sollten. Kenji hatte schon einen Plan. Einladungen für die Feier haben die beiden von ihrem Auftraggeber erhalten. Sie treten als Lord und Lady Ashfort auf, eine Adelsfamilie aus Kunugi. Ein Teil des Godslayers hoffte, das Jayna sich über das Vorspiel der Mission freute. Immerhin hatte sie mit ihm nicht oft die Gelegenheit zum shoppen.
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Stagnum Ignis
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Beitrag© By Jayna  Di Nov 07, 2017 10:26 am

Es war einfach viel zu voll, alles viel zu gequetscht. Ganz wohl fühlte sich Jay nicht unbedingt, wenn sie ehrlich war - dennoch gab es einen Lichtblick hier auf diesem beinahe überfüllten Marktplatz: Sie war mit Kenji unterwegs. Beinahe könnte man schon glauben, dass sie sich tatsächlich einmal wie ein normales Pärchen verhalten und auf ein Date gehen würden ... doch Jayna und Kenji wussten es besser. Es galt sich auf eine Mission vor zu bereiten. Zuerst hatten sie einen schicken Anzug für Kenji besorgt ... und nun kam das, was Jayna schon damals zu ihrer Zeit nicht wirklich gemocht hatte: Ein Kleid musste her. Komfortabel genug um darin kämpfen zu können, elegant genug um sich der Masse an zu passen oder gar heraus zu stechen. Das war früher schon immer ein Kampf mit dem Unmöglichen gewesen, weswegen Jay ein leises Seufzen über ihre Lippen gleiten ließ.
Als Kenji mit ihr sprach, sah sie zu ihm nach oben und mit einer absoluten Selbstverständlichkeit hakte sie sich bei ihm ein, während ihr Blick über die verschiedenen Läden und Stände wanderte. "Shoppinglaune? Eher weniger ... mir wäre es lieber, wenn wir unsere Lieblingsaktivität wahrnehmen könnten ... aber das muss ja leider noch warten~" meinte sie und entdeckte einen Laden, der vielversprechend aussah, weswegen sie Kenji auch einfach mal dort hin zerrte. Im Laden angekommen sah sie sich mit kritischem Blick die Kleider an. Einige waren schlicht gehalten, andere wirkten Edel und wieder andere waren einfach schlicht und ergreifend zu pompös.
Dennoch wurde sie fündig, schnappte sich das Kleid und die Accessoires, die sie dazu tragen wollte und verschwand kurz in der Umkleidekabine des Ladens, bedeutete Kenji zuvor noch davor zu warten. Sie zog das Kleid(Link) an, ebenso die Accessoires und trat schließlich vor Kenji, ehe sie sich vor einem großen Spiegel musterte, sich langsam drehte um auch jeden Winkel zu checken. "Wie findest du es? Schwarze High Heels mit kleinem Absatz dürften recht gut dazu passen. Oder Stiefel" meinte sie und drehte sich auch noch einmal für Kenji ein wenig hin und her. Das Kleid bot direkt noch eine Option, weswegen sie sich auch für dieses entschieden hatte - sie konnte Handschuhe dazu tragen und so das 'Six Eyes of Grima' an ihrem Handrücken verdecken. Es war immerhin ein auffälliges magisches Emblem, welches Wiedererkennungswert hatte ... und somit musste sie es auf gewissen Missionen verbergen, einfach zur Sicherheit.

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Beitrag© By Kenji  Di Nov 07, 2017 4:06 pm

Kenji war kein Mensch der die Nähe anderer Menschen genoss. Jay war da die Ausnahme. Als sie sich bei ihm einhakte musste er etwas lächeln. Auch wenn sie nicht begeistert war, wusste er, dass Jay sich an die Situation auf diese Situation anpasste.
Es dauerte auch nicht so lange bis sie ein Kleid gefunden hatte, wie Kenji erst befürchtete. Sie schleifte ihn zum Laden und ließ ihn vor der Kabine stehen. Ein Teil von ihm hätte schon gern geguckt, aber auch Kenji besaß zumindest etwas Anstand. Er verschränkte die Arme und sah sich stattdessen noch etwas um. Als seine Geliebte dann aus der Kabine trat merkte Kenji wie ein Herzschlag kurz aussetzte. "Wirklich bezaubernd siehst du aus. Und das Kleid ist auch noch praktisch. Aber es wird wahrscheinlich nicht zu einem Kampf . Der Auftrag ist sehr weit unter unserem Niveau."
Als sie sich musterte und ihre Frage äußerte schmunzelte Kenji. "Wir wollen ja nicht das dir die Füßchen weh tun. Nimm die Stiefel. Ich will nach diesem Ball schnell aus diesem Ungeziefer Loch raus." Er drehte sich um und blickte sich um. Jetzt brauchten sie nur noch ein paar Masken.
Bald schon entdeckte er einen passenden Laden. Für sich holte er eine Totenkopfmaske. Er mochte die Ironie hinter dieser Maske. Sie würden den Tot über die ganze Gesellschaft der Party bringen die Trottel wussten es nur noch nicht. Er fragte sich was Jay sich wohl für eine Maske holen würde. Er hatte nur etwas Demotivation, weil tatsächlich nicht mal ein Kampf auf ihn wartete. Damit war es ein Auftrag den Kenji sonst ablehnen würde. Aber er hatte Interesse an einem speziellen Gast.
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Beitrag© By Jayna  Di Nov 07, 2017 4:35 pm

Sie lauschte ihm und bei dem Kompliment schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Sie ahnte, dass Kenji ihr wohl lieber beim Umziehen zugesehen hätte - oder vielleicht sogar kurz davor war einen Blick zu riskieren? Jay trat näher zu ihrem Partner heran und strich ihm spielerisch über die Brust, sah herausfordernd zu ihm nach oben. "Ich wette am Liebsten hättest du geguckt~ Und mach dir mal keine Sorgen um meine Füße, ich wurde von meinem Ziehvater gut trainiert ... und da stand auch stundenlanges Laufen auf High Heels auf dem Ausbildungsplan" meinte sie leise und stupste ihm schlussendlich leicht gegen das Kinn, ehe sie wieder in der Kabine verschwand, um ihre normale Kleidung an zu legen. Das Kleid wurde gekauft, sie suchte sich passende Stiefel dazu aus, damit sie nicht gar zu viel Bein zeigte und schließlich musste noch ein letztes Detail her - eine Maske.
Ein wenig unschlüssig war sie doch. Sollte sie eine normale Ballmaske wählen oder doch etwas ... eigeneres? Schließlich fiel ihr Blick auf eine Fuchsmaske, bei der die Augenlöcher mit schwarzem Stoff überzogen waren, sodass das Familienwappen in ihrem linken Auge nur schwer zu erkennen war. "Na? Nimmt der Dead Master das kleine Füchschen mit?" fragte sie während sie sich die Maske vor das Gesicht hielt und man merkte, dass ihr diese Zweisamkeit mit Kenji abgegangen war, dass sie sie genoss. Sie hatten nicht viel Zeit für sich, meistens waren sie zwar zusammen unterwegs, doch Aufträge, Training und auch Informationssammlung schränkten die traute Zweisamkeit eines normalen Pärchens ein ... wobei die beiden definitiv kein normales Pärchen waren. Allein wenn man den Fakt bedachte, dass sie unter normalen Umständen schon eine alte Frau wäre, vielleicht sogar schon längst tot.
Bei diesem Gedanken schwand ihr Lächeln, ehe sie wieder zu ihm sah. Eine Frage beschäftigte sie nun doch schon eine ganze Weile - und sie wusste, sie konnte mit Kenji über alles reden ... wäre auch schlecht wenn nicht, dann wären die letzten 3 Jahre auf gut Deutsch für die Katz' gewesen. "Aber jetzt mal ehrlich ... warum hat mein Liebling diese Aufgabe überhaupt erst angenommen? Wie du schon sagtest, normalerweise erfüllen wir weit anspruchsvollere Aufgaben ..." meinte sie leise, sodass nur er es hören konnte, während sie beschloss die Maske definitiv zu wählen ... egal ob sie Kenji gefiel oder nicht. Sie mochte die Bemalung der Maske. Füchse hatten zwar den Ruf hinterhältig und fies zu sein, doch in Wahrheit handelte es sich bei diesen kleinen Säugetieren um intelligente, äußerst gewitzte Räuber. Ihr gefiel diese kleine metaphorische Verbindung, war doch auch sie nicht auf den Kopf gefallen - und hinterhältig konnte auch sie sein.

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Beitrag© By Kenji  Di Nov 07, 2017 8:43 pm

Kenji schmunzelte leicht und Schüttelte mit dem Kopf. "Ein Mann der nicht so empfinden würde, wäre in meinen Augen kein richtiger Mann. Es ist jedoch ein unterschied, ob man Begierde empfindet und der Schwäche ihr nachzugeben. "
Kaum das Kleid und seine Maske gekauft, hatte sich Jay auch schon die ihre Maske ausgewählt. Eine Fuchsmaske. Eine äußerst treffende Wahl wie Kenji fand. "Oh natürlich darf das Füchschen mitkommen. Ich hätte Langeweile wenn ich nichts zum kraulen dort hätte." Kenji musste ein wenig rum scherzen bei der Vorlage. Wobei es nicht das erste mal wäre das sie Streicheleinheiten von ihm bekommt. Als sie ihn dann mit gesenkter Stimme ansprach, wieso sie denn eine so einfache Mission ausführen würden schloss er die Augen, beugte sich zu ihr vor und flüsterte ihr ins Ohr. "Professor Ozpin Sheppard. Ein Spezialist für ausgestorbene Kulturen und führender Archäologe im Gebiet … Jungbrunnen."
Kenji entfernte sich wieder etwas von ihr, sprach aber immer noch leise, begann aber zu weiter zu laufen. "Mein liebes Füchschen… ich will den Professor etwas… zum plauschen einladen, bevor er dann tragischerweise umkommt versteht sich." Dann griff er ihre Hand und näherte sich ihr etwas während sie so über den Markt liefen. "Ach ja meine Liebe… iss nichts vom Buffet. Es würde dir wirklich nicht bekommen. Wir gehen vorher noch etwas essen, dafür ist schließlich noch Zeit, wenn man zum Adel gehört. Seine Lippen umspielte ein tückisches und mörderisches Lächeln und seine Augen starrten kalt an den Menschenmassen vorbei in Richtung des Wohlhabenden Viertels der Stadt.
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Beitrag© By Jayna  Di Nov 07, 2017 9:34 pm

Bei seinen Worten bezüglich des 'Spannens' entkam ihr ein amüsiertes Lachen und mit einem ebenso amüsierten Lächeln stieß sie ein "Aber natüüürlich~" aus, um ihn ein wenig zu necken. Bei seinem Kommentar mit dem Kraulen schwand ihr Lächeln weiterhin nicht und sie griff diesen Spruch direkt auf, um ihn weiter zu necken. "Sei vorsichtig ... nicht, dass ich bissig bin" meinte sie, doch als er sich vor beugte und ihr so leise ins Ohr flüsterte schlich sich ein wissendes, verstehendes Lächeln auf ihre Lippen.
Das war es also gewesen: Informationen über den Jungbrunnen nach dem Kenji so leidenschaftlich suchte. Er wollte also den Professor ausquetschen und schließlich vom Antlitz dieser Welt verschwinden lassen. Daher wehte also der Wind ... sie hätte es sich eigentlich auch denken können. Sie schmiegte sich an ihn, nachdem er ihre Hand genommen hatte und auch sie schloss ihre Finger um seine Hand, lehnte sich sachte an ihn, schloss sogar kurz ihre Augen, ehe sie sich wieder ein klein wenig von ihm entfernte um ihn nicht zu sehr zu bedrängen. Sie wusste, dass Kenji so etwas nicht wirklich leiden konnte, sie selbst liebte ihren Freiraum ja genauso, wenn sie auch ziemlich an ihrem Partner hing. Sie lauschte seinen Worten und sie legte ihre andere Hand an seinen Arm, um ihn nun doch ein wenig mehr bei sich zu halten, sich ein wenig mehr Nähe zu holen - und um gleichzeitig den Eindruck eines vollkommen normalen Pärchens für die Umwelt zu vermitteln.
"Als würde ich etwas vom Buffet anfassen ... als Adelsdame muss ich doch schließlich auf meine Figur achten und immer ein perfektes Bild ergeben ... und meinem Mann eine hübsche Frau sein. Was würden nur die anderen Frauen denken, wenn ich mich nicht perfekt verhalte?" sagte sie genauso leise wie er und sie folgte seinem Blick. Dieses kalte, mörderische Lächeln in Kombination mit seinem gezielten Blick und der dunklen Stimme - das erinnerte sie immer wieder an die Anfangszeit, als sie erst kürzlich mit Kenji zu reisen begonnen hatte, kurz nach ihrer Befreiung aus dem magischen Kristall. Sie folgte seinem Blick und seiner Führung, denn sie vertraute ihm, vertraute Kenjis Plan. Zwar waren ihre Worte leicht ironisch-sarkastisch und einen Hauch neckend, doch Kenji und auch sie wussten, dass sie auf einer Mission alles geben würde um sie nicht zu gefährden. Denn wenn sie eines nie wollte, war es Kenji in die Quere zu kommen. Allein aus körperlicher Sicht würde sie das mit bitterbösem Schmerz konfrontieren was es zu vermeiden galt. Noch dazu wollte sie ihren Partner nicht verärgern.

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Beitrag© By Kenji  Di Nov 07, 2017 11:04 pm

Es war amüsant wie Jayna auf ihr Aussehen einen Witz brachte. Kenji fand es so amüsant, das sein Grinsen sogar noch breiter wurde. "Pah wahrscheinlich sind die meisten, egal ob man oder Frau, dort eher aufgedunsene Quallen als alles andere. Ich würde sie am liebsten selbst alle platzen lassen… leider ist uns der Spaß nicht vergönnt. Man kann nicht alles haben meine hoch geschätzte Lady Ashfort."
Kenji war nicht der Typ, der ständig kuscheln musste. Sein Freiraum war ihm sehr wichtig. Aber er stand so kurz davor Informationen zu erlangen auf die er so lange gewartet hatte, da war er in Höchstlaune. Es war einer der seltenen Tage an denen er zugelassen hätte das sich Jay den ganzen Tag um seinen Körper krallt. Aber er wusste auch das dies wohl nie der Fall sein würde. Auch wenn sie ab und an in seinen Augen ziemlich albern war stand doch für ihn fest, sein Schützling war ein Profi. Ein seltenes Genie wie er selbst. Deswegen lies er sie unter anderem erst mit sich reisen. Zumindest Anfangs. Nun war es deutlich mehr als das. Er liebte sie und das wusste er. Und damit wusste er, dass sie seine größte Schwachstelle war, die er besonders verteidigen musste.
Nach einer Weile fanden sie ein sehr edles Restaurant am Markt. So pompös, das Kenji am liebsten den ganzen Laden in Brand gesteckt hätte und den Kellnern mit Hilfe der Kronleuchter verdeutlichen wollte was es wirklich heißt wenn einem der Himmel auf den Kopf fiel. Es dauerte schon ewig bis mal einer von diesen Arbeitsfaultieren auftauchte. In der Zeit musterte er jeden einzelnen im Restaurant und überlegte sich die passende Art zu sterben für die jeweilige Person. Ein makaberes Spiel was er gerne mal für sich machte. Als sein Blick Jayna traf lächelte er. Ihm kam nur ein Gedanke. Gar nicht.
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Beitrag© By Jayna  Di Nov 07, 2017 11:58 pm

"Aber, aber Lord Ashfort ... so könnt Ihr doch nicht über die anderen Gäste sprechen" meinte sie ironisch, doch ihr Lächeln strafte ihrer Worte Lügen. "Damals stand Fettleibigkeit in manchen Regionen für Wohlstand, Schlankheit für Schönheit oder galt als liebreizend und Gebrechlichkeit für ein leben in Armut und Arbeit ... doch inzwischen hat sich das ja um einiges geändert ... selbst der ärmste Schlucker kann heutzutage fett wie ein Walross sein" meinte sie und ja, sie verlor sich kurz in den Erinnerungen an damals ... zumindest an die, die sie noch hatte, litt sie doch selbst nach diesen drei Jahren noch immer an Amnesie. Amnesie, die sich in all der Zeit noch nicht gebessert hatte ... ein paar Fetzen ihres früheren Lebens waren in ihr Gedächtnis zurück gekommen ... doch jene szenengleichen Bilder ergaben für die junge Magierin hier und dort einfach keinen Sinn oder sie wusste nicht, wer die Personen in diesem schemenhaften Bildern waren.
Es nagte schon an ihr, dass sie sich nicht daran erinnern konnte, was damals alles genau passiert war. Denn sie spürte dass sie etwas wichtiges vergessen hatte ... dass sie etwas verloren hatte, das ihr gleichzeitig ein Stück von Stärke nahm. Doch was genau es war, das konnte Jayna beim besten Willen nicht greifen. Es war wie ein flüchtiger Gedanke ... wollte man ihn fassen, verflog er sofort wieder und das machte sie hier und dort beinahe wahnsinnig. Doch zum Glück gab es ja Kenji, der sich ihrer angenommen hatte, der ihr diese noch so fremde Welt erklärte und ihr half sich in dieser auch zurecht zu finden. Jemand, dem sie nicht von der Seite weichen wollte und auch nicht konnte - sie liebte diesen Mann immerhin, sie brauchte ihn, da war es in ihren Augen absurd ihn einfach so überstürzt zu verlassen.
Ihr Blick wanderte zu ihm und ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen, ehe sie wieder geradeaus sah und seine Hand sachte drückte. "Denk nicht wieder daran, was deine größte Schwäche ist ..." meinte sie und drückte seine Hand noch einmal. Sie wusste, dass sie seine womöglich größte Schwäche war, denn anders herum war es genauso. Mit Familie oder Freunden konnte man Jay nicht drohen, die konnten unmöglich überlebt haben oder aber waren schon so alt, dass sie sie vermutlich schon vergessen hatten. Es war einfach für sie geworden, ihren Liebsten zu lesen, zu erahnen was er dachte oder fühlte ... drei Jahre konnte sie ihn schließlich schon beobachten, konnte erleben wie er auf verschiedene Situationen reagierte und agierte.
Im Restaurant angekommen war es für Jays Geschmack viel zu pompös und aufgetakelt. Dennoch setzte sie sich stumm mit Kenji an einen Tisch. Es dauerte ewig bis überhaupt einmal ein schlecht gelaunter, hochnäsiger Kellner kam und Jay konnte es einfach nicht lassen ... sie ließ einen Kellner über einen Schatten stolpern, sodass dieser kurz strauchelte - allerdings nicht zu Boden stürzte. Ein inszenierter Zufall. Als sie Kenjis Blick auf sich ruhen spürte sah sie ihn an und zog eine Augenbraue nach oben, gab ihm einen teils strafenden, teils amüsierten Blick. Sie konnte erahnen was er dachte ... sie kannte seine gedanklichen Spielchen, wen er wie töten würde.

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Beitrag© By Kenji  Mi Nov 08, 2017 9:15 am

Kenji war nicht beeindruckt darüber das Jay seine Gedanken soweit nachvollziehen konnte. Es war umgekehrt kein Unterschied. So wusste Kenji ganz genau wer den unhöflichen Kellner zu Fall brachte und "in den Schatten" die Fäden zog. Er drehte sich wohl als einziger im Raum nicht erschrocken in die Richtung des Kellners. Stattdessen sagte er ruhig und mit ausdrucksloser Mine "Du Sadistin… " Da Jay Kenji kannte, konnte sie sich wahrscheinlich auch denken, dass diese Worte aus seinem Mund ein Kompliment waren. Das einzige was er sich noch mehr gewünscht hätte, wäre, dass sie den schlechteren Geschirrwagen mit ihren Schatten erdrosselt. Aber das würde wohl zu viel Aufsehen erregen. Deswegen hasste Kenji die Öffentlichkeit. Er zeltet persönlich lieber.
Nach dem Essen, bei dem der Licht Magier nicht mal verstand warum es so teuer war, und dem bezahlen einer Rechnung über die sich ein Auftraggeber später noch freuen durfte, war es Zeit sich zum Hotel zu begeben und sich umzuziehen.
Es war schon dunkel und kühler draußen geworden. Im Normalfall würde Kenji Jay nicht so umsorgen. Aber sie mussten wie ein normales Paar wirken, weshalb er ihr seine Jacke reichte. Da niemand in Hörweite war konnte er ihr genau so gut jetzt schon den Plan erklären, dennoch im Flüsterton. "Also kleines Füchschen dann will ich dir mal den Ablauf erklären. Sobald wir auf der Feier sind suchen wir den Professor. Wenn wir ihn haben trennst du ihn von der Herde und beschäftigst ihn für ein paar Minuten. Dir fällt schon was ein. Ich … würze in der Zeit das Buffer nach und stoße dann zu dir. Nach unserem kleinen Plausch entledigen wir uns seiner mit einem Stück Kuchen und setzen das Gebäude in Brand. Und verschwinden in die dunkle Gasse hinter dem Haus. Da Crocus Gassen wundervoll verwinkelt sind tauchen wir erst am anderen Ende der Stadt wieder wirklich auf. Kaum hatte er fertig gesprochen waren sie auch schon über das Kopfsteinpflaster am Hotel angekommen, dass vom Licht der Laternen beleuchtet wurde.
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Beitrag© By Jayna  Mi Nov 08, 2017 12:47 pm

Als er sie als Sadistin bezeichnete umspielte ein freches Lächeln ihre Lippen. "Waas?
Ich doch nicht ... ich weiß überhaupt nicht, wie du darauf kommst~"
meinte sie und nach einer weiteren Weile kam endlich das Essen, welches zwar gut aber dennoch viel zu überteuert war. Aber schön und gut, der Auftraggeber hatte schließlich gesagt, dass er alle Kosten übernehmen würde, die die beiden für die Mission aufbringen mussten. Und wenn er sich beschwerte, wurde eben auch er vom Antlitz der Welt getilgt, nachdem sie die Belohnung eingeheimst hatten.
Schließlich verließen sie das Restaurant, kehrten in das gemeinsame Hotelzimmer zurück und machten sich fertig. Ein wenig MakeUp legte Jayna auch an, war doch das reizbare Äußere einer Frau eine perfekte Möglichkeit, einen Mann für eine Weile ab zu lenken oder ihn gar von der Masse ab zu sondern. Sie ließ sich von Kenji die Jacke um die Schultern legen, ehe sie sich bei ihm einhakte und seinem Plan lauschte. An und für sich klang sein Plan perfekt ... immerhin besaß Jay genug Charisma um Menschen in ihrer Umgebung zu beeinflussen ... da dürfte sie mit dem Professor auf kurz oder lang leichtes Spiel haben .. und zur Not konnte sie ihren wohl besten Freund - die Schatten - zu Hilfe ziehen.
"Solltest du den Professor vor mir entdecken, legst du mir als Signal den Arm um die Schultern und siehst kurz in seine Richtung. Dann werde ich noch einen kleinen Augenblick warten, ehe ich ihn in ein Gespräch verwickle" sagte sie ebenso leise wie er, ehe sie auch schon die Feierlichkeit betraten. Sofort wurde ihnen etwas zu Trinken angeboten, doch Jay lehnte mit dem leichten Heben ihrer freien Hand ab - sie wollte keinen Alkohol oder generell nichts von der Feierlichkeit zu sich nehmen. Es galt sich auf das Ziel der Mission zu fokussieren und das war die Menge zu beobachten, mit ihr zu interagieren um schließlich die Zielperson ausfindig zu machen und sie in die Falle zu locken. Sie blieb in Kenjis Nähe, mimte eine wohl erzogene Adelsdame, doch so heiter sie gerade mit einer anderen Frau über Mode und das Kleid der jeweils anderen plauderte, so kalt und berechnend war ihr Verstand, gespitzt ihre Sinne. Und schließlich konnte sie mehr durch Zufall den Professor ausmachen - wobei ihr hier das Schnatterweib eine große Hilfe war, deutete sie doch auf den Mann und sagte, dass es der von Jay und Kenji gesuchte Professor war.
Sie drückte Kenjis Arm mit der Hand, mit der sie sich bei ihm eingehakt hatte und ließ ihre Augen kurz zu dem Professor schnellen. "Liebling, wärst du so lieb und würdest mir etwas zu trinken holen?" fragte sie zuckersüß. Eine perfekte Gelegenheit um zum Buffet zu gelangen, streiften doch gerade keine Kellner mit ihren silbernen Tabletts herum. Sie wandte sich indes wieder der Adelsfrau zu, die ihr gerade vor schlug doch ein paar Worte mit dem Professor zu wechseln - innerlich hatte Jay ein diabolisches Lächeln auf den Lippen, während sie äußerlich eine begeisterte fröhliche Reaktion lieferte. So ging sie mit der anderen Adelsdame zum Professor und begann ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Es würde nicht lange dauern, bis sie ihn von der Herde getrennt hatte - indem sie ihm vorschlug sich weiter auf dem Balkon zu unterhalten, da es dort ruhiger und angenehmer von der Temperatur her wäre. Und wer sagte schon gern nein zu ein bisschen frischer Luft nach dem Aufenthalt in einem stickigen Ballsaal? Richtig, niemand.

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Beitrag© By Kenji  Do Nov 09, 2017 9:58 pm

Tja das war halt Jayna. Stets der kühle und berechnende Profi. Es würde zwar schon keinem Auffallen, aber er bevorzugte es seine Rolle so glaubhaft wie es ging zu spielen. So nahm er das Getränk am Eingang an und trank es genüsslich, währen er mit er sich ein Bild vom Gelände machte. Bald schon wurde er in ein Gespräch mit einem Architekten verwickelt. Und bei allen Göttern Kenji hatte noch nie eine so nervtötend langweilige Ausführung, wie die des Selbsternannten Profis, über Mauern erdulden müssen.
Beinahe hätte er erleichtert geseufzt als Jay ihm das Zeichen gab. Er blickte kurz aus den Augenwinkeln in Richtung des Professors. Dann wandte er sich freudig lächelnd an seinen Peiniger. "Verzeihen sie mein Herr. Aber eine hübsche Frau lässt man lieber nicht warten. Entschuldigen sie mich." Mit rollenden Augen machte sich Kenji zum Buffet auf. Ein Glück war die Auswahl nicht so groß. Bevor er alles vergiftete schnitt er ein Stück Kuchen ab und nahm es mit, nachdem die dunkle Tat begangen war, ohne das es jemand merkte. Es war beeindruckend wie eine kleine Ampulle reichte um mehr als 40 Menschen zu töten.
Er beeilte sich sofort auf den Balkon. [color:ba8a=0066ff]"Guten Abend Herr Professor. Ich sehe sie haben meine bessere Hälfte entführt." Der betagte Professor lächelte freundlich. In seinen Augen stand Sanftmut und Güte eines alten Mannes. Kenji hätte kotzen können. Der betagte Herr lachte und strich sich den Bart. "Herr Ashford. Es ist mir eine Freude sie kennen zu lernen. Sie können sich wirklich glücklich schätzen eine so entzückende Frau zu haben. Sie ist wirklich ein seltenes Juwel." Kenji lächelte, nur leicht teuflisch und nickte bestimmt. [color:ba8a=0066ff]"Ihr habt keine Ahnung wie recht ihr habt. Hier Professor, ein Stück Kuchen. Ihr habt heute Abend doch noch nichts gegessen." Der Professor nickte dankend. Nach einem Moment hatte er ein bissen vom Kuchen genommen. Nun war alles bereit für den Bluff.
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