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 Kleiner Park

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Silent Breeze
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Beitrag© By Fynn  Sa Jul 15, 2017 5:13 pm

Der kleine Park in Onibas, bei Nacht. Draußen herrschte die Dunkelheit vor, lediglich ein paar müde Lichtstrahlen der Laternen an Wegesrändern, die im Abstand einiger Meter voneinander platziert waren, konnten dem Dunkel Einhalt gebieten. Die Totenstille, die im Park nach Einbruch der Dunkelheit eingetreten war, wurde von schnellen Schritten unterbrochen. Zunächst hechteten sie über die Kieswege, bevor es nun über die Wiese hinüber in den Wald-Teil des Parks gehen sollte. Doch plötzlich hielten die Schritte an. Hektisches Ein- und Ausatmen. Als sei gerade jemand einen Marathon gelaufen. Eine Gestalt, nahezu komplett in schwarz gehüllt, lehnte sich gegen einen Baum am Waldrand. Ein schneller Kontrollblick über die Schulter hinter sich auf die Wiese, um festzustellen, ob der Mann denn noch verfolgt wurde... Nein, die Luft war wohl rein.
"Ich weiß, dass du hier bist."
Verdammt! Wie konnte er ihm bis hierher gefolgt sein?! Es war doch unmöglich, dass er sehen konnte, wo er hin verschwunden war! Aber nein, keine Zeit, sich aufzuregen. Er musste sich still verhalten. Wenn er weder einen Laut von sich gab noch zu sehen war, würde der junge Magier die Verfolgung ja vielleicht aufgeben. Bei einer direkten Konfrontation, in einem Kampf mit ihm, standen seine Chancen eher schlecht, vor allem, da er nun so erschöpft war. Das wusste er ganz genau. Aber hey, es war stockdunkel, nur der Mondschein schien zwischen den Baumkronen matt hindurch und die Laternen waren auch mittlerweile weit genug entfernt. Es war unmöglich, dass er ihn hier fand und zu seinem Glück war die Stimme des jungen Kerls ja noch weit weg.
"Du musst dich gar nicht erst auf dem Spielplatz verstecken. Außer, du willst noch ein letztes Mal vor deiner Festnahme schaukeln gehen."
Besagter junger Magier hörte auf den Namen Fynn. Fynn Campbell. Aufträge ging er für gewöhnlich eher seltener nachts an, aber er bekam den Hinweis, dass sich der Kriminelle, nach dem er suchte, um diese Zeit oftmals in dieser Gegend aufhielt. Nun war der dunkle Magier in Richtung Park geflohen, komplett außer Puste, in der Hoffnung, dort nicht mehr gefunden zu werden, doch wusste er nicht von Fynns etwas überdurchschnittlich ausgeprägter Fähigkeit, andere Menschen aufzuspüren. Die Dunkelheit war da eher weniger ein Störfaktor. Noch war es die Entfernung, die den jungen Mann zwar von der sofortigen Aufspürung des Kriminellen abhielt, ihn jedoch keinesfalls aufgeben ließ.
Auf dem Spielplatz war er aber komischerweise nicht aufzufinden. Nun, eigentlich logisch. Wäre Fynn ein Verbrecher, hätte er sich auch eher im anliegenden Wald versteckt und dort gehofft Zuflucht zu finden. Etwas Muffensausen hatte er ja schon. So allein mit einem kriminellen Magier bei Dunkelheit in einem dichten Wald, es schien gefährlich. Aber er war bereit! Er schaffte das schon.
Natürlich lief er nicht komplett offen über die Wiese, um sich anzuschleichen, er nahm einen Weg außen herum, wo der Kriminelle ihn vermutlich nicht sehen würde. Die Augen geöffnet begannen die Pupillen blau aufzuleuchten, Fynn untersuchte seine Umgebung auf Auren. "Bingo.", murmelte er leise vor sich hin, als er die Aura eines weiteren Menschen am Waldrand orten konnte. Das war er. Keinen Laut von sich gebend schlich Fynn sich an, fast angekommen, schon erkannte ihn der Kriminelle. "VERDAMMT!", rief er laut aus und rannte, nun, da er wieder Atemluft sammeln konnte, weiter in den Wald hinein. Irgendwo musste er ja ein Versteck finden!
Fynn seufzte lediglich angestrengt. "Du zögerst nur das Unausweichliche hinaus. Du kannst nicht ewig vor dem Gesetz davon laufen!" Er nahm die Verfolgung auf, zwischen den Bäumen hindurch, allerdings nicht exakt hinter ihm her, er suchte eine Möglichkeit, dem Verbrecher den Weg abzuschneiden. Dieser unterdessen lief immer weiter drauf los, hinter sich schauend, um zu kontrollieren, ob er noch verfolgt wurde. Nein, offenbar war Fynn nicht mehr hinter ihm her! Wurde aber auch Ze-
RUMMS!
Autsch. Eine Sekunde nicht nach vorne gesehen, bemerkte der Kriminelle nicht, dass er inzwischen auf eine Art Waldlichtung gekommen war und dort auf eine steinerne Mauer stieß. Unsanft. Schnell. Wie bereits gesagt: Autsch. Offenbar endete der Park jenseits dieser Mauer, es ergab wohl Sinn, dass sie dort ihren Platz hatte. Aber... Autsch! "Silent Breeze: Martial Aura.", tönte es im nächsten Moment hinter ihm. Verdammter Mist. Er war auf dem Boden gelandet, gerade dabei sich aufzurichten, schon wurde er eingeholt. Hatte Fynn die Verfolgung nicht schon aufgegeben?! Außerdem.. Seine Fäuste brannten blau, die Farbe erleuchtete die Umgebung, es sah aus nach einer Art Zauber, der jeden Moment losschießen könnte. Nicht gut.
"Dexter, hier und jetzt ist es zu Ende. Du bist verhaftet.", sprach Fynn ruhig und richtete die in blauem Feuer brennenden Fäuste auf, bereit, jeden Moment loszuspringen und zuzuschlagen, sollte Dexter versuchen davon zu rennen. Verdammt. Das nannte der Kriminelle mal in die Ecke gedrängt werden..."GAR NICHTS KÖNNT IHR MIR NACHWEISEN!", rief er laut. Das konnte doch nicht sein, dass er von so jemandem tatsächlich gefangen wurde, oder?! Jedenfalls... Wenn sich noch jemand da draußen im Park herumtrieb, wurde er wohl spätestens jetzt auf die Szene zwischen den beiden aufmerksam.
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Beitrag© By Alucard  Sa Jul 15, 2017 7:11 pm

Onibas. Was für 'ne Stadt von Luschen. Komische Leute. Schnösel in den Häusern und vermutlich auch in der Gilde. Zugegeben, die Bars waren nicht schlecht. Und nachts sah die Stadt doch ganz angenehm aus. Vermutlich weil man diese dann schlechter sehen konnte.
Alucard strich schon seit einer Weile durch die halb beleuchteten Straßen der Stadt, während sein Schatten sich hinter ihm her zog. Ob er gut gelaunt war? Nicht wirklich. Ob er zuvor getrunken hatte? Vielleicht ein wenig.
In die meisten Städten konnte er sich nur Nachts trauen, schließlich waren die meisten Leute nicht zwingend Freunde von dem "Seelenschnitter", von dem in den Zeitungen berichtet wurde. Ausgesucht hatte er sich den Namen jedoch nicht. Er hatte mittlerweile schon Steckbriefe mit dem Spitznamen darauf gesehen. Vermutlich die Folge von den jüngsten Übergriffen, bei denen die Schießbudenfiguren des Magischen Rates beteiligt waren. Allerdings war Alucard nicht hier um über irgendwelche Ereignisse nachzudenken.
Nein, der junge Magier war auf der Jagd...ja, in einer Stadt. Aber nicht auf Schnäppchen-Jagd. Sein Ziel war ein Mensch. Ein dunkler Magier um genau zu sein. Vor ungefähr einer Stunde dachte er, dass er ihn hatte, doch plötzlich rannte der Gnom weg, als hätte er einen Geist gesehen. Dexter war der Name des Magiers. Gesucht für einige Verbrechen. Primär Diebstahl. Aber die Tatsache, dass er auf seinen Raubzügen Unschuldige bedrohte machte ihn für den Schwertträger überhaupt erst interessant.
Gab allerdings keinen Grund sich noch groß Gedanken über ihn zu machen. Alucard hatte ihn verloren. Eine solche Peinlichkeit war ihm bestimmt seit einem Jahr nicht mehr passiert. Nur deswegen genehmigte er sich nach einer langen und erfolglosen Suche einen kleinen Drink in der Bar und schlenderte nun ziellos durch die Straßen der Stadt, bis er endlich an seinem Ziel war. Dem...Park? Huh...er musste ganz schön weit gelaufen sein in der kurzen Zeit. Etwas verwirrt sah sich der Schwarzhaarige um. Eigentlich dachte er, der Park wäre im Norden der Stadt. Er wollte eigentlich Richtung Süden um aus der Stadt raus zu kommen. Schließlich vermutete er, dass sich Dexter bei Sonnenaufgang nicht mehr in der Stadt aufhalten würde.
Orientierung war nicht gerade Alucards Stärke. Aber darüber schwieg er lieber. Kurzerhand nahm er es als Einladung an und lief locker in den Park. Das überdimensionale Schwert in der Hand und auf eine Schutler gelehnt. Es wäre viel zu groß um es an seinem Outfit zu befestigen.
Der Park hatte verschiedene Dinge zu betrachten. Einen kleinen Fluss, eine Picknick-Wiese und sogar einen Spielplatz über den zwei Männer im Schutz der Nacht rannten.
...Moment, was? Das konnte nicht sein. Plötzlich hörte er, wie der Eine dem Anderen etwas nachrief.
Du musst dich...auf dem Spielplatz verstecken. Außer du willst...noch Schaukeln gehen!"
Waren das etwa Kinder...? Nein, dafür waren sie definitiv zu groß. Ohnehin war es viel zu spät, als dass um diese Uhrzeit noch Kinder im Park waren.
Als Alucard dann doch etwas genauer Hinsah, als die beiden Richtung Wald abdüsten, konnte er seinen Augen kaum glauben. Das war doch der Kerl, den er die ganze Zeit gesucht hatte! Was machte der Idiot denn noch hier?!
Und der andere Kerl musste sein Komplize sein oder so etwas. Vielleicht waren die Typen ja "Junggebliebene". Nur...etwas zu jung, wenn sie noch auf dem Spielplatz Fangen spielen wollten. Aber das konnte ihm egal sein! Nun hieß es nicht weiter nachdenken sondern den Typen hinterher, bevor sie hinter der Mauer am Ende des Parkes verschwanden.
Ohne groß zu überlegen nahm der gildenlose Magier die Verfolgung auf. Allerdings nicht auf direktem Wege. Nein, den beiden so zu folgen wäre idiotisch, da würden sie ihn ja direkt bemerken. Er steuerte geradewegs auf die Parkmauer zu, als er in den Wald rannte.
Mittlerweile hatte er genug Erfahrung darin gesammelt, wie man Verbrecher am Besten fasste. Doch als er durch den Wald rannte ohne halt zu machen, fiel ihm etwas merkwürdiges auf. Ein schwaches, blaues Leuchten drang durch den Wald. Das konnte unmöglich Dexter sein. Etwas war komisch an diesem zweiten Mann. Falls dieses Leuchten tatsächlich von ihm kam, nahm er eine andere Route als Dexter. Was das zu bedeuten hatte? Darüber konnte er sich auch später Gedanken machen, wenn er die beiden platt gemacht hatte.
Es verging kaum Zeit bis Alucard die Grenze erreicht hatte. Mit einem eleganten Satz sprang er gegen den Stamm eines Baumes und drücke sich von diesem wieder ab um oben auf der Mauer zu landen.
Nun musste er nur noch diese entlang laufen, bis er dann bei den beiden ankam.
Angekommen sah er nur wie Dexter sich wieder aufrichtete und dem anderen Kerl gegenüber stand, dessen Hände blau leuchteten.
Eine Sekunde...hatte er gerade "verhaftet" gesagt? Was glaubte dieser Kerl, was er denn da tat? Im Alleingang einen Verbrecher schnappen.
Dexter schrie den anderen Mann förmlich an, als er plötzlich ein Geräusch hinter sich wahr nahm. Der Verbrecher blickte schockiert zurück, als ihn plötzlich die Schwertscheide gegen die Schläfe gedonnert wurde. Der Schlag war derartig stark, dass der Dunkle Magier sofort zu Boden fiel und grässliche Kopfschmerzen hatte. Diese verschwanden aber genauso schnell wieder, wie sie gekommen waren, als er plötzlich eine Klinge vor der Nase hatte. Innerhalb von kaum zwei Sekunden hatte Alucard ihn vor sich liegen.
Immerhin war er ein Profi.
"Game over, Dreckster.", sprach er mit geradezu angst-einflößend ruhiger Stimme, welche sogar die Tatsache verdeckte, dass er den Namen seines Ziels falsch ausgesprochen hatte.
Wer der andere Typ war wusste Alucard zwar noch immer nicht, aber das konnte ihm jetzt auch egal sein.
Mit beeindruckender und kaltblütiger Gelassenheit zog der "Soul Reaper" seine Schwert etwas zurück, nur um im darauf folgenden Moment genügend Kraft zu haben um die Kehle seines Opfers zu durchstoßen. Während sich die Klinge auf sein Opfer zubewegte, verschenkte der Schwarzhaarige noch einen letzten Gedanken an dieses.
Adiós, mein Freund...hab dich kaum gekannt.
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Beitrag© By Fynn  So Jul 16, 2017 6:20 pm

So dicht dran am Ziel seines Auftrags und doch kam schon wieder was, was Fynn die Tour vermasseln wollte. Im selben Moment, in dem Dexter begann zu schreien, begann der junge Magier zu realisieren, dass die beiden nicht allein waren. Nein, hier irgendwo war noch eine Präsenz, sogar recht nah.. Da er sich aber gerade nicht so recht darauf konzentrierte, konnte er nicht genau ausmachen, von wo diese Aura kam, ehe sie sich im nächsten Moment auch schon erkenntlich machte. Zack! Die Schwertscheide knallte gegen Dexters Kopf und sandte ihn zu Boden, als Fynn realisierte, was er da eben gesehen hatte. Offensichtlich keine Bedrohung für ihn, da derjenige es wohl auch auf Dexter abgesehen hatte. Außerdem brachte ihn das "Dreckster"-Wortspiel kurz zum Schmunzeln. So verkehrt war der Typ vermutlich nicht, zunächst konnte Fynn in einer kurzen Analyse seiner Aura auch keine bösartigen Absichten erkennen.
Was darauf geschah, war dann aber weniger witzig. Was plante der Fremde da gerade zu tun? Die Bewaffnung, das Schwert war Fynn zwar eben schon aufgefallen und offenbar schien das Schwert kein ganz Gewöhnliches zu sein, aber... Was tat er da? Wollte er Dexter.. Umbringen? Wirklich so.. Ernsthaft die Kehle durchstoßen? Kurz stand Fynn vollkommen perplex da, ehe er seinen Geist wachrüttelte. Nein, das konnte er nicht zulassen! Klar, es handelte sich um einen Kriminellen, aber deswegen hatte er doch noch lange nicht den Tod verdient! Es war ein Taschendieb! Die Festnahme war für Fynn die einzige Option und da man einen Leichnam eher nicht ins Gefängnis warf, war das Einschreiten des jungen Magiers wohl gefragt!
Per gezieltem Handkantenschlag von der Seite gelang es dem jungen Mann, die Klinge ein Stück weit abzulenken und den Stich des Fremden somit im Erdboden statt in der Kehle Dexters landen zu lassen. "Ey, du kannst ihn doch nicht einfach töten!", rief Fynn entsetzt aus. "Klar, er hat Böses getan, aber.. Die Chance darauf, sich hinter Gittern zu bessern, sollte jeder haben!" Genau deswegen bestand er auch darauf, Verbrecher festzunehmen statt zu töten, weil der Tod eine Strafe, härter als jede andere, war, die niemand verdient hatte. "Tot oder lebendig" auf Steckbriefen bedeutete für ihn somit eigentlich immer, es auf die "lebendig"-Tour zu versuchen.
In dem Moment, in dem Fynn das sagte, klang sein Zauber Martial Aura auch schon wieder ab, die Fäuste brannten nun nicht mehr in blauem Feuer und die Dunkelheit begann in der Umgebung wieder mehr zu dominieren. "Wir nehmen ihn einfach nur fest, das ist mein Auftrag.", erklärte er dem Fremden daraufhin sachlich, während er ihn (einschließlich seiner Aura) ein wenig prüfend musterte, seine Pupillen begannen dabei wieder kurz leicht bläulich aufzuleuchten. "Weswegen bist du überhaupt hinter Dexter her, wenn ich mir die Frage erlauben darf? Persönliche Angelegenheit oder auch ein Auftrag?"
Während er die Frage stellte, richtete er weiterhin ein prüfendes Auge auf Dexter am Boden, um sicherzustellen, dass er nicht das Weite suchte. Dieser atmete nur schwer durch und richtete einen total verängstigten Blick nach oben auf den Fremden, der ihm gerade noch die Kehle durchstechen wollte. "JA! Bitte.. Bitte hör auf ihn! S-steck die Klinge wieder ein!", gab er nur stotternd von sich. Dieser Typ war doch wahnsinnig! Da steckte man das ein oder andere Mal was ein, was einem nicht gehörte und direkt hatte man die Klinge im Hals?!
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Beitrag© By Alucard  So Jul 16, 2017 7:47 pm

Gerade als die Klinge hinab schnellte, ertönte plötzlich ein stumpfes Geräusch und die Schwertspitze bohrte sich in den Boden, knapp an Dexters Kehle vorbei. Daneben. Im letzten Augenblicke hatte der etwas jüngere Magier das Schwert von Alucard abgelenkt. Mit einer...blauen Hand? Während der Blick des Schwertkämpfers noch gezielt auf sein Opfer gerichtet war, meckerte ihn der Andere doch tatsächlich von der Seite an, während der Mann am Boden mit jedem Teil seines Körpers zitterte.
Der Kerl sprach irgendwas von hinter Gitter sperren. Langsam drehte Alucard seinen Kopf zu dem Kerl, der gerade eben seinen Angriff abgelenkt hatte. Die Augen vom Schatten bedeckt, der durch den Mützenschirm geworfen wurde. Der Typ...redete wirklich viel. Alucard war kein Fan vieler Worte. Er war ein Mann der Tat.
Hinter Gitter bringen? War das sein ernst? Der Wurm, der da am Boden lag, zog Unschuldige in seine Machenschaften hinein und für so was gab es keine Entschuldigung. Wenn auf einem Steckbrief "tot oder lebendig" stand, war lebendig für die Leute reserviert, die zu unrecht beschuldigt wurden. Ja, kleinere Verbrecher konnte man auch mal verschonen. Bei Dexter war dies zwar der Fall, aber die Tatsache, dass erst letzte Woche die Mutter eines Kindes durch diesen Kerl beinahe tödlich verletzt wurde, stellte ihn in ein anderes Licht. Somit spielte es keine Rolle. Und "tot" macht weniger Probleme.
"Tut mir leid, ich hab die Nachricht nicht bekommen, die besagt, dass du mir irgendwas vorzuschreiben hast...und kein Menschen ändert sich wirklich.", antwortete der Mützenträger mit ruhiger Stimme.
Während er sein Gegenüber so zu mustern begann, fielen ihm direkt einige Dinge auf. Der scheinbare Gutmensch war kleiner als Alucard. Seine Aktion gerade war bemerkenswert schnell, da nicht jeder in der Lage war einen Schwertstoß von solch kurzer Distanz zu parieren. Und dazu...hm?
Alucard bemerkte etwas in den Augen des jungen Mannes, während dieser ihm etwas von einem "Auftrag" erzählte.
Seine Augen...dieses Flackern...das ist kein normaler Magier...und wieso starrt er mich so an...?
Plötzlich ging Alucard ein Licht auf. Dieser Angriff von vorhin. Und jetzt dieses Leuchten. Es war wohl kein Fehler gewesen sich zuvor über Sabretooth zu informieren. Er hatte von einem Magier in der Gilde gehört, der in der Lage war Energien von Lebewesen wahr zu nehmen. Auren. Das musste dieser Leo Baskin sein. Doch hieß es nicht, dass Baskin kein sonderlich guter physischer Kämpfer wäre? Nein, dafür war die Parade von gerade eben zu gut ausgeführt. Seine Quellen waren vielleicht wohl nicht die Besten gewesen. Aber was sollte man schon von den Verbrechern erwarten, denen er Informationen unter Schmerzen entlocken wollte.
Die komplette Schlussfolgerung arbeitete Alucard binnen kürzester Zeit ab.
Bereit nun eine Antwort zu geben, die "Leo" wohl nicht gefallen würde.
"Jeder Auftrag ist auch eine persönliche Angelegenheit. Also steh nicht im Weg, Esoteriker.", antwortete er mit ernster Stimme.
Kurzerhand drehte Alucard das Schwer in seiner Hand etwas, sodass die Klinge nun in die Richtung des Auren-Magiers gerichtet war und so schnell er das Schwert gewendet hatte, zog dieses auch schon aus dem Boden und vollführte einen schnellen, nach oben gerichteten Hieb um den Kerl auf Abstand zu halten.
Hierbei bewegte sich das Schwert extrem knapp an Dexters Hals vorbei, Schnitt ihm aber eine Haarsträhne ab.
"Ahhh!! Oh mein Gohohooott! Bitte lass nicht zu, dass dieser Irre Geschnetzeltes aus mir macht!", schrie der Kriminelle mit einem leichten Ansatz von Tränen in den Augen. Dass Dexter wirklich Angst um sein Leben hatte, war nicht zu übersehen.
Kaum hatte der Soul Reaper sein Gegenüber zum Zurückweichen gezwungen, folgte auch schon der zweite Angriff. Mal sehen, wie gut die Reflexe von dem Kerl wirklich.
So schnell wie die Klinge sich nach oben bewegt hatte, folgte auch schon ein weiterer seitlicher Hieb. Selbstverständlich war Alucards Gegner bereits zu weit entfernt um von einem normalen Hieb getroffen werden zu können, aber er hatte ja auch Tricks auf Lager.
"Wind Knife!", sprach er leise vor sich hin.
Im nächsten Augenblick wurde die Luft von Alucard förmlich zerteilt und eine Schnittwelle flog frontal auf sein Ziel zu. Beim Einsatz dieses Zaubers leuchtete die Klinge des Schwertes kurz in einem gespenstischen grün auf. Eine schaurige Energie machte sich in der Waffe bemerkbar. Der gildenlose Magier hatte natürlich kein Interesse daran einen normalen Magier zu töten, doch er konnte es überhaupt nicht leiden, wenn man sich zwischen ihn und seine Zielperson stellte.
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Beitrag© By Fynn  Di Jul 18, 2017 5:28 pm

Vorschreiben. Ja. Fynn hatte doch auch Besseres zu tun, als Fremde herumzukommandieren! Dachte der Fremde hier etwa, ihm machte das Freude? Er war es doch, der Fynn hier in seine Arbeit eingriff! Der Gerechtigkeit nach müsste ja der entscheiden dürfen, der als erstes hier war, um den Verbrecher zu schnappen, aber.. Fynn war nicht so einer. Man konnte das ganze ja sicher klären wie zwei Erwachsene. Hoffte er zumindest. Wenn nicht, hatte er eventuell ein Problemchen.
"Hör mal, ich will dir ja nicht zu nahe treten.", entgegnete der Aura-Magier dann sachlich, "Aber... Menschen ändern sich sehr wohl. Permanent. Oder wärst du vor 10 Jahren auch schon dafür gewesen, ihm hier das Recht auf eine gerechte Strafe abzusprechen?"
Für einen kurzen Moment verschränkte der junge Mann die Arme und blickte sein Gegenüber abwartend an, dann richtete er sich an Dexter. "Oder er hier. Niemand wird kriminell geboren. Wer weiß, was für Motive er hatte, zu so etwas zu werden, eine Strafe verdient er jedenfalls gewiss. Aber den Tod?" Nein, das war ein Mittel für den absoluten Notfall. Man tötete maximal... Aus Notwehr, wenn es nicht anders ging, aber.. Nicht jeden dahergelaufenen Kriminellen. So funktionierte eine Gerechtigkeit in Fynns Augen nicht. Einfach, weil er sah, dass Verbrecher auch meistens kriminell wurden, weil ihnen in ihrer Vergangenheit auf irgendeine Art und Weise Unrecht widerfahren war. Das schützte sie nicht vor Strafe und machte ihre Taten nicht weniger verachtenswert, aber... Hatte nicht jeder eine zweite Chance verdient? Der junge Magier hatte das Gefühl, die Aufmerksamkeit des Fremden zu verlieren, wenn er zu viel um den heißen Brei herum redete, also versuchte er, sich auf die essentiellsten Punkte zu beschränken.
"Ich bin kein Fan vom Schwarz-Weiß-Denken, weißt du?", meinte er abschließend und sah dabei Alucard mit einem nahezu... Mitfühlenden Blick an, als wüsste er, was in seinem Gegenüber vorging. Wusste er zwar nicht wirklich, aber.. Fynn wusste, dass solch rationales Denken wie in diesem Fall nicht von ungefähr kam. Irgendetwas steckte da dahinter und Fynn interessierte es einfach, was es war. Die Notwendigkeit, den Fremden ein wenig zur Vernunft zu bringen, sah er gewissermaßen, da es wahrscheinlich nicht einfach sein würde, ihn dazu zu bewegen, Dexter zu verschonen.
"D-da-das ist d-doch mal ein Wort!!", rief Dexter aus, mittlerweile schon in Schweiß ausgebrochen. Er hatte schlichtweg Angst um sein Leben und Fynns Meinung gefiel ihm, ohne näher über den Inhalt nachzudenken, einfach sehr viel mehr, da die Meinung weitaus weniger... Mordlustig war. Das sagte ihm doch sehr zu!
Womit Fynn im ersten Augenblick jedoch nicht rechnete, war Folgendes, als der Schwertkämpfer schlichtweg entgegnete, jeder Auftrag sei eine persönliche Angelegenheit und der Aura-Magier solle aus dem Weg gehen. Den Schluss bekam der junge Mann kaum noch mit, da er mit einem Mal auf die Klinge in der Hand seines Gegenübers aufmerksam wurde, die er im Boden drehte. Oh nein. Er konnte ahnen, was jetzt kam. Mit blitzschneller Reaktionszeit machte Fynn sich bereit zum Absprung und vollführte einen Rückwärtssalto einige Meter nach hinten, um der Klinge auszuweichen, die nun fast ebenso schnell in seine Richtung raste. Glücklicherweise konnte er dank seiner Reaktionszeit und Schnelligkeit noch rechtzeitig ausweichen und war nun etwas auf Distanz zu dem Fremden und Dexter, dessen Angst um sein Leben sich immer mehr vergrößerte.
"Wow, wow, wow! Ganz ruhig, ganz ruhig!", meinte Fynn nur perplex, der nicht direkt damit gerechnet hatte, sofort angegriffen zu werden, als er versuchte, ein paar Worte der Vernunft zu sprechen. Schlichtende Worte sollten noch mehr aus dem Mund des jungen Magiers kommen, allerdings noch nicht sofort, da der Schwertkämpfer es bei dem einen Hieb nicht belassen konnte. Direkt schickte er einen Zauber hinterher, der erste Beweis, dass es sich hier nicht um einen gewöhnlichen Schwertkämpfer handelte. Hatte er es doch gleich gewusst!
Wind Knife. Eine Schnittwelle raste auf den Aura-Magier zu, der im selben Moment zwischen seinen Händen blitzschnell eine Kugel aus Aura-Energie formte. "Silent Breeze..." Begann er leise zu murmeln, ehe er die Hände schnell nach vorne streckte und die Kugel mit einer beinahe ebenso hohen Geschwindigkeit nach vorne schickte. "... Aura Sphere!!"
Bei der nicht zu vermeidenden Kollision der Schnittwelle und der Kugel, da Fynn die Aurasphäre in exakt die Richtung schickte, entstand eine kleinere Explosion, bei der sich die Geschosse gegenseitig auflösten. Das Ziel des Aura-Magiers war somit wohl erreicht, mehr als sich zu verteidigen hatte er nicht vor. Schließlich wollte er die Sache hier ja schlichten. Für einen kurzen Moment atmete er durch, zur Erholung von dem kleinen Schock, dann richtete er das Wort wieder an den Attackierenden. "Hör mir zu, ich habe keine Lust, das hier mit Gewalt auszutragen, ich bin sicher, wir können das lösen wie zwei erwachsene Männer. Okay?" Erneut atmete er einmal tief ein und wieder aus. Ironischerweise war der, der den größten Anteil am Schwierigkeitsgrad dieses Auftrages zu verantworten hatte, nicht einmal mehr Dexter selbst. "Da steckt doch mehr dahinter, nicht wahr?", fragte er dann wieder mit ruhigerer Stimme, in dem Versuch, sein Gegenüber wieder zur Vernunft zu besinnen. "Du gehst doch sicher nicht mit jedem Taschendieb so um. Was macht Dexter für dich besonders, dass er den Tod verdient hat?" Nein, er kannte ihn hier zwar nicht, an die richtige Herangehensweise musste er sich wohl noch etwas herantasten, aber einen Versuch, seine Gedankengänge nachzuvollziehen, konnte Fynn ja starten. Der Fremde hier schien ihm nämlich nicht unbedingt wie jemand, der aus purer Willkür handelte. Da war eindeutig mehr dahinter, er wusste es irgendwie einfach!
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Beitrag© By Alucard  Mi Jul 19, 2017 10:51 am

Alucard fühlte sich plötzlich wie im falschen Film. Er war kurz davor Dexter fertig zu machen und was tat dieser Kerl? Er hielt ihm einen Vortrag! Man hätte annehmen können, dass man sich das heutzutage wirklich sparen könnte. Da wollte ihm dieser Kerl doch wirklich noch eine Predigt halten. Dass der Kerl daraufhin auch noch seinen Angriff abwehrte, machte es nicht besser.
Kaum hatte Alucard seinen Zauber losgeschickt, schoss sein Gegenüber bereits eine Energiekugel darauf, wodurch sich die Attacken neutralisierten.
Normalerweise hätte er die Explosionswolke genutzt um zum nächsten Angriff anzusetzen, aber den Überraschungseffekt konnte er sich wohl abschminken. Schließlich konnte dieser Baskin seine Präsenz bereits im Vorfeld fühlen.
Was für eine nervige Fähigkeit. Aber scheinbar wollte dieser Kerl ja sowieso nur reden.
Alucard lies sein Schwert langsam sinken und setzte einen ernsten Blick auf.
"Vielleicht sind einige Menschen komplexer, als sie auf den ersten Blick scheinen. Doch sobald die Einstellung im Kern eines Menschen feststeht, kommt selbiger von dieser Einstellung nicht mehr ab.", erwiderte er mit starker Stimme.
Während seiner Argumentation war es Alucard nicht entgangen, dass sich Dexter am Boden davonschleichen wollte. Oder eher "davonkriechen" wollte. Kurzerhand stieß er, ohne wirklich hinzusehen, sein Schwert neben sich in den Boden, wodurch dieses direkt vor Dexters Nase herab schoss. Dieser wich lediglich mit einem überraschend hohen Schrecklaut wieder zurück.
"Wenn du damit zufrieden bist, dass die Leute, die du hinter Gitter bringst, einfach mit ihrer Einstellung weitermachen können und vielleicht nicht einmal für lange in einer Zelle hocken, dann ist das deine Sache. Ich bevorzuge es, direkte einzugreifen und das Problem an der Wurzel zu bekämpfen und den ganzen Verbrechen da draußen zu zeigen, dass ihr Handeln wirkliche Folgen hat. Und weil du gefragt hast...vor 10 Jahren hätte ich dir nicht einmal geantwortet, sondern diesem Mistkerl gleich mein Schwert durch seine Brust gestoßen..."
Mittlerweile war in Alucards Tonfall bereits klar zu verstehen, dass er kein Gefallen daran fand, sich für seine Handlungen zu rechtfertigen.
Kurz rückte er seine Mütze mit der linken Hand zurecht.
"An deiner Stelle würde ich mir die Sache mit dem Schwarz-Weiß-Denken nicht vorhalten. Der Rat nimmt sich doch auch das Recht, andere Gilden als "dunkel" und "böse" einzustufen...ist das etwa kein Schwarz-Weiß-Denken? Im Endeffekt bestimmt doch immer irgendwer, was "richtig" und was "falsch" ist..."
Als er die Worte ausgesprochen hatte, weiteten sich plötzlich die Augen von Dexter.
"I-Ich...ich kenne dich...! Du bist dieser Verrückte, der nachts loszieht und Menschen wie ein Raubtier jagt! Auf dich ist selbst eine Belohnung ausgesetzt, weil du Verbrechern auch schon geholfen hast!", schrie der Kriminelle.
Die gerade noch so streitlustige Art verschwand jedoch sofort wieder, als der Soul Reaper seinem Ankläger einen bedrohlichen Blick zuwarf. In den Augen des Schwarzhaarigen spiegelte sich seine Kaltblütigkeit wider.
Dexter schluckte kurz schwer, woraufhin Alucard nur ein angestrengter Seufzer entwich. Ja, er war engstirnig, kühl und wirklich ernst. Primär, damit seine Opfer ihn fürchteten. Aber...manchmal war es einfach nur anstrengend. Wieso konnte er nicht einmal in Ruhe seinen Job machen...?
Er griff nun auf einen etwas gelasseneren Tonfall zurück.
"Pass mal auf...ich hab weder Zeit noch Lust hier mit dir ein Gespräch über Prinzipien und Vorstellungen zu führen. Mich wundert es nicht, dass du mein Handeln nicht verstehst. Dieser Mann ist für den Tod von Menschen verantwortlich. Nur weil er es nicht war, der die Person umgebracht hat, macht ihn nicht weniger schuldig. Auf der anderen Seite ist nicht jedes Missionsziel oder wandelnde Kopfgeld dies auch mit Recht. So etwas steht aber natürlich auf keinem Steckbrief.
Doch wie du bereits sagtest...lösen wir das wie zwei erwachsene Männer."

Alucard lies von seinem Schwert ab und lies es einfach im Boden stecken. Kurzerhand hob er seine Mütze an und kratzt sich mit geschlossenen Augen am Hinterkopf, während der Wind sanft wehte und die roten Bänder, die um den Schwertgriff gebunden waren, dazu brachte, sich gemütlich diesem tragen zu lassen. Er lies seinem Gegenüber sogar kurz Zeit, sich auszusprechen.
"Wenn du mir und meinen Prinzipien im Weg stehst, muss ich dich leider ruhig stellen."
Alucard war aufgefallen, dass der Fremde den Nahkampf mit ihm lieber meiden wollte. Schließlich ist es gefährlich sich ohne Waffe einem Schwert zu stellen.
Den Hut wieder aufgesetzt und blitzschnell das Schwert aus dem Boden gezogen. Das Tempo war bemerkenswert, als Alucard sich vom Boden abstieß, direkt auf seinen Gegner zu sprang und die Klinge sich auf diesen zu bewegte, bereit den Auren-Magier in zwei Hälften zu schneiden.
"Eraser Knife!!, schrie der Soul Reaper nur, als dieser seinen nächsten Zauber ausführte, welcher den Kampf endgültig beenden sollte.
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Beitrag© By Fynn  Fr Jul 21, 2017 6:59 pm

Fynn sah es schon, hier prallten zwei komplett unterschiedliche Prinzipien und Ideale aufeinander. Den Fremden von seiner Einstellung zu überzeugen war wohl ziemlich schwer bis hin zu unmöglich, also musste an diese Sache wohl irgendwie anders herangegangen werden. Einen Kompromiss zu finden würde vielleicht möglich sein, doch leicht werden würde es vermutlich nicht. Fürs Nachdenken war es auch nicht gerade förderlich, unter Beschuss zu stehen. Beziehungsweise... Wie nannte man das in dem Fall noch gleich, wenn man jeden Moment bei lebendigem Leib zerteilt werden könnte? Hmmm.
Während der Argumentation des Schwertkämpfers machte Fynn keine Anstalten, ihn zu unterbrechen oder in irgendeinem Punkt zu widersprechen, mit ernster, aber gelassener Miene lauschte er seinen Worten und ließ ihn geduldig ausreden. Bis auf den einen Moment, als Dexter sich versuchte davon zu stehlen - Aber das konnte der Fremde zum Glück ja noch rechtzeitig unterbinden. Puh, gerettet. Kurz zuckte der Aura-Magier jedoch erschrocken auf, da er Angst hatte, der würde Dexter nun die Lichter auspusten wollen, aber nein, das da war eher ein "Warnschuss". Zum Glück.
Am Ende der Argumentation holte Fynn Luft und wollte soeben etwas auf die Argumentation seines Gegenübers erwidern, da grätschte jedoch Dexter dazwischen, um etwas zu sagen, was den jungen Magier aufhorchen ließ. Kopfgeld war auf ihn hier ausgesetzt, weil er Verbrechern auch schon ausgeholfen hatte? Fynn verschränkte die Arme und beäugte die beiden misstrauisch, vor allem aber den Träger des zugegebenermaßen einschüchternd großen Schwertes. Also war seine Weste auch nicht ganz weiß? Das war ja interessant.. Darauf musste er in jedem Fall gleich wieder zurückkommen, doch... Bevor er etwas sagen konnte, richtete der Fremde wieder das Wort an ihn, dieses Mal in einem deutlich gelasseneren Tonfall, was schon mal ein gutes Zeichen war. Was er dann erzählte, war auch recht interessant, weil... Dexter war also schon für den Tod unschuldiger Menschen verantwortlich? Das warf wieder ein etwas anderes Licht auf die Sache. Nun konnte Fynn immerhin langsam den überdimensionierten Groll nachvollziehen, den der Fremde gegen Dexter hegte. Ein weiterer tiefer Seufzer entwich ihm. Nicht jedes wandelnde Missionsziel war es mit Recht, das war eindeutig wahr. Langsam konnte der Schwertkämpfer vermutlich schon sehen, was Fynn ihm zu sagen versuchte.
Erleichterung trat allerdings ein, als der Fremde sein Schwert in den Boden steckte und damit einverstanden zu sein schien, das ganze zu regeln wie Erwachsene. Erleichtertes Aufatmen. "Danke schön.", meinte Fynn nur kurz und war kurz in Gedanken, um sich zurechtzulegen, was er nun entgegnen sollte. Es gab Vieles, was er zur Einstellung seines Gegenübers beizutragen hatte, aber er wusste, dass dieses gleichzeitig nicht gewillt war, viel über Ideale zu diskutieren. Somit war es schwer, spontan auf eine gute Antwort zu kommen. In der Zeit jedoch schienen sich die Gedanken des Fremden wieder zu wandeln, denn so schnell, wie ein weiterer Satz, der Fynn nicht gefiel, seine Lippen verließ, hatte er schon wieder sein Schwert gezogen und plante, ihm mit einer weiteren Technik den Garaus zu machen.
"Eraser-WAS?", rief der junge Mann nur erschrocken aus. "Das ist doch jetzt nicht dein Ernst!" In zwei Hälften zerteilt zu werden störte bei solch einer Diskussion über Ideale natürlich enorm die Konzentration. Also blieb Fynn nichts Weiteres übrig, als erneut auf Abwehr zu gehen, um eben dieses Zerteilen zu verhindern. Dank seinen guten Reaktionszeiten und seiner Schnelligkeit schaffte er es gerade noch so, rechtzeitig zur Seite wegzuspringen, sodass das Schwert nur auf den Boden auftraf statt Fynn zu zerteilen. Der Hechtsprung zur Seite weg geschah recht schnell und wurde von einer kleinen Rolle gefolgt, als Fynn wieder auf dem Boden aufkam, wonach er auf den Knien wieder aufkam und sich recht schnell wieder aufrichtete.
"Du stehst meinen Prinzipien ebenso im Weg, aber du siehst mich nicht bei dem Versuch, dich zu zerteilen.", erwiderte Fynn dann angestrengt und atmete tief aus. Das war knapp. "Die Diskussion kann ich dir an der Stelle nicht ersparen. Worte sind die einzige Waffe, die ich vorhabe zu ziehen.", meinte er, während er sich kurz sorgsam den Staub abklopfte, den Blick jedoch über die Schulter auf den Fremden gerichtet. Im nächsten Moment drehte er sich um und machte sich bereit, auf einen weiteren Angriff zu reagieren, dem er auf die nähere Distanz vielleicht nicht mehr so einfach ausweichen konnte. "Ich bin sicher, deine Überzeugung hat auch ihren Hintergrund, bis zu einem gewissen Grad kann ich sie auch nachvollziehen. Doch.. Auch wenn Dexter Schlimmes getan hat, er ist selbst kein Mörder." Für einen kurzen Moment drehte er den Kopf zu Besagtem Kriminellen, um zu checken, ob er wieder versuchte sich davonzustehlen. "DU bleibst da, wo du bist.", knurrte er ihn an, worauf dieser aufschreckte und sofort unschuldig grinsend dort blieb, wo er war, wie befohlen. Wer konnte schon wissen, was dieser Verrückte anstellte, wenn Fynn ihn nicht mehr versuchte zurückzuhalten.
Den Kopf wieder zu dem Schwertkämpfer gedreht, richtete er seine Worte wieder an ihn. "Weißt du... Deine Weste ist außerdem auch sicher nicht ganz weiß, ungeachtet dessen, ob Dexter eben die Wahrheit über dich sagte. Du erlegst Schwerverbrecher, aber wie würde das jemand sehen, dem nicht bewusst ist, dass das Verbrecher waren, die du auf dem Gewissen hast? Siehst du... So etwas steht, wie du gesagt hast, in keinem Steckbrief. Auch nicht in deinem. Genau deswegen morde ich nicht und lasse das Gesetz entscheiden. Es mag nicht immer das Gerechteste sein, aber gerechter als ein Auge um Auge-Verfahren." Kurz sah er Alucard, dann wieder Dexter an, um wieder einen Seufzer entweichen zu lassen. Die Situation war wahrlich schwierig zu handhaben. So ruhig bleiben und nicht zurückschlagen... Das konnte an Fynns Stelle vermutlich nicht jeder. "Schau mal, wir bekämpfen uns schon gegenseitig, wo Dexter unser beider Gegner sein sollte. Wenn du ihn nicht umbringst, können wir uns zusammentun und ihn gemeinsam überführen. Wäre das nicht sinnvoller als zu riskieren, dass er entkommt?", schloss Fynn dann ab und sah sein Gegenüber abwartend an. Ob er wirklich richtig argumentiert hatte... Tja, das sah er wohl daran, ob er gleich wieder Schwerter oder Schnittwellen auf sich zufliegen sah.
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Beitrag© By Alucard  Fr Jul 21, 2017 10:29 pm

Der Schlag ging ins Leere, der Fremde hatte gerade noch die Chance ergriffen und war zur Seite gesprungen. Der Glückliche. Ein Treffer von Eraser Knife hätte ausgereicht und der Kerl wäre kein Problem mehr gewesen. Aber das konnte sich Alucard nun wohl abschmieren.
Der Schwarzhaarige sprang zur Seite und stand in wenigen Augenblicken bereits wieder. Alucard hätte vielleicht gleich zum nächsten Angriff ansetzen können, doch stattdessen stand er nur da, das Schwert vom gerade ausgeführten Hieb noch am Boden, den Blick stur auf den Magier gerichtet. Der Boden wurde, genau an der Stelle, an der das Schwert auftraf, fein säuberlich zerschnitten, die Folge war eine Kerbe, welche weniger nach einem brutalen Angriff aussah, als wie einen Einschnitt in Butter, nachdem man sein Messer hineingesteckt hatte.
Der Kerl war wirklich ein Pazifist. Er holte nicht zum Gegenschlag aus, sondern wollte weiterhin mit ihm reden. Entweder das oder sein Kampfstil war extrem defensiv ausgelegt. Aber da eine Taktik, die auf abwehren und ausweichen aufgebaut war, gegen ihn nicht zwingen funktionieren würde, sollte sein Gegner wohl mittlerweile erkannt haben. Dazu war sein Angriff am Anfang viel zu gezielt, als dass der Fremde wirklich einen pur defensiven Kampfstil gewohnt war.
Während Alucard seinen Worten, trotz seiner anderen Ansicht, lauschte, warnte der Magier Dexter davor, die Gelegenheit zu nutzen, um abzuhauen. Immerhin war das hilfreicher als die restlichen Aktionen von dem Kerl.
Der Soul Reaper zog derweil seine Waffe aus dem Boden und hielt den Griff fest in der Hand. Sein Gegenüber baute weiter seine Argumentation auf und kam zu einem Entschluss, der für die meisten Personen wohl extrem vernünftig klang. Das Kämpfen sein lassen und zusammenarbeiten.
"Du denkst also, dass Leute wie ich ein Problem für dein Konzept der Gerechtigkeit darstellen? Da kann ich dich beruhigen...es gibt keine Leute wie mich. Ich halte mich nicht für etwas besseres, als die ganzen diesen ganzen Abschaum, gegen den ich vorgehe. Aber ich hab mich weitaus besser unter Kontrolle und gehe deswegen nicht gegen Unschuldige vor - egal was auf den Steckbriefen steht. Aber ja, vielleicht hast du recht, nur gibt es da ein Problem..."
Langsam hob Alucard das Schwert an und hielt sie gerade nach oben vor seinem Gesicht, sodass die dünne Klinge kaum zu sehen war.
"Ich arbeite allein und bin kein Fan davon, meine Entscheidung zu ändern, nachdem ich sie getroffen habe."
Dexter hätte nun vermutlich wieder eine Chance zur Flucht, doch er selbst hatte viel zu viel Angst, um einfach wegzurennen. Die beiden waren schneller als er. Wenn er scheitern würde, würde ihn der Schwertkämpfer vielleicht noch zuvor erwischen und sein Kopf wäre ab. Nein, danke. Darauf wollte sich der Kleinkriminelle nun wirklich nicht einlassen.
Alucard hatte mittlerweile die Nase voll. Ja, er hatte schon Verbrecher leben lassen. Zugegeben, er hatte es sich sogar kurz überlegt, einfach zu gehen und den Gilden-Magier seinen Job machen zu lassen, aber nein. Hier ging es einzig und allein ums Prinzip. Er hatte seinen Entschluss schon gefällt, bevor dieser Kerl auftauchte. Gemeinsame Sache machen, war für ihn ein Tabu. Er vertraute ihm schlichtweg nicht. Er hätte es sich vielleicht sogar selbst überlegt, Dexter am Leben zu lassen. Immerhin war es lächerlich, wie sehr der Kerl zitterte...nein, ein wirklicher Schwerverbrecher war er definitiv nicht. Er besaß das Potential schlimmeres zu tun. Er war ein Verbrecher. Mittlerweile war Alucard extrem kalt geworden, wenn es um solche Dinge ging. Und nun wollte er diesem Kerl die Lektion erteilen, die er verdient hatte. Es ging ihm mittlerweile nur noch darum, seiner Grundeinstellung treu zu bleiben. Und mit jedem Gedanken, den der Schwertkämpfer an die Tatsache verschwendete, dass ihm ein Gildenmagier aus einer Vorstellung heraus im Weg stand, ging ihm der Kerl nur noch mehr auf die Nerven.
"Razor Knife..."
Im nächsten Augenblick lies er seine Waffe, nach einem schnellen Schritt nach vorne, hinabsausen. Die Klinge des Schwertes flog mehrmals hin und her, dieses Mal folgten mehrere Hiebe hintereinander, bis er plötzlich langsamer wurde, was bei seinem schnellen Kampfstil sofort auffiel.
Für einen kurzen Augenblick weiteten sich seine Augen.
Er konnte es fühlen, den Schmerz in seiner Brust. Der Fluch des Schwertes zeigte schon seine Nebeneffekte.
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Beitrag© By Fynn  Sa Jul 22, 2017 8:33 pm

Fynn begann, seine Augen zu verengen. Hatte er wirklich von 'Leuten wie ihm' gesprochen? Wirklich bereit dazu, den Fremden hier in eine Schublade zu stecken, war er ja nicht. Noch hatte er gar kein Recht dazu. Schließlich kannte er ihn kaum und konnte somit auch sehr schlecht über ihn richten. Schubladendenken war ohnehin eine Sache, die Fynn nicht gutheißen konnte und somit.. Nein, er konnte schlecht von Leuten wie ihm sprechen. Im Prinzip... Hatte er nicht den Hauch einer Ahnung. Wie der Schwertträger dann auch erwähnte... Gab es wohl keine Leute wie ihn. Er war ein Einzelkämpfer. Entschlossen. Ebenso entschlossen, wie Fynn es war.
"Du bestehst wirklich darauf, deine Klinge schmutzig zu machen, nicht wahr...?" Dem jungen Magier stand schon eine Art von Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Zwar hatte er nicht damit gerechnet, dass es einfach werden würde, hier Überzeugungsarbeit zu leisten, aber es war durchaus härter, als er erwartet hatte, dem Fremden hier mit Vernunft beizukommen. Für einen Moment dachte er darüber nach, was dieser Kerl schon gesehen und erlebt haben musste, dass er so... Gewissermaßen verbitterte. Im Grunde konnte er ganz genau sehen, dass in ihm ein guter Kerl steckte. An sich ging er ja nur gegen Verbrecher vor, weil es ihn... Wirklich, wirklich kümmerte, was sie taten. Sonst würde er weniger zwischen Kleinkriminellen und Schwerverbrechern differenzieren. Sonst wäre es ihm nicht so wichtig, Dexter mit seinen Taten unter keinen Umständen davonkommen zu lassen... Er jagte Verbrecher nicht für Belohngungen, Ruhm oder dergleichen. Nein, es ging ihm da eindeutig um mehr, das konnte Fynn spüren.
Im Grunde... Konnte Fynn sein Gegenüber sehr wohl ein Stück weit verstehen. Inzwischen war es für ihn echt schon schwer, seine Entschlossenheit noch aufrecht zu erhalten, um seine Aura-Angriffe weiterhin in der Stärke auszuführen, wenn auf der anderen Seite so jemand stand, der auch für die Gerechtigkeit und das Gute kämpfte, wenn auch auf einem anderen Weg. Wenn auch auf einem Weg, den Fynn nicht für gut befand. Aber nein. Fynn konnte nicht aufgeben. Nicht jetzt. Jetzt erst recht nicht! Er musste für seine Ideale einstehen! Er musste zeigen, was es bedeutete, Gnade zu zeigen! Gnade, Mitgefühl, Menschlichkeit. All die Prinzipien, die Fynn mit vollster Überzeugung vertrat. Seine Prinzipien durfte er unter keinen Umständen im Stich lassen!
"Razor Knife!"
Schneller als Fynn schauen konnte, startete Alucard einen weiteren Angriff. Langsam spürte der Aura-Magier, wie es mit dem Kampf zu Ende gehen sollte. Besonders jetzt.. Jetzt musste er alles geben! Er durfte seine Prinzipien, all die Werte, für die er einstand, nicht im Stich lassen! Nicht jetzt! "Silent Breeze...", murmelte er wieder leise vor sich hin, als der erste Schwertstich auf ihn zuraste. Keine Zeit mehr auszuweichen. Er musste direkt dagegen ankämpfen. "AURA SHIELD!" Im nächsten Moment nach dem Ausruf, in der Sekunde, in der das Schwert auftreffen würde, warf Fynn seine Arme nach vorne und erzeugte einen Schild aus Aura-Energie, eine Art blaue Wand tat sich somit vor ihm auf, die die Schwerthiebe an sich abprallen ließ. Immer mehr und mehr Schwerthiebe. Sie waren schnell, stark, bestimmt, doch mit der neu gewonnenen Willenskraft des jungen Magiers hielt der Schild eisern jedem einzelnen Schlag stand. Immer länger. Doch als die Schwerthiebe nicht aufhören wollten zu stoppen, kam der Aura-Magier allmählich ins Schwitzen. Er war es gewohnt, den Schild nur weinge Sekunden aufrecht zu erhalten, um einen einzigen Angriff abzuwehren. Gerade diese Parade strengte ihn mehr an als alles andere, da Aura Shield für gewöhnlich nicht dafür geschaffen war, auch nur annähernd so lange standzuhalten. Der junge Mann hielt sich wacker, aber.. Durch die dauerhaft einprallenden Hiebe und Stiche begann sein Schild zu brechen. Zunächst bildeten sich Risse, die Hiebe des Gegners wurden allmählich immer und immer langsamer, was sofort auffiel. "Nur noch... Eine... Sekunde..." Angestrengt versuchte er bis zum bitteren Ende den Schild aufrecht zu erhalten aber.. Als Alucard einen letzten starken Hieb aussendete...
KLIRR!
Der Schild zerbrach. Wie ein fallen gelassenes Glas zerbrach es in mehrere Scherben, löste sich auf. Die Klinge bohrte sich erbarmungslos in Fynns Bein, worauf dieser jaulend in die Knie ging. "RRAAH!" Ein stechender Schmerz machte sich bemerkbar, der gemeinsam mit dem kleinen Schock, seinen Schild zerbrechen zu sehen, Fynn für einen Moment komplett handlungsunfähig machten. Glücklicherweise war es auch der letzte Hieb, den sein Gegenüber aussendete. Blut lief aus der Wunde, die der Schwertstich hinterließ und begann sich langsam den Weg über sein Bein auf den Boden zu suchen, während der Aura-Magier mit den Zähnen knirschte. Dieser Schmerz... "E-eins zu n-null für... dich.", keuchte er nur kurz aus, da er zu viel mehr gerade nicht in der Lage war.
Aber nein, so schnell durfte er die Flinte noch nicht ins Korn werfen. Der Körper war angeschlagen, die Entschlossenheit des jungen Mannes blieb allerdings standhaft. Ganz langsam und vorsichtig versuchte er sich aufzurichten und fixierte sein Gegenüber mit seinem Blick. Er kannte ihn doch. Nicht vom Sehen, nein, aber... Er hatte schon von ihm gehört. Der Name, in diesem Moment kam er ihm auch wieder, als er ihn da vor sich sah. "Hör zu... 'Soul Reaper', oder wie sie dich nennen." Sein Körper begann sich ganz allmählich dem Willen zu fügen und sich zu erheben. Es ging doch inzwischen nicht mehr darum, ob man ganz einfach einen Verbrecher laufen ließ oder nicht. Nein. Inzwischen ging es doch schon um viel mehr, nicht wahr? Es war ein Kampf zweier Prinzipien. Man konnte es Sturheit nennen, oder aber auch Prinzipientreue.
"Pass auf." Für einen Moment atmete Fynn durch, um sich zu sammeln. "Ich weiß, du hälst meine Ansichten vielleicht für Schwachsinn. Ich erwarte auch nicht, dass du dich meiner Ansichtsweise anschließt." In der Zwischenzeit gelang es ihm, wieder halbwegs gerade zu stehen. "Aber mir sind meine Prinzipien verdammt wichtig und deshalb... Kann ich dir einfach nicht aus dem Weg gehen. Also... Was hast du vor? Bist du so darauf aus, den Schuldigen zu töten, dass du dafür auch einen Unschuldigen tötest?"
Nein, furchtlos war Fynn nicht. Im Grunde genommen hatte er ziemliches Glück, dass der 'Soul Reaper' keine Auren lesen konnte, sonst hätte er wohl gespürt, wie viel Angst der junge Magier in diesem Moment in sich trug, die er sich nach außen hin nicht anmerken ließ. Er konnte kaum noch stehen, ausweichen war keine Option mehr und ein weiteres Schild erzeugen war so kurz nach dem letzten Einsatz des Zaubers auch nicht wirklich möglich. Somit verließ sich Fynn voll und ganz auf die Prinzipientreue seines Gegenübers.
Er war kein Verbrecher. Fynn wusste es einfach.
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Beitrag© By Alucard  So Jul 23, 2017 1:43 pm

So defensiv, wie erwartet. Der Fremde hatte beherrschte als wirklich Abwehrzauber. Gerade als Alucard die Klinge des Schwertes auf seinen Gegner fallen lies, erschien eine blau-leuchtende Wand. Schon wieder diese Aura-Zauber. Die Klinge traf gegen die Wand und diese hielt stand. Wirklich beeindruckend. Doch der Schwertkämpfer dachte nicht einmal daran, locker zu lassen. Schließlich zerschnitt sein Schwert selbst Metall. Mehrere Schläge folgten, in dem Schild waren bereits Kratzer zu erkennen, die sich nach kurzer Zeit zu Rissen erweiterten. Durch den Schild hindurch konnte der Gildenlose erkennen, dass seinem Gegner dies auch aufgefallen war - doch es war zu spät. Die Schmerzen hatten sich zwar bereits bemerkbar gemacht und Alucard hatte etwas von seiner Geschwindigkeit eingebüßt, aber dies hielt ihn nicht davon ab, seinen Angriff fortzuführen. Ruckartig zog er sein Schwert zurück und stieß mit der Klinge zu, die die Aura-Wand durchbohrte, welche einfach zerbracht. Die Spitze der Klinge bohrte sich in das Bein seines Gegners und fügte diesem eine auffallende Wunde zu, aus welcher kurz danach das Blut tropfte.
Alucard sah auf seinen Gegner hinab, als er langsam seine Klinge zurückzog. Die Augen wieder vom Schatten der Mütze bedeckt. Geradezu emotionslos stand er nur da. Mehr wollte er nicht. Mit dieser Verletzung sollte der Magier nicht mehr in der Lage sein, ihm Widerstand zu leisten. Er war schneller als sein Gegner und wenn er ihn ernsthaft verletzen wollen würde, könnte er es jetzt wohl tun. Vielleicht hatte er es nun endlich gelernt und lies ihn seine Arbeit machen. Die meisten Menschen hätten nun eingesehen, dass es die Sache nicht wert war.
Doch sein Gegenüber war scheinbar nicht wie die meisten Menschen. Im Gegenteil, dieser richtete sich sogar wieder auf und lies ihn nicht aus den Augen. Das Schwert führte Alucard parallel mit, gefährlich nach an dem Körper des Mannes.. Offenbar erkannte dieser Alucard mittlerweile auch, da er ihn mit seinem Spitznamen ansprach. Doch was er daraufhin sagte, war etwas, womit Alucard nicht gerechnet hatte. Die kurzen Wort des Aura-Magiers wirkten auf ihn sogar so stark, dass er den letzten Satz nochmal in Gedanken wiederholte.
Bin ich so darauf aus, den Schuldigen zu töten, dass ich dafür auch einen Unschuldigen töte...?
Alucard begann sein Schwert etwas anzuheben und platzierte die Klinge rechts vom Hals seines Gegenübers, sodass diesem klar werden sollte, dass er sich weiterhin in Gefahr befand.
Kurz dachte er über die Worte des jungen Mannes nach, bis er an einen Punkt gelangte, an dem er seine nächsten Schritt wohl durchdacht hatte. Trotz dessen lies er es sich nicht nehmen, die angespannte Situation noch etwas aufrecht zu erhalten. Immerhin war er es gewohnt mit Angst zu arbeiten und selbige als Waffe zu nutzen. Denn in einem Moment der Angst waren die Menschen, in seinen Augen, ehrlich.
"...Wie heißt du, Aura-Magier...?", fragte Alucard mit ruhiger und zugleich ernster Stimme.
Mittlerweile interessierte es ihn, wer der Fremde überhaupt war und wo er ihn einzuordnen hatte.
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Beitrag© By Fynn  So Jul 23, 2017 3:14 pm

Fynn fixierte mit einer ebenso ernsten Miene, wie der 'Soul Reaper' sie trug, eben diesen. Seine Hiebe waren langsamer geworden, vermutlich hielt auch er nicht mehr besonders lange durch, weswegen er wohl ganz froh darum war, Fynn diese Verletzung zugefügt zu haben. Zumindest war das die Vermutung des Aura-Magiers. Aber nein, sein Gegenüber war wohl nicht interessiert daran, sich an Unschuldigen zu vergehen, zumindest war Fynn fest davon überzeugt.
Auch in dem Moment, als der Soul Reaper seine Klinge anhob und auf der Schulter des jungen Mannes platzierte, blieb Fynn standhaft. Wortwörtlich standhaft. Es war schwer, aber er stand auf zwei Beinen und ließ mit seinem ernsten Blick nicht von seinem Gegenüber ab. Gespannt wartete er dessen Antwort ab. Gewissermaßen war er sich des Ergebnisses zwar sicher, andererseits wollte er wissen, wie er darauf nun reagierte. Wie unschwer zu erkennen war, ließ der Kopfgeldjäger sich die Aussage des Aura-Magiers noch einmal durch den Kopf gehen, was diesen zu einem leichten so gut wie gar nicht sichtbaren Schmunzeln veranlasste. Ziel erreicht, er dachte über die Worte wenigstens mal nach. Die Überzeugung anderer Personen zu verändern war ja nicht zwingend Fynns Ziel. Ihm war einfach wichtig, etwas positives bewirkt zu haben und in dem Fall hatte er das wohl. Auch, wenn er seine Wunden davon trug.
Das leichte Schmunzeln ging aber so schnell wieder, wie es gekommen war, Fynn konzentrierte sich nun wieder darauf, sein Gegenüber mit einem ernsten Blick zu fixieren. Der Soul Reaper musste sehen, dass der Aura-Magier angespannt war, durfte aber auch nicht sehen, dass er tatsächlich ein wenig Angst hatte. Wie, er wurde nach dem Namen gefragt? Nun, das war eine eher leicht zu beantwortende Frage. "Fynn. Fynn Campbell.", meinte er nur knapp und ernst. Die Gegenfrage konnte sich Fynn an der Stelle aber auch nicht verkneifen, da Soul Reaper ja kaum ein richtiger Name war. Er entschied sich aber, sich die Frage für einen Zeitpunkt aufzuheben, zu dem sich keine Klinge auf seiner Schulter befand und die Atmosphäre sich etwas gelockert hatte, da der Soul Reaper sicher nicht jedem gern ohne Weiteres seinen wahren Namen verriet.
Das Blut lief weiter aus dem Bein, Fynn biss noch immer etwas angestrengt die Zähne aufeinander. Dennoch sah er erwartungsvoll sein Gegenüber an, weiterhin gespannt, wie er nun reagieren würde. Langsam war es sicher von Vorteil, würde er endlich das Schwert wegnehmen und Fynn endlich seine Wunde verbinden lassen, aber dennoch war jetzt eher wichtig, ob er nachgeben würde oder wie er vorhatte mit Dexter zu verfahren.
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Beitrag© By Alucard  So Jul 23, 2017 4:05 pm

Da hatte Alucard seine Antwort. Schön, dass sein Gegenüber so offen war. Fynn also. Der Name Campbell sagte ihm aber wenig. Es überraschte ihn nicht, dass er den Namen noch nie gehört hatte, einen Aura-Magier hätte er wohl nicht so einfach vergessen. Nichtsdestotrotz hielt er den ernsten Blick für einen Moment aufrecht. Er wartet kurz ab und tauschte Blicke mit dem Magier aus, bevor er dann die Klinge von seinem Hals weg bewegte und sie langsam sinken lies.
"...Touché, Fynn Campbell.", sprach er mit gelassener Stimme.
Die gesamte Stimmung verlor die gerade noch herrschende Anspannung. Seinen Prinzipien wollte er um jeden Preis treu bleiben und wenn dies bedeutete, einen Verbrecher zu verschonen, dann konnte er wohl damit leben. Gerade so. Fynns Willensstärke hatte ihn wirklich etwas beeindruckt.
Mit einem prüfenden Blick musterte er sein Gegenüber nochmal, bevor er fortfuhr. Dass Fynn Schmerzen hatte war ihm nicht entgangen. Die meisten hätten sich nun wohl dafür entschuldigt, allerdings hätte sein Gegenüber vielleicht gar nicht die treffenden Worte gefunden, um Alucard in eine Situation zu treiben, in der er nur eine Möglichkeit hatte, wenn die Klinge nicht sein Bein durchstoßen hätte. Und andererseits hätte der Aura-Magier ja auch einfach aufhören können, sich ihm entgegen zu stellen. Trotz allem: Er hatte Alucards Respekt verdient. Der Anarchist schloss kurz seine Augen und kramte mit seiner linken Hand in der Tasche seines Mantels.
"Dein Wille ist...bemerkenswert...und dazu echt nervtötend.", sagte er mit gelassener Stimme, bevor er Fynn plötzlich etwas zuwarf.
Alucard hatte in seiner Manteltasche nach einer Binde gesucht, schließlich kam es nicht selten vor, dass auch er sich mal verletzte. Und es war das einzig richtige.
"Fest abbinden. Tut morgen nur noch halb so weh."
Den Blickkontakt hielt Alucard mittlerweile nicht mehr. Im Gegenteil, er blickte zu Dexter, welcher so da lag, als würde er sich tot stellen.
Der Soul Reaper war sich sicher, dass Fynn den Rest allein hinbekommen würde. Deswegen bewegte er sich auf Dexter zu, sodass diesem auch weiterhin klar war, dass er sich in einer ernsten Situation befand.
Zugegeben...der Moment wäre perfekt gewesen, jetzt doch einfach zu tun, was er von Anfang an vor hatte und Fynn mit der Wunde zurück zu lassen. Aber so war er nicht. Ganz und gar nicht.
Alucard streckte seine Hand nach Dexter aus, welcher zusammenzuckte, nur um danach zu bemerken, dass der Mützenträger an ihm vorbei griff. Der Schwertkämpfer hob die Scheide seines Schwertes auf um die Klinge von selbigem im nächsten Moment darin verschwinden zu lassen.
Nun hielt er die riesige Waffe nur noch am unteren Ende der Schwertscheide und lehnte den Rest des Shikomichi gegen seine Schulter. Anschließend blickte er zu dem Magier mit der Beinverletzung, der ihn mehr Nerven gekostet hatte, als der Verbrecher, wegen dem sie überhaupt erst aneinander geraten waren.
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